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- Wandern auf den kanarischen Inseln Gran Canaria, Teneriffa & La Gomera
Kanarische Schicksalsberge Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera: Strände, immergrüner Nebelwald, der Gipfel Teide und die Silhouette des Roque de Nublo. Hier findest Du alle Infos, die du zum Wandern auf den Kanarischen Inseln brauchst. Wandern auf Gran Canaria - sonnenverwöhnte Strände und von Wind und Regen gepeitschte Berghänge Die kanarische Kiefer schützt sich mit einer extrem dicken Rinde vor Feuersbrunst und Frost. Allerdings scheint hier im Naturpark „Parque Rural del Nublo“ auf knapp 1500 Höhenmeter momentan die Feuersbrunst das geringste Problem: Die Rinde ist von Flechten überwachsen und die 30 Zentimeter langen Nadeln peitschen, durch Windböen angetrieben, wild im waagrechten Regen auf mich ein. So hatte ich mir Wandern auf Gran Canaria nicht wirklich vorgestellt. Wanderführer Manuel hatte ein paar Höhenmeter weiter unten – in Las Lagunetas – noch im T-Shirt Feigen und Pflaumen von den Bäumen gepflückt und uns dabei vorgeschwärmt, dass die Insel eine Art Mini-Kontinent voller Kontraste sei: wüstenähnliche Dünenfelder und subtropische Täler; ausgedörrte Barrancos (Schluchten) mit hochgewachsenen Königspalmen und Almen inmitten dichter, wohlriechender Kiefernwälder; touristisch erschlossene Strandsiedlungen aber auch wilde Einsamkeit. „Ich will euch die Vielfalt der kanarischen Inseln zeigen in der Natur und in der Kultur.“ Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Erst jetzt verstehe ich dessen vollen Umfang: Einerseits sonnenverwöhnte Strände, anderseits von Wind und Regen gepeitschte Berghänge! Von Manuel sind inzwischen auch nur noch die Augen in der Regenmontur zu sehen – er ruft uns gut gelaunt durch den Wind zu, dass nur ein paar Kilometer weiter wieder die Sonne scheint … uns so laufen wir brav weiter. Tatsächlich scheint in dem kleinen weiss getünchten Dorf Santa Lucía de Tirajana die Sonne, leuchtend bunte Blumen wachsen in den Gärten und Parks, und im verschlafenen Dorfcafé sitzen einige Einheimische im Schatten. Faszinierend, wie unterschiedlich sich hier die Natur präsentiert. Vom Dorf aus wandern wir unter strahlend-blauem Himmel entlang ausgedörrter Felder und skulpturenartigen himmelshohen Agaven auf eine markante Felsformation zu, die wie eine Burg zwischen tiefen Tälern liegt. Wandern auf Gran Canaria: Unser Ziel ist La Fortaleza de Ansite - eine der bedeutendsten Fundstätten Bevor die Spanier im 15 Jahrhundert die Kanaren einnahmen, wohnten hier die Guanchen, die Ureinwohner, in einer Art steinzeitlicher Kultur. Mit Steinen und Stöcken war es ihnen schwer möglich, die Eroberung der Inseln durch die militärisch weit überlegenen kastilischen Truppen zu verhindern. Sofort nach Sonnenuntergang ziehen dicke Nebelschwaden über den Roque de Nublo Verónica und Marco sind gerade mit ihren Kollegen dabei, alte Behausungen rund um den riesigen Festungsberg zu identifizieren. Die Guanchen lebten nicht nur in Felshöhlen, die sie mit Hammer und Meißel mühsam in den weichen Tuffstein schlugen, sie bauten auch Hütten mit Strohdächern. Die Arbeit der Archäologen ist ein mühsames Unterfangen. Die abgegrabene Erde wird gesiebt, um auch kleinste Objekte der noch wenig erforschten Kultur sicher zu stellen. Veronica erzählt mir die Geschichte von Fortaleza: Es war die letzte Bastion, an die sich die kanarischen Ureinwohner am 29. April 1483 vor den Spaniern zurückgezogen hatten. Angeblich stürzten sich an diesem Tag der Anführer und der Schamane vom Gipfel des Felsens, da sie lieber sterben als sich ergeben wollten. Wandern auf La Gomera: Ein Insel weiter war auch für die Ureinwohner La Gomeras ihre Fortaleza (Burg) ein Schicksalsberg. Sie nannten ihn „Argoday“ (den Mächtigen) – und betrachteten ihn als eine ihrer heiligsten Stätten. Archäologische Funde von Tierknochen über Werkzeug bis hin zu Steinaltaren zeugen davon, dass die Gomeros hier einst kultische Riten vollzogen. Tragischerweise stürzten sich auch hier die Häuptlinge nach dem verlorenen Wiederstand gegen die Spanier die Fortaleza hinab. Ohne solches Vorwissen erinnert heute wenig an die blutige Vergangenheit, der markante Tafelberg ist heute ein beliebtes Wanderziel auf der beschaulichen Insel. Wir starten im Bergdorf Chipude, das als älteste Siedlung La Gomeras gilt. Der gut ausgeschilderte Wanderweg führt auf einem schmalen Pfad sanft bergauf und bergab durch hohes Gras an majestätischen Palmen und hohen Algarven weit oberhalb der Küste den Bergkamm entlang. Wir haben grandiose Ausblicke auf tiefe Schluchten, die sich unter uns hunderte von Metern bis zum Meer hinab öffnen. Terrassierte Felder und steinige Wände wechseln sich ganz selbstverständlich ab. Im kleinen Weiler Pavlon schauen wir einem Töpfer zu, der wie damals die Ureinwohner die Oberfläche seiner Ware mit einem Stein glatt schleift. Spanische Musik dudelt etwas weiter entfernt aus einem Lautsprecher. Manuel erklärt uns, dass hier die meisten Lebensmittel noch von einer Art fliegender Händler mit dem Wagen von Ort zu Ort gefahren werden. So ähnlich wie bei uns der Eismann macht dieser dann mit Musik auf sich aufmerksam. Die Musik begleitet uns, als wir das Dorf leicht bergan verlassen und gibt der ganzen Szenerie ein noch romantischeres Ambiente, das an längst vergangene Zeiten erinnert. Wir folgen dem Weitwanderweg GR131, bis uns ein Wegweiser die Richtung zum Einstieg des von überall deutlich sichtbaren Berges vorgibt. Ab hier ist ein bisschen Klettern angesagt: für die letzten 100 Höhenmeter bis zum 1231m hohen Gipfel sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit nötig. Oben angekommen, werden wir mit einer atemberaubenden Aussicht hinunter nach Chipude und bis hin zur Nachbarinsel La Palma belohnt. Auf einem kleinen Pfad kann man das ganze Gipfelplateau umrunden – jede Biegung bietet neue Ausblicke über die Insel. 2012 wütete ein Waldbrand auf La Gomera, aber die bekanntlich gut geschützten kanarischen Kiefern erholen sich langsam und bieten auf unserem Weiterweg zum Nationalpark „Garajonay“ einen willkommenen grünen Kontrast zu den ockerfarbenen Felsen. Je weiter wir in den „Garajonay” kommen - 1986 von der UNESCO zum Naturerbe ernannt, desto mehr ändert sich die Vegetation. Die Kiefern werden von immergrünen Lorbeerwäldern abgelöst, die meistens vom Nebel eingehüllt sind, wodurch der Wald ein magisches Aussehen gewinnt. Dichte Wälder und tiefe Schluchten waren schon für die Guanchen eine Kommunikationsbarriere, und so entwickelten sie die Pfeifsprache „El Silbo“, in der gewöhnliche Lautsprache in Pfeiflaute umgesetzt werden. Es ist die lauteste Kommunikationsform, die ohne Hilfsmittel auskommt. Die Reichweite kann je nach Windrichtung bis zu zehn Kilometer betragen. Oscar de Jorge ist eigentlich Kellner am Mirador El Abrante, aber je nach Lust und Laune demonstriert er mit seinem Kollegen den Besuchern, wie präzise man mit dieser Sprache kommunizieren kann: So versteckt er beispielsweise das Portemonnaie einer Touristin im Weinschrank und erklärt dann seinem Kumpel – der vorher natürlich nicht anwesend war – durch Pfiffe, wo er es finden kann. Leicht nachvollziehbar, dass solche Verständigungsmittel zu Francos Zeiten verboten waren. Die UNESCO hat El Silbo 1982 auf die Liste der zu schützenden Weltkulturgüter gesetzt und seit 2014 ist sie Pflichtfach in den Schulen La Gomeras. Wandern in der Caldera rund um den Teide auf Teneriffa Nach mehreren Tagen mit unserem Wanderführer Manuel möchte ich von ihm wissen, was denn seine persönliche Lieblingswanderung sei. Wie aus der Pistole geschossen antwortet er mir „Die Caldera rund um den Teide auf Teneriffa“. Wie es der Zufall – oder die Bestimmung – will, ist das Ziel unserer Wanderung auf Teneriffa auch ein Aussichtsberg mit dem Namen Fortaleza … natürlich im Nationalpark des Teides! Er bildet mit dem benachbarten El Cabezon den nördlichsten Teil des Kessels rund um den Berg. Die dünne Luft ist bei unserem Start auf 2038 Metern schon deutlich zu spüren. Rote Steine markieren den Weg, der sich flach durch den Talkessel windet. Der Ausblick auf den knapp 1700 Meter höher liegenden Teide bietet reichlich Material für Ausreden zur Pause … natürlich nur, um den magischen Anblick entsprechend zu würdigen. Eine Szenerie, die fast ausserirdisch anmutet: Der weisse Schnee auf dem höchsten spanischen Berg, das Azurblau des Himmel, die erdfarbenen Steine mit vereinzelt schwarzen Stellen erkalteter Lava, dazwischen verblühte Natternköpfe, die wie weisse, filigrane Scherenschnitte aussehen. Manuel will am Ende der Reise von mir wissen, welche Wanderung ich auf den drei besuchten kanarischen Inseln am Schönsten fand … nach kurzem Überlegen fällt mir die richtige Antwort ein: „Die nach Fortaleza!“ Meine Lieblingswanderung? „Die nach Fortaleza!“ INFORMATION: Planen: http://www.hallokanarischeinseln.com bietet einen guten Überblick über alle 7 kanarischen Inseln. Die etwas chaotische Seite www.wandern-grancanaria.de bietet trotzdem einen guten Überblick, speziell für Wandertouren. Anschauen: Das Centro de Interpretación La Fortaleza auf Gran Canaria erweckt die Kultur der Guanchen wieder zum Leben – von hier kann man auch zur Ausgrabungsstätte laufen, Dienstags bis Sonntags 10-17 Uhr. Eintritt 4€, Hoya del Rábano, 48 - GC-651, KM 1,9 - La Sorrueda ,Tel +34 928 79 85 80, info@lafortaleza.es, www.lafortaleza.es Pauschal: Der DAV Summit Club bietet geführte Wanderungen auf Gran Canaria, La Gomera, Teneriffa und La Palma (www.dav-summit-club.de, Tel: +49 89 64240 196 , info@dav-summit-club.de Literatur: Wanderführer mit gut beschriebenen Strecken zu allen drei im Artikel beschriebenen Inseln gibt es beispielsweise von Rother (www.rother.de). Hinkommen: Condor (condor.de) fliegt Mittwochs und am Wochenende von Frankfurt nach Gran Canaria (ab ca. 150€). Montags, Mittwochs, Freitags und Sonntags bietet Condor Flüge nach Teneriffa. Tuifly (www.tuifly.com) fliegt Gran Canaria jeden Tag ausser Dienstags an (ab ca. 150€). Nach Teneriffa gibt es jeden Tag ausser Montags Flüge (ab ca. 250€). La Gomera wird nicht direkt angeflogen. Entweder fliegt man nach Teneriffa und dann geht es weiter mit der Fähre (www.fredolsen.es), mehrmals täglich ab 65€ einfache Fahrt; oder mit dem Flugzeug ab Teneriffa Nord mit Binter Canarias ab ca. 58€ (www.bintercanarias.com). Unterkunft: Indviduelle und orginelle Fincas und Ferienwohnungen kann man beispielsweise unter www.fincaferien.de buchen. Meistens ist hierfür allerdings ein Mindestaufenthalt von 3 Tagen nötig. Gran Canaria: Der Parador „Cruz de Tejeda“ befindet sich zwischen zwei Landschaftsbereichen der Insel, dem Parque Rural del Nublo und dem Naturschutzgebiet Cumbres. Wenn das Wetter schön ist, kann man von der Terrasse den Roque Nublo sehen. Doppelzimmer mit Frühstück incl. SPA ab 135€, Cruz de Tejeda, s/n 35328 Tejeda Las Palmas, Tel:+34 928012500, cruztejeda@parador.es, www.parador.es/es/paradores/parador-de-cruz-de-tejeda La Gomera: Einen perfekten Spot für den Sonnenuntergang an der Westküste La Gomeras bietet das Hotel „Gran Rey“ - es liegt direkt am feinen Sandstrand von Valle Gran Rey. Von der Restaurant-Terrasse im dritten Stock hat man einen wundervollen Blick über die Bucht. Avda. Marítima, Nº1, 38870 Valle Gran Rey, Tel: +34 922805859, info@hotelgranrey.es, http://www.hotelgranrey.es Teneriffa: Das Hotel Alta Montaña liegt auf 1500m inmitten von Grün mit fantastischem Meerblick. Gemütliche Lounge-Gartenmöbel laden nach dem Wandern zum Erholen ein. Camino Morro del Cano, 1, 38613, Vilaflor, Santa Cruz de Tenerife, Tel: +34 922 70 99 95, info@hotelaltamontaña.com, www.hotelaltamontaña.com Essen/Trinken: Gran Canaria Das Restaurant Cofradía Castillo del Romeral ist deutlich mehr Sein als Schein. Bei der Anfahrt an die kleine Bucht hinter dem Industriegebiet kann man schon Zweifeln, ob man hier richtig ist. Allerdings sind alle Zweifel verflogen, sobald man das frische Essen mit Blick aufs Meer gekostet hat. Spezialität bei diesem sehr einfachen Restaurant ist Fisch – kein Wunder, es liegt auch direkt am Fischmarkt. Av. de la Playa, s/n, 35107 Castillo del Romeral, Las Palmas, Tel: +34 928 72 81 99 La Gomera: Der im Jahr 2014 eröffnete Mirador El Abrante liegt etwas mehr als 600 Meter über dem Meeresspiegel. Den Ausblick auf das darunterliegende Agulo, das Meer und den steilen Abbruch, genießt man nicht nur von dem gläsernen Aussichtspunkt, sondern auch vom Café bei sehr leckeren Tapas. 38890 Agulo, Provinz Santa Cruz de Tenerife, Tel +34 638 66 14 90 Hier findest Du weitere Blogs über die Kanarische Inseln: 1. Welche der drei Inseln La Gomera, Gran Canaria & Teneriffa ist die beste zum Wandern? 2. Inselvergleich - La Gomera, Gran Canaria, Teneriffa 3. Klettern auf Teneriffa 4. Wanderung durch die Masca Schlucht auf Teneriffa
