• Wibke

Madeira 1 – Was macht man auf Madeira?

Aktualisiert: 30. Dez. 2021

Madeira hat bei uns ein bisschen den Ruf einer Rentner-Destination. Meine Großeltern waren in den 80ern zu Besuch und schwärmten von botanischen Gärten und bunten Blumen. Auch wenn ich Blumen mag, konnte ich doch nach dieser Erzählung der Insel erst einmal keinen Reiz abgewinnen. Über die letzten Jahre sah ich immer mal wieder ein Foto und dachte

„Cool, wo ist denn das?“, und immer öfter war die Antwort: Madeira!

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Nach meiner Recherche vor Ort kann ich guten Gewissens sagen: Madeira ist extrem vielseitig: Ja, es gibt bunte Blumen und botanische Gärten, die nette Hauptstadt Funchal, gute Fischrestaurants, schöne und günstige Unterkünfte, aber auch dichten, uralten, immergrünen Lorbeerwald, halsbrecherisch in den Berg gehauene Levadas (Wasserrinnen), spektakuläre Küstenwanderungen und hohe, schroffe Gipfel, die sich gerne im Nebel verstecken. Der Wechsel von grün, zu grau-braun zu türkisblau; von Sonne zu Nebel bis hin zu Regen lässt die Insel ständig in einem neuen Licht erscheinen. Madeira ist Alles – nur nicht langweilig. Ausser … wer einen reinen Strandurlaub plant wird vielleicht enttäuscht sein: das Meer ist rau und es gibt fast nur Kieselstrände. In den nächsten Blogposts verrate ich Euch meine Lieblingswanderungen, aber hier vorab eine Zusammenfassung mit allgemeinen Informationen: Anreise: Sowohl Lufthansa, wie auch Condor bieten Direktflüge ab Frankfurt. Der Flug dauert 4h. Wer schon immer mal nach Lissabon gehen wollte – eine Stadt, die auf jeden Fall eine Reise wert ist (siehe meinen Blog), der kann auch einen Flug mit TAP buchen, inklusive Zwischenstopp in Lissabon. Je nach Saison gibt es Flüge ab ca. 250€ Herumkommen: Madeira hat ein ganz ordentliches öffentliches Transportnetz, welches ganz gut funktioniert, wenn man Funchal als Basis hat (http://www.madeira-live.com/de/madeira-public-transport.html). Um etwas flexibler zu sein, empfiehlt sich ein Mietwagen (https://www.madeirarent.pt, oder www.billiger-mietwagen.de). Allerdings sind viele Wanderungen nicht als Rundwege angelegt, so dass man für die Rückfahrt entweder in einen Bus steigt, sich einen Guide nimmt oder einfach die gleiche Strecke zurückläuft – mehr dazu dann in meinen Wanderungen Blogs …

Schlafen: Meine Lieblingsunterkunft auf Madeira an der wilden Nordküste ist Quinta do Furão. Die Unterkunft liegt direkt auf einer Klippe über dem Meer - mit gigantischem Blick über die Steilküste. Zum Hotel gehören ein Aussen- und Innenpool und eine Sauna – was bei Regenwetter nach einer langen Wanderung eine Supersache zum Aufwärmen ist. Hier konnte ich - sozusagen direkt aus dem Bett - die tollsten Sonnenaufgangsfotos machen. Das Frühstück ist der Traum und - was ich besonders toll finde – hier ist nichts in Plastik verpackt. Alles ist frisch gemacht und es gibt eine Riesenauswahl. Dafür gibt es einen Doppeldaumen 👍👍 Zum Hotel gehört ein tolles Restaurant (sogar für Vegetarier) mit einer Terrasse, die wirklich spektakuläre Blicke offenbart. Doppelzimmer mit Frühstück ca. 75€ https://www.quintadofurao.com/en/Home Estrada da Quinta do Furão nº 6, 9230-082 Santana, Madeira - Portugal Tel: (+351) 291 570 100

Auch ganz toll sind die Selbstversorger-Hütten Fajã dos Padres, die man nur mit einer Seilbahn erreichen kann, da sie unterhalb einer 300 Meter hohen Klippe in einem Garten liegen, der schon vor mehr als 500 Jahren von Jesuiten zum Obst- und Gemüse-Anbau genutzt wurde. Auch heute werden hier noch Bananen, Mangos, Avocados und Wein angebaut. Die Lage ist geschützt und sonnig – dadurch ist es hier am Meer immer ein paar Grad wärmer. Alle renovierten Hütten haben Terrassen direkt über der Brandung – ein tolles Schlaflied. Das Restaurant am Meer ist ein beliebtes Ausflugsziel, schliesst leider aber schon um 18 Uhr. Aber die Terrasse direkt am Kieselstrand UND direkt im Garten ist ein Traum. Wer früh in die Berge will, oder Abends spät noch Ausgehen möchte, für den sind die Gondelzeiten zwischen 8-19h vielleicht nicht optimal. Wir haben deshalb unsere Zeit auf zwei Hotels verteilt, was ich eigentlich auch für den Zugang zu den Wanderungen perfekt fand. Selbstversorger-Hütte incl. Frühstück ab 80€ Rua Padres António Dinis Henriques nº 1 9300-261 Quinta Grande info@fajadospadres.com Tel:+351 291 944538


Essen & Trinken:

Ok ich bin Vegetarier, aber mein Freund war so begeistert von den typischen Espetadas (Fleischspießen) Madeiras, die ganz urtümlich auf einem Lorbeer-Ast aufgespiesst, gegrillt und auch serviert wurden, dass ich das Restaurant Santo Antonio trotzdem empfehle … es gibt auch Fisch

Estrada João Gonçalves Zarco, nº656 9325-087 Estreito de Câmara de Lobos, Madeira, Portugal e. geral@restaurantesantoantonio.com t. +351 291 910 360 Cool für ein Café direkt am Meer, bei dem man Funchals letzten Fischern beim Netze flicken zusehen kann, ist das Santiago Beach Bar direkt am östlichen Ende der Bucht unterhalb des Forte de São Tiago.

Das Restaurant Cidade Velha ist nicht das günstigste, aber das Essen ist erstklassig und die Terrasse VOR dem Fort (nicht im Fort) mit Blick über das Meer ist eine willkommene Ruheoase beim Stadtbummel. Rua Portao de Sao Tiago 21, Funchal, Madeira 9060-250 Portugal, +351 291 232 021 Ziemlich cool für einen Sundowner ist das Design Centre Nini Andrade Silva. Nini Andrade Silva ist eine angesagt portugiesische Innendesignerin. Ganz am westlichen Ende der Bucht (hinter dem Christiano Ronaldo Museum 😜liegt ihr moderner Ausstellungsraum, der auf eine historische Festung gebaut wurde. Für das Restaurant wäre ich persönlich zu geizig - aber ich bin auch nicht so der Gourmet - aber für einen Drink mit Blick über den Hafen und die Stadt rentiert sich der Besuch allemal. Estrada da Pontinha Forte de Nossa Senhora da Conceição, Funchal, Madeira 9000-016 Portugal, Tel +351 291 648 780 http://www.ninidesigncentre.com/en/design-centre/