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- Die Besteigung des Penyal des Migdia in Mallorca - schwere Wanderung
Wanderung auf den Penyal des Migdia 1398m auf Mallorca - Der höchste besteigbare Gipfel auf Mallorca Die Wanderung auf den Berg Migdia gehört zu den anspruchsvollsten auf der spanischen Insel. Die Orientierung ist schwierig und der Grat schmall. Hier findest Du alles was Du wissen musst inklusive GPS Daten. Der Penyal des Migdia thront wie eine uneinnehmbare Festung über dem Tal von Soller. Vom Westen her sieht man nur eine ca. 500m hohe, glatte Wand. Mit 1398m ist der Migdia, nach dem Puig Mayor, der im militärischen Sperrgebiet liegt, der höchste besteigbare Gipfel auf Mallorca - eine schwere und anspruchsvolle Wanderung führt auf den Gipfel. ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Ausgangspunkt: Man parkt kurz vor dem 38km Stein von der MA10 zwischen Soller und Pollenca. Dauer: 4:30 Stunden Strecke: 7 km Höhenunterschied: 530 Hm. hoch und runter Einkehrmöglichkeit: Keine Hinweis: Die Wanderung ist kurz und knackig, beinhaltet Kletterstellen und ist am Gipfelgrat sehr ausgesetzt. Die Orientierung ist auf dem mit Steinmännchen markierten Weg nicht immer einfach und der Absteig auf weglosem, schottrigen Gelände ist auch nicht zu unterschätzen. Ich habe euch die Tour bei Outdooractive mit GPS-Daten gespeichert. Ein mallorquinischer Bekannter hat mir schon vor einiger Zeit erzählt, dass man von der Bergspitze eine grandiose Aussicht hat. Migdia heißt so viel wie Mittag, da der Grat des Gipfels genau von Ost nach West verläuft und der Berg somit vom Tal aus wie eine riesige Sonnenuhr gesehen werden kann. Ich glaube, die Besteigung unseres Bekannten liegt auch schon ein paar Jahre zurück, denn er sagte uns, dass man über die Straße zum Gipfel des Puig Mayor schon fast bis zur Spitze hochfahren kann und dann nur noch eine halbe Stunde über Schotter zum Gipfel hochkraxeln muss. Die Straße ist heute – außer für das Militär – gesperrt und auch so steht die Wanderung in keinem geläufigen Wanderführer. Als ich dann endlich eine Beschreibung bei outdooractive.com gefunden habe, steht dabei, dass die Wanderung schwierig und bei Nebel absolut nicht zu empfehlen sei und auch nur so von März bis Oktober … Klicke auf das erste Foto um die Fotostrecke - mit Bildbeschreibung - zu starten: Beschreibung: Man parkt kurz vor dem 38km Stein von der MA10 zwischen Soller und Pollenca. Von dort führt ein breiter Fahrweg durch ein Tor links den Berg hinauf. Diesem folgen wir auch durch das zweite Tor hindurch, das links umgangen werden kann. Weiter geht es auf der Schotterstrasse an einer Quelle vorbei, bis wir einen Bergsattel (Coll des Cards Colers – 903m) überqueren. Auf der linken Seite steht ein Metallkreuz. Wir folgen der Schotterstraße noch ca. 400m bis rechts das Gelände neben dem Weg kurz flach wird, bevor es abfällt. Ohne GPS Daten ist die Orientierung (noch) anspruchsvoll(er) Hier fängt die Wanderung an einiges an Fantasie zu benötigen, denn rechts - im hohen Gras - führt der Weg nun an Steinmännchen vorbei, die Bergflanke hinauf. Grobe Orientierung: Die Radarkuppel des Puig Mayor. Unser Problem? Aufziehender Nebel! Letztendlich konnten wir uns von Steinmännchen zu Steinmännchen hangeln. Es geht immer weiter hoch und nach einer breiten Schotterhalde quert der Weg kurz nach rechts und geht dann in ein bisschen Kletterei über, bevor man das Gipfelplateau erreicht. Unsere Sicht war gleich null und so blieb einer am Steinmännchen stehen, während der andere das nächste suchte. Die Kante zur westlichen Steilwand kam dann auch ein bisschen als eine Überraschung … der Wind war kalt, wir sahen nichts und den Weg zurück wollten wir auch lieber nicht noch einmal suchen. Glücklicherweise war ein Pärchen aus Berlin gleichzeitig mit uns losgelaufen und wir waren – wegen der schwierigen Verhältnisse – immer in Sichtweise geblieben. Hier oben wurden wir allerdings doch ziemlich anhänglich, da der Mann ein GPS Gerät hatte und wir – wie natürlich wie immer: nichts! Zusammen folgten wir der Steilkante nach links (Richtung Puig Mayor, wenn man ihn sieht …), bald steigt der Grat noch einmal an und so gelangt man erst zu einem Mini Gipfelkreuz und ein bisschen weiter zu Steinwällen. Der Grat ist ziemlich ausgesetzt was wir das erste Mal bei schlechten Wetter gar nicht so gesehen haben … Die Wolken rissen ab und zu auf und von hier hat man wirklich eine spektakuläre Sicht auf den Cuber bis hin zum Puig Roig, aber auch bis runter nach Soller. Riesige Vögel (wir hoffen mal, es waren keine Geier :;)!) sind auf gleicher Höhe zu uns durch die Wolken gesegelt. Rechts unten sieht man die Straße, von der unser Bekannter erzählt hat. Abstieg durch die Schotterrinne Eine steile Schotterrinne führt zu ihr hinab – für mich bei weitem der unangenehmste Abschnitt. Kaum hatte ich einen Fuß auf die Straße gesetzt, kreuzte auch schon ein Militärwagen auf, der wissen wollte, wohin wir gehen. Da sich der Wanderweg an der nächsten Linkskurve schon wieder weiter steil den Abhang rechts herunter windet, waren die Soldaten zufrieden und wir durften weitergehen. Ein letztes freundliches Winken in die Überwachungskameras und dann folgten wir dem Schotterweg am Zaun entlang, bis man unter ihm hindurch schlupfen kann um weiter runter ins Tal zu laufen. Ab hier ist der Weg gut zu sehen. Allerdings sollte man auch hier unbedingt aufmerksam bleiben, denn der Weg ist steil und sehr schotterig. Der Taleinschnitt führt hinab zur MA10 und zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Auf dem Weg kommt man noch an einigen Schneehäusern vorbei und es gab noch eine Kletterstelle, bevor der Weg durch den Wald zu unserem Auto führte. Fazit: Toller Weg, den ich inzwischen auch bei schönem Wetter gemacht habe. Nur empfehlenswert für absolut trittsichere, schwindelfreie Wanderer bei schönem Wetter– ansonsten kann die Sache wirklich haarig werden. Hier findest Du alle Blogs zu den Balearischen Inseln: Zur Mandelblüte in Mallorca und Tips zur Finca-Suche Kayaken an der Westlüste von Mallorca Von Christen und Mauren - Es Firo auf Mallorca Küstenwanderung Mallorca: Von Puerto Soller zur Cala Tuent Die Besteigung des Penyal des Migdia in Mallorca Küstenweg um den Leuchtturm Muleta/Mallorca In 20 Tagen um die Insel - Camí de Cavalls auf Menorca Meine 5 Tipps für nachhaltigeres Reisen
- Küstenwanderung Mallorca: Von Puerto Soller zur Cala Tuent
Wahrscheinlich die schönste Wanderung Mallorcas! Der Weg führt entlang der Westküste der Insel von Soller bis zur Cala Tuent, einem wunderschönen Strand mit dem eindrucksvollen Tramuntanagebirge im Hintergrund. Hier findest Du alle GPS-Daten und Infos, die Du brauchst. ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Ausgangspunkt: Puerto Soller. Direkt nach dem 1. Kreisverkehr gibt es in den Seitenstrassen Parkmöglichkeiten. Der Bus hält hier auch. Dauer: 5 Stunden Strecke: 14,5km Höhenunterschied: 650Hm. hoch und runter Einkehrmöglichkeit: Balitx D'Avall für Getränke und Kuchen, das Restaurant Es Vergeret in der Cala Tuent Hinweis: Die Wanderung ist One-Way. Für den Rückweg unbedingt vorher anrufen, ob das Boot von Barcos Azules von der Cala Tuent nach Puerto fährt (wetter-, saison- und tagesabhängig, normalerweise 16:45 Uhr Tel:+34 971 63 01 70). Eine Alternative ist ein Taxi (Radio Taxi Escorca +34 608631707) ca. 70€ für bis zu 4 Personen, dieses kommt aus Puerto Soller oder Lluc und muss ca. 1h im Voraus bestellt werden. GPS Daten: Ich habe für Euch die Wanderung und die GPS Daten auf Outdoor Active gespeichert. Ganz unten findet ihr noch 3 Abstecher/Varianten. Beschreibung: Am ersten Kreisverkehr in Puerto Soller nehmen wir die MA 2134 Richtung Sa Figuera. Die wenig befahrene Teerstrasse schlängelt sich 4km lang durch wunderschöne Orangenhaine, vorbei an alten Gutshäusern. Am Coll des Marques (dem Sattel der Teerstrasse) beginnt der eigentliche Wanderweg auf der linken Seite. Von jetzt an ist die Cala Tuent auf Holzschildern gut ausgeschildert. Der Weg führt nun ca. 15-20 Minuten über steinige Treppen steil bergauf. Nach zwei sehr markanten Felsnadeln wendet sich der Weg nach rechts und führt durch Olivenhaine, bis wir zu einer Wanderwegkreuzung kommen. Hier nehmen wir den ausgeschilderten Weg, der links steil und steinig nach oben führt. Die nächsten 20 Minuten sind einer der Gründe, weshalb ich diese Wanderung so sehr mag: Der Weg schlängelt sich durch uralte Olivenhaine, Schafsglocken bimmeln und der Weg ist liebevoll mit alten Kalksteinen ausgelegt. Auf der Hochebene angekommen, dominiert die Finca Balitx d'Amunt die Szenerie. Wenn wir Glück haben, sehen wir einige der wunderschönen Pferde, die auf dem Gelände der Finca frei herumlaufen. Direkt neben der Einfahrt führt der Wanderweg durch ein offenes Gatter und gibt das erste Mal den Blick in das Tal frei. Dieses Tal durchwandern wir, um auf der anderen Seite über den Coll de Biniamar wieder an die Küste zu gelangen. Hier wurde vor einigen Jahren die Wegführung geändert. Da er über ein Privatgrundstück führt. Bitte der Beschilderung folgen, um weitere Absperrungen zu vermeiden. Der gut ausgeschilderte Weg führt rechts ein Stückchen bergauf und dann, durch Oliven Haine runter ins Tal zur Finca Balitx d’Avall. Der Anstieg zum Anstieg zum Coll de Binimar Hier folgt der anstrengendste Abschnitt der Wanderung der Aufstieg zum Coll de Binimar. Erst ist der Weg noch ein steiniger schmaler Pfad, der stetig bergauf führt. Die letzten 10 Minuten kommen wir auf einen breiteren Fahrweg, der sich in Serpentinen nach oben schlängelt. Der Anstieg ist bei sonnigem Wetter schön schweisstreibend, da hier meistens kein Lüftchen weht :;)! Am Sattel des Coll de Biniamar angekommen, machen wir trotzdem keine Rast, sondern laufen erst einmal noch ungefähr 15 Minuten durch den Steineichenwald bergab, bis wir das erste Mal den freien Blick auf die wunderschöne Küste bekommen. Von hier sehen wir den Wanderweg in seiner ganzen Grandezza: Er schlängelt sich oberhalb des Meeres an der Steilküste entlang bis hin zum Coll de na Polla, hinter dem sich die Cala Tuent verbirgt. Ich kann wirklich mit gutem Gewissen sagen, dass dieser Teil der Wanderung zu den schönsten Wegen gehört, die ich je gelaufen bin – und das sind doch einige … Steile Felsen, Kiefern, die sich an die Küste klammern, türkisblaues Wasser und der Duft nach Meer und Wald machen die nächste Stunde zu einem unglaublichen Erlebnis mit 1000en Möglichkeiten für Fotostops (die sind bei der Zeit nicht mit eingerechnet :;)!) Nach ca. einer halben Stunde führt links ein Abstecher hinunter zum Meer, der mit „Font des Verger/Sa Fabrica“ ausgeschildert ist. Ich bin einmal hinuntergelaufen und fand es super schön, aber meistens sind wir mit der Rückfahrt des Bootes so knapp dran, dass wir lieber weiterlaufen, um noch genügend Zeit für ein Bad in der Cala Tuent haben. Kurz vor dem Sattel zur Cala Tuent geht es noch einmal ein Stück bergauf, bevor der Abstieg zur Bucht beginnt. Von hier schlängelt sich der Weg ca. 20 Minuten durch den Wald hinunter bis zum Ziel unserer Wanderung. Das Restaurant „Es Vergeret“ hat eine traumhafte Terrasse mit Blick über die Bucht. Mir wurde von Mallorquinern gesagt, dass das Essen sehr gut sei, auch wenn hier durchaus auch Reisegruppen speisen. Bis jetzt konnte ich nur gierig auf die Paella-Pfannen schielen, da mich das Meer dann doch mehr gelockt hat. Aber das ist nur einer der vielen Gründe, warum ich diese Wanderung immer wieder machen kann – es gibt ja immer noch Etwas zu entdecken. Mein Lieblingsstrand - Cala Tuent Zur Bucht an sich kann ich