- Wandern auf den Kanarischen Inseln
Welche der Kanrischen Inseln Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera ist am besten zum Wandern? Die Antwort findest Du in meinem Blog. Der mitteleuropäische Winter ist im besten Fall lang und kalt und im schlechtesten mies und schmuddelig. Wer nicht direkt in der Nähe von schneesicheren Gebieten wohnt, oder - wie ich - kein "Skihaserl" ist, sucht meist nach einer anderen Option, der deutschen Tristesse zu entkommen. Die Kanrischen Inseln ähneln sich natürlich ein bisschen, sind aber vom Ambiente ganz unterschiedlich. ich war auf Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera zum Wandern unterwegs: Auf der Suche nach der perfekten Wanderinsel. Was mein persönlicher Favorit bei diesem Besuch geworden ist, erzähle ich Euch demnächst in einem ausführlicheren Artikel. So strapaziös, wie meine Wanderschuhe scheinbar die Touren empfunden haben, war es aber auf keinen Fall - vielleicht haben sie einfach auch nur eine Ausrede gesucht um im sommerlichen Teneriffa dem - hier einziehenden - Herbst zu entkommen … Glücklicherweise hatte ich vorher noch von unserem Wanderführer eine Flasche Wein bekommen um mir diesen Verlust schön zu trinken :;)! Hier findest Du weitere Blogs über die Kanarische Inseln: 1. Welche der drei Inseln La Gomera, Gran Canaria & Teneriffa ist die beste zum Wandern? 2. Inselvergleich - La Gomera, Gran Canaria, Teneriffa 3. Klettern auf Teneriffa 4. Wanderung durch die Masca Schlucht auf Teneriffa
- Äthiopien - Warum jetzt? 4. Grund: Die Rätsel von Aksum
Stellen Sie sich vor, Sie sind der einzige Mönch, der zum Hüter der Bundeslade gewählt wurde und für die ursprünglichen Tafeln mit den 10 Geboten von Moses verantwortlich ist! Sind Sie stolz? glücklich? eingeschüchtert? Mein Rat wäre, wegzulaufen ... denn ... nun ja ... lassen Sie mich erklären, was das bedeuten könnte. Erstens würden Sie das Kirchengelände nie wieder verlassen. Wirklich niemals, Sie sind lebenslang eingesperrt. Ein hoher Preis, der zu zahlen ist ... vor allem, weil niemand WIRKLICH weiß, ob die Bundeslade tatsächlich in der Kiste aufbewahrt wird (niemand darf sie öffnen). Aber wenn Sie der Hüter sind, können Sie vielleicht einen Gipfel riskieren und der einzige lebende Mensch auf der Erde sein, der es weiß. Zweitens würdest du zu einer SEHR elitären Gruppe gehören. Die einzigen anderen Personen, die es gewusst haben könnten, sind die berühmte Königin von Saba und der noch berühmtere König Salomon und ihr Sohn Melenik. Und das war vor etwa 3.000 Jahren ... Die Geschichte von Königin Saba und Salomon ist auch ziemlich bezaubernd. Alles in Aksum ist wie ein lebendig gewordenes Märchenbuch. Und fangen Sie nicht an, mit Ihrem Reiseführer zu streiten, er wird diese Geschichten für wahr halten, egal wie skeptisch Sie sind. Die wichtigsten aksumitischen Denkmäler in der Stadt sind Stelen, diese Obelisken sind etwa 1.700 Jahre alt. Klicken Sie auf das erste Bild, um es in voller Größe zu sehen: Die meisten Stelen befinden sich im nördlichen Stelenpark und sind bis zu 33 Meter lang (3,84 Meter breit, 2,35 Meter tief und 520 Tonnen schwer). Der 25 Meter hohe Obelisk von Aksum wurde 1937 von der italienischen Armee während ihrer Besatzung entfernt und erst 2005 nach Äthiopien zurückgebracht und am 31. Juli 2008 wieder aufgestellt. Aber das Wichtigste ist das, was sich hier unter Ihren Füßen befindet. Erstaunlicherweise sind etwa 90 % des Feldes noch nicht ausgegraben worden! Egal, wo Sie hingehen, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich darunter ein unentdecktes Grab mit ungeahnten Schätzen verbirgt. Wir haben die Stadt gerne erkundet. Es ist ein abenteuerliches Gefühl, in einige Gräber unter dem Stelenfeld hinabzusteigen und die Kammern im Schein einer Taschenlampe oder eher im Licht eines Handys zu erkunden. Oder Sie wandern durch die Ruinen des Palastes der Königin von Saba und versuchen, sich die Gebäude in ihrer ganzen Pracht aus längst vergessenen Zeiten vorzustellen - ob sie nun wirklich hier gelebt hat oder nicht. Das macht einen Teil des Reizes von Aksum aus: der Gedanke, dass in den Tiefen der Stadt faszinierende Funde und Geheimnisse lauern. UNESCO Film Ich habe nicht wirklich gefilmt - ich war zu sehr damit beschäftigt, all die schönen Dinge um mich herum zu fotografieren, aber da ich die Drohne dabei hatte und manchmal auch die Aufnahmetaste meiner Kamera drückte, hatte ich ein paar (sehr verwackelte, sorry) Clips, die ich zu einem kurzen Clip zusammengeschnitten habe. Ich hoffe, Sie haben Spaß beim Anschauen ... HINKOMMEN: Ethiopian Airlines fliegt täglich (zumindest von Frankfurt) direkt nach Addis Abeba. Wenn Sie bei ihnen buchen, erhalten Sie einen Rabatt auf die Inlandsflüge, den Sie wahrscheinlich brauchen werden, da die Straßen sehr holprig und staubig sind ... RUND-REISE: Wir haben alles über Lalibela Eco Trekking. Molla Kassaw - der Besitzer - hat unsere gesamte Reise organisiert und alles hat perfekt funktioniert. Wir hatten nicht einen einzigen Guide, sondern immer verschiedene lokale Guides, die uns ihre Stadt/Wanderung gezeigt haben. Auf diese Weise lernten wir viele verschiedene Leute kennen, die ihre lokalen Sehenswürdigkeiten am besten kannten. In den einzelnen Blogs werde ich Orte und Restaurants empfehlen, die wir besucht oder gesehen haben, sowie alle anderen Kommentare, die wir zu den verschiedenen Orten und den "what-to-dos" hatten. Hier alle meine Blogs zu Äthiopien: 10 Gründe, jetzt nach Äthiopien zu reisen Äthiopien - Warum jetzt gehen? 2. Grund: Die Danakil-Senke Äthiopien - Warum jetzt? 3. Grund: Die Fels-Kirchen von Tigray Äthiopien - Warum jetzt? 5. Grund: Wohne bei den Locals Äthiopien - Warum jetzt? 6. Grund: Weihnachten mit Engeln feiern Äthiopien - Warum jetzt? 7. Grund: Werf' Zitronen auf Deine zukünftige Liebe Äthiopien - Warum jetzt? 8. Grund: Simien Berge - Wo sich Affe und Steinbock gute Nacht sagen Äthiopien - Warum jetzt? 9. Grund: Graue Nilpferde im Blauen Nil Äthiopien - Warum jetzt? 10. Grund: Weil du die Menschen lieben wirst! Lalibela – Zwischen Himmel und Hölle
- Kunstwege im Odenwald
Im Odenwald wurden Outdoor Mussen erschaffen. Auf Kunstwegen kann man mehr als 120 Skulpturen erwandern. Ob aus Stein, Holz oder Aluminium - bei der Auswahl ihrer Materialien haben die Künstler freie Hand. Einzige Bedingung ist, dass die fertigen Kunstwerke witterungsbeständig sind. Museen sind ja nun nicht jedermanns Sache - und Museen bei Sonnenschein schon mal gar nicht. Glücklicherweise hat der Odenwald (übrigens Teil des UNESCO Geoparks) genug Platz und grandiose Ausblicke für ein Konzept, das beides bietet: frische Luft und Kunst. Seit einigen Jahren veranstaltet die Sparkassen-Stiftung Starkenburg Im Sommer Kunsttage an verschiedenen Locations im Odenwald. Das Ungewöhnliche an dieser Veranstaltung: eine Woche lang bearbeiten renommierte Künstler in der freien Natur ihr jeweiliges Kunstwerk, das dann an dieser Stelle Teil des Kunstweges wird. Zuschauer sind bei der Verwandlung der Rohmaterialien zum Kunstwerk ausdrücklich willkommen. Über 45 internationale Künstler haben sich inzwischen beteiligt. Ob aus Stein, Holz oder Aluminium - bei der Auswahl ihrer Materialien haben die Künstler freie Hand. Einzige Bedingung ist, dass die fertigen Kunstwerke witterungsbeständig sind. Mehr als 120 Skulpturen können mittlerweile auf den Kunstwegen in Birkenau, Fürth, Lindenfels, Heppenheim, Mörlenbach, Wald-Michelbach, Viernheim, Neckarsteinach, Abtsteinach, Rimbach, Grasellenbach, Siedelsbrunn und auf der Tromm bewundert werden. Hier findest Du den Link zu allen Kunstwanderwegen. An das Motto beim Symposium in Siedelsbrunn - “Zukunft” - haben sich die sieben teilnehmenden Künstler auf ganz unterschiedliche Weise herangetastet, die Augen bekommen reichlich Abwechslung serviert. Das neue Teilstück (vom buddhistischen Kloster in Siedelsbrunn bis zur Kreidacher Höhe) verbindet seit Anfang August bereits bestehende Kunstwege; so kann man inzwischen in einem Rutsch von Abtsteinach bis zur Tromm wandern und dabei 40 Skulpturen mit grandiosen Ausblicken betrachten. Da bleibt auch das Herz eines eingefleischten Kunstmuffels nicht kalt. Wer immer noch zögert, kann mit einer Geopark Vorortbegleiterin (http://www.geo-naturpark.net, 50€ pro Gruppe) auch in 1,5 Stunden eine Teilstrecke erwandern und sich Künstler, Objekt und auch den Geopark näher bringen lassen. Für Gross und Klein gibt es bei der Führung auch noch Märchen, Sagen und Gedichte, so dass sich keiner langweilen muss. Wer an einem Tag mehrere Kunstwege anschauen will, aber nicht den ganzen Tag mit Wandern verbringen möchte, der kann sich Mountainbikes oder auch e-bikes (Gemeinde Grasellenbach, Tel: 06207-2554) mieten und die Strecke erfahren. Fast jedes Dorf hat ein Café, in dem der Besucher wieder seine Batterien aufladen kann. So rühmt sich das Café Bauer im Gassbachtal damit, das Torten– und Kuchenparadies im Odenwald zu sein. Wer den Anblick der vielen Kuchen, Torten und Pralinen in der Auslage bewundert und sie danach auf der Terrasse mit Blick über die Wiesen direkt verspeist, wird dieser stolzen Aussage Glauben schenken (www.cafe-bauer-hammelbach.de/, Im Gassbachtal 1, Tel: 06253-5560). Wer es lieber fernöstlich mag, der kann im Teehaus des buddhistischen Klosters in Siedelsbrunn (Buddhas Weg 5, Tel: 06207-9259821), direkt am Kunstweg gelegen, seine Energie aufladen. Falls noch weitere Argumente nötig sind, um Kunstmuffel oder Kinder zu locken, dann ist die Sommerrodelbahn (www.sommerrodelbahn-wald-michelbach.de) in Wald-Michelbach ein sicherlich überzeugendes. Hier kann man nicht nur auf Schienen 1000 Meter in das Tal rodeln, sondern sich auch im Kletterwald, oder im Kletterlabyrinth austoben. 2013 wurde auserdem die Draisinenstrecke (http://www.solardraisine-ueberwaldbahn.de, Tel: 06209 / 79 75 345 ) zwischen Mörlenbach und Wald-Michelbach eingeweiht. Bei solchen Angeboten ist es keine Kunst, auch Banausen mal wieder in die Natur zu locken …
- Klettersteige im Trentino: Auf Draht sein!
