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Zur Mandelblüte in Mallorca und Tips zur Finca-Suche


Mandelbäume in Fornalutx

Ich mag den Winter nicht, wir werden niemals gute Freunde werden. Ein, zwei Tage mal Schnee und Sonne ist ja ganz hübsch, aber dann kann es für mich direkt wieder 20 Grad haben und Frühling sein. Kein Wunder also, dass ich jede Gelegenheit mitnehme, um der grauen Jahreszeit zu entfliehen.

Nur zwei Flugstunden entfernt kann ich meinen Frühlingstraum in die Realität umsetzen: von Ende Januar bis etwa Mitte März verwandelt sich Mallorca in ein zart duftendes Blütenmeer – es ist die Zeit der Mandelblüte. An sonnigen Tagen hat es auf der Insel bereits zwischen 15 und 20 Grad. Genau die richtigen Bedingungen für mich und auch für die Knospen der berühmten mallorquinischen Mandelbäume, die sich um diese Jahreszeit zu öffnen beginnen und sich in prachtvolle weiße und roséfarbene Wolken verwandeln. Ein Naturschauspiel, das Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet.

Wann genau die Blüte beginnt, hängt von der Region und vom Wetter ab. Tendenziell könnt Ihr davon ausgehen, dass die Mandelblüte im Tramuntana-Gebirge später beginnt als in den Ebenen im Süden und Osten der Insel. Harte Winter können die Blütezeit ebenfalls nach hinten verschieben. Das Schöne ist, dass die Mandelblütenzeit auf Mallorca mehrere Wochen dauert, von Ende Januar bis Anfang März. Genügend Möglichkeiten also für ein Mandelblüten-Erlebnis.

Ursprünglich waren es die Mauren, die den Mandelbaum im 10. Jahrhundert aus dem Orient nach Mallorca mitbrachten. So ist dieser Baum schon jahrhundertelang Teil der mallorquinischen Landwirtschaft. Das spiegelt sich natürlich auch in der kulinarischen Tradition der Insel wieder: Mandeln finden sich in vielen typischen Spezialitäten, wie der Süßigkeit Turrón oder dem beliebten Mandelkuchen Gato de Almendra wieder. Auch der hier hergestellte Mandellikör Flor d’Amentella profitiert von dem intensiven und feinen Aroma der mallorquinischen Mandeln.

Im großen Stil werden Mandeln auf Mallorca allerdings erst seit dem 19. Jahrhundert angebaut. Grund war eine Reblaus-Plage, die die Weinberge der Insel zum größten Teil zerstörte, sodass die Bauern sich entschieden, auf den Mandelanbau umzusteigen. Eine Entscheidung, die Mallorca bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem der größten Mandelanbaugebiete weltweit machte und bis heute das Landschaftsbild der Baleareninsel prägt. Heute ist der kommerzielle Mandelanbau aufgrund fallender Preise rückläufig, sodass immer mehr Mandelhaine verwildern.

Einige Regionen sind dafür bekannt, dass sich hier die Pracht zur Blütezeit besonders malerisch präsentiert. So könnt Ihr zum Beispiel von Palma aus ganz unkompliziert einen Ausflug in den Südwesten der Insel unternehmen und dort zwischen Andratx, Port Andratx und S’Arraco eine reichhaltige Blütenpracht bewundern. Auch die Strecke etwas weiter nördlich zwischen Valldemossa und Sóller bietet zur Mandelblütenzeit unvergessliche Ausblicke in einer abwechslungsreichen Landschaft. Wenn Ihr Urlaub an der Ostküste macht, ist für Euch die Region im Südosten zwischen Santanyi und Felanitx gut zu erreichen, wo es im Frühling ebenfalls eine Fülle an prächtig blühenden Mandelbäumen zu erleben gibt.

Erleben:

Das Mandelblütenfest in Son Servera

Jeweils am ersten Sonntag im Februar findet in Son Servera in der Nähe von Manacor im Nordosten Mallorcas das Mandelblütenfest statt – die „Fira Flor d’ametler“.

Finca-Angebote:

Die Internetseite Fincaferien hat eine grosse Auswahl an Selbstversorger-Unterkünften auf allen spanischen Inseln.

Das Finca-Hotel Muleta de Ca S'Hereu liegt malerisch über Port de Sóller. Doppelzimmer inkl Frühstück gibt es ab 170€

Fincas Mallorca hat sich auf die Vermietung von Häuser rund um das Tall von Sóller spezialisiert.

Um ehrlich zu sein ist der Internetauftritt von Mallorca Dream ziemlich unübersichtlich. Aber wenn man sich die Mühe macht zu suchen, sind wirklich tolle Unterkünfte dabei!

In Valdemossa bieten Finca Valdemossa relativ günstige Casitas ab 75€ an.

Das erste Mal überhaupt in Mallorca haben wir in der Ermita de Dalt in Estellencs übernachtet. Der Blick auf das Meer und den Puig Galatzo sind unbeschreiblich, und so wurde Mallorca zur Liebe auf den ersten Blick!

Essen und Trinken:

Das beste Eis gibt es - meiner Meinung nach - bei Fet a Sóller. Besonders Mandel, Orange und Zitrone mit Kräutern schmecken fantastisch. In Sóller findet man Fet a Sóller 2 Minuten von der Plaça entfernt, gegenüber der Markthalle. In Port de Sóller direkt an der Strandpromenade. Hier gibt es auch andere Delikatessen, die man sich übrigens auch online nach Deutschland bestellen kann. Natürlich kann man hier auch lokale Mandeln, Mandelöl, Mandelgebäck und Mandelcremes kaufen.

Den besten Kuchen gibt es in Son Mico. Die Finca ist schon lange im Familienbesitz. Jetzt haben die Schwestern Isabelle und Ines Coll drei Apartments mit Antiquitäten und ein Café eingerichtet. Traumhafter Blick über den Nordwesten der Insel. DZ/F ab 90 Euro (Ctra de Deia, Sóller, Tel. 971 63 82 24, son.mico@hotmail.com).

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