nur sagen: Glasklares Wasser, grandiose Berge im Hintergrund, mit ein bisschen Glück ein paar Esel, die am Strand herumlaufen (also richtige …) und wenn man noch mehr Glück hat, ist der nette Fischer in seiner kleinen Hütte am Ende der Bucht beim Anlegesteg und verkauft einem auf Nachfrage ein wohlverdientes Bier! Da die Küste so traumhaft ist und ich die Wanderung so toll finde, habe ich noch drei Alternativen anstatt/oder plus dem Weg zur Cala Tuent ausprobiert: Variante 1 Leuchtturm: Kurz vor dem Coll de Biniamar geht links ein Schotterweg ab, der flach bis zu einem grösseren Platz führt. Ab hier geht ein kleiner Trampelpfad, der durch Steinmännchen markiert ist, rechts steil den Berghinauf Richtung dem Wachturm. Von hier hat man eine super Rundumsicht über die unverbaute Küste. Zeit für diesen Abstecher - ohne Pausen - 2h Variante 2 Sa Costera: Das verlassende Gutshaus liegt, nachdem man den Coll de Biniamar passiert hat auf der linken Seite, oberhalb der Punta de Cala Roja. Der Weg biegt nach einigen Spitzkehren nach dem Pass links - durch einen roten Punkt markiert - ab. Eigentlich gibt es nur eine Stelle an der man sich verlaufen kann. Hier muss man an einer Gabelung, die durch ein Steinmännchen markiert ist, die linke Abzweigung wählen und weiter nach links unten absteigen. Vor dem Haus hat man einen schönen Ausblick auf die Küste und genug Platz für ein ausgedehntes Picknick Zeit für diesen Abstecher - ohne Pausen - 40 min Variante 3 Sa Fabrica: Diese Variante ist am leichtesten zu finden, den die Abzweigung ist mit einem Schild ausgezeichnet. Diese befindet sich ca nach 1/3 der Strich zwischen dem Coll de Biniamar und der Cala Tuent. Zwischen dicken Schneidgrass geht es steil zum Meer hinab, wo sich die ursprüngliche Elektrizitätswerk befindet. Hier kann man bei ruhigen Meer baden, oder sich gemütlich auf eine der vielen Wiesen legen. Zeit für diesen Abstecher - ohne Pausen - 1h Hier findest Du alle Blogs zu Mallorca Zur Mandelblüte in Mallorca und Tips zur Finca-Suche Kayaken an der Westlüste von Mallorca Von Christen und Mauren - Es Firo auf Mallorca Küstenwanderung Mallorca: Von Puerto Soller zur Cala Tuent Die Besteigung des Penyal des Migdia in Mallorca Küstenweg um den Leuchtturm Muleta/Mallorca In 20 Tagen um die Insel - Camí de Cavalls auf Menorca Meine 5 Tipps für nachhaltigeres Reisen
- Zur Mandelblüte in Mallorca und Tips zur Finca-Suche
Mallorca: Frühling im Februar! 1000 von zartrosa blühenden Mandelbäumen. Hier findest Du, wo du diese am besten sehen kannst und auch wo Du die schönsten Fincas auf der Balearischen Insel buchen kannst. Ich mag den Winter nicht, wir werden niemals gute Freunde werden. Ein, zwei Tage mal Schnee und Sonne ist ja ganz hübsch, aber dann kann es für mich direkt wieder 20 Grad haben und Frühling sein. Kein Wunder also, dass ich jede Gelegenheit mitnehme, um der grauen Jahreszeit zu entfliehen. Mandelbäume in Fornalutx Hier findet ihr die besten Location um blühende Mandelbäume zu sehen. Nur zwei Flugstunden entfernt kann ich meinen Frühlingstraum in die Realität umsetzen: von Ende Januar bis etwa Mitte März verwandelt sich Mallorca in ein zart duftendes Blütenmeer – es ist die Zeit der Mandelblüte. An sonnigen Tagen hat es auf der Insel bereits zwischen 15 und 20 Grad. Genau die richtigen Bedingungen für mich und auch für die Knospen der berühmten mallorquinischen Mandelbäume, die sich um diese Jahreszeit zu öffnen beginnen und sich in prachtvolle weiße und roséfarbene Wolken verwandeln. Ein Naturschauspiel, das Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet. Wann genau die Blüte beginnt, hängt von der Region und vom Wetter ab. Tendenziell könnt Ihr davon ausgehen, dass die Mandelblüte im Tramuntana-Gebirge später beginnt als in den Ebenen im Süden und Osten der Insel. Harte Winter können die Blütezeit ebenfalls nach hinten verschieben. Das Schöne ist, dass die Mandelblütenzeit auf Mallorca mehrere Wochen dauert, von Ende Januar bis Anfang März. Genügend Möglichkeiten also für ein Mandelblüten-Erlebnis. Die Geschichte der Mandel (auf Mallorca) Ursprünglich waren es die Mauren, die den Mandelbaum im 10. Jahrhundert aus dem Orient nach Mallorca mitbrachten. So ist dieser Baum schon jahrhundertelang Teil der mallorquinischen Landwirtschaft. Das spiegelt sich natürlich auch in der kulinarischen Tradition der Insel wieder: Mandeln finden sich in vielen typischen Spezialitäten, wie der Süßigkeit Turrón oder dem beliebten Mandelkuchen Gato de Almendra wieder. Auch der hier hergestellte Mandellikör Flor d’Amentella profitiert von dem intensiven und feinen Aroma der mallorquinischen Mandeln. Im großen Stil werden Mandeln auf Mallorca allerdings erst seit dem 19. Jahrhundert angebaut. Grund war eine Reblaus-Plage, die die Weinberge der Insel zum größten Teil zerstörte, sodass die Bauern sich entschieden, auf den Mandelanbau umzusteigen. Eine Entscheidung, die Mallorca bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem der größten Mandelanbaugebiete weltweit machte und bis heute das Landschaftsbild der Baleareninsel prägt. Heute ist der kommerzielle Mandelanbau aufgrund fallender Preise rückläufig, sodass immer mehr Mandelhaine verwildern. Einige Regionen sind dafür bekannt, dass sich hier die Pracht zur Blütezeit besonders malerisch präsentiert. So könnt Ihr zum Beispiel von Palma aus ganz unkompliziert einen Ausflug in den Südwesten der Insel unternehmen und dort zwischen Andratx, Port Andratx und S’Arraco eine reichhaltige Blütenpracht bewundern. Auch die Strecke etwas weiter nördlich zwischen Valldemossa und Sóller bietet zur Mandelblütenzeit unvergessliche Ausblicke in einer abwechslungsreichen Landschaft. Wenn Ihr Urlaub an der Ostküste macht, ist für Euch die Region im Südosten zwischen Santanyi und Felanitx gut zu erreichen, wo es im Frühling ebenfalls eine Fülle an prächtig blühenden Mandelbäumen zu erleben gibt. Erleben: Das Mandelblütenfest in Son Servera Jeweils am ersten Sonntag im Februar findet in Son Servera in der Nähe von Manacor im Nordosten Mallorcas das Mandelblütenfest statt – die „Fira Flor d’ametler“. Hier meine besten Adressen zur Finca Suche - die schönste und authentischste Unterkunft Die Internetseite Fincaferien hat eine grosse Auswahl an Selbstversorger-Unterkünften auf allen spanischen Inseln. Das Finca-Hotel Muleta de Ca S'Hereu liegt malerisch über Port de Sóller. Doppelzimmer inkl Frühstück gibt es ab 170€ Fincas Mallorca hat sich auf die Vermietung von Häuser rund um das Tall von Sóller spezialisiert. Um ehrlich zu sein ist der Internetauftritt von Mallorca Dream ziemlich unübersichtlich. Aber wenn man sich die Mühe macht zu suchen, sind wirklich tolle Unterkünfte dabei! In Valdemossa bieten Finca Valdemossa relativ günstige Casitas ab 75€ an. Das erste Mal überhaupt in Mallorca haben wir in der Ermita de Dalt in Estellencs übernachtet. Der Blick auf das Meer und den Puig Galatzo sind unbeschreiblich, und so wurde Mallorca zur Liebe auf den ersten Blick! Essen und Trinken: Das beste Eis gibt es - meiner Meinung nach - bei Fet a Sóller. Besonders Mandel, Orange und Zitrone mit Kräutern schmecken fantastisch. In Sóller findet man Fet a Sóller 2 Minuten von der Plaça entfernt, gegenüber der Markthalle. In Port de Sóller direkt an der Strandpromenade. Hier gibt es auch andere Delikatessen, die man sich übrigens auch online nach Deutschland bestellen kann. Natürlich kann man hier auch lokale Mandeln, Mandelöl, Mandelgebäck und Mandelcremes kaufen. Den besten Kuchen gibt es in Son Mico. Die Finca ist schon lange im Familienbesitz. Jetzt haben die Schwestern Isabelle und Ines Coll drei Apartments mit Antiquitäten und ein Café eingerichtet. Traumhafter Blick über den Nordwesten der Insel. DZ/F ab 90 Euro (Ctra de Deia, Sóller, Tel. 971 63 82 24, son.mico@hotmail.com). Hier findest Du alle Blogs zu den Balearischen Inseln: Zur Mandelblüte in Mallorca und Tips zur Finca-Suche Kayaken an der Westlüste von Mallorca Von Christen und Mauren - Es Firo auf Mallorca Küstenwanderung Mallorca: Von Puerto Soller zur Cala Tuent Die Besteigung des Penyal des Migdia in Mallorca Küstenweg um den Leuchtturm Muleta/Mallorca In 20 Tagen um die Insel - Camí de Cavalls auf Menorca Meine 5 Tipps für nachhaltigeres Reisen
- Trüffelsuche im Piemont – Auf den Hund gekommen
Trüffelsuche im Piemont in Italien. Wird unser Hund das weisse Gold finden? Alba, Asti, Barolo? Da kann guter Wein nicht weit sein. Hier alle Tips für einen perfekten Urlaub in der Region. Lucky eilt mit ihrer Schnauze im Laub im wilden Zickzack durch den schon deutlich vom Herbst gelichteten Eichenwald. Vom Weiten sieht sie wie ein lebender Flokatiteppich aus, oder wie ein sehr zielstrebiges Schaf. Aber Lucky ist ein Hund und zwar nicht irgendein gewöhnlicher Wach-, Schoss- oder Hirtenhund, sondern ein speziell ausgebildeter Trüffelhund. Eigentlich kann jede Rasse für die Suche nach den wertvollen unterirdischen Pilzen eingesetzt werden, aber die Hunderasse Lagotto Romagnolo - die eben ein bisschen wie Flokati oder Schaf aussieht – soll dafür besonders gut geeignet sein. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Früher wurden Hausschweine für die Trüffelsuche verwendet. Früher wurden für die Suche nach dem „weissen Gold“, wie der weisse Trüffel auch gennant wird, weibliche Hausschweine verwendet, da der Duft des Pilzes dem Sexualduftstoff des Ebers ähnelt. Aber scheinbar waren die Schweine dann so begeistert von der Köstlichkeit, dass sie das Meiste ihres Fundes auch gleich selbst verschlangen. Bei einem diesjährigen Kilopreis von über 3000 € ein teures Vergnügen. In Italien wurde deshalb diese Schweinerei auch prompt verboten, und so bekamen Lucky und ihre Artgenossen ihre Chance. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister. Luckys Besitzer Giuseppe Baracco ist lizensierter Trüffelsammler und empfindet es als Ehrensache, den eigenen Hund auszubilden – so hat er Lucky von klein auf täglich selbst trainiert. Als Belohnung dient mit Trüffelöl bestäubtes Trockenfutter. Mit einem Trüffelmesser und einem mit Metallspitze versehenen Wanderstock bewaffnet sprintet er mit seinen langen Beinen Lucky hinterher, sobald diese anfängt, wie wild in der Erde zu wühlen. Bis wir es zur Ausgrabungsstätte geschafft haben, hält uns der Jäger schon einen schwarzen Trüffel unter die Nas Noch glauben wir nicht so recht an Luckys Geschick, denn es ist ja auch ‚nur‘ ein schwarzer Trüffel. Wir wollen schon den richtigen, wertvollen, weissen Trüffel finden, dessen Saison im Oktober beginnt und zur Silvesterzeit endet (die besten Trüffel findet man von Mitte November bis Ende Dezember). Seit 1930 findet deshalb zu dieser Zeit die Trüffelmesse ‚Fiera Internazionale Tartufo Bianco d’Alba‘ in der italienischen Region Piemont statt. Diese Veranstaltung gehört unter Gastronomen, Trüffelsammlern und Feinschmeckern zu den Highlights der Region und zieht jährlich im Herbst tausende Touristen aus der ganzen Welt in das kleine Städtchen Alba. Natürlich ist die Veranstaltung gross und auch touristisch. Doch gerade für Besucher, die die feinen Qualitätsunterschiede der Trüffel noch nicht auf Anhieb ausmachen können, ist es eine gute Chance, qualitativ hochwertige Pilze zu erstehen: für diese Messe zertifiziert ein Kontroll-Komitee aus fachkundigen Experten die angebotene Ware. Inzwischen hat sich die Messe zu einem Ereignis gemausert, das auch vom Jet-Set nicht verpasst werden darf und so waren im Laufe der Jahre viele berühmte Persönlichkeiten Messegäste. Darunter Sportler wie Joe di Maggio, Regisseure wie Alfred Hitchcock, Schauspieler wie Ugo