Im Trentino locken ganz unterschiedliche Klettersteige Wanderer in luftige Höhen. Wie zum Beispiel die "Via Ferrata delle Aquile" und der "Sentiero Brentari". Der durch den Wintersport mit Gondeln und Sesselliften gut erschlossene Gipfel "La Paganella" 2125 gleicht im Sommer einem grossen Outdoorspielplatz: Leichte, sehr gut abgesicherte Klettertouren, Mountainbike-Trails, Wanderwege und die Berghütte Roda, die sogar mit einem Weinkeller aufwartet. Vor kurzem wurde zusätzlich der neue Klettersteig "Via Ferrata delle Aquile" eröffnet. Er bietet atemberaubende Blicke hinunter ins Tal, auf die Trentiner Seen bis hin zum Gardasee und zu den Türmen der Brenta. Obwohl man beim Begehen ordentlich Luft unter den Füssen hat, muss man sich doch nicht fürchten - der moderne Klettersteig ist hervoragend abgesichert und auch nicht besonders schwierig - eine gewisse Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Ganz anders präsentiert sich die fast unberührte Brenta Südseite: Hier bieten die Dolomiten spektakuläre Felsformationen, ursprüngliche Bergwelt, grandiose Gipfel und umwerfende Ausblicke - so beeindruckend erscheinen die Alpen selten! Abwechslungreiche Wandertouren führen über verlassene Täler, Gletscher, Klettersteige, Felsplateaus, Gipfel und glücklicherweise auch zu urigen Hütten. Klicke auf das erste Foto um die Fotostrecke zu starten: Hüttenwirt Franco Nicolini begrüsst Neuankömmlinge auf der Pedrotti-Hütte mit einem breiten Grinsen auf seinem wettergegerbten Gesicht. Erst nach und nach finde ich heraus, dass wir es hier mit einer absoluten Bergsteigerlegende zu tun haben: 2008 hat er alle 82 4.000er der Alpen in 60 Tagen bestiegen. Ein Rekord, der bis heute nicht wiederholt wurde … Mit seiner Tochter Elena - eine Skitourenmeisterin - klettert er nach stressigen Arbeitstagen zur Entspannung nachts auf Felsnadeln, die normale Kletterer schon tagsüber abenteuerlich finden würden … Klicke auf das erste Foto um die Fotostrecke zu starten: Diese Tour kann man - mehr oder weniger (weniger der Gipfel des Cima Tosa - mehr zusätzliche Klettersteige) - so beim DAV Summit Club buchen. Sie heisst dort "Klettersteige an der Paganella und der Brenta-Südseite" und geht über 5 Tage. Einen ausführlicheren Bericht findest Du auf meinem zweiten Blog zu den beiden Klettersteigen.
- Der „Adler“- Klettersteig an der Paganella und alte Sentiro Brentari in den Brenta Dolomiten
Der Adler-Klettersteig (Via Ferrata delle Aquile an der Paganella) und der alte Sentiro Brentari in den Brenta Dolomiten sind zwei Klettersteige in Norditalien, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Hier erfährst du warum. Weisst Du, was die drei häufigsten Lügen von Bergführern sind?“ fragt Christina, eine lustige Mittzwanzigerin aus Österreich, ihre Freundin Jeannine. „1. Du machst das super. 2. Wir sind gleich da. Und 3. Ich habe keine Freundin.“ Es dauert etwa zwei Stunden, bis Jeannine tatsächlich den ersten Spruch von Roberto, Bergführer des DAV Summit Clubs, hört. In diesem Fall aber ist es gar keine Lüge: als plötzlich die Wolkendecke aufreisst und zum ersten Mal den Blick bis tief ins Tal freigibt, schluckt sie zwar etwas befangen, hangelt sich danach aber tapfer weiter am Stahlseil entlang. Bis jetzt war der Gruppe gar nicht klar gewesen, wie viel Luft sie tatsächlich unter den Sohlen haben. Jeannine begeht heute ihren ersten Klettersteig und bei der Ausgesetztheit des „Adler“-steigs und atemberaubenden Ausblicken kann einem durchaus mal die Spucke wegbleiben. Luca d'Angelo vom Trentino Marketing möchte, dass sich die Klettersteig-Ggeher hier wie Adler hoch oben in den Dolomiten fühlen. Gut nachzuvollziehen, wie die Via Ferrata den Namen bekam: Sie schmiegt sich an die 1000 Meter hohe, senkrechte Felswand.Den gleichen Blick wie die majestätischen Vögel hat man also – allerdings ist es nicht ganz so einsam, wie es ein Adler vermutlich gerne hätte. Der 2016 eröffnete Klettersteig Via Ferrata delle Aquile wurde in der letzten Saison bereits von 8.000 Menschen begangen. An schönen Wochenenden drängeln sich hier schon mal 500 Klettersteig-Begeisterte auf der 3,5 km langen Stahlseilstrecke. Verständlich - hier wird all das geboten, was einen modernen Klettersteig ausmacht. Gute Absicherung, atemberaubende Ausblicke und ein sehr bequemer Zustieg. Von Andalo aus bringt ein Sessellift die Besucher direkt zur Bergstation Rifugio La Roda (2108 m). Wo im Winter Skifahrer abfahren, brettern im Sommer Mountainbiker steil den Berg hinab. Der Paganella Sessellift soll auch ausserhalb der Skisaison genutzt werden, und so hat sich das ganze Gebiet zu einem riesigen Abenteuerspielplatz für Mountainbiker, Wanderer, Kletterer und eben auch Klettersteig-Geher entwickelt. Roberto rüstet am Einstieg seine Gruppe mit Helm, Gurt und Klettersteigset aus. Am Anfang gleicht der „Adlersteig“ einem schmalen Wanderweg mit Drahtseil. Eingebettet in die Wolken erstreckt sich die Sicht maximal über 100 Meter. Nach einer grossen Höhle werden die Tritte aber schmaler und Jeannines Griff am Seil wirkt deutlich verkrampfter. Just in diesem Moment reissen die Wolken auf und eröffnen einen spektakulären Blick hinunter ins Tal, auf die Trentiner Seen bis hin zum Gardasee und zu den Türmen der Brenta … und auf die senkrechte Wand direkt unter ihren Füssen. Bei den steilen Auf-und Abstiegen nimmt Roberto Jeannine zusätzlich zur Sicherung am Stahlseil noch an ein kurzes Seil, so dass sie auch hier nicht bis zur nächsten Sicherung stürzen kann. „Du machst das super“ redet er ihr gut zu. Christina grinst. Der Klettersteig bietet unzählige spektakuläre Fotomotive. Höhepunkt sind die zwei Seilbrücken, die über tiefe Einschnitte führen. Die Tritte haben die Form eines Fussabdrucks und darunter – tiefer Abgrund. Wer fotografiert wird, darf natürlich keine Angst zeigen und so bewältigt Jeannine auch diese Aufgabe anstandslos. Am Ausstieg ist sie erleichtert und überglücklich, ihren ersten Klettersteig gemeistert zu haben. Allerdings gibt sie zu bedenken, dass sie es ohne einen Bergführer nicht geschafft hätte. Auch Roberto meint, dass man als Klettersteig-Anfänger erst mal mit einer leichteren Tour starten sollte. „DieVia Ferrata delle Aquile wird mit dem Schwierigkeitsgrad mit C/D, also „schwierig“, bewertet. Vor allem die Ausgesetztheit sollte man nicht unterschätzten – hier muss man komplett schwindelfrei sein.“ Hat man den Klettersteig geschafft, lockt an der Bergstation Rifugio La Roda auf der grossen Aussichtsterasse Wein aus dem hütteneigenen Weinkeller und Essen a la Carte. Ganz anders als die so perfekt erschlossene Paganella, präsentieren sich die Brenta Dolomiten. Auf der Pedrotti Hütte gibt es keinen gut gekühlten Wein, sondern einen selbstgebrannten Latschenkieferschnaps, der vom Hüttenwirt Franco Nicolini persönlich ausgeschenkt wird. Der Mann ist eine Legende: In nur 60 Tagen hat er alle 4.000er der Alpen bestiegen, immerhin 82 an der Zahl. Der Ruhm ist ihm nicht zu Kopf gestiegen - abends sitzt er mit seinen Gästen zusammen, plaudert und gibt Tips zu seinem Heimrevier. Einer seiner Lieblingsklettersteige ist der bereits 1932 eröffnete Sentiero Brentari - er ist einer der ältesten Via Ferratas in diesem Gebiet. Schon die Anfahrt mit dem Ruf-Jeep aus Molveno durch das Ambiez Tal ist ein Abenteuer. Eine schmale Schotterpiste führt durch einen engen Felsklamm hinauf zur Caciatore Hütte. Ab hier gibt es keine Gondel, sondern nur die eigenen Füsse, die einen 800 Höhenmeter weiter oben – an der Agostini Hütte vorbei – zum Einstieg bringen. Das hochalpine Ambiente ist beeindruckend. Steile Felswände bilden eine Arena um das immer enger werdende Tal. Wie Ameisen fühlt sich der Mensch in dieser Kulisse. Neben der Agostini Hütte liegt ein riesiger Fels, der eines Nachts den Berg herunter krachte; wie durch ein Wunder kam er kurz vor der vollbesetzten Hütte zum Halt. Hier präsentiert sich die Natur eben noch unbezwungen. Jeaninne sucht die Felswände nach dem Klettersteig ab. Alles sieht sehr senkrecht und unmachbar aus. Roberto versucht, sie mit dem Bergführerspruch Nummer 2 „Wir sind gleich da“, bei der Stange zu halten. Die technisch schwierigste Herausforderung ist das Queren des Ambiez Gletscher bis hin zur ersten Leiter. Zwar gibt es ein Fixseil, das sichert aber nur den letzten Teil ab. Die Felsleitern bringen den Bergsteiger in eine andere Welt. Bizarre Felsformationen und der Tiefblick hinab auf den Gletscher und die tieferliegende Agostini Hütte vermitteln das Gefühl, auf einem anderen Planeten zu sein. Nur noch ganz weit entfernt kann man das Grün des Tals erahnen, ansonsten dominieren die Farben Grau und Blau. Ein schmales Felsband führt entlang der Bergflanke des Cima Tosa - mit 3173 der höchste Berg der Brenta Gruppe – bevor sich der Höhepunkt dieses Klettersteigs zeigt: Die Rundumsicht von der Sella della Tosa, die selbst erfahrenen Alpinisten den Atem raubt. Eine gigantische Steinkulisse aus schroffem Fels. Am markantesten erhebt sich der alleinstehende Turm Campanile Basso (2.883 m) aus dem majestätischen Ensemble. Für den Hüttenwirt Franco Nicolini, der bergmässig ja eigentlich schon Alles gesehen hat, gehört das immer noch zu den schönsten Stellen in den Alpen. Jeannine nippt überglücklich an Ihrem Latschenkieferschnaps und kann sich dann aber doch eine Frage an Roberto nicht verkneifen „Sag mal, hast Du eine Freundin?“ Roberto schaut sie etwas verwirrt an und antwortet, dass er seit fünf Jahren verheiratet ist. So kann die heile Bergwelt dann doch nicht alle Klischees erfüllen …Meistens kommt es doch ganz anders, als man plant/denkt … Mehr Fotos und den Link, wo du diese beiden Touren buchen kannst findest du auf meinem 2. Blog zu diesem Thema: https://www.wibkestravels.net/klettersteige_trentino
