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Die 5 schönsten Wanderungen im Oman – unterwegs im Hajar-Gebirge

  • Wibke Helfrich
  • 17. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Wenn man an den Oman denkt, kommen vielen zuerst Wüstenlandschaften, Wadis und die Küste in den Sinn. Doch das Herz des Landes schlägt in den Bergen.

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Das Hajar-Gebirge zieht sich wie ein Rückgrat durch den Norden Omans und bietet überraschend alpine Landschaften, tiefe Schluchten und einige der spektakulärsten Wanderungen der Arabischen Halbinsel.

Besonders schön ist hier die Zeit der RosenBlüte im März und April.

Ich habe hier mehrere Tage zu Fuß verbracht – auf aussichtsreichen Höhenwegen, schmalen Pfaden über dem Canyon und in abgelegenen Dörfern.

Hier meine schönsten Wander- und Bergerlebnisse im Hajar-Gebirge.

Die GPS-Daten habe ich auf Outdooractive hinterlegt – inklusive Streckenlänge, Höhenmetern und Kartenmaterial für die Offline-Navigation.


1. Gipfelbesteigung Jabal Shams (3.018 m)

Der Jabal Shams, übersetzt „Berg der Sonne“, ist mit 3.018 Metern der höchste Gipfel Omans. Er liegt im westlichen Teil des Hajar-Gebirges und überragt den gewaltigen Al-Nakhur-Canyon, oft als „Grand Canyon Omans“ bezeichnet.

Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten:

Die Besteigung des Südgipfels ist technisch nicht schwierig, aber körperlich anspruchsvoll. Die Route ist rund 24 Kilometer lang und bringt etwa 1.400 Höhenmeter mit sich. Besonders die Hitze kann zur Herausforderung werden – ein sehr früher Start ist daher essenziell. Wer gut vorbereitet ist, wird mit Weitblicken über das zerklüftete Gebirge belohnt.


2. 2-Tages-Tour von Jebel Rose über Jebel Hut nach Misfat al Abriyeen

Diese zweitägige Trekkingtour gehört zu den eindrucksvollsten Mehrtagestouren im Hajar-Gebirge.

Der Weg führt von am ersten Tag von Jebel Rose nach Jebel Hut. Knapp 15 Kilometer sind es am 2 Tag bis nach Misfat al Abriyeen, einer Oase in der kargen Bergwelt. Schon von weitem können wir das Grün der Dattelpalmen im Tal unter uns sehen. Auch hier wird das Wasser durch teilweise überdeckte Kanäle in die Gärten geleitet, in denen neben Dattelpalmen auch Granatäpfel, Feigen und Oliven wachsen.


3. Balcony Walk (Route W6)

Der Balcony Walk ist Omans bekannteste Wanderung – und das völlig zu Recht.

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Die Route W6 verläuft über etwa sieben Kilometer auf einem schmalen Felsband hoch über dem Al-Nakhur-Canyon.

Der Trail führt von der Gegend um Al Khitaym zu einem verlassenen Bergdorf und bietet durchgehend spektakuläre Tiefblicke in den Canyon sowie Ausblicke auf die höchsten Gipfel des Landes. Die Wanderung ist nicht lang, erfordert aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Besonders in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag ist das Licht beeindruckend.


4. Wanderung zum geheimen Pool im Wadi Al Nakh

Abseits der bekannten Routen liegt das Wadi Al Nakh, ein stilles Seitental mit überraschend viel Grün. Eine kurze, aber lohnende Wanderung führt zu einem versteckten Pool, der sich perfekt für eine Abkühlung eignet.

Die Route ist weniger ausgeschildert und erfordert etwas Orientierungssinn, belohnt dafür aber mit Ruhe und einem intensiven Naturerlebnis.


  1. Klettersteig: Anantara Via Ferrata am Jabal Akhdar

Wo einst Lady Diana und Prinz Charles mit Blick auf das Rosental picknickten, steht heute das Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort – eines der höchstgelegenen Luxusresorts der Welt.