Tognazzi, Alain Delon oder Gerard Depardieu. Die internationale Reputation des weißen Alba-Trüffels hat den Preis für das weisse Gold in ungeahnte Höhen getrieben: Im Jahr 2010 wurden 13 Trüffel für 307.200 Euro versteigert. Die wertvollsten Exemplare gingen für 105.000 € nach Hong Kong, die anderen fanden im lokalen Grinzane für 100.000 € ihre Käufer. Freilich braucht es nicht das Vermögen eines Millionärs, um in Alba voll auf seine Kosten zu kommen. Die mittelalterliche Stadt liegt malerisch zwischen den Hügellandschaften der Langhe und des Roero. Kaum in der Altstadt angekommen, wird man auch gleich von allen Seiten durch kulinarische Angebote in Versuchung geführt. Die Schaufenster der kleinen Läden sind wahlweise mit Wildschweinsalami, Käse, hausgemachten Eiernudeln, Schinken, Steinpilzen oder Süssigkeiten vollgepackt. Alles so liebevoll und appetitlich italienisch dekoriert, dass es schon grösste Willensanstrengung fordert, nicht gleich zur Verkostung in das erste Restaurant zu gehen. Die Trüffelmesse befindet sich mitten in der Stadt. Sobald man die Halle betritt, umhüllt einen der intensive Geruch des Stars der Veranstaltung. An zahllosen kleinen Ständen kann man die frisch gesammelten Schätze bewundern - immer unter Glasglocken gut geschützt aufbewahrt, damit sich der intensive Geruch nicht zu schnell verflüchtigt. Käse, Öle und Salami mit Trüffelgeschmack, riesige Steinpilze, Süssigkeiten und insbesondere auch die exzellenten Weine der Langhe & Roero – dessen Weinberge seit 2014 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören – können hier verkostet werden. Ein Fest für alle Sinne, das kaum zu überbieten ist. Klangvolle Namen wie Alba, Asti, Barolo versprechen önologische Verlockungen auf höchstem Niveau. Jedes der zahlreichen einladenden Dörfer und Städtchen hat mindestens einen Weinkeller, den man besuchen kann. Das Etikett des Traditionsweinguts Fontanafredda hat an seine Besucher eine klare Empfehlung: „No Mail“ heisst hier die 2008er Ernte, die gerade in Flaschen gefüllt wurde. Zwei Pfeile machen klar, worum es hier geht: Ein Pfeil (E-Mails) geht nach unten, der Zweite (Glück) geht nach oben. Lucca scheint dieses Glückskonzept schon verwirklicht zu haben. Nach unserer Kellerbesichtigung entkorkt der Sommelier gut gelaunt vier Flaschen Nebbiolo. Diese Rebsorte mag es auch nicht hektisch - sie gehört zu den am langsamsten reifenden Weinen überhaupt. Damit aber auch zu denen, die ihre Qualität am längsten behalten. Der Nebbiolo ist zudem noch piemonter Lokalpatriot, denn er ist so anspruchsvoll, was Lage und Boden angeht – er gedeiht praktisch nur auf kalkhaltigen Böden und verlangt steile Süd- oder Südwestlagen – dass er praktisch nur in dieser Region als wirklich hochwertiger Wein angebaut werden kann. Lucca schenkt den tiefroten taninhaltigen Rebensaft in die Gläser und zeigt uns auf einer Karte, von welchen Weinbergen die jeweiligen Flaschen stammen. Nur ein paar Kilometer weiter darf sich der Nebbiolo-Wein Barolo nennen, da diesen Namen – der Champagner lässt grüssen – nur Weine aus einem ganz bestimmten Gebiet trafen dürfen. Lediglich knappe 800 Einwohner zählt das pittoreske Dorf, das zwischen Weinreben auf einem Hügel thront. Der steile Anstieg zum gegenüberliegenden Aussichtspunkt lohnt sich für die Postkartenansicht, die sich von hier auf das weltberühmte Dorf mit dem klangvollen Namen bietet. Auch hier gibt es zwischen den Weinbergen Eichenwälder, in denen der weisse Trüffel unter der Erde nur darauf wartet, von Lucky gefunden zu werden. Unbeirrt von unserer Skepsis steckt das Hundeweibchen ihre Schnauze weiter in die Blätter und läuft munter weiter von rechts nach links - nur unterbrochen von kurzem Scharren, bei dem sie jedes Mal einen kugelrunden, schwarzen Trüffel zum Vorschein bringt. Giuseppe gibt ihr schliesslich einen zur Belohnung für ihre Mühe – und dieser wirkt wie ein plötzlicher Startschuss. Gleich am nächsten Hügel fängt sie wie wild an, tiefer zu buddeln! Ihr Herrchen kommt ihr mit dem Trüffelmesser zuvor, denn auch ein Hund kann beim Scharren den empfindlichen weissen Pilz zerbrechen. Vorsichtig legt Pepe die Erde rund um den Trüffel frei. Einen Teil hat Lucky erwischt, aber jetzt können sogar unsere Nasen den betörenden Duft riechen. Den Hund lässt das kalt, er hat einige Meter weiter schon wieder neue Beute gemacht und zaubert einen weissen Trüffel nach dem anderen aus dem feuchten Waldboden. Am Ende unserer „Jagd“ hat sich unser anfänglicher Zweifel in Wohlgefallen aufgelöst. Bei Lucky ist der Name tatsächlich Programm! Der stolze Hundebesitzer Pepe verkauft uns die Beute zu einem sehr fairen Preis und ermöglicht uns somit auch einmal – wie die Stars – im weissen Gold zu schwelgen. Offizielle Seite der Trüffelmesse in Alba: http://www.fieradeltartufo.org Anreise: Mit dem Auto dauert es ca. 7:30 Stunden von Heidelberg nach Alba. Direktflüge von Frankfurt nach Turin gibt es beispielsweise mit der Lufthansa ab 150 € (www.lufthansa.com). Vor Ort empfiehlt sich zum Erkunden der Gegend ein Mietwagen (www.billiger-mietwagen.de). Unterkunft: Sorry, meine Lieblingsunterkunft hat leider zugemacht. Ich melde mich sobald ich wieder einen Tipp habe. Essen: Die „Osteria Ostu D'Jon“ ist in jeder Hinsicht ein unglaubliches Erlebnis. Das Restaurant sieht auf den ersten Blick aus wie eine Sportkneipe, die mit Kerzen erleuchtet wurde. Der Wirt stellt dem Gast ohne Nachfrage eine 2-Liter Flasche Wein auf den Tisch und es gibt kein Menu zum Auswählen (man kann aber sagen, dass man Vegetarier ist). Die Weinflaschen werden je nach Gang von einem Tisch auf den nächsten verteilt. Das Essen ist frisch zubereitet, reichlich und einfach köstlich. Besondern mit der Trüffelreibe ist der lustige Wirt nicht sparsam … Menu pro Person incl. Wein ca. 60 Euro. Osteria Ostu D'Jon, Via San Giuseppe 1, 12050 Castagnito, Roero, Tel+39 (173) 213600 Weingüter: Samstags und Sonntags kann man die Weinkeller von Fontanafredda besuchen. Am besten vorher reservieren (unter der Woche +39 0173 626448, am Wochenende +39 0173 626136) Fontanafredda Srl, Via Alba, 15, 12050 Serralunga d'Alba, info@fontanafredda.it, http://www.fontanafredda.it Tips zur Trüffelaufbewahrung: Den Trüffel am besten in ein Papier gewickelt in einem verschraubbaren Einmachglas aufbewahren. Selbst der Deckel schützt allerdings nicht vor dem intensiven Geruch, deshalb am besten schnell aufessen … dafür den Pilz nicht abwaschen, sondern nur mit einer Bürste vorsichtig säubern.
- Die Watzmann-Überschreitung in den Berchtesgadener Alpen/Deutschland
Gratklassiker in den Berchtesgadener Alpen: Die anspruchsvolle Watzmann Überschreitung mit Panoramablick auf den Königssee. Hier findest Du Alles was Du wissen musst und die GPS-Daten. Bergsteigen für Fortgeschrittene: Wenn der Watzmann ruft, heißt es "Bergstiefel an und los!" Nicht umsonst gilt die Watzmann Überschreitung als Königstour der Berchtesgadener Alpen Wer König Watzmann über diesen Gratwanderungs-Klassiker auf die Krone steigt, wird mit einer Panorama-Aussicht belohnt, die ihresgleichen sucht. Mit 2.713 Metern ist der Watzmann nach Zugspitze und Hochwanner der dritthöchste Berg Deutschlands, doch um kaum einen anderen Gipfel ranken sich so viele Sagen und Mythen, und kaum ein anderer Gipfel steht bei so vielen Bergsteigern auf der Wunschliste. Wer die anspruchsvolle Überschreitung der drei Hauptgipfel (Hocheck, Mittel- und Südspitze) des Watzmanns wagt, wird mit einem atemberaubenden Bergpanorama und Tiefblicken über die berühmte Watzmann-Ostwand bis hinunter zum Königssee und der malerischen Kapelle St. Batholomä belohnt. Die aktuellen Touren Verhältnisse kannst du auf der Seite des DAV finden. Key Facts zur Watzmann-Überschreitung ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Gehzeit: 14 h Höhenmeter: 2.400 m Hm hoch und runter Länge: 22,5 km Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Ja. Mit dem Zug nach Berchtesgaden. Von dort fährt die Buslinie 846 Richtung Hintersee. An der Haltestelle "Wimbachbrücke" aussteigen. Nach 20 Uhr fährt der Rufbus. Anfahrt: Von Berchtesgaden kommend Richtung Ramsau: Den Ort Engedey durchfahren und nach ca. 5 km nach einer Felsschlucht links über eine kleine Brücke auf den (teuren) Parkplatz abbiegen. GPS Daten: Ich habe Dir auf die Seite von Outdoor Active die GPS Daten zur Wanderung geladen Ausgangs- und Endpunkt: Wimbachbrücke, Ramsau 628 m. Sicherheitshinweis: Markierte, nicht durchgehend versicherte Gratüberschreitung im Absturzgelände, die nur bei gutem Wetter und schnee-/eisfreiem Fels begangen werden sollte. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Klettergeschick erforderlich. Viele Stellen Schwierigkeitsgrad I-II. Wer schon beim Aufstieg zum Hocheck Probleme hat, sollte besser umkehren. Die Watzmannüberschreitung ist kein Klettersteig. Ausrüstung: Wanderschuhe, Wanderstöcke, Helm, Gurt, Klettersteigset, aussreichend Wasser, Warme Lage Weitere Infos und Links: Tourist-Information Bergerlebnis Berchtesgaden, Maximilianstr. 9, 83471 Berchtesgaden, Tel.: +49-8652-65650-0, berchtesgaden.de Bergführer: Berchtesgadener Bergführerverein e.V., Reschenweg 33, 83486 Ramsau, Tel: +49 151 21155092, berchtesgadener-bergfuehrer.de Hütten: Watzmannhaus, 1930 m, DAV-Sektion München, Mitte Mai – Mitte Oktober bewirtschaftet, Tel. +49 8652 964222, alpenverein-muenchen-oberland.de/huetten Wimbachgrieshütte, 1372 m, Mitte Mai – Mitte Oktober bewirtschaftet, Tel. +49 8657 7944001, wimbachgrieshuette.de Mein Tipp: Die Watzmannüberquerung ist ein Klassiker in den Alpen und dementsprechend beliebt. Wer hier nicht Schlange stehen will, macht die Tour am besten unter der Woche - so hat man auch die Chance, einen Übernachtungsplatz auf dem Watzmannhaus zu bekommen. Auch wenn die Tour kein Klettersteig ist, empfehle ich unbedingt ein Klettersteigset und einen Helm mitzunehmen. Ungefähre Gehzeiten: Konditionsstarke Wanderer können die Bergtour an einem Tag bewältigen, die meisten steigen aber am ersten Tag zum Watzmannhaus auf und machen sich am nächsten Tag an die Überschreitung. Wer es gemütlicher mag, übernachtet nach dem Abstieg in der Wimbachgrieshütte und wandert am nächsten Morgen in 2-3 Stunden zurück zum Ausgangspunkt an der Wimbachklamm. Wimbachbrücke - Watzmannhaus 3:30 Std. Watzmannhaus - Hocheck 2 Std. Hocheck - Mittelspitze 1 Std. Mittelspitze - Südspitze 2 Std. Südspitze - Wimbachgrieshütte 3:30 Std. Wimbachgrieshütte - Wimbachbrücke 2 Std. Klicke auf das erste Bild um die Watzmann Überschreitung Step by Step zu sehen Wegbeschreibung: Die Watzmann Überschreitung ist mit rot/weißen Markierungen versehen. Von der Wimbachbrücke führt ein breiter Forstweg stetig ansteigend über die Stubenalm und die Mitterkaseralm zum Watzmannhaus - dem Ausgangspunkt der Watzmannüberschreitung. Wer hier übernachtet, kann am nächsten Morgen gut ausgeruht das alpine Abenteuer beginnen: Vom Watzmannhaus führt ein markierter alpiner Steig zum Hocheck. Hier ist ein guter Zeitpunkt, Helm und Klettersteigset anzulegen (obwohl die Tour kein Klettersteig ist!). Hier beginnt der ausgesetzte Watzmanngrat, der über die Mittelspitze bis zur Südspitze führt. Teilweise extrem schmal und nur stellenweise mit Stahlseilen versichert, ist hier oben absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich. Dafür ist der Tiefblick über die Watzmann-Ostwand hinunter zum Königssee einfach spektakulär. Der Abstieg vom Südgipfel erfolgt meist auf losem Schotter immer steil bis zum Ende des Wimbachtals. Von der Wimbachgrieshütte (Übernachtungsmöglichkeit) führt ein breiter Forstweg zurück zum Ausgangspunkt an der Wimbachbrücke.