- Aktiv-Wochenende im Elsass und der Pfalz
Ein Wochenende und noch nichts vor? Ab ins Elsass - dort warten alte Burgen, Kletterfelsen, gemütliche Biergärten und Wanderwege. Was kannst Du alles an einem Wochenende im Elsaß machen? Hier meine Tips: Baden im See Burg Berwartstein, 4 Burgen-Wanderung, Klettern am Windstein und ein Besuch vom Gimbelhof und Wissembourg darf natürlich auch nicht fehlen. Hier alle Info! Zum Wahrscheinlich letzten schönen, heissen Wochenende gibt es einen coolen Tip für das Elssass und die Pfalz. Freitag 13:00 Uhr Erlenbach bei Dahn Der See bei Erlenbach direkt unter der Burg Berwartstein ist nicht hellblau und glasklar, sondern braun, nicht überfüllt und wunderbar kühl. Ein optimaler Startpunkt in das Wochenende … Der Eintritt ist umsonst und am Kiosk gibt es leckeren Kaffe, hausgemachte Kuchen, Pommes und Bier - was will man mehr. Bei der Hitze bleiben Sie am besten erst Mal ein bisschen im Schatten liegen bis es etwas abgekühlt hat … Freitag 16:00 Burg Berwartstein Eine Ritterburg, wie aus dem Bilderbuch. Hier kann man auch in der Kurfürstensuite, oder im Barbarossa Turm übernachten. Wer will kann auch einem richtigen Rittermahl teilnehmen. Mit Giftbecher, Fackeln und Gauklern … Adresse: Berwartstein, 76891 Erlenbach, Telefon 06398 210, www.burgberwartstein.de Freitag 19:00 Uhr Gimbelhof Nur 11km weiter - aber schon in Frankreich - befindet sich Mitten im tiefsten Wald eine idyllische Anhöhe mit grünen Wiesen, Kühen, Burgen und einem wunderschönen Biergarten bei dem man auch übernachten kann. Gimbelhof: 67510 Lembach (F), Telefon +33 (03 88) 94 4358, www.gimbelhof.com Samstag 9:00 Uhr Heute starten wir relativ früh - bevor es zu heiss wird zu der 9,2 km langen "4 Burgen-Wanderung" Vom Gimbelhof bietet sich eine schöne Aussicht auf die Burgruine Fleckenstein. Man läuft nun durch einen Buchenwald und folgt dabei der rot-weiss-roten Markierung. Beim Forsthaus Fleckenstein tritt man wieder aus dem Wald heraus, hier sollte man einen kurzen Abstecher zur gleichnamigen Burgruine machen und sich auch das Museum anschauen. Am Forsthaus wendet sich der Weg nach rechts in den Wald und nach wenigen Metern wird der mächtige Felsenrücken des Langenfels erreicht. Von nun an ist die Tour nun mit dem Symbol „Felsenland Sagenweg“ markiert und steigt zunächst steil entlang der Felskante bergan. Oben angekommen eröffnen sich an verschiedenen Stellen schöne Ausblicke zum Gimbelhof und in das französische Grenzland. Nach einiger Zeit erreicht man eine Wegespinne am Schlossberg. Dort hält man sich halb rechts, zunächst flach, dann weiter ansteigend in Richtung der im 12. Jahrhundert erstmals erwähnten Burgruine Loewenstein. Über eine Treppe lässt sich die Ruine erklimmen, von der nur noch wenige Reste erhalten sind. Oben angekommen lässt sich eine phantastische Aussicht genießen. Weiter geht es nun zur benachbarten Hohenbourg, die nach nur 5 Minuten erreicht wird. Die noch besser erhaltene Anlage glänzt mit einematemberaubenden 360-Grad-Panorama. Nach einem kurzen Abstieg überschreitet man schon bald die Staatsgrenze und steigt nun zum letzten Mal noch einmal kurz bergan. Auf 570 Metern Höhe trifft man auf die Ende des 12. Jahrhunderts als Reichsburg errichtete Wegelnburg, die als höchstgelegene Burganlage in der Pfalz gilt. Oben angekommen hat man einen herrlichen Ausblick auf Nothweiler und den südlichen Pfälzerwald. Von nun an geht es durch den Wald (Symbol Felsenland Sagenweg) hinunter nach Nothweiler. Im Ort angekommen biegt man nach rechts ab und läuft auf der Fahrstraße zum Wanderparkplatz. Vom Wanderparkplatz aus übertritt man wieder unmittelbar die Staatsgrenze nach Frankreich und läuft auf der asphaltierten Fahrstraße bergan entlang der Talaue. Bald schon erkennt man auf der rechten Seite das Forsthaus Litschhof und die Ruine Loewenstein auf dem Schlossberg. Beim erreichen der geteerten Fahrstraße folgt man dieser ein kurzes Stück nach rechts. Kurz nach der Abzweigung zum Litschhof verlässt die Tour die Fahrstraße nach rechts und man steigt auf einem Schotterweg, parallel zur Fahrstraße, bergan in Richtung Gimbelhof (blauer Kreis). Schon bald tritt man aus dem Wald heraus und hat nach wenigen Metern den Ausgangsort der Wanderung „Gimbelhof“ erreicht. Wem wandern zu langweilig ist, der kann sich hier übrigens auch anspruchsvolle Mountainbike-Trails runterstürzen, oder macht - nicht ganz so wild - eine "normale" Radtour … Samstag 15:00 Uhr Fleckensteines Weiher Nur ein paar Kilometer weiter lädt der Fleckensteines Weiher zu Abkühlung ein. Besonders nett finde ich hier die kleine Insel im See, die man über einen Steg erreichen kann. Hier kann man direkt campieren, oder du fährst ein paar Kilometer weiter nach Dambach. Dort gibt es einen sehr hübschen kleinen Natur Campingplatz In Dambach gibt es im Restaurant "Hohenfels" (an der Hauptstrasse) auch sehr leckere Flammkuchen. Sonntag 9:30 Wanderung nach Obersteinbach Rund um den Windstein gibt es unendlich viele unterschiedlich lange Wanderungen. Schon alleine der Felsen mit seinen Ruinenresten und in den Stein gehauenen Kammern ist ein Besuch wert. Hier kann man auch klettern - nur mit eigener Ausrüstung. Eine schöne Wanderung führt vom Windstein nach Obersteinbach und zurück. Der Weg ist gut ausgezeichnet und in Obersteinbach gibt es auch mehrere Einkehrmöglichkeiten. Hinter dem Dorf erheben sich hohe Felswände und ein grosser Bogen aus Sandstein. Mehrere Burgen, wie zum Beispiel die Burg Wasigenstein bilden ein sehr pompöses Panorama. Sonntag 14:00 Wissembourg/Weißenburg Auf Heimweg lohnt sich ein Abstecher in die 31km entfernte typisch elsässische Stadt Weißenburg, oder Wissembourg. Geranien, Fachwerkhäuser und Kanäle prägen das Stadtbild. Besonders sehenswert ist die Die Abteikirche Saints-Pierre-et-Paul (St. Peter und Paul) - eine der größten Kirchen des Bas-Rhin außerhalb von Straßburg. Das vorwiegend gotische Gebäude weist noch einen romanischen Glockenturm vom Vorgängerbau (11. Jahrhundert) auf. Im Innern finden sich bemerkenswerte Glasfenster und Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert, unter anderem eine elf Meter hohe Darstellung des heiligen Christophorus, sowie eine original erhaltene Orgel von 1766 in einem der prachtvollsten Gehäuse des Elsass.
- Jordanien – Besuch in einem Land aus 1001 Nacht
Das Königreich Jordanien – Jahrtausende alte Kultur und faszinierende Landschaft zwischen der Felsenstadt Petra und den Felswänden von Wadi Rum, Kreuzritterburgen (Kerak), römische Ruinen (Jerash) und ein Bad im toten Meer. Hier alles was du wissen musst. Hört/Sieht man die aktuellen Nachrichten wird einem der Eindruck vermittelt der Nahe Osten wäre ein Pulverfass, das kurz vor (oder sogar schon nach) der grossen Explosion steht – bewohnt von fanatischen Terroristen. Besucht man Jordanien bekommt man (glücklicherweise) ein ganz anderes Bild, denn nicht nur ist das Land seit Jahren ein sicheres Reiseziel, sondern hat zudem eine lange Tradition der Gastfreundschaft. Früher zogen Kamelkarawanen entlang der legendären Königsstrasse um Weihrauch gegen Gewürze zu tauschen. Nabataeanische Händler, römische Legionäre , muslimischen Armeen und eifrige Kreuzfahrer – alle durchzogen das Land und hinterließen beeindruckende Denkmäler. Diese Denkmäler, darunter römischen Amphitheater , Kreuzritterburgen und christliche Mosaike, faszinierten auch heute noch Reisende auf der Suche nach der Antike und den Ursprüngen des Glaubens. Die Tradition der Gastfreundschaft hat sich glücklicherweise bis zum heutigen Tag erhalten. Wir haben diese Reise bei Intrepid gebucht: http://www.intrepidtravel.de/trip/explore-jordan/ Ballonfahrten kosten 120 Jordanische Dinar - das sind umgerechnet knapp 150€ - für Ballonfahrten ein relativ kostengünstiges Vergnügen … http://www.rascj.com Klicke auf die Bilder um mehr zu erfahren: Ein kleiner Tip - ich habe es selbst ausprobiert - auf keinen Fall empfehlenswert: Im Toten Meer nicht die Augen beim schwimmen unter Wasser aufmachen :;) Der Schlamm fängt soll sehr gesund sein, fängt aber auch nach einer Zeit höllisch an zu brennen … Unbedingt eine Zeitung mitnehmen - das sind die coolsten Fotos …
- Brügge (in 48h) sehen … und sterben?