Auch Nicht-Hotelgäste können hier einen Klettersteig nutzen. Für 60 OMR führt die Via Ferrata waagrecht entlang der Felswände, ergänzt durch zwei Ziplines, die Schluchten überspannen. Im Preis enthalten sind Ausrüstung und Guide. Eine ungewöhnliche, aber spannende Möglichkeit, die Berglandschaft aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Du kannst diese Tour nur geführt machen, aber hier auch die GPS Daten auf Outdooractive.


Fazit

Das Hajar-Gebirge zeigt eine ganz andere Seite des Oman: rau, hoch gelegen, still und überraschend vielseitig. Ob anspruchsvolle Gipfeltour, aussichtsreicher Höhenweg oder kurze Wanderung zu einem versteckten Pool – für Berg- und Wanderfans gehört diese Region unbedingt auf die Reiseliste.


Tipps für Wanderungen im Oman

Angemessene Kleidung

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Oman ist ein konservatives Land. In Städten und Dörfern sollte man lange Kleidung tragen. Beim Wandern in den Bergen sind Shorts und T-Shirt okay. Auch bei Wanderungen in den Wadis und beim Schwimmen empfehlen sich Shorts und T-Shirt.


Wanderführer

Adventure World bietet geführte Mehrtageswanderungen, Tagestouren und Ausrüstungsverleih.

Zahran Al Zakwani hat bereits George W. Bush durch die Berge des Omans geführt. Buchung per WhatsApp unter +968 9660 9575.

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Schlafen

Auf einer Klippe mit Blick auf die Rosengärten und die umliegenden Berge thront das luxuriöse Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort.


Die rustikale Lodge „Hanging Terraces” liegt oberhalb der Rosenterrassen und bietet authentische Zimmer sowie Frühstück und Abendessen.


Campen und Transport

Im Oman ist wildes Campen grundsätzlich überall erlaubt. Es gibt nur Einschränkungen in der Nähe von Städten, auf Privatgrundstücken und in Naturreservaten. Ein Jeep mit Dachzelt ist daher eine gute Möglichkeit, das Land zu erkunden. Oliver Wensauer von „Active Oman” vermietet Jeeps und Equipment und steht Abenteuerlustigen mit Rat und Tat (auch auf Deutsch) vor und während der Reise zur Seite.


Karte

Eine Übersichtskarte mit möglichen Wanderungen findet man auf der Seite des Ministeriums für Tourismus.


Sicherheit

Tagsüber kann es im Oman selbst im Frühling schnell über 30 °C haben. Dementsprechend lohnt es sich, Aktivitäten sehr früh zu starten. Bei Wanderungen sollte man immer hohen Sonnenschutz tragen, eine Sonnenkappe und langärmelige Kleidung, um Sonnenbrand zu vermeiden. Ausreichend Wasser mitbringen.

In den Wadis Omans sind bereits Menschen ertrunken, dementsprechend vorsichtig sollte man sein, vor allem, wenn man kein guter Schwimmer ist. Wadis auf keinen Fall betreten, wenn Regen vorhergesagt ist – Gefahr von Flash Floods. Trotz des warmen Wetters im Oman kann das Wasser in einigen Wadis sehr kalt sein.


Beste Reisezeit

Von November bis März ist die beste Zeit zum Wandern. Wer seine Ruhe haben möchte, sollte den Besuch von Wadis am Wochenende vermeiden. Es kann jedoch auch sehr lustig sein, den omanischen Familien beim Plantschen zuzusehen und mit den freundlichen Menschen ins Gespräch zu kommen.


Ausrüstung

Wasserflaschen und/oder Camelback, Sonnenhut, eventuell ein Tuch zum Schutz des Gesichts. Lange, dünne Blusen, Hemden und Hosen. Trailrunning- oder leichte Wanderschuhe. Wer will, kann auch Wanderstöcke mitnehmen. Bei den Wanderungen durch die Wadis wird gewandert, geklettert und geschwommen. Leichte, schnelltrocknende Kleidung, Sonnenmilch, Wandersandalen oder schnelltrocknende Trailrunning-Schuhe, wasserdichte Beutel für Wertsachen und ausreichend Trinkwasser sind ein Muss.

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