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Lohnt sich die Calgary Stampede in Kanada? Meine Tipps für Calgarys größtes Rodeo

  • 22. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Calgary, die größte Stadt Albertas, ist mit ihrem internationalen Flughafen die erste Anlaufstelle für Besucher der kanadischen Rocky Mountains. Hier findet die berühmte Calgary Stampede - ein riesiges Rodeo-Event mit Powwow - statt und auch im Heritage Park fühlt man sich in den Wilden Westen zurückversetzt. Lohnt sich ein Besuch?

Rodeo Cowboy Hut Pferd Stampede Calgary Kanada

Die Stampede in Calgary ist laut, bunt und angeblich die größte Outdoor Show der Welt. Wer abends noch im Vollbesitz seines Gehörs ist, hat etwas falsch gemacht. Musik und Ansagen dröhnen aus Lautsprechern. Es klappert, knallt, rauscht und dröhnt an den unzähligen Fahrgeschäften. Eine Big Band spielt, während eine Reiterparade vorbeizieht.

Welcome to Cowtown

Die kosmopolitische Stadt im Westen Kanadas mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern verdankt ihr schnelles Wachstum der Ölindustrie. Calgary ist nach wie vor von der Westernkultur geprägt, die der Stadt den Spitznamen "Cowtown" eingebracht hat.

Dieses Jahr findet die Calgary Stampede in Kanada vom 4. bis 3. bis 12. Juli 2026 statt.

Dies zeigt sich bei der Calgary Stampede, dem größten Rodeo-Festival Kanadas im Juli, das aus den früheren Landwirtschaftsausstellungen hervorgegangen ist.


Verschiedene Wettbewerbe von Rodeo bis Chuckwagon racing

Für die zehntägige Calgary Stampede sattelt Alberta die Pferde und setzt die Cowboyhüte auf, um Besucher aus aller Welt zu empfangen.

Chuckwagon racing Calgary Stampede Pferde Rennen Reiter Wettbewerb
Hier fällt nur auf, wer keinen Cowboyhut trägt.

Während der Veranstaltung treten über 100 Athleten in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an, darunter Bareback Riding, Steer Wrestling und Bullriding. Rinder werden mit Lassos gefangen, Reiter galoppieren in rasantem Tempo um aufgestellte Fässer, Männer zählen jede Sekunde, die sie auf wild bockenden Pferden oder Stieren sitzen bleiben können - hier gibt es Wettbewerbe mit und ohne Sattel. Relay Races sind eine Art Staffellauf zu Pferd. Ein Team von vier Reitern reitet hintereinander auf demselben Pferd im Jagdgalopp über die Rennbahn. Die Staffelübergabe ist sozusagen der Pferdewechsel. Der bekannteste Wettbewerb ist das „Chuckwagon racing“, das seit 1923 ausgetragen wird. Bei diesem Rennen geht es darum, wie schnell ein Team sein "Lager" räumen kann. Dazu werfen die Teilnehmer Zeltstangen und ein Fass, das einen Campingkocher darstellt, hinten auf den Planwagen, springen auf ihre Pferde und folgen dem Wagen, der in einer Acht um zwei Fässer herumfahren muss, bevor er die Rennstrecke umrundet.

Bei einem Preisgeld von 2 Millionen Dollar für den Sieger geht es zu wie in einer gigantischen Gameshow. Doch Tierschützer gehen auf die Barrikaden: Ist die über 125 Jahre alte und geschichtsträchtige Veranstaltung noch zeitgemäß?


First Nation Tänzer Indigenous Indianer Frau bunte Kleider

Einblick in Indigene Traditionen bei einem Powwow auf der Calgary Stampede

Etwas uhiger geht es im Elbow River Camp zu. Hier bauen seit 1886 die Ureinwohner der fünf Nationen - Tsuu T'ina, Piikani, Stoney, Kainai und Siksika - ihre Tipis auf, veranstalten Powwows, bieten Kunsthandwerk an und lassen die Besucher an ihrer traditionellen Kultur teilhaben. Auch in Zeiten, in denen das Department of Indian Affairs versuchte, den First Nations ihre historischen Traditionen zu verbieten, wurde diese Tradition fortgeführt: Jedes Jahr wird eine indianische Prinzessin aus einer der fünf Nationen ausgewählt, um sie bei der Stampede zu repräsentieren.