Der Film „Brügge sehen… und sterben?“ wurde natürlich in der gleichnamigen wundervoll erhaltenen, mittelalterlichen Stadt in Belgien gedreht- Zeit sich mal die malerischen Kanäle, mittelalterlichen Kirchen und die bunte Altstadt genauer anzuschauen. Alle Info in meinem Blog! Der Auftragskiller Ray kann sich für Brügge überhaupt nicht begeistern. Er interessiert sich weder für die malerischen Kanäle, noch für die mittelalterlichen Kirchen und wird von seinem Gangsterkollegen Ken zu Recht als „schlechtester Tourist auf der ganzen Welt“ bezeichnet. Im Film sind viele Sehenswürdigkeiten als Drehorte zu sehen, wie beispielsweise der Grote Markt (Marktplatz), der Rozenhoedkaai, oder der 83 Meter hohe Glockenturm des Belfrieds. Somit dient die skurrile Tragikomödie ausgezeichnet als Vorbereitung für einen Wochenendtrip, damit ich Ken nicht als „schlechtester Tourist“ übertreffe … Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: 1. Tag Freitag 13 Uhr: Wer originale Kulissen des Filmes bevorzugt, bucht ein Zimmer im Relais Bourgondisch Cruyce. Hinter der Fachwerkfassade versteckt sich ein sehr nobel ausgestattes Hotel mit Terrasse über die Grachten. Mit jahrhundertealten Glasmalereien, kostbaren Antiquitäten und einer modernen Kunstsammlung ist dies auch eine beliebte Residenz von Prominenten wie Prinz Philippe und Prinzessin Mathilde von Belgien, David Gilmour, oder Olivia Newton John. Natürlich gibt es auch für weniger betuchte Reisende tolle Unterkünfte. Freitag 14 Uhr: Auf dem Burgplatz befindet sich nicht nur die architektonisch beeindruckende Stadthalle, sondern auch die Heilig-Blut-Basilika, die eine der bedeutendsten Reliquien Europas beherbergen soll. Sie ist das älteste sakrale Bauwerk der Stadt. Ihre Geschichte beginnt im Jahre 1149 mit den Kreuzrittern: Ritter Graf Dietrich von Elsass befand sich im Heiligen Land und fand dort nach eigenen Angaben ein kleines Gefäß, in dem sich der Legende nach einige Tropfen des Bluts von Jesus Christus befanden. Er brachte die Reliquie mit nach Brügge und ließ dort die Heilig-Blut Kirche bauen, die später zur Basilika erhoben wurde. Die Reliquie kann in der oberen Kapelle jeden Freitag (14:00 – 16:00 Uhr) bewundert werden. Am Himmelfahrtstag wird sie an der berühmten Heiligblutprozession durch die Brügger Straßen getragen. Eintritt € 2. Freitag 15:30 Uhr: Der perfekte Weg, die Stadt von ihrer schönsten Seite zu erkunden, ist eine Bootstour auf den Kanälen, die das mittelalterliche Zentrum durchziehen. Gleich um die Ecke am Huidenvettersplein können Sie ein Boot besteigen, und während der halbstündigen Fahrt die schönsten Ecken der Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel bewundern. Von März bis Mitte November, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr (letzte Abfahrt um 17.30 Uhr). Pro Person € 8, mit der Brugge City Card kostenlos. Freitag 16:30 Uhr: Der Marktplatz ist zwar das Herz der Stadt, aber da der Belfried nur bis um 17:00 Uhr erklommen werden kann, besuchen Sie diesen zuerst. Mit seiner Höhe von 83 m überragt der im 13. Jahrhundert erbaute, majestätische Turm den Platz. Neben der Demonstration wirtschaftlicher Macht besass der Turm auch praktische Aufgaben: Wegen seiner Höhe diente er dem Schutz der Stadt, indem von seiner Spitze aus Brände innerhalb der Stadt oder sich nähernde potenzielle Angreifer schnell entdeckt werden konnten. Wer die 366 Stufen der Wendeltreppe erklimmt, kann den herrlichen Ausblick geniessen. Eintritt € 8, kostenlos mit der Brugge City Card. Freitag 18:00 Uhr: Der Grote Markt ist der schönste Platz im Herzen von Brügge. Hier haben Sie einen wunderbaren Blick auf den Provinzialpalast, einem Bauwerk im neugotischen Stil; die alte Post; den Belfried und natürlich auch auf die liebevoll restaurierten und prachtvoll verzierten Giebelhäuser, die den Grote Markt einrahmen. Lassen Sie sich verzaubern und machen Sie einen abendlichen Spaziergang über diesen Platz – denn wenn die Giebelhäuser angestrahlt werden, entsteht eine einzigartige und sehr stimmungsvolle Atmosphäre, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Freitag 20:00 Uhr Reservieren Sie im Restaurant 't Huidevettershuis unbedingt, wenn Sie einen Platz über dem Wasser mit Blick auf den Dijver Kanal haben möchten. 2. Tag Samstag 9:00: Starten Sie ihren Morgen mit einem Spaziergang durch das ehemalige Hanseviertel, in dem schöne Häuser von Kaufleuten aus dem 14. und 15. Jahrhundert stehen. Ein besonderes Highlight ist der wunderschöne Hof Bladelin, der 1440 für Peter Bladin gebaut wurde, dem Schatzmeister vom Goldenen Vlies. Samstag 10:30: Brügge ist die Schokoladenstadt schlechthin. In der Innenstadt gibt es über 50 Geschäfte, die feinste Schokolade und fantasievolle Pralinen verkaufen. Ob als feine Nougatmuschel, oder Schokoladenschraubenzieher – hier finden Sie bestimmt ein passendes Souvenir. Samstag 11:00 Uhr: Das Groeningemuseum gehört zu den schönsten Kunstmuseen Belgiens. Kunstfreunde und solche, die es werden wollen, sind hier garantiert an der richtigen Adresse! Höhepunkt sind die weltberühmten „Flämischen Primitiven“. Eintritt € 8 (Kostenlos mit der Brugge City Card). Samstag 12:30 Uhr: In kaum einem anderen Land gibt es so viele verschiedene Biersorten wie in Belgien. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird in der Brauerei „De Halve Maan“ (Walplein 26) Bier gebraut. Wenn Sie also schon immer mal wissen wollten, wie das Brauen des Bieres eigentlich funktioniert, werden Sie bei der Führung durch die Brauerei viel Spaß haben. In der dazugehörigen Brasserie können Sie neben dem selbst gebrauten Bier auch regionale Gerichte bestellen. Führung € 8,50 (Kostenlos mit der Brugge City Card) Samstag 15:00 Uhr Der 115 m hohe Backsteinturm der Onze-Lieve-Vrouwekerk (Liebfrauenkirche) zeugt von der Kunstfertigkeit der Brügger Bauhandwerker. In der Kirche befindet sich eine reichhaltige Kunstsammlung, die unter anderem die weltberühmte „Madonna mit Kind“ von Michelangelo beinhaltet. Zur Zeit werden große Restaurationsarbeiten ausgeführt. Während dieser Arbeiten ist die Kirche nur teilweise zugänglich. Während der Restaurationsarbeiten gilt der Ermäßigungstarif von € 3 statt € 6. (Kostenlos mit der Brugge City Card) Samstag 17:00 Uhr Schlendern Sie gemütlich entlang des Kanals Dijver in Richtung Rozenhoedkaai. Einst waren es Druiden, die sich hier versammelten, denn der Platz gilt als heilig. Heute kommen hier Samstag und Sonntag nachmittags alle, die gerne über einen Flohmarkt bummeln, voll auf ihre Kosten. Das Gracht bietet herrliche Ansichten auf die Stadt, wie die auf die Statue des Heiligen Nepomuk auf der gleichnamigen Brücke, die Spitze der Liebfrauenkirche, die Fassade des Gruuthuse-Museums und das Portal des Groeninge-Museums. Samstag 18:30 Uhr Der ‘Rozenhoedkaai’ ist zweifellos der meist fotografierte Fleck in Brügge. Der Name ist abgeleitet von den vielen Ständen, die hier früher Rosenkränze verkauften. Ein Foto mit Blick über den Dijver auf die alten Gebäude und den Belfried ist für jeden Touristen ein Muss. An der Ecke, mit Blick über das Geschehen, bietet das Cafe ’t Klein Venetië (Huidenvettersplein 1), die perfekte Lage, um sich eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Samstag 20:30 Uhr Wenn die Sonne untergeht, gehen im gemütlichen Innenhof des Restaurants De Stoepa die Kerzen an. Vor allem junge Leute geniessen die ungezwungene Atmosphäre und die bunte Mischung aus günstigem Pubfood und asiatischer Küche. Sonntag 9:00 Uhr Nach all den Attraktionen der letzten 44 Stunden haben Sie sich ein bisschen Ruhe verdient. Mitten in Brügge steht der bekannteste Beginenhof von ganz Flandern. Der 1245 gegründete Hof entwickelte sich in der mittelalterlichen Gesellschaft zu Zufluchtsorten für unverheiratete Frauen und Witwen. Vor mehreren Jahrzehnten haben Benediktinerinnen den Beginenhof zu einem Kloster umgewandelt. Noch heute betritt der Besucher durch ein historisches Tor den Hof und hat dabei gleichzeitig das Gefühl, eine andere, ruhigere Welt zu betreten. Im Begijnhuisje Museum können Sie einen Einblick in die Geschichte des Hofes bekommen. Auch für weniger religiöse Menschen eine echte Entspannung. Eintritt € 2 (Kostenlos mit der Brugge City Card). 3. Tag Sonntag 12:00 Uhr Das Café De Proeverie in der Katelijnestraat 6 eignet sich bestens als Abschluss des erfolgreichen (immerhin sind Sie ja nicht gestorben …) Brügge-Besuches. Zu jeder Tasse Schokolade wird eine kleine Auswahl edler Pralinen serviert. Alle, die in Marzipan, Trüffelcreme und Nugat schwelgen wollen, sollten hier unbedingt vorbeischauen. Alle, die auf ihre Figur achten, sollten um dieses wunderbare Café und besser auch um Brügge allerdings einen großen Bogen machen. Weitere Auskünfte: www.bruegge-erleben.de bietet einen guten Überblick auf Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen. Unter http://foto.brugge.be/city_film_office/moviemap_de.pdf kann man sich direkt eine Karte mit allen wichtigen Drehorten zum Film „Brügge … sehen und sterben?“ herunterladen. Brugge City Card: Mit der Brugge City Card haben Sie in 27 Brügger Museen und Sehenswürdigkeiten freien Eintritt. Auch die Rundfahrten auf den Kanälen sind gratis. Darüber hinaus bietet sie eine Ermäßigung für zahlreiche Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen, Mietfahrräder und einen Tiefgaragenstellplatz. 48 Stunden € 46,00/ 72 Stunden € 49,00 Anreise: Die Bahn fährt mehrmals täglich in ca. 5:30 Stunden von Heidelberg - mit Umsteigen - nach Brügge. Mit dem Europa-Spezial Ticket kostet eine Strecke (je nach Verfügbarkeit) € 39. Mit dem Auto dauert die Anreise bei guten Verkehrsverhältnissen 5:30 Stunden. Schlafen: Wer wie die beiden Filmgangster Ray und Ken im Relais Bourgondisch Cruyce unterkommen will, muss zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, wird dafür aber mit stilvoll eingerichteten Zimmern und der besten Lage in ganz Brügge belohnt. Doppelzimmer gibt es ab € 195. Wollestraat 41-47, Tel: +32 (0)50 33 79 26, info@relaisbourgondischcruyce.be, http://www.relaisbourgondischcruyce.be Das Hotel Egmod ist ein liebevoll eingerichtetes Landhaus aus dem 18. Jahrhundert, das direkt am romantischen Minnewaterpark liegt. Doppelzimmer inklusive Frühstück kosten ab € 89. Minnewater 15, Tel: +32 (0)50 34 14 45, https://www.bruges-belgium-hotels.com/de/property/hotel-egmond.html Eine gute und günstige Alternative bietet der Campingplatz Memling etwas ausserhalb. Die Innenstadt ist auch nachts gut mir öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Neben den herkömmlichen Plätzen für eigenes Zelt oder Wohnwagen können auch festinstallierte Mobile Homes für vier Personen gemietet werden. Zelt ab € 20€/Stellplatz, Camper ab € 25, Mobile Home für vier Personen ab € 99. Veltemweg 109, Tel: +32 50 35 58 45, info@camping-memling.be, www.campingmemling.be Essen: Eine einzigartige Location mit Terrasse direkt über dem Kanal Dijver bietet das Restaurant 't Huidevettershuis. Das gehobene Restaurant bietet mehrere Menüs zur Auswahl. Reservierung (vor allem draussen) dringend empfohlen. Huidenvettersplein 10-11, Brügge 8000, Belgien, Tel: +32 50 339506, http://www.huidevettershuis.be In der Nähe vom Bahnhof liegt in einer kleinen Seitenstrasse das Restaurant De Stoepa. Im Innenhof kann man abends gemütlich bei Kerzenscheine eine bunte Mischung aus Pubfood und asiatischem Essen geniessen. Oostmeers 124, Tel: +32 50 33 04 54, info@stoepa.be