- Soška Pot - Wanderung entlang der Soča in Slowenien
Entdecke die atemberaubende Schönheit der Soča in Slowenien auf der Soška Pot - eine unvergessliche Wanderung entlang des türkisblauen Alpenflusses. GPS-Daten zum Download Ich habe die Tour auf Komoot gespeichert. Ihr könnt sie sehen, sobald ihr euch eingelogt habt. Die türkisblaue und glasklare Soča gilt nicht umsonst als eine der schönsten Alpenflüsse. Die Soška Pot Wanderung in Slowenien ist Teil des Alpe Adria Trails und führt von der Quelle über drei Schluchten in das breite Schwemmland bis nach Bovec. Man kann den ganzen Weg in einem langen Tag, oder auch – dank guter Busanbindung – in Etappen laufen. Keyfacts: Soška Pot- Wanderung in Slowenien ♡-Factor: ♡♡♡♡♡♡ Anforderung: Überwiegend leichte Wanderung auf Wanderwegen Gehzeit: 8h Höhenmeter: 300 Hm hoch 780 HM bergab Länge: 27,6 km Anfahrt: Von Trenta Richtung Vršičpass. Dann den Schildern zur Hütte Koča pri izviru Soče folgen. Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Ja, im Soča Tal fahren mehrmals täglich Buse (Fahrplan: https://arriva.si/en/). Einkehr: Auf der Wanderung folgt man dem Soča Tal. In allen Dörfern gibt es Unterkünfte und Campingplätze. Beste Zeit: Mitte März bis Mitte September Ausgangspunkt Von Trenta Richtung Vršičpass. Dann den Schildern zur Hütte Koča pri izviru Soče folgen. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Wegbeschreibung Soška Pot- Wanderung in Slowenien: Die Wanderung beginnt an der Quelle der Soča. Von der Hütte Koča pri izviru Soče steigen wir noch ungefähr 15 Minuten bergauf. Die letzten Meter sind mit einem Drahtseil gesichert. Der Ursprung des Flusses ist eine Siphonquelle: unterirdisch steigt das Wasser in eine kleine Karsthöhle und sammelt sich in einem türkisblauen Becken. Von hier sprudelt die Soča munter den Berg hinab. Der Wanderweg ist sehr gut mit dem Namen Soška Pot ausgezeichnet. Im Tourenverlauf überquert man den Fluss mehrmals auf abenteuerlichen Hängebrücken, die den besten Ausblick auf die sprudelndende Soča, die teilweise sehr engen Schluchten und die umliegenden Berge bieten. Der Fluss zwängt sich an manchen Stellen wie der Mala Korita zwischen bizarren Felsen und malerischen Kolken hindurch. Hier ist der optimale Rastplatz für müde Wanderer. Mutige können von den Felsen springen, wobei die wahre Herausforderung die selbst im Hochsommer eisige Wassertemperatur ist. Im Verlauf wird das Tal breiter. Bei der Mündung der Koritnica in die Soča endet der eigentliche Soška Pot. Von hier sind es noch ungefähr eine Stunde bis zur Bushaltestelle in Bovec. Lies auch meine anderen Abenteuer in Slowenien Info Die Internetseite des slowenischen Tourismusverband gibt einen guten Überblick: https://www.slovenia.info/en Die Seite des Slowenischen Alpenvereins ist zwar ein bisschen unübersichtlich und auch nur auf Englisch verfügbar, aber hier kann man am besten überprüfen, welche Hütten geöffnet sind und ob Wanderwege/Klettersteige gerade gesperrt sind. ANREISE Mit dem PKW am besten über die (mautpflichtige) Tauernautobahn A10. Der Wurzenpass führt direkt ins Soča Tal – hier unbedingt vor Abreise überprüfen, ob der Pass (wegen der aktuellen Corona-Bestimmungen) für alle Nationalitäten geöffnet ist. BESTE ZEIT Für die Touren in den Bergen Juni-September. LITERATUR Slowenien zwischen Julischen Alpen und Adriaküste, Rother Wanderführer. WETTER Das Wetter im Allgemeinen und in den Bergen im ganz Besonderen kann sich schnell ändern. Vor Allem vor ausgesetzten Bergtouren sollte man sich über die Wetterlage informieren: https://www.alpenverein.de/DAV-Services/Bergwetter/ http://www.meteo.si/met/en/ KARTEN Gute Karten gibt es im Verlag Sidarta für die Julischen und die Steiner Alpen: Im Maßstab 1:50.000 und 1:25.000 Triglav, Bohinj.
- Das perfekte Wochenende im Burgund
Freitag: auf nach Dijon! Willkommen im Burgund. Wir starten unser langes Wochenende nicht mit senfsaurer Miene, sondern in der Hauptstadt des Burgunds: Dijon! Die Stadt hat neben dem Startpunkt der „Route de Grands Crus“ auch den Status einer UNESCO Weltkulturerebstätte für französische Esskultur. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Also rein ins Getümmel – kleine Gassen, lauschige und großartige Plätze – alles, was man sich in einer französischen Stadt wünscht. Natürlich neben zahlreichen Cafés und Restaurants. Wie wäre es mit einem romantischen Spaziergang entlang der schönen Fassaden der früheren Hauptstadt der Herzöge von Burgund? Damit dem Besucher keine einzige Sehenswürdigkeit entgeht, bietet sich der Rundgang „Parcours de la Chouette“ an, eine APP, die man sich vorher herunterladen kann. Auf dem Programm stehen 22 Etappen, darunter der Glücksbringer aller Stadtbewohner: die kleine Eule an der Kathedrale Notre-Dame, die dem Rundgang ihren Namen gab. Angeblich gehen Wünsche in Erfüllung, wenn man sie berührt. Liebe geht durch den Magen Egal ob romantisches Abendessen in einem Feinschmeckerrestaurant oder lieber eine kuschlige Weinbar - in Dijon kommen alle Geschmäcker auf ihre Gaumenfreuden. Loiseau des Ducs: Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant darf beim Rennen um die besten Plätze für Feinschmecker in der Altstadt nicht fehlen, denn die Terrasse liegt genau gegenüber des Palais des Ducs. Hier gibt es regionale Spezialitäten wie luftgetrocknete Schinken aus dem Morvan. Wer nicht ganz so tief in den Geldbeutel greifen und trotzdem regionale Produkte genießen möchte, ist beim jungen Team vom Restaurant La Fine Heure bestens aufgehoben. Schlafen Dijon: Hip: Das Vertigo Hotel in Dijon ist neu renoviert, schick und charmant und liegt im Herzen der Stadt, mit Blick auf den Place Darcy und die Fußgängerzone. Mit Swimming Pool und SPA. DZ ab 130 €, Rotkäppchens Bleibe heisst Hostellerie du Chapeau Rouge: Das »Gasthaus zum Roten Hut« ist eine Institution. Verglaster Wintergarten, farbenfrohe Zimmer von cozy bis gestylt. , DZ ab 144 € Samstag = Markttag Höhepunkt ist der Markt, der samstags von 8-13 Uhr stattfindet. Die Markthalle wurde übrigens von keinem geringeren als Gustave Eiffel erbaut und besticht ebenfalls mit einer eleganten Stahlkonstruktion. Selbst wer vom Frühstück satt geworden ist, wird hier garantiert noch einmal in Versuchung geführt … Dijon von oben den besten Ausblick genießt man vom 46 m hohen Tour Philippe le Bon – dafür muss man 316 Stufen hinaufklettern und wird mit einem traumhaften Ausblick bis hin zum Musée des Beaux-Arts belohnt. Überraschung: der Besuch im 2019 wieder eröffneten Musée Beaux-Arts kostet keinen Eintritt, obwohl die Sanierung zehn Jahre dauerte, 60 Mio. € verbaut wurden und nur die Einweihungsfeier anderthalb Mio. € kostete. Es ist eines der drei wichtigsten Kunstmuseen Frankreichs außerhalb von Paris. Zu sehen sind Kunstwerke aus allen Epochen. Der berühmteste Raum des Museums beherbergt die Grabmäler der Herzöge von Burgund mit ihrer beeindruckenden Abfolge von trauernden Personen, den „Pleurants“. Samstag 17 Uhr Eine Balade gourmande ist so etwas wie ein Stadtführung durch die besten lokalen Produkte. Kosten 12 €, inkl. einiger Kostproben (Gewürzbrot, Senf, Crème de Cassis), im Internet buchen. Samstag Abend: Auf nach Beaune Die Stadt, die als Nabel des Weinhandels gilt, ist nur einen Katzensprung entfernt. Hier ließen es sich schon die Herzöge Burgunds gut gehen und der Ort ist heute der Tourismusmagnet an der Côte d'Or. Im Sommer kreuzen hochpreisige Cabrios übers Kopfsteinpflaster, das jedoch zunehmend für den Verkehr gesperrt wird. Hier brummt es rund ums Jahr, Beaune tut einiges für sein Stadtbild. Hinter den Stadtmauern empfängt eine perfekt sanierte Altstadt. Schlafen Beaune: Le Jardin Secret De Beaune ist tatsächlich so etwas wie ein geheimer Rückzugsort. Die drei Apartments liegen direkt im Stadtzentrum, aber in einem grünen Garten. Ab 80 €. https://lejardinsecretdebeaune.com Sonntag – Früh aufstehen lohnt sich Mittelpunkt der Stadt sind ohne Zweifel die spätmittelalterlichen Hospices de Beaune, auch Hôtel-Dieu genannt - ein ehemaliges Krankenhaus, das im 15. Jahrhundert von Nicolas Rolin, Kanzler des Herzogs von Burgund, und seiner Frau Guigone de Salins gegründet wurde. Schon der Blick in den gepflasterten Innenhof des hochgotischen Kranken- und Armenhospizes raubt einem den Atem. Steinsäulen tragen die Fachwerkgalerie des ersten Stocks und das in buntem Rautenmuster gedeckte Dach. Das Ensemble im burgundisch-flämischen Stil entstand 1443. Innen verblüfft die bis in die 1970er-Jahre als Krankensaal genutzte Salle des Pôvres. www.hospices-de-beaune.com, Mitte März-Mitte Nov. tgl. 9-18.30 Uhr, (letzter Einlass 1 Stunde vor Schließung), 7,50 €. Rauf auf's Rad La Voie des Vignes ist eine 22km lange Traum-Radtour durch die berühmten Weinberge mit klangvollen Namen wie Beaune, Pommard, Volnay, oder Meursault. Die Herzen von Liebhabern der Burgunderweine dürften schon höher schlagen! Bei der Fahrt durch die pittoresken Winzerdörfer bleibt garantiert kein Radler durstig (oder hungrig). Fahrräder für 20 € pro Tag gibt es beispielsweise bei Active Tours zu mieten. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Nachmittags: Zeit für eine Landpartie Knapp 1 Stunde dauert die Autofahrt von Beaune nach Vézeley. Genug Zeit, um die müden Knochen nach der Radtour zu erholen. Auf der Höhe des „Ewigen Hügels“ gelegen ist die Basilika schon von weitem zu sehen. Der malerische Ort gehört zum UNESCO-Welterbe und zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Mein Tip: Am besten Vézeley vor dem Besucheransturm früh morgens oder abends besuchen. Besonders hübsch fand ich den Platz hinter der Basilika, von dem man einen grandiosen Blick über das Umland hat. Vorzugsweise direkt in ein Hotel einchecken und dann entspannt eine Weinprobe in einem der alten, malerischen Weingüter machen. (Bsp: www.lacroixmontjoie.com/, oder www.colline-eternelle.com/) Wer keinen Wein mag, kann auch in der Brasserie de Vézelay hausgebrautes Bier verköstigen. http://brasseriedevezelay.fr/?lang=fr Das Restaurant SY La Terrasse besticht durch seine Lage direkt auf dem Marktplatz am Fuße der Basilika. Schlafen Vézeley: Mein Super-Geheimtip ist das Manoir de Val en Sel. Zu Fuß eine halbe Stunde von Vézelay entfernt, liegt das alte Gutshaus umgeben von weitläufigen Gärten. Die Besitzerin Dominique Armengaud ist begeisterte Gärtnerin und selbst, wenn sie gerade kein Zimmer frei hat, zeigt sie Besuchern gerne ihren Garten. Unbedingt vorher reservieren. http://valensel.vezelay.free.fr/index.php Doppelzimmer mit Frühstück ab 105 €. Das Hotel Hôtel Les Glycines liegt direkt an der (unbefahrenen) Hauptstraße, die zur Basilika führt. Das mit Glyzinien bewachsene alte Herrenhaus bietet stilvolle Zimmer. www.vezelay-glycines.com/de Doppelzimmer ab 85 € plus 15 € für Frühstück pro Person. Montag Geschichte satt! Vézeley war sozusagen der Instagram Hotspot des 12./13. Jahrhunderts. Jeder mit Rang und Namen, wie Richard Löwenherz oder Franz von Assisi, pilgerte auf den heiligen Hügel in dessen Basilika Ste Madeleine (geöffnet täglich von 7-20 Uhr außerhalb der Messzeiten) die Gebeine der gleichnamigen Heiligen aufbewahrt werden. Das Dorf hat eine mehr als tausendjährige Geschichte und besitzt eine ganz besondere Atmosphäre. Prinzen, Könige, Kaiser, Leute aus dem Volk und tausende Pilger sind seit dem 12. Jahrhundert hierhergekommen, um die Reliquien der Heiligen zu verehren, bevor sie sich auf den Jakobsweg oder die Kreuzzüge begaben. 