Die diesjährige Prinzessin der First Nations heißt Raegan First Rider. Raegan ist eine 20-jährige Jingle Dress Tänzerin der Kainai Nation.


Die Geschichte der Stampede

Bevor die ersten Europäer die Gegend um Calgary besiedelten, war das Gebiet südöstlich der kanadischen Rocky Mountains die Heimat der Blackfoot, deren Spuren sich dort mindestens 11.000 Jahre zurückverfolgen lassen. Die ersten weißen Siedler kamen um 1860, meist um Bisons zu jagen. Im Jahr 1883 nahm die Entwicklung der Siedlung an Fahrt auf, als Calgary an die Canadian Pacific Railway angeschlossen wurde. Siedler, die nun schnell mit der Eisenbahn von der Ostküste kommen konnten, bekamen Land geschenkt, und die Bevölkerung wuchs schnell. Gleichzeitig suchten Viehzüchter aus den südlich gelegenen Vereinigten Staaten neue Weidegründe für ihre Rinder und trieben ihre Herden immer weiter nach Norden bis in die Prärie von Alberta.


Du kannst die Bilder durch Anklicken vergrößern

Calgary wurde zum Zentrum der Rinderzucht und der Cowboys. Eine Tradition, die alljährlich mit der Calgary Stampede gefeiert wird.

Die Wurzeln der Veranstaltung reichen bis ins Jahr 1886 zurück, als die „Calgary and District Agricultural Society“ ihren erste Landwirtschaftsmesse veranstaltete. Erst 1912 wurden auch Rodeo-Wettbewerbe ausgetragen - die Stampede war geboren.


Kanada - wie vor 100 Jahren - im Calgary Heritage Park

Wer sehen möchte, wie Kanada vor 100 Jahren (oder mehr) aussah, ist im Calgary Heritage Park genau richtig. Die Exponate decken die Geschichte Westkanadas von den 1860er bis zu den 1950er Jahren ab. Viele der Gebäude sind historisch und wurden in den Park transportiert, um dort ausgestellt zu werden.


Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten


Teilweise sind sie mit Original Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Auch das Personal trägt historische Kostüme und der Park wird von alten Automobilen, Zügen und Pferdekutschen angefahren.

Alte Häuser, Bauernhöfe, Züge, Schiffe, Tipis usw. wurden in der ganzen Region gesammelt und hier zu einem riesigen Freilichtmuseum wieder aufgebaut.

Besucher können durch die Straßen schlendern, mit der Dampflokomotive fahren, alte Forts besichtigen und Handwerkern bei der Arbeit zusehen. Je nach Jahreszeit gibt es passende Veranstaltungen - im Herbst zum Beispiel zu Halloween und Weihnachten. Ein Riesenspaß für alle Altersgruppen und ganzjährig geöffnet.





INFO

Auf der Stampede Website findet man alle Informationen zu den Veranstaltungen, die man dort auch direkt buchen kann.


Allgemeine Informationen zu Aktivitäten, Wetter und Unterkünften gibt es auf der Webseite von Travel Alberta.



MACHEN

Wer sehen möchte, wie Kanada zur Zeit der ersten Stampede aussah, ist im Calgary Heritage Park genau richtig. Alte Häuser, Bauernhöfe, Züge, Schiffe, Tipis usw. wurden aus der ganzen Region zusammengetragen und hier zu einem riesigen Freilichtmuseum wieder aufgebaut.


ANREISE

Von Deutschland aus gibt es täglich mehrere Linienflüge nach Calgary. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich.


Am unkompliziertesten ist die Weiterreise mit dem Mietwagen, z.B. über www.billiger-mietwagen.de


ESSEN

Auf dem Messegelände gibt es unzählige Stände mit Essen und Getränken. Von Cowboyaki (eine Mischung aus Sushi und Donut) über Hotdog Corndogs (Würstchen im frittierten Maismehlmantel) bis hin zu Food Halls, Show Cooking und einer brandneuen Weinbar mit Blick über das Gelände. Wer hier hungrig bleibt, ist selbst schuld.


SCHLAFEN

Das gemütliche und ruhige Bed & Breakfast Hughes House liegt nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt.


Das im viktorianischen Stil erbaute Inglewood Bed and Breakfast hat Blick auf den Elbow River. Das Stampede-Gelände ist zu Fuß erreichbar.


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