Klettern in Nordspanien: Die schönsten Klettergebiete zwischen Meer und Bergen
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Klettern in Nordspanien verbindet Meerblick, einsame Kalkwände und wilde Berglandschaften zwischen Baskenland, Asturien und den Picos de Europa.
In diesem Beitrag verrate ich meine persönlichen Kletter-Highlights mit Infos zu Routen, Schwierigkeit und wie ist die Atmosphäre am Fels fand.
Nordspanien ist unter Wanderern längst kein Geheimtipp mehr. Dass sich zwischen Baskenland, Asturien und den Picos de Europa aber auch einige der schönsten Klettergebiete Spaniens verstecken, wissen erstaunlich wenige.
Genau das macht den Reiz aus:

Statt überfüllter Hotspots warten hier einsame Kalkwände, kleine Dörfer, grüne Täler und Kletterfelsen direkt am Meer.
Während unserer Reise durch Nordspanien haben wir ganz unterschiedliche Gebiete getestet – vom kleinen Local-Spot im Baskenland bis zu riesigen Kletterregionen mit Tausenden Routen in Asturien.
Viele Kletterfotos gibt es diesmal übrigens nicht – zu zweit war uns die Sicherheit wichtiger als die perfekte Actionaufnahme. 😉
Hier findest du unsere persönlichen Highlights:
Azpeitiko Kantera im Baskenland
Kleiner Local-Spot bei Azkoitia
Azpeitiko Kantera ist ein kleiner ehemaliger Steinbruch im Baskenland mit etwas mehr als 30 Sportkletterrouten zwischen 5+ und 7b+.
Hier trifft man vor allem Einheimische – und genau das macht die Atmosphäre besonders. Als wir ankamen, teilten die Locals sofort ihr Essen mit uns und einer begleitete uns sogar zu Fuß bis zum Einstieg.
Die Routen sind kurz, technisch und perfekt für einen entspannten Klettertag.
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Bejes Pueblo (Picos de Europa)

Klettern mit Blick auf die Berge
Das kleine Dorf Bejes liegt spektakulär in den Picos de Europa und ist bereits die Anfahrt wert.
Das Klettergebiet bietet vor allem gut abgesicherte Mehrseillängen und Sportkletterrouten im Bereich 6a bis 6b an hohen Kalkwänden.
Besonders schön ist der Blick über das Dorf und die umliegenden Berge.
Die Anfahrt zieht sich allerdings – Bejes liegt in einer Sackgasse tief in den Picos.
Wir haben den Klettertag mit einer Wanderung zur Caseta de Andra kombiniert.
Cueva del Mar (Asturien)
Klettern direkt am Meer
Cueva del Mar gehört definitiv zu den außergewöhnlichsten Kletterspots unserer Reise.
Die kurzen, pumpigen Routen liegen direkt an der Küste.
Zwischen den Versuchen kann man ins Meer springen.
In der Hochsaison wird das Parken allerdings schwierig.
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Espolón Pelúgano – Sector Oceano Sin Limite
Einsames Sportklettern in Asturien
Dieses riesige Klettergebiet beeindruckt vor allem durch seine hohen Wände und die völlige Ruhe.
Als wir dort waren, hatten wir den gesamten Felsen für uns allein.
Die bis zu 21 Meter hohen Routen bewegen sich überwiegend zwischen 6a+ und 7a+, insgesamt gibt es rund 45 Touren von 5a bis 7c+.
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Naranjo de Bulnes in den Picos de Europa
Die berühmteste Kletterwand Nordspaniens
Der wohl bekannteste Kletterberg Nordspaniens ist der ikonische Naranjo de Bulnes (Picu Urriellu) in den Picos de Europa.
Die markante Kalkwand gilt als Legende unter Alpinisten und gehört zu den berühmtesten Mehrseillängen-Gebieten Spaniens. Vor allem die steile Westwand zieht seit Jahrzehnten Kletterer aus aller Welt an.
Wir selbst sind nur am Fuß des Berges entlanggewandert (hier der Blogpost zu unserer Hüttentour) und haben im Refugio Vega de Urriello übernachtet.
Allein der Anblick der gewaltigen Wand war beeindruckend.
Valle del Lago (Somiedo)
Mein Lieblingsklettergebiet in Nordspanien
Valle del Lago im Naturpark Somiedo war wahrscheinlich mein persönliches Highlight.
Die gut abgesicherten, oft plattigen Touren liegen traumhaft über dem Tal. Dazu kommen grüne Berge, Kühe und absolute Ruhe. Die Routen reichen von 4c bis 7b+.
Perfekt ist die Kombination aus Klettern und Wandern.
Somiedo gehört ohnehin zu den schönsten Landschaften Asturiens.
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Valles del Trubia & Teverga
Das Kletter-Eldorado Asturiens

Die Region Valles del Trubia gilt als eines der größten Klettergebiete Nordspaniens.
Allein rund um Teverga gibt es über 1000 Routen – insgesamt sind es in der Region fast 2000.
Hier findet wirklich jeder etwas: von Einsteigerplatten bis zu extrem schweren Überhängen.
👉 Teverga:
San Fausto
Überraschend harte Bewertungen
Auf dem Rückweg machten wir noch Halt in San Fausto.
Das Gebiet gilt eigentlich als guter Spot für leichtere Routen – scheinbar landeten wir jedoch im falschen Sektor.
Die Touren fühlten sich extrem schwer bewertet und ziemlich speckig an.
Kletterführer für Nordspanien
Wer die Topos nicht nur digital dabeihaben möchte, sollte sich den Kletterführer „Roca Verde 3A – Sport Climbing in North-West Spain“ anschauen.
Fazit: Lohnt sich Klettern in Nordspanien?
Definitiv.
Nordspanien kombiniert spektakuläre Landschaften mit erstaunlich wenig überlaufenen Klettergebieten.
Besonders die Mischung aus Meer, Bergen, grünen Tälern und entspannter Atmosphäre macht die Region einzigartig.





























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