1146 wurde hier noch dazu Geschichte geschrieben: „Gott will es“ rief der heilige Bernhard und löste so den 2. Kreuzzug aus. Das Gebiet Bourgogne-Franche-Comté strotzt nur so vor Geschichte und Tradition – hier gibt es acht UNESCO-Stätten. Nach den Klimazonen das Weinbaugebiets Burgund, der Basilika von Vézeley steht heute die Zisterzienserabtei Fontenay auf dem Programm, welches die am besten erhaltene Zisterzienserabtei Burgunds ist. Sie wurde 1118 vom heiligen Bernhard gegründet. Vielleicht ist ein Grund für seine gute Erhaltung die abgeschiedene Lage – damals wie heute. Seit dem Bau wurde die Kirche und der Kreuzgang kaum verändert. Besonders beeindruckend ist das 56m lange Dormitorium der Mönche. Sozusagen ein riesengroßer Schlafsaal ohne Privatsphäre und Heizung. Dafür mussten die Mönche zum Matinee-Gebet nur ein paar Stufen in das Gotteshaus hinunter stolpern. Der Garten gleicht einem englischen Park mit Wasserläufen, Fischteichen und einem grünen Rasen, an dem kein Greenkeeper der Welt etwas auszusetzen hätte. www.abbayedefontenay.com/en, Öffnungszeiten im Sommer 10-18 Uhr. Allgemeine Info: https://www.burgund-tourismus.com/
- Türkei/Kappadokien 3: Wanderung durch das Ihlara Tal
Diese 14 km lange Wanderung entlang des Ihlara Tals ist eine der beliebtesten in Kappadokien. Teilweise ähnelt die Szenerie fast einem Vergnügungspark – kleine verzierte Brücken, Bänke, steile Treppen, Rastplätze und Einkehrmöglichkeiten säumen den Weg. Als wir da waren, hat es geschneit und so gibt es auch nicht allzu viele Fotos. Bei schönem Wetter und mit mehr Zeit kannst Du (einige) der 105 in den Stein gehauen in Kirchen und fast 10.0000 Felshöhlen erkunden. Und bestimmt auch wunderbar am Fluss chillen … ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Startpunkt: Von Ihlara Endpunkt: Selime Cathedral Dauer: 3 h Entfernung: 10,6 km Höhenunterschied: 130 m aufwärts und 220 m abwärts Einkehrmöglichkeiten: Auf dem Weg gibt es mehrere kleinere Stände bei denen man frisch gepressten Saft, tee, oder Kaffee trinken kann. In Belisirma lädt ein rustikales Lokal direkt am Wasser zum tradtionellem Essen ein. Schwierigkeitsgrad: rot GPS-Daten auf Komoot - Du musst Dich einloggen, um sie zu sehen: Hinkommen: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es etwas tricky diese Wanderung zu machen. Meine Empfehlung wäre mit einem Mietwagen bis nach Ihlara zu fahren. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten entweder du machst die Wanderung hin und zurück da sie bis auf den Einstieg in das Tal sehr flach ist ist sie nicht wirklich anstrengend oder du nimmst von Selime ein Taxi nach Ihlara zurück. Leider gibt es hier kein Uber. Das Ihlara-Tal an der Grenze zwischen Güzelyurt und Aksaray sowie auch die ganze Landschaft Kappadokiens sind durch die Vulkanausbrüche des Berges Hasan entstanden. Der Melendiz-Fluss hat das Tal geformt: Er fließt durch das 14 km lange und 100-120 Metern tiefe Ihlara-Tal, das in der Stadt Ilisu beginnt und in nordwestlicher Richtung durch die Städte Ihlara, Belisirma, Ziga, Yaprakhisar und Selime fliesst. Es endet in der Kathedrale von Selime. Wegbeschreibung: Nach der Ankunft in dem malerischen und farbenfrohen Dorf Ihlara beginnt die Wanderung, die zu einem kleinen Wasserfall und zu einem Teich führt. Die Dorfbewohner fischen immer noch in diesem Teil des Flusses und hier beginnt die Schlucht sich zu verengen. Weiter geht es entlang des Flusses mit üppigen Bäumen, umgeben von steilen Felswänden auf beiden Seiten. Es gibt mehrere versteckte Höhlenkirchen, die in die Seitenwände gehauen wurden – Hier kannst du einige mit wunderschönen Fresken mit Szenen aus dem Neuen Testament bewundern. Das Dorfes Belisirma aus halber Strecke bietet sich zum Lunch am Fluss an. Die örtlichen Restaurants bieten ein herzhaftes Festmahl mit traditionellen Gerichten aus der Region. Nach dem Mittagessen geht es auf abgelegeneren Wegen weiter, bis du das Dorf Selime erreicht. Dieser Teil der Wanderung sieht ganz anders aus, denn die Schlucht wird breiter und viele Bauern nutzen das Land für den Anbau von Gemüse oder zum Weiden ihrer Kühe, Esel und Schafe. Der Weg endet im Dorf Selime - wenn es die Zeit erlaubt, solltest Du unbedingt das atemberaubende Selime-Kloster auf dem Gipfel des Tals besuchen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten entweder du machst die Wanderung hin und zurück da sie bis auf den Einstieg in das Tal sehr ist sie nicht wirklich anstrengend oder du nimmst von Selime ein Taxi nach Ihlara zurück. Leider gibt es hier kein Uber. INFO: Allgemeine Informationen und einige Fotos und Filme für den ersten Eindruck gibt es auf: https://gocappadociaturkiye.com/de/homepage ANREISE Vom Flughafen in Kayseri (ASR) braucht man mit dem Bus eine Stunde nach Göreme, das ist der beste Ausgangspunkt für alle Abenteuer. Maximale Flexibilität? Dann ist ein Mietwagen eine gute Idee, diese gibt es relativ günstig direkt am Flughafen zu mieten (recherchieren beispielsweise bei billiger-mietwagen.de). Achtung: Viele Hotels sind in kleinen Gassen und haben keinen Parkplatz. Am besten vorher nachfragen. BESTE ZEIT Von April bis Mai und von September bis Oktober ist die beste Zeit für einen Aktivurlaub in Kappadokien. Der Frühling ist schön grün und es gibt viele Blumen, durch die Luftfeuchtigkeit kann es aber diesig sein. Im Herbst ist die Natur zwar ausgedörrt und braun, dafür die Luft aber klar und das Wetter tendenziell stabiler. LITERATUR Die Reiseführer, die ich gefunden habe, sind veraltet. Der aktuellste ist von 2016. Gedruckte Wanderführer gibt es nicht (zumindest konnte ich keinen finden). KARTEN Bis jetzt gibt es keine detaillierte Wanderkarte (zumindest konnte ich keine finden) von Kappadokien. Noch gibt es nicht wirklich gutes Kartenmaterial Ich habe einige Touren mit GPS Daten auf meinem Blog gespeichert www.wibkestravels.net Wem das zu wild ist, kann auch einen Wanderführer buchen. WANDERFÜHRER: Ali ist ein türkisches Original mit Berliner Wurzeln, oder andersrum. Seine Familie stammt aus Kappadokien und er kam vor 30 Jahren zurück. Seither zeigt er mit viel Humor und in perfektem Deutsch Besuchern sein Land. Ali Kaya +90 532 614 4132 (WhatsApp), aliguide@yahoo.com Bilal spricht auch perfekt Deutsch, kann für Wanderungen und Sightseeing gebucht werden. Bilal Coskun +90 533 719 99 42 (WhatsApp), coskunbilal@gmail.com AUSRÜSTUNG Empfehlenswert sind Wanderschuhe mit gutem Profil, Regen- und Sonnenschutz, sowie – für kühlere Tage – warme Kleidung. Göreme liegt auf 1104 m. Wir hatten im März anfangs Minusgrade und Schnee. UNTERKUNFT: Das Henna Hotel ist so Influencer-tauglich, dass wir uns kaum getraut haben, dort zu buchen. Ballone fliegen über eine perfekt ausstaffierte Terrasse mit frischem Obst und silbernen Teekannen, die aussehen wie Aladins Wunderlampe. Ein 400 Jahre alter Teeraum im samtigen Grün und mit bunten Glasfenstern gleicht meiner Vorstellung des Luxus von 1001 Nacht. Die Zimmer sind wunderschön, die Mitarbeiter super hilfsbereit, das Frühstück eine reichhaltige Wucht und obwohl das Hotel immer ausgebucht war, war die Dachterrasse nie überlaufen. Unbezahlbar? Auch das nicht: Doppelzimmer mit Frühstück gibt es in der Nebensaison bereits ab 45€. https://www.hennahotel.com/en Im Hotel Utopia in Ürgüp kann man in original Cave-Rooms schlafen. Diese sehen supertoll aus, sind aber nicht unbedingt etwas, wenn man keine engen Räume mag und nachts mit offenem Fenster schlafen will. Das Hotel hat einen tollen Hammam und leckeres Frühstück gibt es auf der Dachterrasse. Einziger Nachteil: die Ballone kommen hier selten vorbei. https://www.utopiacave.com ESSSEN: Unser absolutes Lieblingsrestaurant mit Mega-Kulisse und Rooftop-Bar ist das Seten in Göreme. Besonders lecker fanden wir die Meze – vor Allem das Muhammara aus Paprika, Tomaten mit Granatapfel und Walnüssen hat es uns angetan. https://www.setenrestaurant.com
- Klettersteig zur Trolltunga in Norwegen
Nach meinem Erlebnis am Preikastolen/Norwegn bin ich nicht besonders erpicht darauf, wieder an einer Massenwanderung teilzunehmen und so lese ich begeistert vom neu eröffneten Klettersteig. Am 15. Mai wurde er eingeweiht, nachdem der alte im Frühjahr 2017 durch herabstürzendes Eis und Felsen so beschädigt wurde, dass nicht mehr benutzt werden konnte. Da ich keinerlei Equipment dabei habe, buche ich kurzerhand eine geführte Tour. Richard Mauseth ist der Bergführer, der uns beim „Klettersteig-Triathlon“ begleiten wird. Morgens um 8 Uhr starten wir mit den Mountainbikes am Ringedalen-See. Ein Schotterweg bringt uns weg vom Motorenlärm des geschäftigen Parkplatzes. Hinter dem Staudamm beginnt die einsame norwegische Bergwelt, die ich gesucht habe. Eine einzelne Wolke schwebt noch pittoresk zwischen den senkrechten Steilhängen, die direkt zum Wasser reichen – ausser Richard und den drei lustigen Australiern, die die gleiche Tour gebucht haben, ist sonst keine Menschenseele in Sicht. Je weiter wir fahren, desto ruhiger wird es. Hier hört man nur noch das entfernte Rauschen der Wasserfälle und das Knirschen der Reifen auf dem Schotter. Nach 6 Kilometern führt eine Holzbrücke über einen Bach – hier kommen wir zur zweiten Disziplin: Laufen. Steil bergauf! Am Wegesrand wachsen dicke Steinpilze, giftige Fliegenpilze und leckere Heidelbeeren, da kann man beim Ernten schon ein bisschen die Zeit aus den Augen verlieren. Sobald wir die Baumgrenze hinter uns lassen, sehen wir die eigentliche Herausforderung: Disziplin Nummer 3, Klettern! Ein Teilnehmer der Gruppe schluckt beim Anblick der senkrechten Granitwand, aber Richard, der beim Bau selbst mit Hand angelegt hat, kann ihn beruhigen. „Wir haben in die 250 Meter hohe Wand 900 Metallbügel eingebaut – eigentlich ist es nicht schwieriger als eine Leiter hochzuklettern.