Winnipeg in Manitoba: Sehenswürdigkeiten, indigene Geschichte & Tipps für Kanadas unterschätzte Stadt
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Winnipeg liegt mitten in Kanada und wird von vielen Reisenden nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Churchill genutzt. Dabei hat Manitobas Hauptstadt deutlich mehr zu bieten: kreative Viertel, spannende indigene Geschichte, moderne Architektur, hervorragende Museen und eine überraschend coole Food-Szene. Hier findest du meine Tipps für Winnipeg inklusive Sehenswürdigkeiten und dem GPS-Track für die Highlights Rund um das touristische Herz der Stadt "The Forks".
Winnipeg – das unterschätzte Herz Kanadas
Winnipeg liegt geografisch fast genau zwischen Ost- und Westküste Kanadas.
Trotzdem wird die Stadt meistens links liegen gelassen. Dabei wissen Besucher nicht, was sie verpassen, denn Winnipeg ist eine quirlige, aufstrebende und auch ein bisschen schräge Stadt. Hier hat man das Gefühl, dass ständig irgendetwas los ist: kulturelle Veranstaltungen, neue Restaurants, Museen und Ausstellungen.
Eine Stadt, die viel zu schade ist, um nur weiterzureisen.
Außerdem hat die Stadt sogar eine Verbindung zu Winnie the Pooh: Der Tierarzt Harry Coleburn rettete 1914 ein Schwarzbärenbaby und nannte es „Winnie“ – nach seiner Heimatstadt Winnipeg. Später inspirierte die Bärin im Londoner Zoo die berühmten Geschichten von Pu dem Bären.
The Forks – Treffpunkt seit über 6.000 Jahren

Das touristische Zentrum der Stadt ist „The Forks“, wo der Red River und der Assiniboine River zusammenfließen. Heute befinden sich hier Restaurants, Bars, kleine Shops und Biergärten. Früher trafen sich an genau diesem Ort bereits indigene Gruppen zum Handel und Austausch.
Besonders spannend wird die Geschichte bei einem geführten Rundgang mit Turtle Tours. Unsere Guide Jane Flett McMahon erklärt, warum die Flüsse früher die „Highways“ Kanadas waren und welche Bedeutung dieser Ort für ihre Vorfahren hatte. Sie sagt:
„Hier, wo die Flüsse zusammenkommen, waren früher die Ufer mit den Tipis meiner Vorfahren gesäumt“
Entlang des Flusses erzählen Informationstafeln von der Geschichte der Region, vom Leben mit den Bisons und vom Handel der Hudson’s Bay Company. Rund um The Forks befinden sich außerdem Kunstwerke, Parks und ein indigener Festplatz.
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Museum für Menschenrechte
Das auffälligste Gebäude in Winnipeg ist das im Jahr 2014 eröffnete Canadian Museum for Human Rights. Die Struktur aus Beton und Glas, die in die Höhle strebt, gehört inzwischen zu den Wahrzeichen der Stadt.
Der Besuch führt symbolisch aus der Dunkelheit ins Licht und macht damit deutlich, dass die Menschenrechte ein fortlaufender Prozess sind, der noch nicht abgeschlossen ist. Besonders die Ausstellung zur indigenen Geschichte Kanadas bleibt als dunkle Erinnerung noch lange im Kopf.

Winnipeg überrascht mit cooler Food-Szene

Egal ob Pub, Restaurant, oder Foodstall, egal ob Karibisch, indigen oder vegan. Die Auswahl und die Qualität des Essens ist beeindruckend:
Besonders gefallen haben mir:
Nola ist ein hippes Restaurant in Norwood. Hier kann man in cooler Atmosphäre viele kleine Gerichte mit verschiedenen Geschmacksrichtungen kombinieren.
Im „The Leaf“ befindet sich die „Gather Craft Kitchen & Bar“. Hier gibt es laut eigener Aussage „moderne Prärieküche“, die von der Natur und den Pflanzen im „The Leaf“ inspiriert wurde. Je nach Saison werden die Speisen aus frischen Produkten zubereitet, die aus den Gärten des Parks stammen, sowie aus Zutaten von lokalen Erzeugern und Bauern aus Manitoba.
Vor dem prämierten Clementine bildet sich am Wochenende eine Schlange von Frühstücksbegeisterten. Früh da sein lohnt sich für alle, die nicht warten wollen.
Die Tall Grass Prairie Bread Company ist ein wahrer Pionier der kanadischen Bäckerszene. Seit mehr als 30 Jahren mahlt das Unternehmen lokale Bio-Traditionsweizensorten. Ihre Zimtschnecken sind legendär. Es gibt einen Standort in der Markthalle von The Forks.
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Lohnt sich Winnipeg?

Auf jeden Fall!
Winnipeg ist voller Kontraste: Es gibt nachdenkliche Momente, tolle Museen, das älteste Ballett Kanadas, die größte Ausstellung indigener Kunst, den höchsten Indoor-Wasserfall im riesigen Gewächshaus „The Leaf“, eine erstaunlich coole Food-Szene und interessante Architektur. Die Stadt fühlt sich energiegeladen an. An jeder Ecke scheint sich etwas zu entwickeln, zu eröffnen oder zu verbessern.
Wer hier nicht aus dem Flieger aussteigt, verpasst etwas: einen Ort, der einem ans Herz wächst – nicht, weil er berühmt und geleckt schön ist, sondern weil er sich lebendig, kreativ und echt anfühlt
Informationen & Tipps für Winnipeg
Info:
Allgemeine Informationen zu Reisezielen, Aktivitäten, Attraktionen und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der Webseite von Travel Manitoba und auf der Seite der Stadt Winnipeg.
Anreise:
Flüge mit Zwischenstopp von Frankfurt nach Winnipeg gibt es beispielsweise mit Condor oder Air Canada..
Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTA) erforderlich.
Schlafen:
Das „Inn at The Forks“ liegt im Herzen von The Forks. Das Museum für Menschenrechte sowie alle Bars und Geschäfte sind zu Fuß zu erreichen.
Machen:
Eine entspannte Art, einen ersten Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bekommen, ist eine Bootstour mit Winnipeg Waterways, die an der Jetty von The Forks startet.
Die Winnipeg Art Gallery Qaumajuq - kurz WAG - beherbergt eine beeindruckende Sammlung von über 27.000 Kunstwerken aus verschiedenen Epochen, Kulturen und Medien, darunter die weltweit größte öffentliche Sammlung zeitgenössischer Inuit-Kunst.















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