- Island - Wandern auf dem Laugavegur und Reiten
Der Laugavegur auf Island führt über 54km von Landmannalaugar nach Þórsmörk und ist einer der beliebtesten und abwechslungsreichen Wanderwege. National Geographic hat ihn, als einen der schönsten Wanderwege der Welt bezeichnet. Natürlich darf auf Island auch ein Ausritt auf den Island Ponys nicht fehlen. Hier findest Du alle Info, die du brauchst. „Wo ist mein schwarzer Hengst?“ Unauffällig lasse ich die Matratze auf den Rost gleiten und setzte mich mit einem unschuldigen Augenaufschlag vorsichtig auf die Bettkante. Meine Schwester steht wutentbrannt in der Tür und starrt auf die Stelle, wo normalerweise ihr Lieblingsposter eines steigenden, schwarzen Hengsts die Wand ziert. Meine Pferdeposter hängen alle noch, sind allerdings durch aufgemalte Brillen stark verunstaltet. Das habe ich mich wiederum nicht getraut – dem heiligen Hengst eine Brille zu malen! Meine Schwester ist drei Jahre älter und mit ihren 15 Jahren deutlich stärker als ich … 30 Jahre später traben wir einträchtig über das isländische Hochland – vorbei an kleinen Wasserfällen, saftig grünen Wiesen und unzähligen kleinen, zotteligen Islandponys, die verwunderlicher Weise keine Brillen tragen, sondern unseren Pferdchen nur fröhlich hinterher wiehern. Heute finden wir die Kleinkriege, die wir in unserer Kindheit geführt haben eher witzig: Beispielsweise durfte ich wochenlang nicht meiner Schwester ihre Seite des Zimmers betreten, das wir uns teilten. Sehr unpraktisch, da die Zimmertür in ihrer Hälfte lag. So musste ich mich an der Heizung entlang hangeln um dann, ohne Bodenberührung, in den Flur zu hechten. Umso erstaunlicher war es, dass wir 1988 gemeinsam wie gebannt und sehr friedfertig die ZDF-Weihnachtsserie „Nonni und Manni“ am Fernseher verfolgten. Eine Geschichte von zwei isländischen Geschwistern, die auf einem Bauernhof wohnen und auf ihren isländischen Ponys – durch grandiose Landschaft reitend – versuchen, einen Mordfall aufzuklären. Die zwei Jungens stritten sich zwar auch hielten aber im Notfall doch zusammen. Die genauen Umstände sind mittlerweile recht verschwommen, aber damals haben wir uns geschworen, dass wir irgendwann, wenn wir groß genug sind, auch zusammen über Island reiten. Nun ist ja das Erwachsenwerden eine recht lange und dehnbare Angelegenheit – und so dauert es eben ein paar Jahr(zehnt)e, bis wir uns unseren Traum erfüllen. Wir haben eine Woche und wollen möglichst viel Zeit in der wilden Natur verbringen. Da wir nicht mehr regelmäßig reiten, beschließen wir, erst die 54-Kilometer-lange Laugavegur-Wanderung zu machen und danach noch einen Tag im Hochland zu reiten. Die Hütten zum Übernachten haben wir im Voraus gebucht, das Gepäck aufgeteilt (die Schwester trägt die Fertiggerichte für vier Tage, ich die Kamera) und los geht es. Aus dem Flugzeug betrachtet, kommt uns das Innere der Insel doch sehr schneebedeckt und schaurig-kalt vor. Wir schauen uns etwas schockiert an, aber jetzt gibt es kein Zurück mehr. Am nächsten Morgen wartet der Busbahnhof in Reykjavik mit der nächsten Überraschung auf: der Linienbus nach Landmannalaugar gleicht einem Geländewagen mit extrem viel Bodenfreiheit. Sobald der Bus die gut ausgebaute Ringroad (der Name sagt es schon: eine Straße, die sich wie ein Ring um die Insel schlängelt) verlässt, wird klar, weshalb ein normaler Linienbus fehl am Platz wäre. Es geht über Schotterstraßen und durch Wasserläufe ins bergige und extrem schroffe südliche Hochland. Je mehr wir uns dem Naturschutzgebiet von Landmanalaugar nähern, desto dramatischer wird die Landschaft. Die Berge leuchten in allen Farben des Regenbogens, nur unterbrochen durch Gletscher, Flüsse und malerische Seen. Die Übernachtungshütten des isländischen Wandervereins liegen idyllisch in einem breiteren Tal, das mit saftigem, grünen Gras bedeckt ist – ein krasser Gegensatz zu der sonst kargen Landschaft. Nachdem Leute im Badeanzug – bei ca. 10 Grad Außentemperatur deutlich optimistischer als wir – an uns vorbei über einen Holzsteg zu einem kleinen See rennen, verstehen wir allerdings, warum hier Gras wächst. Überall brodeln heiße Quellen, die den Boden erwärmen und zum Baden einladen. Wir lassen uns auch nicht lange bitten, und so sitzen wir auch schon kurz darauf im badewannenwarmen Wasser mit spektakulärem Blick auf Gletscher und bunte Berge. Ein verheißungsvoller Auftakt! Den Nachmittag verbringen wir mit der Besteigung des 855 Meter hohen Vulkans Brennisteinsalda, von dem aus wir eine grandiose Aussicht über die farbenfrohe Rhyolithlandschaft haben. Moose, Mineralien, Asche und Kalk lassen die Felsen durch die Kombination aus Sonne und Wolken in grün, rosa, weiss, schwarz, grau und blau schimmern. Zwischen Mai und August gibt es in Island keine Nacht, und so kann ich auch abends um 23 Uhr noch Fotos im schönsten Sonnenlicht machen. Am nächsten Morgen zeigt uns das Wetter, dass die Wanderung nicht nur eitel Sonnenschein sein wird, und so stapfen wir bei Sprühregen in Richtung unseres 12 Kilometer entfernten ersten Etappenziels Hrafntinnusker los. Zehn Kilometer geht es leicht bergauf auf schneebedeckten Pfaden, die aber auch mit normalen Wanderschuhen zu bewältigen sind. Der Weg ist gut ausgeschildert, und so können wir ganz entspannt die Landschaft genießen, bis wir nach ca. drei Stunden zu den heißen Quellen kommen, die leider zu warm sind, um darin zu baden. Aber wenigstens ist die Luft hier wärmer, um eine kleine Pause mit Tee aus der Thermoskanne zu machen. Nach dem einzigen kurzen steilen Anstieg verlassen wir allmählich die farbenfrohe Rhyolithlandschaft und erreichen den höchsten Punkt dieser Strecke – von hier haben wir eine atemberaubende Aussicht über die Vulkansandebene mit ihren grünen Bergen, Seen und Gletschern. Der Wind jagt Licht und Schatten über die Landschaft und zerrt an dem Regenschutz unserer Rucksäcke. Wir fühlen uns wild und abenteuerlich, als wir wie zwei kleine verlorene Hobbits den steilen Abstieg hinunter zum Álftavatn See nehmen. Der Hüttenwirt erwartet uns schon – für einen Isländer ist er äußerst gesprächig, er spricht mindestens fünf Sätze mit uns … Nach unserem ersten Wandertag schmecken die Fertignudeln, die wir in der lauschigen Hütte mit Blick auf den See in der Gemeinschaftsküche kochen, so gut wie das beste Drei-Sterne Menü. Abends um 23 Uhr mache ich es mir auf meinem Stockbett bequem, um bei Tageslicht noch ein paar Seiten zu lesen. Unser zweiter Wandertag führt uns in 15 Kilometern nach Emstrur. Eine der größten Herausforderungen des Laugavegur ist das Furten der reißenden Gletscherflüsse. Heute durchqueren wir so viele der eisig kalten Bäche, dass ich mir zwischendrin überlege, ob es sich überhaupt noch rentiert, die Wanderschuhe wieder anzuziehen. Bald haben wir die sicherste Variante zum Furten gefunden: Wir laufen schwesterlich untergehakt, jede rechts und links einen Stock und so macht uns auch stärkere Strömung nicht mehr allzu viel aus. Im Gegensatz zur Wassertemperatur: sobald wir das andere Ufer erreicht haben, hüpfen wir erst mal wie wild auf und ab, um wieder Gefühl in unsere Füße zu bekommen, aber Kneippen soll ja gesund sein … Der dritte Tag beginnt mit einem steilen, abenteuerlichen Abstieg zum Fluss Syðri-Emstruá, danach ändert sich die Landschaft merklich: nach der schroffen Vulkanlandschaft der letzten Tage wird es deutlich lieblicher, grüner, Wildblumen wachsen am Wegesrand und auf den letzten der 15 Kilometer nach Þórsmörk laufen wir sogar durch Birkenwäldchen. Meine Schwester hat jahrelang als Gärtnerin im botanischen Garten gearbeitet und so müssen wir vor jedem Pflänzchen stehenbleiben, um es genauer anzuschauen. Neben der invasiven Alaskalupinie ist bei mir botanisch nicht allzu viel hängengeblieben. Richtig interessiert mich nur, ob die Pflanze essbar ist – die Tütensuppen machen ausgesprochen Hunger auf Grünzeug … Wir sind am Ziel unserer Wanderung, aber von der wunderwollen Landschaft Islands haben wir noch lange nicht genug. Endlich ist die Zeit für unser Nonni und Manni-Revival: Wir steigen in Þórsmörk in den öffentlichen Bus, der uns auf dem Weg nach Reykjavik an einer kleinen Haltestelle mitten im Nirgendwo aussteigen lässt. Im wenig besiedelten Island haben Busstationen und Tankstellen eine ganz besondere Rolle: sie sind Café, Lebensmittelladen, Ersatzteillager und Hufschmied in einem. Eine deutsche Studentin, die ihre Semesterferien als Reitlehrerin auf dem Hof Hestheimar verbringt, holt uns freundlicherweise ab. Der Hof ist riesig und in typisch isländischer Wellblechoptik gebaut. Überall stehen die kleinen, robusten Islandponys. Meine Schwester und ich hüpfen aufgeregt wie zwei kleine Mädchen zwischen den Pferdchen umher. Von Kindesbeinen an sind wir es gewohnt zu reiten. Die meisten Jahre hatten wir Pflegepferde im gleichen Stall, mit denen wir die Wälder unsicher machten. Unsere Reitlehrerin, die uns auf unserem Ausritt begleitet, beäugt uns anfangs noch kritisch, aber nachdem sie einsieht, dass wir die Pferde unter Kontrolle haben, entspannt auch sie sich. Selbst mit den Pferde müssen wir auf dem Ausritt sehr regelmäßig durch Flüsse furten – allerdings bekommen wenigstens wir dabei keine nassen Füße. Die Ponys hingegen verschwinden bis zum Bauch in den träge vor sich hinfließenden Flüssen. Die saftiggrünen Wiesen sind von gelben Butterblumen übersät, im Hintergrund leuchten die schneebedeckten Berge gegen den blauen Himmel – nichts stört die unglaubliche Idylle, ausser dem Klappern der Hufe und dem Schnauben unserer Ponys. Meine Schwester, die gerade mal wieder einen Fluss