“ In der Theorie hat er damit natürlich recht. Die Via Ferrata ist sehr gut abgesichert und technisch nicht sonderlich anspruchsvoll, aber je höher wir klettern, desto mehr Luft haben wir unter den Sohlen … und damit einen senkrechten Blick hinab auf den immer kleiner werdenden See. Wer nicht an Höhenangst leidet, dem eröffnet sich ein spektakuläres Panorama: Mit jeder Sprosse sehen wir mehr vom Folgefonna Gletscher, der die gegenüberliegenden Berge bedeckt, einzelne Wasserfälle rauschen in die Tiefe. Hier gibt es nichts, was die Schönheit dieser Kulisse trübt. Nach 200 Höhenmetern erreichen wir ein breiteres Grasband, auf dem wir ungesichert bis zum nächsten Einstieg laufen können. „Die grösste Herausforderung war, den Berg so zu sichern, dass es möglichst keinen Steinschlag gibt. Dafür haben wir die ganze Wand gesäubert – teilweise von bis zu vier Quadratmeter grossen Felsen.“ Obwohl mir da mein Helm auch nichts mehr bringen würde, ziehe ich ihn für die letzten 50 Meter lieber doch ein bisschen fester. Am Ende des Klettersteigs erreichen wir ein Felsplateau, das bereits zum Hardangervidda-Nationalpark gehört. Auf der anderen Seite der Schlucht sehen wir den „normalen“ Wanderweg, auf dem wir die letzten 2,5km bis zum Objekt unserer Begierde zurücklegen. Nach der Einsamkeit des Klettersteigs hat uns die Welt wieder. Klicke auf das erste Foto um die Fotostrecke mit Bildbeschreibung zu starten: Der 2018 neu eröffnete Klettersteig ist noch ein Geheimtipp und damit – momentan noch – die menschenleere Alternative zum Normalweg. Wer ein Rad dabei hat oder sich eines mietet, spart sich, wenn man auch wieder über den Klettersteig absteigt, insgesamt 12km Wanderung. ♡-Factor: ♡♡♡♡♡ Schwierigkeit: Klettersteig, mittel, B-C Gehzeit: 8-10h Höhenmeter: 1000Hm Länge: 22km Wandern (wenn der Rückweg über den Normalweg erfolgt) + 250 Höhenmeter Klettersteig Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln: ja Hütte am Weg: nein Beste Zeit: Mitte Juni bis Mitte September Ausgangspunkt: Wanderparkplatz zur Trolltunga (420 hm): Skjeggedal 20, 5770 Tyssedal. Gebührenpflichtiger Parkplatz. Mit öffentlichem Transport zwischen Odda und Skjeggedal (Startpunkt der Wanderung): Trolltunga Shuttle: (15. Juni – 15. Sept.) Abholservice von den meisten Übernachtungsplätzen in Odda, www.oddataxi.no. Instandhaltungsgebühr: 350NOK zu zahlen am Trolltunga-Active Store am Parkplatz, da diese den Klettersteig privat finanziert haben. Info: Der Weg zur Trolltunga wird auf www.visitnorway.de beschrieben Ausrüstung: Wanderschuhe, wind- und wetterfeste Jacke und Hose, Wechselkleidung, Kappe, Schal und Handschuhe, genügend Proviant und Getränke für die gesamte Wanderung, Stirnlampe, Wanderkarte, Kompass, Erste-Hilfe-Ausrüstung, ein aufgeladenes Handy. Für den Klettersteig: Klettersteigset und Helm (kann bei Trolltunga-Active geliehen werden). Bergführer: Trolltunga-Active bietet geführte Wanderungen zur Trolltunga auch mit Übernachtung in der Nähe der Felszunge. Zwei-Tageswanderung incl. Wanderführer, Übernachtung in einer eigens gebauten Plastikkuppel, Abendessen und Frühstück ab 400 Euro. Skjeggedal 20, 5770 Tyssedal, Tel: +47 99 11 2121, trolltunga-active.com Anreise: Mit dem eigenen Fahrzeug mit der Fähre von Hirtshals/Dänemark nach Kristiansand/Norwegen. 2h15 Fahrtzeit, directferries.de. Per Flugzeug mit einem Umstieg entweder nach Stavanger oder Bergen. Von dort weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Mietwagen. Vom 1. Juli bis zum 31.8 gibt es einen Expressbus zwischen den Startpunkten für die Wanderungen zum Preikastolen und zur Trolltunga, gofjords.com. Schlafen: Das Trolltunga Hotel in Odda bietet Übernachtungsmöglichkeiten im 4er Schlafsaal oder im Doppelzimmer. Von hier fährt auch der Shuttle Bus zum Ausgangspunkt der Wanderung. Doppelzimmer mit Frühstück ab 124€. Trolltunga Hotel, Vasstun 1, 5750 Odda, Tel: +47 400 04 486, www.trolltungahotel.no/en Lofthus Camping bietet neben normalen Stellplätzen für Zelte und Camper auch Bungalows für 2-8 Personen. Die Lage direkt über dem Hardanger Fjord ist spektakulär. Zeltplatz ab 15 Euro, 2 Personen Bungalow ab 40 Euro. Lofthus Camping, Hellelandsvegen 120, 5781 Lofthus, Te: +47 53 66 13 64, www.lofthuscamping.com
- 3-Tages-Tour rund um den Säntis
Alpstein Entschleunigt Der 27 Kilometer langen Rundwanderweg im Alpstein mit der Besteigung des höchsten Gipfel Säntis 2.502 Hm. führt durch grüne, blumenbedeckte Almen, an samtbraune Schweizer Kühen vorbei, hoch zu schroffen Berggipfeln und blaue Gebirgsseen. Gletscherfelder, Höhenwege und auch eine ausgesetzte (aber gut gesicherte) Gratwanderung bieten Alles was eine Bergtour ausmacht. Bei der gemütlichen 3-Tages-Tour übernachtet man in urigen Berggasthäusern und hat genug Zeit sich alle Highlights am Wegesrand anzuschauen … und trotzdem mit dem Zug an- und abzureisen. ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Ausgangspunkt: Bahnhof Wasserauen 868 Hm Dauer: 12:30 Stunde Strecke: 27 km Höhenunterschied: 1850 Hm. hoch und runter Einkehrmöglichkeit: Diverse Hütten im Alpstein bieten urige Eingehrmöglichkeiten Schwierigkeit: rot TAG FÜR TAG Beschreibung und GPS Daten: Tag 1: Bahnhof Wasserauen 868 Hm. – Berggasthaus Schäfler 1.920 Hm., 6,5 km, 1010 Hm. Hoch, 360 runter Ich habe dir die GPS Daten auf Outdooractive gespeichert Tag 1 Tag 2: Berggasthaus Schäfler – Seealpsee 1.141 Hm - über Öhrligrueb, Säntis 2.502m, Lisengrat, Rotsteinpass 2.119m, Meglisalp 1.520 Hm., 15 km, 800 Hm. hoch 1570 runter TIch habe dir die GPS Daten auf Outdooractive gespeichert Tag 2 Tag 3: Seealpsee – Bahnhof Wasserauen 868 Hm., 5 km, 90 Hm. hoch 370 runter Ich habe dir die GPS Daten auf Outdooractive gespeichert Tag 3 Schweizer Bilderbuchkulisse Die Landschaft des Alpsteins entspricht all dem was ich mit der Schweiz verbinde: Grüne, blumenbedeckte Almen, samtbraune Schweizer Kühe, schroffe Berggipfel und blaue Gebirgsseen. Zu diesen idyllischen Klischee kamen, bei unserer Tour, noch ausgesetzte Gratwanderungen, urigen holzverkleidete Berggasthäuser, perfekten Sonnen Auf und -untergänge, die überwältigende Kulisse des Seealpsee und noch die eine oder andere Überraschung … Zwischendrin kamen wir uns vor, wie in einem Heimat Film in dem ein Highlight das Andere jagt. Manchmal muss gut Ding eben Weile haben. Diese Tour wollten wir schon seit einigen Jahren machen aber irgendwie kam immer was dazwischen – aber dann rief mich meine Freundin an: „Sag mal hast du nächstes Wochenende was vor?“ Und: Oh Wunder! Mein Kalender war leer. Und die Wettervorhersage bombastisch. Der Ausgangspunkt Wasserauen ist perfekt mit dem Zug zu erreichen und so trafen wir uns mittags am Bahnhof. Tag 1: Bahnhof Wasserauen 868 Hm. – Berggasthaus Schäfler 1.920 Hm Da wir finden, dass unser Leben schon so stressig genug ist, war unser Motto für die nächsten drei Tage weniger möglichst schnell viele Kilometer runter zu reißen, sondern eine gemütliche Tour auf der wir genug Zeit hatten uns alle Highlights am Wegesrand in Ruhe anzuschauen. Damals konnten wir ja nicht ahnen, dass es tatsächlich so viele Highlights geben werden würde. Also nicht schnell mit der Seilbahn hoch auf die Ebenalp – schnell zum Säntis hetzten und schnell auf direkten Weg wieder runter, sondern Alles gemächlich zu Fuss. Berg Gasthaus Aescher-Wildkirchli Unser erster geplanter Stopp war das Berg Gasthaus Aescher-Wildkirchli, dass wie ein Vogelnest in eine Höhle spektakulär aussehend an einer steile Wand gebaut wurde. Früher meditierten hier Eremiten und ganz früher – also vor schlappen 92.000 Jahren hausten hier Höhlenbären. Richtig weltbekannt wurden die Höhlen, von denen in und um eine das Gasthaus gebaut ist, durch prähistorische Funde von Höhlenmenschen wie bearbeitete Steine, Werkzeuge und Knochen - Das heisst auch de Neandertaler haben in die Zeit von 50.000 bis 30.000 v. Chr. schon im Alpsteingebirge gelebt. Somit sind wir ja in bester Gesellschaft und machen uns – ganz zivilisiert gestärkt durch Kaffee und Kuchen gestärkt – auf Erkundungstour. Von hier führt der Wanderweg in das Innere des Berges. Fast 150m windet sich der Tunnel durch die drei Höhlenteile, die inzwischen beleuchtet sind. Wie zwei kleine Phoenixe erreichen wir die andere Seite des Berges und die Ebenalb. Dort erheben sich nicht wir, sondern Drachenflieger in die Lüfte und segeln dem Rheintal entgegen. Da wir die bis dahin knapp 800 gewonnen Höhenmeter auf keinen Fall wieder verlieren wollen und noch 300 zum Aufsteigen haben, laufen wir am grasigen Bergkamm entlang zu unserer ersten Übernachtung dem Berggasthaus Schäfler. Wolken türmen sich von Süden auf und brechen wir Brandung and die Wände des Alpsteins. Nur ab und zu reisst es auf und wir erhaschen einen Blick auf den Altenalptürm (2.031 Hm.), Öhrlikopf (2.193 Hm.), Hochnideri (2.246 Hm.) und den Girenspitz (2.448 Hm.). Über allen Gipfeln thront der Säntis (2.502Hm.) gut an seiner hohen Antenne zu erkennen – dem Gipfelziel unsern zweiten Tages. Bei hohen Bergen hilft nur eines – feste Essen und so machen wir es uns erst Mal bei Suppe und Käsespätzeln in der Hütte gemütlich. Aber so ähnlich, wie bei Rauchern und Essen im Restaurant, ist es bei Fotografen und der Sonne: Kaum steht das Essen vor mir auf dem Tisch bricht diese aus den Wolken und ich lasse Alles liegen und stehen um den Anblick nicht zu verpassen. Wer braucht schon warmes Essen, wenn er einen coolen Sonnenuntergang sehen kann? „Anseilstrikli im Restaurant erhältlich“ Die Wolken verziehen sich und hinterlassen nur noch einen weichen Dunstschleier auf der Mitte des Berghangs. Vor uns liegen unten die sanften grünen Hügel des Appenzellerlandes und weiter oben die schroffen Kalkgipfel der Berge. Fast unpassierbar sieht unser geplanter Wanderweg für den nächsten Morgen aus, der sich – gut sichtbar – den Steilhang entlangschlängelt. „Ab hier nur noch für geübte Berggänger“ steht deutlich auf einem roten Schild zu lesen und gleich darunter: „Anseilstrikli im Restaurant erhältlich“. Heike und ich schlucken erst Mal –Anseilstrikli hört sich ja irgendwie süss an, aber wir hoffen doch mal sehr, dass wir keine brauchen werden, als wir uns am nächsten Morgen auf den Weg machen. Tag 2: Berggasthaus Schäfler – Seealpsee Unser Sorgen sind unbegründet. Der Weg ist zwar ausgesetzt aber an schwierigen Stellen versichert. Über uns strahlt ein wolkenloser Himmel und unter uns grüne Wiesen und das tiefe Blau des weit unten liegenden Seealpsee, das Ziel unserer heutigen Wanderung. Aber dazwischen liegen noch ein paar Stunden Wandern und einige Höhenmeter. Wobei … die Wege und Aussichten sind so berauschend, dass „lustwandeln“ das Ganze besser beschreiben würde. Wilde Blumen wachsen am Wegesrand, ab und zu sehen wir in der Ferne Gämsen und hören Murmeltiere pfeifen, die ihre Kumpels vor unserer Anwesenheit warnen. Die Öhrligrueb kommt uns vor wie ein kleiner Mikrokosmos im immer schroffer werdenden Bergall: Hier durch halbhohe Felsen geschützt, ist es deutlich wärmer und grüner. Wobei der Unterschied zwischen der Nord- und Südseite immens ist, wie ich leidvoll merken muss, als mich Heike von einem versteckten Schneefeld plötzlich mit Schneebällen attackiert, während ich gemütlich zwischen blühenden Enzian die Sicht auf den Blau Schnee – dem Gletscherrest unter dem Säntis – geniesse. Schon kurz danach beginnt das einzige steile Stück für diesen Tag: erst schottrig und dann über die Schneefelder des Gletschers. Ein paar Steinböcke lassen bei uns erst gar keine Müdigkeit aufkommen, denn sie wandern auf der anderen Seite des Blau Schnees in die gleiche Richtung … und da müssen wir natürlich dran bleiben. Noch ist uns nicht klar wie wir auf den Gipfel kommen sollen, denn dieser sieht uneinnehmbar aus … bis wir die kleinen Punkte … Menschen … unterhalb der Seilbahn sehen: Die berühmte Himmelsleiter! Eine durch Steighilfen versicherte Passage führt über den letzten Anstieg. Da kurz vorher die der Wanderweg von der Schwägalp auf die gleiche Strecke führt, staut es sich hier schon Mal an sonnigen Wochenenden. 2011 wurde einige kleine Plattformen eingebaut damit die Gipfelstürmer leichter kreuzen können. Wir haben Glück: Unter der Woche ist weniger los. Ein alter Schweizer steht mitten auf der ungesicherten Felsplatte und grinst und freundlich an „Grüezi mitenand! Gleich habt ihr's geschafft!“ sagt's und steigt dabei gämsengleich ab. Der Gipfel an sich ist quasi ein Antiklimax. Nach der Einsamkeit der Wanderung stören uns die Menschenmassen, die mit der Gondel hochkommen und auch die Gebäude bekommen nicht gerade einen Schönheitspreis. Der Lisengrat verbindet den Säntis mit dem Roststeinpass und war lange Zeit eine Referenztour für den Schwierigkeitsgrad T4, doch seit er noch besser präpariert und mit deutlich mehr Drahtseilen ausgestattet wurde, ist er jetzt rot-weiß markiert. Auf halber Strecke treffen wir ein Paar. Die Frau flucht auf spanisch bei einer besonders ausgesetzten Stelle. Heike spricht spanisch und plaudert mir ihr. Die Dame kommt aus Peru „Er ist verrückt mich hierher zu bringen“ sagt sie über ihrem Schweizer Mann „Wenn ich hier lebend runterkomme, lasse mich scheiden!“ Dass sie es nicht ganz ernst meint, sehen wir daran, dass beide lachen. Für uns ist dieser Teilabschnitt so etwas wie ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene: Steil, ausgesetzt, spannend aber durch Drahtseile und Steighilfen niemals so, dass man sich fürchten muss. Ab dem Rosteinpass beginnt der über 1.000 Höhenmeter lange Abstieg über die malerischen Meglisalp zum Seealpsee. Im gleichnamigen Berggasthaus gönnen wir uns erst mal ein Appenzeller Bier. Das Dunkel Lager ziert ein Label, dass gerade unserer Aussicht entspricht: die grandiose Kulisse über den See, über die Berge bis hoch zum Säntis. Da entspannen sich selbst unsere müde Knochen vor Glück. Tag 3: Seealpsee – Bahnhof Wasserauen 868 Hm Natürlich hätten wir am gleichen Tag noch die 1,5 Stunden nach Wasserauen absteigen können … aber was hätten wir dann verpasst? Zum einen unseren letzten Zug … und zum anderen den Zauber den normalerweise vielbesuchten Seealpsee in den frühen Morgenstunden für uns (fast) alleine zu haben. Schon bei Sonnenaufgang hält mich nichts mehr in der Hütte: die Berge glühen, die Stimmung ist magisch, während ich hyperventilierend mit meiner Kamera um den See hopse und mich gar nicht satt sehen kann an all den schönen Motiven, hat Heike schon das Ruderboot unserer Unterkunft klargemacht. Wo normalerweise hippe Influencer für ihr Posts posen, schippern wir gemächlich über den See. „Schau mal das sind aber viele Kühe“ sagt sie in diesem Moment, „Öh … sehr viele, Öh … ich glaube das ist der Almabtrieb“! Tatsächlich trabt eine ganze Horde munterer Kühe begleitet von feschen Burschen in der typischen Appenzeller Pracht aus schwarzen Hosen und roten Westen schön mit blumenverzierten Hut am See entlang. Aber unserem Alpenidyll ist hier noch nicht die Krone aufgesetzt worden: Kaum setzten wir die Füsse wieder an Land hören wir den tiefen Klang eines Alphorns, dessen Ursprung wir nicht lange suchen müssen. Der Bläser steht direkt am Ufer des flaschengrünen in der Sonne glitzernden Sees, der Klang wird von den hohen Bergwänden zurückgeworfen ein paar Enten paddeln im Wasser und die Kühe muhen als Background-Chor. Hört sich unglaublich kitschig an? War es aber nicht, sondern - wie Heike schreibt - das Highlight des Jahres! ANREISE Kein Auto, Keine Staus, Keine Gondel – Die 3-Tages-Rundtour mit der Besteigung des Säntis (2.502) kann man gut mit einer Zuganreise kombinieren, da am ersten und letzten Tag genügend Zeit bleibt. Mach' es wie die Gämsen, Steinböcke und Murmeltiere, die Du mit etwas Glück bei der traumhaften Wanderung im Alpstein treffen wirst: geh' zu Fuss. Mit dem Zug zum Bahnhof Wasserauen in der Schweiz. Die Fahrpläne in der Schweiz lassen sich unter www.sbb.ch, www.bahn.de, oder unter dem Punkt "Anreise" bei www.myswitzerland.com abfragen, eine entsprechende App der SBB ist ebenfalls erhältlich. BESTE ZEIT Juni bis September AUSGANGSPUNKT Bahnhof Wasserauen 868 Hm LITERATUR Fabian Lippuner,"Appenzellerland - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen", Bergverlag Rother, 2020. SCHALFEN Das Berggasthaus Schäfler: Bietet Doppelzimmer und 70 Betten im Lager. Vom direkt hinter der Hütte gelegenen Schäfler Gipfel 1.925 Hm hat man eine aussergewöhnliche Rundsicht von Pilatus bis Zugspitze und weit über den Bodensee. Der perfekte Platz für Sonnen Auf- und -untergang. www.schaefler.ch Traumkulisse am Seealpsee bietet das Berggasthaus Seealpsee. Es verfügt über 40 Betten in komfortablen Zimmern mit Dusche. Der Seealpsee ist nicht umsonst beliebt und damit stark besucht. Wer hier übernachtet hat die Kulisse früh morgens ganz für sich alleine und kann das Frühstück auf der Terrasse über dem See genießen. www.seealpsee.ch
- Türkei/Kappadokien 1: Lohnt sich eine Ballonfahrt?
Allahu akbar - as-salatu chairu-mina-naum“ … Gequält öffne ich die Augen, das Zimmer ist noch stockdunkel. Jeden Morgen stehe ich nicht mit den Vögeln, sondern mit dem Muezzin auf, der die Gläubigen mit seinem Ruf - frei übersetzt „Gebet ist besser als Schlaf“ - aus den Federn scheucht. Im Halbschlaf tapse ich auf unsere Hotel-Dachterrasse. Sie ist geschmückt wie in 1001 Nacht: dicke Perserteppiche zieren den Boden; gemütliche, aus bunten Kelims genähte Kissen laden dazu ein, sich an den mit frischem Obst und verzierten Teekannen gedeckten knietiefen Tischen niederzulassen. Über der ohnehin schon perfekten Szenerie schweben, sozusagen als i-Tüpfelchen, hunderte Ballone, die im Rhythmus orange und gelb flackern, sobald sie befeuert werden. Willkommen im Feenland! Wer hier nicht kurz vor Sonnenaufgang freiwillig aus den oft in den weichen Tuffstein gehauenen Hotelzimmern kommt, verpasst ein visuelles Spektakel, das seinesgleichen sucht. Nicht umsonst ist Kappadokien ein Instagram Eldorado. Aufgerüschte Influencer(innen) posieren in glänzenden Kleidern mit meterlanger Schleppe bei morgendlichen minus 6 Grad, wahlweise auf der Dachterrasse, direkt vor oder auch gerne im Ballon. „Wer schön sein will, muss leiden“ denke ich mir und trage Wollpulli und Winterstiefel. Ein Himmel voller Ballone In Kappadokien steigen bei passendem Wetter jeden Morgen nicht ein oder zwei Ballone auf, sondern über einhundert dieser Gefährte. Der Himmel gleicht dann einer Decke mit bunten Polka Dots. Ist das nur touristischer Nepp? Oder ist die Ballonfahrt hier wirklich etwas Besonderes? Am nächsten Morgen um kurz nach 5 Uhr dränge ich mich mit meinen Freundinnen Christiane und Claudia und ungefähr 20 weiteren Touristen in einen Minibus, gemeinsam rumpeln wir über einen schlecht ausgebauten Feldweg durch die Dunkelheit. Da ich kein wirklicher Frühaufsteher bin, zweifle ich in diesen Momenten immer an der Sinnhaftigkeit solcher Aktionen. Doch sobald sich das Auto die steile Straße von Göreme zum Plateau hochgequält hat, sehen wir blinkende Flammen: die ersten Ballone werden angefeuert. Aufgeregt rutschen wir auf unseren Sitzen umher und können es kaum abwarten, endlich aussteigen zu dürfen. Richtig spektakulär wird es, sobald der Ballon abhebt: was sich unter uns ausbreitet, sieht aus wie die Filmkulisse für eine außergalaktische Expedition. Bizarre Felsformationen, soweit das Auge reicht. Spargelstangen, Zipfelmützen und Riesenpilze, der Vorstellungskraft ist hier kein Ende gesetzt. Beim Näherkommen entdecken wir Fenster und Türen, die Zugang zu den Behausungen mitten im Stein geben. Ballonpilot Musti zeigt uns, was er kann: Mal lässt er den Ballon so tief sinken, dass wir in den Tälern unterhalb der Felsformationen ganz knapp über dem Boden schweben, mal steigt er wie ein Falke steil hinauf, und wir haben einen traumhaften Blick über die gesamte Gegend bis hin zum markanten Festungsberg von Ushisar. Claudi und Christiane sind im Selfie-Rausch. Verständlich, denn egal wo man hinschaut: alles ist so Instagram-tauglich, dass es uns fast den Atem raubt. Mit der aufgehenden Sonne ändert sich die Kulisse von Pastellblau zu Zartrosé bis hin zu Goldfarben. Immer wieder muss ich mich zwingen, meine Kamera weg zu legen und den Flug einfach so zu genießen. Er ist ohne Übertreibung der Schönste, den ich je gemacht habe (und es gab schon einige). Nach knapp einer Stunde landet Musti. Und zwar direkt auf einem Trailer! Der Mann ist Profi, keine Frage. Kein Wunder, steigen die Ballone doch an circa 200 Tagen im Jahr in die Luft (immer, wenn das Wetter passt). Wer seinen Aufenthalt in Kappadokien zu knapp plant, verpasst eventuell ein wirkliches Highlight, wenn es an diesen Tagen regnet, schneit, oder die Thermik eben nicht mitspielt. Weitere Blog Posts zum Wandern? Coming soon! INFO: Allgemeine Informationen und einige Fotos und Filme für den ersten Eindruck gibt es auf: https://gocappadociaturkiye.com/de/homepage WANN Von April bis Mai und von September bis Oktober ist die beste Zeit für einen Aktivurlaub mit Wanderungen, Reit-Touren und Heißluftballonfahrt in Kappadokien. Der Frühling ist schön grün und es gibt viele Blumen, durch die Luftfeuchtigkeit kann es aber diesig sein. Im Herbst ist die Natur zwar ausgedörrt und braun, dafür die Luft aber klar und das Wetter tendenziell stabiler. HINKOMMEN: Vom Flughafen in Kayseri (ASR) braucht man mit dem Bus eine Stunde nach Göreme, das ist der beste Ausgangspunkt für alle Abenteuer. Maximale Flexibilität? Dann ist ein Mietwagen eine gute Idee, diese gibt es relativ günstig direkt am Flughafen zu mieten (recherchieren beispielsweise bei billiger-mietwagen.de). Achtung: Viele Hotels sind in kleinen Gassen und haben keinen Parkplatz. Am besten vorher nachfragen. SCHLAFEN: Das Henna Hotel ist so Influencer-tauglich, dass wir uns kaum getraut haben, dort zu buchen. Ballone fliegen über eine perfekt ausstaffierte Terrasse mit frischem Obst und silbernen Teekannen, die aussehen wie Aladins Wunderlampe. Ein 400 Jahre alter Teeraum im samtigen