durchquert, grinst mich an „Ich muss gerade an Nonni und Manni denken – zum Glück müssen wir uns nicht, wie die Beiden, ein Pony teilen … sonst würden jetzt nur noch unsere Köpfe aus dem Wasser gucken …“ Beleidigt mache ich ein Foto von ihr. Ich glaube, zu Hause werde ich es ausdrucken und ihm als Erinnerung eine Brille malen … Weitere Auskünfte: Auf der Internetseite des isländischen Wandervereines gibt es detaillierte Informationen zu der Wanderung und zu den Hütten: https://www.fi.is/en/hiking-trails/trails/laugavegur Für jene, die sich die Wanderung auf eigene Faust nicht zutrauen oder lieber nur mit Tagesgepäck unterwegs sein möchten, bietet Ferðafélag Íslands geführte Touren mit Gepäcktransport an. Weitere Informationen können auf Englisch beim FÍ beantragt werden: fi@fi.is Anreise: Icelandair fliegt täglich für ca. 450€ von Frankfurt nach Reykjavik. http://www.icelandair.de/ Reykjavik Excursions bietet nicht nur verschiedene organisierte Sightseeing-Touren auf der ganzen Insel an, sondern auch einen Shuttleservice vom Flughafen zum Hotel. Außerdem ist es der öffentliche Bus zu dem Startpunkt der Wanderung und vom Endpunkt zurück in die Hauptstadt. Reykjavik–Landmannalaugar 9000ISK ca. 61€ und von Þórsmörk zurück nach Reykjavik ca 51€ https://www.re.is; Tel: +354 580 5400; Email: main@re.is Übernachten: Der Laugavegur ist Islands beliebtester Wanderweg, daher sind die Hütten oft über Monate im Voraus ausgebucht. Wer sich seiner Übernachtung sicher sein will, sollte frühzeitig über den Ferðafélag Íslands (FÍ) buchen. Tel: +354-5682533, E-mail: fi@fi.is: Der Preis für ein Matratzenlager in den Hütten Landmannalaugar, Álftavatn, Emstrur, Þórsmörk liegt für 2015 pro Übernachtung bei 7000ISK (ca. 48€). Schlafsäcke müssen mitgebracht werden. Essen: Die Hütten sind mit einer Küche und Geschirr ausgestattet, allerdings kann auf dem gesamten Wanderweg kein Essen erstanden werden. Aber die wundervolle Landschaft macht vier Tage Tütensuppen alle Mal wett. Es empfiehlt sich, das Essen aus Deutschland mitzubringen, da es hier deutlich billiger ist. Reiten: Es gibt in Island unzählige Anbieter für geführte Reittouren. Wir haben unseren Tagesritt bei Hestheimar in der Nähe von Hella gebucht – dieser kostet inklusive Lunchpaket um die 130€. Auf dem Hof kann man auch gemütlich schlafen und essen. Je nach Saison und Unterkunftsart kostet das Zimmer/Hütte zwischen 85 und 190€ für zwei Personen. Das Frühstück kostet 14€ pro Person. Hesthaimar bietet außerdem mehrtägige Wanderausritte an, bei denen in Hütten übernachtet wird. Ásahreppur, 851 Hella, Ísland, Tel: +354 487 6666, Mob: +354 861 3738,hestheimar@hestheimar.is, www.hestheimar.is
- Myanmar/Burma – Das Glück liegt auf der Straße
Leider ist ein Besuch Myanmar/Burma momentan nicht empfehlenswert, da das Geld in die Taschen der Militärregierung fließen würde - Dieser Blog ist von 2012! Das südostasiatische Land besticht normalerweise durch uralte Tempelanlagen, der Wanderung zum golden Rock, die Mönche von Mandalay Traumstrände, dichten Dschungel und extrem freundlichen Menschen. Der Schweiß läuft mir in Strömen, schon vor einigen Stunden haben meine Augenbrauen und Wimpern Ihre Arbeit versagt um die salzige Flut von meinen Augen fernzuhalten. Es ist brütend heiß, obwohl der steile Pilgerweg die meiste Zeit im Schatten der Bäume verläuft. Nach jeder steilen Treppe denke ich: "Jetzt könnten wir doch umdrehen"; aber dann kommen uns wieder Pilger entgegen, die uns anstrahlen, als wären wir die Träger des gelben Trikots bei der Tour de France und uns mit einem "Minkalabar" anspornen - was auf burmesisch so viel heißt wie "Hallo", oder auch "Willkommen". Eine Gruppe von jungen Frauen im traditionellen Wickelrock, dem Longyi, will unbedingt ein Foto mit meinem Freund; eine Familie drückt sich stolz an mich, um für ein Foto zu posieren, obwohl mein T- Shirt völlig verschwitzt ist. Ein paar Meter weiter kommt uns eine ältere Dame entgegen, die sich unter wildem Geplapper in unsere Arme wirft, als wären wir langvermisste Verwandte. Also laufe ich weiter, denn Aufgeben gilt bei so viel Ansporn nicht. Mein Gesicht hat inzwischen die Farbe einer überreifen Tomate, und so bin ich wohl ein noch beliebteres Fotomotiv. Vier Stunden geht es bergauf - immer wieder fragen mich Pilger und die Verkäufer der vielen kleinen Lädchen, die Getränke und Essen anbieten: "Bist du ein Mensch?" Wahrscheinlich liegt es nicht nur an der roten Gesichtsfarbe, dass ich für die Burmesen so merkwürdig aussehe, sondern eher daran, dass Myanmar die letzten 50 Jahre in nahezu völliger Isolation gelebt hat. Erst seit kurzem kommen vermehrt europäische Touristen in das von einer Armeediktatur ausgebeuteten Land, aber noch sind es mit 65.000 pro Jahr vergleichsweise wenige. Fast keiner von ihnen läuft den steilen Weg zum goldenen Fels hinauf, der angeblich nur durch zwei Haare Buddhas im Gleichgewicht gehalten wird, und somit eine der wichtigsten Pilgerstätten in diesem vornehmlich buddhistischen Land ist. Stattdessen steigen die meisten auf die umgebaute Ladefläche eines Lasters, der eine Stunde lang die holprigen Schotterwege steil bergauf fährt, um Besucher dann nur noch die letzten 45 Minuten laufen zu lassen. Wem selbst das zuviel ist, der kann sich von vier starken Männern in einer Sänfte bis zum Eingang tragen lassen. Wir haben den steinigen Weg gewählt, denn in Myanmar liegt das Glück für uns auf der Straße - die Menschen, die eine unglaubliche Freude, Neugierde und Offenheit an den Tag legen, so dass man sich schon nach kurzer Zeit nicht wie ein Tourist, sondern wie unter Freunden fühlt. Bis 2011 war jede Berichterstattung über das Weltgeschehen so stark reglementiert, dass zuverlässige Informationen für das Gros der Bevölkerung nicht verfügbar waren. Umso größer ist nun die Begierde, alles aufzusaugen, was Touristen erzählen. Obwohl das Regime die englische Sprache erst ganz verboten und nun im Schulunterricht das Lesen und Schreiben von englischen Texten - nicht aber das Sprechen - gestattet hat, können doch die meisten Burmesen erstaunlich gut in dieser Sprache kommunizieren. Erstaunlich ist auch die Offenheit der Menschen, die politische Situation im Land anzusprechen. Bei unserer Ankunft waren wir nach entsprechender Recherche noch sehr vorsichtig, das Thema anzuschneiden, geschweige denn den Namen der Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi auszusprechen. Um so erstaunter waren wir, als schon der Taxifahrer vom Flughafen uns munter erzählte, dass es ja den Burmesen so viel Hoffnung gibt, dass momentan alle Staatsoberhäupter der "Lady" (so wird Suu Kyi ehrfürchtig genannt) die Aufwartung machen. Nach Hillary Clinton im Dezember waren England und Frankreich an der Reihe, und im Februar hat auch Dirk Niebel das Land bereist. Was vor einigen Monaten noch undenkbar war, ist jetzt spürbar: Veränderung liegt in der Luft. Fast in jedem Restaurant und Teehaus hängt inzwischen ein Porträt der 15 Jahre unter Hausarrest gestellten Freiheitskämpferin - noch vor wenigen Monaten hätte das für's Gefängnis gereicht. Nun hat sich die Hoffungsträgerin offiziell als Kandidatin für die regionalen Nachwahlen im April registrieren lassen, bei denen 48 Parlamentssitze nachbesetzt werden. Noch herrscht Angst, dass die Regierung ihre Versprechen wieder nicht einlöst und stattdessen, wie in der Vergangenheit, die Opposition ins Gefängnis wirft oder unter Hausarrest stellt. Daher sind das ausländische Interesse und auch die Touristen für die Menschen so wichtig. Sie bieten zumindest teilweise einen Schutz gegen Menschenrechtsverletzungen und Willkür, bringen Informationen in und aus dem Land. Jahrelang war es eine Gewissensfrage, nach Myanmar zu reisen und damit noch mehr Geld in die Taschen des Regimes zu stecken. Selbst Aung San Suu Kyi rief zu einem Reiseboykott auf. Aber die Zeiten ändern sich. Stolz erzählt uns unser Fahrer, dass der Fernsehsender CNN Myanmar gerade zu einem der drei Topreiseziele für 2012 gekürt hat; auf der Internetseite der Reisebibel Lonely Planet wird das Land als absolutes "Must visit" angepriesen. Gründe dafür gibt es reichlich: geografisch hat das Land von Traumstränden bis zu den höchsten Bergen alles zu bieten. Die angeblich 4 Millionen Pagoden und Tempel von Bagan können es durchaus mit der Faszination von Angkor Wat aufnehmen. Das Land hat eine lange ruhmreiche Geschichte, war einst nicht nur eines der am weitest entwickelten Ländern Asiens, sondern auch noch der "Reiskorb" Südost- Asiens. Durch die lange Isolation haben sich viele Traditionen erhalten, die in anderen Ländern wie Thailand, Vietnam oder Kambodscha schon vor längerer Zeit der Modernisierung zum Opfer gefallen sind. Und jetzt ändert sich hoffentlich auch die Politik. Noch sind die Wege steinig - oder vielmehr löchrig. Die meisten schmalen Teerstraßen werden nach dem Zufallsprinzip ausgebessert. An einigen Abschnitten gibt es Löcher, in die ein Elefant fallen könnte, bemerkt unser Fahrer lakonisch. Vor uns tuckert ein völlig überladener LKW, dessen Dach vollbesetzt ist mit Menschen, Bananenstauden und Körben. Aber selbst dieses anstrengende Geholper wird in Myanmar zu einem grandiosen Erlebnis: Kinder schenken uns Blümchen, Erwachsene grinsen uns freundlich an und geben uns ein Gefühl von Freundlichkeit, das wir so vorher noch nie im Ausland erlebt haben. Zwei Holländer, die Myanmar mit dem Rad durchqueren, erzählen von vorbeifahrenden LKW-Fahrern, die Wasserflaschen aus dem Fenster reichen und dass vor jedem Dorf Kinder und Erwachsene Spalier stehen. Auch sie finden, dass Aufgeben nicht gilt, wenn man so angefeuert wird. "Manchmal bin ich fast vom Rad gefallen, weil ich völlig erschöpft oben am Berg ankam und mir die Leute beim Fahren die Hand abklatschen wollten" erzählt uns die Holländerin. Die meisten Touristen fliegen von Hauptattraktion zu Hauptattraktion und lassen das eigentliche Wunder des Landes - die Bewohner - links liegen. Fast alle Besucher kommen als Pauschalreisende mit einem in der Heimat vorgeschnürten und verplanten Paket ins Land. Das ist bequem, führt aber vor allem dazu, dass man mit vielen anderen Touristen lediglich die Hauptsehenswürdigkeiten abklappert und die spärlichen Devisen bei regierungsnahen Organisationen landen anstelle die breite Bevölkerung zu bereichern. Während am Inle Lake und im Tempelgebiet von Bagan schon eine gewisse Routine im Umgang mit den Touristen herrscht, hat sich das Leben abseits der Hauptwege in den letzten 50 Jahren kaum verändert: Felder werden mit Ochsen bestellt, Waren zum Markt gefahren, Bettelmönche ziehen im Morgengrauen von Haus zu Haus und Fremde werden mit der Herzlichkeit von Freunden begrüßt. Zu hoffen bleibt, dass damit nicht der Ausverkauf des Landes an ausländische Investoren beginnt, die schon jetzt mit den Füßen scharren. Wahrscheinlich ist momentan tatsächlich der beste Zeitpunkt, dieses traumhafte Land zu besuchen - jeder Tag birgt so viel Hoffnung für eine bessere Zukunft für die Menschen, die sich auch durch 50 Jahre Diktatur nicht haben brechen lassen, sondern voller Optimismus in die Zukunft schauen. Auch für sie gilt: Aufgeben gilt nicht! Information - von 2012: Internationale Vorwahl: +95 Zeitdifferenz: 6,5 Stunden Geld: Wichtig: In Myanmar gibt es keine Geldautomaten und es werden auch in Hotels keine Kreditkarten akzeptiert (es gibt einige wenige 5-Sterne-Hotels, die für einen horrenden Aufschlag Ausnahmen machen). Grundsätzlich gilt: Nur Bares ist Wahres. Deshalb das benötigte Geld in US-Dollar (Euro geht nicht immer und die meisten Prise werden in US-Dollar genannt) mitnehmen. Alte oder verschmutzte Scheine werden ebenfalls abgelehnt. Die lokale Währung ist der Kyat, den man in Hotels oder auf dem Schwarzmarkt umtauschen kann. Kyats braucht man eigentlich nur für kleinere Restaurants und Souvenirs. Anreise: Eine Einreise nach Myanmar ist nur über den internationalen Flughafen in Yangon möglich. Von Deutschland aus kann man Myanmar nicht mit einem Direktflug erreichen. Die beliebtesten Umsteigeflughäfen sind Bangkok und Singapur. Bei der Ausreise aus Myanmar ist auf dem Yangoner Flughafen eine Flughafengebühr von 10.00 US-Dollar zu zahlen. Visum: Für die Einreise nach Myanmar ist ein Visum erforderlich, das bei der Botschaft der Union Myanmar (Thielallee 19, 14195 Berlin, Tel. 030-206 15 710, Fax: 030-206 49 757, Bürozeiten: Mo - Fr 09.30-16.30 Uhr) in Berlin beantragt werden muss und gegen Zahlung einer Gebühr (derzeit 25 Euro) normalerweise in angemessener Zeit auch ausgestellt wird. Deutsche Reisepässe müssen am Tag der Einreise nach Myanmar noch mindestens 6 Monate gültig sein. Aktuelles bei der Botschaft: www.botschaft- myanmar.de Gesundheit: Landesweit gibt es unter 1000 Meter Höhe, einschl. der Touristenorte Pindaya Caves und Inle Lake ein mittleres Malaria-Risiko. Auskunft: Einen recht guten Überblick verschafft die deutschsprachige Seite www.myanmar-guide.de . Der Reiseführer von Lonely Planet ist im Dezember 2011 erschienen. Die Autoren haben nach bestem Wissen und Gewissen versucht, Reisetipps zu geben, die nicht Geld in die Taschen der Regierung bringen www.lonelyplanet.com Ansehen: Die Shwedagon-Pagode in der früheren Hauptstadt Rangun (heute: Yangon) ist die größte und vermutlich wertvollste Stupa der Welt. Angeblich wurde an ihr mehr Gold verbaut, als es im gesamten Vereinigten Königreich von England gibt. Besonders am Abend, wenn die untergehende Sonne das Gold glitzern lässt und sich Betende und Touristen im Staunen vereinen, ist die Stimmung an der Pagode unbeschreiblich. Die grösste Attraktionen des Landes sind wahrscheinlich die weitläufigen Anlagen der alten Hauptstadt Bagan mit über 2000 Sakralbauten aus vier Jahrhunderten, sowie der im Artikel beschriebene Goldene Fels bei Kyaikto. Der Inle-See ist für seine Einbeinruderer, schwimmenden Dörfer und Gärten bekannt. Wahrscheinlich ist Nyaung Shwe am Inle Lake die einzige Stadt in Myanmar, die ein bisschen Backpacker-Feeling aufkommen lässt. Am schönsten lässt sich der See mit dem Boot erkunden. Indiana Jones lässt in Indein grüßen - einem Ort südlich des Sees mit 1054 Stupas in allen Bau- bzw. Verfallszuständen. Unerwartet ist der Traumstrand von Ngapali - Palmen wachsen am weissen Sandstrand, der langsam in das türkisblaue Meer abfällt. Die Preise für Unterkünfte sind hier gehoben. Übernachten: In allen grösseren, touristischen Ortschaften ist es normalerweise kein Problem, vor Ort eine Unterkunft zu bekommen. Hier ein paar Tipps: Yangon: Classique Inn No. 53 B. Geschmackvoll eingerichtetes Teakhaus mit wunderschönem Innenhof. Shwe Taung Kyar Street (Golden Valley Road), Bahan township, Yangon, Myanmar. Tel: (95-1) 525557, 505021, 524813, 503968 Email: classiqueinn@yangon.net.mm, www.classique-inn.com Wer es ein bisschen luxuriöser mag, geht ins Savoy Hotel Yangon 129, Dhammazedi Road Yangon, Tel: (+95) 1 526289, generalmanager@sa voyhotel-yangon.com , www.savoy-myanmar.com Bagan: Das Kaday Aung Hotel in New Bagan liegt wunderschön in einem tropischen Garten. Am Pool lässt es sich prima entspannen, wenn einem die Tempel zu viel werden: Kaday Aung Hotel, Bagan Hninn Pann St., Hteeminyin Block, Kyansittha Quarter, New Bagan, Tel : (+95) 61-65070 Das Thiripyitsaya-Resort liegt inmitten alter Stupas und Tempel in Alt-Bagan . Hier kann man auch die berühmten Heissluftballonflüge über Bagan buchen. Thiripyitsaya-Resort, Bagan Archeological Zone, Old Bagan Tel: (95 61) 60048 / 60049, E-mail: rsvn@thiripyitsaya-resort.com, www.thiripyitsaya-resort.com Ngapali: Während sich in Ngapali langsam die grossen Hotelresorts breitmachen, hat sich die Laguna Lodge mit ihren acht Zimmern direkt am Meer noch ihre Individualität erhalten - Frühzeitig reservieren! In Deutschland: esserrene@aol.com , oder direkt in Myanmar: Oliver E. Soe Thet, angel@myanmar.com.mm , Tel.: 00951 501 123, http://lodge.angel-ngapali.com
- Klettern auf Malta und Gozo
Malta, Gozo und Comino sind mit über 2.000 Routen (davon 700 Sportrouten und 1500 Routen zum Selbstabsichern) ein sonniges Winterklettergebiet im Mittelmeer. Das felsige Gelände und die steilen Klippen, die einen Großteil des maltesischen Archipels prägen, bieten ideales Klettergelände - vom traditionellen Klettern und Sportklettern bis hin zum Bouldern und Deep Water Soloing. Die Mittelmeer Inseln punkten nochdazu mit ganzjährig guten Wetter. Hier eine kurze Beschreibung der vier Sektoren in denen wir auf Malta und Gozo geklettert haben. Tolle Fotos gibt es nicht – wir waren nur zu zweit 😉 Twin Caves, Malta Am ersten Tag waren wir in den Twin Caves direkt über der Küste von Malta. Die Lage ist ziemlich spektakulär und die Sportrouten waren auch ok abgesichert. Allerdings sind die Routen bis auf ein paar Ausnahmen nicht besonders lang. Hier drei Touren, die ich empfehlen kann: Le Poseur 6C heisst wahrscheinlich so, weil man hier so dekorativ am Höhlenrand klettern kann🙃. Kerbside Warrior 6a auf der anderen Seite der Höhle und Scoop and Arête 6b fanden wir auch gut. Die Küste bietet sich auf jeden Fall auch für einen „After Climb“ Spaziergang an. Wied Babu, Malta (Foto rechts) Wied Babu ist ein ausgetrocknetes Bachbett und bietet auch an heissen Tagen etwas Schatten. Ich fand die Touren im Sector Diamond Buttres durch die hohe Luftfeuchtigkeit etwas schlonzig. Die Touren sind so um die 20 Meter lang. Mġarr ix-Xini, Gozo (Foto unten) Das Klettergebiet Mġarr ix-Xini liegt in einem riesigen Talkessel. Wir hatten anfangs etwas Probleme den Einstieg zu finden, da man oberhalb parkt und dann Absteigen muss. Wir waren an der Champagne Walls, nicht weil es hier was zu trinken gab, sondern einige 6bs, die noch dazu schön lang waren – perfektes Gelände für meine Schwester. Bei mir hat es im Vorstieg nur für Dirty Girls 5C+ gelangt 😉. San Blas, Gozo Am besten von der Lage hat uns der „Tower of Power“ auf Gozo gefallen Im Februar stand der einzeln exponierte Turm in einem Blumenmeer über dem richtigen Meer. Die Routen auf der rechten Seite sind auch nicht ganz so überhängend und waren damit auch für uns kletterbar 6a-6c. Auf der anderen Seite der Turms gibt es Alles was der/die ambitionierte Kletterer(in) sich ertäumt - Routen von 7a-8a. Info: Allgemeine Informationen gibt es (auf Englisch) unter www.visitmalta.com. Der Kletterführer „Sportclimbing in Malta & Gozo“ als Buch ist von 2013 Wir haben uns mit dem alten Kletterführer und „The Crag“ durchgeschlagen. Wobei ich zugeben muss, dass meine Schwester die Sektorenauswahl gemacht hat – ich war eher für die Wanderungen zuständig. Du kannst auch folgende Seiten nach Updates von Touren checken: Malta Rock Climbing Club Malta Climbing Club Gozo Climbing Association Beste Zeit: Die ideale Zeit für einen Besuch ist von Oktober bis Mai. Im Sommer kann es vor allem an den nach Süden ausgerichteten Felsen unangenehm heiß werden – dafür macht Deep Water Soloing richtig Spass. Lies doch auch meine anderen Blogbeiträge über Malta und Gozo. Hin- und Herumkommen: Direktflüge von Frankfurt nach Malta gibt es beispielsweise mit Lufthansa. Ryanair fliegt ab Ende März von Karlsruhe/Baden-Baden. Alternativ ist auch die Anreise mit der Fähre möglich. Zwei Mal täglich zwischen Marsa (bei Valletta) mit dem Ort Pozzallo im Süden Siziliens. www.virtuferries.com (Englisch). Die öffentlichen Express-Buslinien X1, X2, X3 und X4 verbinden den Flughafen mit den wichtigsten Zielen auf der Insel. www.publictransport.com.mt (Englisch). Neben dem Angebot an Taxen und Mietwagen gibt es bei Malta Transfers Sammel- und Einzel-Transfers zu vielen Hotels. www.maltatransfer.com (deutsch). Auf Malta herrscht Linksverkehr. Mietwagen-Preisvergleich z.B. unter: www.billiger-mietwagen.de. Malta und Gozo verbindet eine Auto- und Personen Fähre. Sie fährt ca. alle 45 Minuten, eine Reservierung ist nicht erforderlich. www.gozochannel.com (Englisch). Schlafen: Aus einem 400 Jahre alten Bauernhof auf Malta haben die Gastgeber vom Talbot & Bons ein kleines charmantes B&B mit zwölf individuellen Zimmern umgebaut. https://talbotbons.com/ Doppelzimmer ab 80€. Im Herzen von Gozo am Fuß der Zitadelle von Victoria liegt das Casa Gemelli Boutique Guesthouse. Die Zwillingsschwestern Anna und Sonia führen das Haus mit viel Liebe zum Detail und servieren hervorragendes Frühstück. Zu buchen über Tel: +356 2155 9067 oder booking.com, Doppelzimmer ab 100€. Auf Gozo hatten wir, über Airbnb ein Apartment mitten in der Altstadt gebucht. Man kann es nur zu Fuß zu erreichen und nicht vor dem Haus parken. Aber es ist wundervoll ruhig und liebevoll renoviert. Hier gibt es mehrere Wohnungen: - Kleines Studio mit Bett auf der Galerie - Apartment mit eigener Dachterrasse und Blick über die Altstadt von Victoria Essen: Bunte Stühle, wackelige Tische, skurrile Memorabilien - was gar nicht glamourös klingt, diente Angelina Jolie und Brad Pitt als Drehort für „By the Sea" - und Gästen heute als sehr gutes Fischrestaurant. Café Mgarr ix-Xini, Gozo in der gleichnamigen Bucht vor Xewkija. Tel: +356 7955 3691

