Grün und mit bunten Glasfenstern gleicht meiner Vorstellung des Luxus von 1001 Nacht. Die Zimmer sind wunderschön, die Mitarbeiter super hilfsbereit, das Frühstück eine reichhaltige Wucht und obwohl das Hotel immer ausgebucht war, war die Dachterrasse nie überlaufen. Unbezahlbar? Auch das nicht: Doppelzimmer mit Frühstück gibt es in der Nebensaison bereits ab 45€. https://www.hennahotel.com/en Im Hotel Utopia in Ürgüp kann man in original Cave-Rooms schlafen. Diese sehen supertoll aus, sind aber nicht unbedingt etwas, wenn du keine engen Räume magst und nachts mit offenem Fenster schlafen willst. Das Hotel hat einen tollen Hammam und leckeres Frühstück gibt es auf der Dachterrasse. Einziger Nachteil: die Ballone kommen hier selten vorbei. https://www.utopiacave.com ESSSEN: Unser absolutes Lieblingsrestaurant mit Mega-Kulisse und Rooftop-Bar ist das Seten in Göreme. Besonders lecker fanden wir die Meze – vor Allem das Muhammara aus Paprika, Tomaten mit Granatapfel und Walnüssen hat es uns angetan. https://www.setenrestaurant.com ERLEBEN: Es gibt zahllose Anbieter für Heißluftballon-Fahrten in Kappadokien. Eine gute Adresse sind Voyager Balloons und Butterflyballoons. Wer in der Hauptsaison unterwegs ist, sollte unbedingt vorher buchen. https://www.butterflyballoons.com/en, https://www.butterflyballoons.com/en Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der kappadokischen Pferde. Für Anfänger ist ein zweistündiger Ausritt bestimmt ausreichend. Wer es nicht gewohnt ist, wird nach vier Stunden sicher den Hintern spüren. Wir fanden die Pferde in der Dalton Ranch gesund und munter aussehend. https://cappadociahorseriding.com Fernab der Massen haben wir ganz entspannt die malerischen Täler bei super abwechslungsreichen Wanderungen erkundet. Liebes-, Tauben-, Weißes, Rosen- und Rotes Tal - egal welche Wanderung, wir fanden alle super. Tolle Aussichten, Kletterpassagen, süße Cafés, versteckte Kirchen und ein unschlagbarer Sunset Place – was will man mehr? Noch gibt es nicht wirklich gutes Kartenmaterial Ich habe einige Touren mit GPS Daten gespeichert. Wem das zu wild ist, kann auch einen Führer buchen. Ali ist ein türkisches Original mit Berliner Wurzeln, oder andersrum. Seine Familie stammt aus Kappadokien und er kam vor 30 Jahren zurück. Seither zeigt er mit viel Humor und in perfektem Deutsch Besuchern sein Land. Ali Kaya +90 532 614 4132 (WhatsApp), aliguide@yahoo.com Bilal spricht auch perfekt Deutsch, kann für Wanderungen und Sightseeing gebucht werden. Bilal Coskun +90 533 719 99 42 (WhatsApp), coskunbilal@gmail.com Wer sich einmal als richtiger Influencer(in) fühlen will, ist bei Emre Çakir richtig. Er kennt die besten Spots und macht „like“-verdächtige Fotos! Cappadocia Photographer, Emre Çakir, +90 5531586274, Instagram: emrecakirphotographer
- Dänemark: Die 3 außergewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten auf Fünen/Fyn
Was ist Luxus? Braucht man ein Fünf-Sterne-Hotel, um glücklich zu sein? Hat Luxus immer etwas mit Geld zu tun? Ist Luxus nicht vielmehr ein Ort, an dem man sich sofort wohl fühlt? Die Dänen haben dafür ein Wort: Hygge. Ich habe 3 außergewöhnliche Unterkünfte auf der Insel Fünen getestet... und was soll ich sagen... nach ein paar Tagen waren meine Augenringe deutlich weniger tief und ich war so entspannt wie schon lange nicht mehr. Die Unterkünfte gehören zu den schönsten, die ich je besucht habe. Hier sind meine 3 Tipps für die 3 außergewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten auf Fyn/Fünen in Dänemark, die nicht übermäßig luxuriös, aber total entspannend mitten in der Natur liegen. 1. Naturkompagniet - Das Leben ist ein Ponyhof Wir kommen zur goldenen Stunde an. Das Bed & Breakfast Naturkompagniet sieht aus wie mein Kindheitstraum kleine, verschachtelte Häuschen in einem riesigen Garten. Überall liebevolle Details wie bunte Kissen und schöne Möbel. Unter einer alten Kastanie hängt eine Schaukel, dahinter grasen Pferde. Hund und Katze spielen um uns herum. Unser Zelt steht auf einem kleinen Hügel. Wir schauen über unsere Terrasse auf den Sonnenuntergang und die grasenden Islandponys. Unser Abendessen essen wir auf der Wiese, ein Pony schaut uns dabei zu. In der Nacht wache ich von grasenden Pferden auf. Ich fühle mich wie in einer Märchenwelt. Das ist wirklich eine sehr außergewöhnliche Übernachtung in Dänemark. Klicke auf das erste Bild um die Fotos sind groß zu sehen Unser kleines Häuschen hat eine supersüße kleine Küche mit Gaskocher, eine Plastikwanne zum Duschen und eine Komposttoilette. Kein Luxus im eigentlichen Sinne, aber für mich der schönste Ort, den ich mir vorstellen kann, um draußen zu sein. Das Frühstück am nächsten Morgen ist das beste, das ich je gegessen habe. Es gibt grünen Spargel, frisch zubereitetes Pesto, selbst gebackene Brötchen und frisch eingekochte Marmelade. Alles aus dem eigenen Garten. Britt ist im positiven Sinne detailverliebt. Alles ist mit Liebe gemacht. Auf dem angerichteten Frühstücksgemüse liegen Kapuzinerkresse und wilder Klee. Jeder Teller wirkt wie ein Kunstwerk. Der Tisch ist mit inseltypischer Keramik gedeckt. Wir sitzen im Grünen beim Frühstück und können unser Glück kaum fassen. Am Abend hatten wir noch in einer Holzfaß gebadet. Hinter uns ist die Sonne untergegangen und hat den Himmel in ein zartes Lila getaucht. Auf dem Holzfass stehen Kerzen und wir trinken Wein. Absoluter Luxus mit wenig Mitteln. Die Website der Naturkompagniet ist leider nur auf Dänisch. Brit und Kristian sprechen aber sehr gut Englisch. Am besten anrufen oder mailen (mail@naturkompagniet.com, +45 29 84 62 65 / +45 29 44 73 87). Es gibt drei Übernachtungsmöglichkeiten: Glampingzelt mit Betten, Stühlen und Tisch. In einer kleinen Holzhütte gibt es eine Küche mit Gaskocher, eine Dusche in einer Plastikwanne und eine Komposttoilette. 600 kr pro Nacht (max 2 Personen) (80€ pro Nacht) Studio über der Scheune (für 2-4 Personen) und kleine Holzhütte beide mit Gemeinschafts-WC und -Dusche. Preis: DKK 250 pro Person (35€) Extras Frühstück: 85 kr (12€) - teilweise biologisch und mit selbstgebackenem Brot Lunchpaket: 50 kr (7€) - wird zum Frühstück serviert Whirlpool: 550 kr (75€) Sauna: 350 kr (45€) Was kannst du hier machen? Neben einfach nur glücklich sein kannst Du hier reiten! 2 Stunden Reiten kosten 70 €, 3 Stunden 90 €. Siehe auch meinen Blog-Eintrag. Dänemark: Die 7 besten Outdoor-Tipps für Fünen/Fyn 2. Villa Skovly - Glamping am Meer Die nächsten drei Tage wohne ich in der Villa Skovly. In einem riesigen Park stehen drei Glampingzelte und es gibt auch eine kleine Holzhütte am Waldrand, in der ich die letzte Nacht schlafe. Durch eine Schneise im Gebüsch kann ich von meinem Tipi Nattergaleskjulet aus das nahe Meer sehen. Der Garten ist wunderschön angelegt mit verschiedenen Sitzgelegenheiten, die alle sehr geschmackvoll aussehen. Es gibt eine Bibliothek mit alten Büchern, einen alten, schön geschnitzten Schreibtisch und ein gemütliches Sofa. Die beiden Gemeinschaftsbäder sind frisch renoviert. Jedes Zelt hat eine eigene Feuerstelle im Freien und auch im Zelt gibt es einen kleinen Bullerofen. Kissen und Felle sorgen für Gemütlichkeit. Das Schönste an der Villa Skovly ist aber die Nähe zum Meer, das nur 100 m entfernt ist. Über einen kleinen Kiesweg und eine Kuhweide gelangt man zum Sandstrand. Von hier aus kann man wandern, Kajak fahren oder einfach nach Lundeborg zum Eis essen laufen. Alle drei Zelte teilen sich zwei Gemeinschaftsbäder. Es gibt eine Außenküche mit Kaffeemaschine und Pizzaofen. In der Nähe der Zelte gibt es eigene Feuerstellen. Frühstück ist inbegriffen. Mountainbikes, Kajaks und SUPs können kostenlos ausgeliehen werden. Mir persönlich hat das Tipi besser gefallen als die Hütte, die mir etwas zu dunkel war. 1750 kr (235€) Glamping-Zelt Es gibt auch zwei günstigere Zimmer im Haus ab 120 €. Die Website der Villa Skovly ist leider nur auf Dänisch. Am besten anrufen oder mailen (villaskovly55@gmail.com, +45 26279927). Was kannst du hier machen? Vor dem Tipi auf der Holzterrasse sitzen und lesen, Wein trinken, die alten Eichen im Park bewundern, wandern, Kajak oder SUP fahren, Rad fahren, die nahegelegenen Schlösser besichtigen oder mit Thomas Kräuter für das Abendessen sammeln. Siehe auch meinen Blog-Eintrag. Dänemark: Die 7 besten Outdoor-Tipps für Fünen/Fyn 3. Rosenhoj BnB - Zu Gast bei Freunden Trine und Patrick Johnson, die Besitzer von Rosenhøj, schreiben auf ihrer Website, dass sie sich um ihre Gäste wie um Freunde kümmern. Und das ist keine Übertreibung. Die Villa liegt versteckt in einem kleinen Garten auf einem Hügel über der Hafenstadt Svendborg. Sobald ich über die Schwelle trete, fühle ich mich wie zu Hause. Patrick bietet mir sofort einen Tee an und ich bin von der Einrichtung der Villa schlichtweg begeistert. Jahrelang haben die beiden Antiquitäten gesammelt und liebevoll in den Zimmern arrangiert. Trine ist Köchin und hat früher in gehobenen Restaurants in London gearbeitet. Heute kocht sie in ihrer eigenen Küche und die Gäste können ihr dabei zusehen. Nur wer in der Villa übernachtet, kann hier auch essen, was sehr zu empfehlen ist. Svendborg ist ein idealer Ausgangspunkt, um die vorgelagerten Inseln wie Ærø oder Langeland zu besuchen. Das Rosenhoj BnB bietet zwei Suiten, eine mit Meerblick und eine mit Blick auf den Garten. Ab 1600 kr (215€). Preis für 2 Personen für die geräumige Suite (für bis zu 4 Personen (Zustellbett für Erwachsene 350 DKK und 250 DKK für Kinder)) inkl. Frühstück. Was kannst du hier machen? Svendborg ist eine hübsche kleine Stadt, die zu einem Besuch einlädt. Hier habe ich am Hafen einen Kajakautomaten gesehen, was ich eine tolle Idee finde. Neben Wandern (der Fernwanderweg Øhavsstien führt am Hafen entlang), Ausflügen zu den vorgelagerten Inseln, Essen, im Garten sitzen, mit Trine und Patrick plaudern, empfehle ich das Freilichttheater BaggårdTeatret. Siehe auch meinen Blog-Eintrag. Dänemark: Die 7 besten Outdoor-Tipps für Fünen/Fyn INFO Allgemeine Informationen zur Destination Fyn sowie zu Unterkünften, Restaurants und Aktivitäten auch in Deutsch und Englisch (Sprachauswahl unten) auf der Website von https://www.visitfyn.de/ In Dänemark bezahlt man mit dänischen Kronen. Ein Euro entspricht etwa 7,50 DKK ANREISE Mit dem Zug (normalerweise) unkompliziert direkt von Hamburg nach Odense. Wer mit dem Flugzeug anreist, sollte bis Kopenhagen fliegen. Von dort weiter mit Mietwagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Der wichtigste Verkehrsknotenpunkt auf Fyn ist die Stadt Odense. RUMKOMMEN Mit dem Bus Auf der Website von Fynbus findest du die Fahrpläne aller Buslinien. Mit einer Touristenkarte kannst du während der dänischen Ferien mit den Bussen auf Fünen und Langeland so weit fahren, wie du möchtest.


















