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- Sri Lanka - Perle des indischen Ozeans
Endlose Strände, uralte Kultur, freundliche Menschen, Elefanten auf der Strasse, günstige Preise, geschmackvolle Unterkünfte, entspannendes Ayurveda, springende Delphine, im Wind rauschende Palmenhaine und super leckeres Essen Sri Lanka war viele Jahre durch den Bürgerkrieg von der Reisekarte verschwunden. Glücklicherweise herrscht seit 2009 Frieden auf der ganzen Insel und so kann das wörtlich übersetzt "strahlend schöne Land" endlich wieder erkundet werden. Die authentischsten Gefährte für kurze Strecken sind die quietschbunten Tuk Tuks. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Schlafen: Im Nordwesten hat Glenn das traumhafte "Udekki" eingerichtet. Alle Zimmer haben so coole Einrichtungsideen, das ich gar nicht weiss was ich als ersten umsetzten soll. Der Strand ist nicht der schönste in Sri Lanka, da man weiter entfernt auf Industrie Anlagen schaut. Vom dem abgesehen, kann man meinen man wäre im Paradies gelandet. Absolute Ruhe! Wer also man ein paar Tage in schönster Umgebung einfach mal ausspannen will, der ist hier genau richtig. Besonders gut hat uns "The Spice House" in Mirissa gefallen. Phil ist ein Engländer und vielleicht ein bisschen selstsam. Seine Frau Wathsala ist aus Sri Lanka und super witzig. Sie hat angeblich das Rezept für ein Elixier, das die ewige Jugend gibt. Nachdem wir sich 15 Jahre jünger geschätzt haben, stimmt es vielleicht. Das Guest House ist super schön eingerichtet. Es gibt einen grossen, tropisch grünen Garten mit einem wundervollen Pool. Der Strand ist einmal über die Strasse und in ca 5 Minuten zu Fuss zu erreichen. Phil und Wathsala haben uns einen Fahrer für unsere Kulturtour durch Sri Lanka besorgt und auch die Unterkünfte klar gemacht. In Mirissa gibt es zahlreiche Restaurants am Strand. Mit Vorbestellung kann man Abends auch im Spice House auf der Terrasse essen - was wir Alle sehr lecker fanden! Tip: Bucht ein Zimmer zum Garten hin. Obwohl nach vorne zwar das Meer sehen kann sind die Unterkünfte nach hinten auf jeden Fall leiser … und der Blick in den Garten mit Pool sind traumhaft. Unternehmen: Neben einer Tour zu den alten Kulturstätten im Land. Gibt es zahlreiche andere Unternehmungen, die sich anbieten. Ich hätte wahnsinnig gerne Blauwale gesehen, aber obwohl wir drei Mal aufs Meere gefahren sind, haben wir nur 2 Pilotwale und unzählige Delphine gesehen. Grundsätzlich fahren vielleicht einfach zu viele dicke Pötte auf dem Meer. Auf jeden Fall sollte ihr eine Spice-Farm besuchen. hier lernt man nicht nur, wo der Pfeffer wächst, sondern auch welche Kräuter für/gegen was gut sind … Vorsichtig mit der Enthaarungscreme - Richard wachsen bis heute keine Haare an der Stelle am Bein :;)! Natürlich gibt es auch zahlreiche Spas, die Ayurveda anbieten. Wir waren im Secret Root Spa in Mirissa und waren von dem "Secret Garden" in einem Palmenhain ganz begeistert. Als Frau würde ich mich allerdings auch nur von einer Frau massieren lassen … #SriLanka #Strand #Kultur
- Hamburg - "darüber solltest Du erst mal feiern"
Manchmal kommt man ja zu einem unerwartet, coolen Ausflug, wie eine Jungfrau zum Kind … Eigentlich wollte ich mit einer Freundin eine andere Freundin im Krankenhaus besuchen. Da dieses Krankenhaus in Hamburg liegt, planten wir spontan einen Kurztrip mit Übernachtung. Mit der BahnCard ist so eine Zugreise erschwinglich und viel entspannter als im Auto - zumindest wenn der Zug keine Verspätung hat. Unser Hotel "Fritz im Pyjama" lag direkt an der U-Bahn Station Sternenschanze. Die Rezeption befindet sich, wie Harry Potters Zimmer unter der Treppe. Die Zimmer sind schick und gross. Allerdings sollte man nicht all zu lärmempfindlich sein, da die U-Bahn sehr nahe ist. Ohropax liegen am Bett … sowie Glückskekse, als Betthupferl … Auf meinem stand "darüber solltest Du erst mal feiern" und ich fand das ein sehr gutes Motto. Direkt über der Strasse liegt "Die Bullerei" - wer, wie ich, keine Kochsendungen schaut, den will ich hiermit aufklären: Es ist das Restaurant von Tim Mälzer. Eigentlich wollten wir nur kurz auf die Karte schauen … zu unserer Überraschung waren die Preise gar nicht so schlimm … und Platz gab es auch. Es gibt ein günstigeres Bullerei Deli in dem es auch einen Mittagstisch gibt. Wir waren abends im Restaurant und die Bedienung war super freundlich und ungeschniegelt. Mein "Bullenfutter" - so heisst Salat in so einem Fleischrestaurant - war gut und günstig. Kontrastprogramm gab es danach in "Omas Apotheke" einem eher rustikalen Laden, der vom Frühstück über Abendessen bis hin zum Cocktails Alles anbietet. Besonders nett fanden wir, dass uns der Kellner mit "Na ihr Süssen" angeredet hat :;)! Für den Morgen danach gibt es - nicht weit entfernt - das super süsse Café Herr Max. An den Wänden des ehemaligen Milchladens hängen wunderschöne, alte Fliesen und die Möbel sind bunt zusammen gewürfelt. Man findet sicher einen gemütlichen Sessel, in den man sich zum Kaffee trinken fläzen kann … Wer von H&M, Zara und anderen Ketten die Nase voll hat, findet im Schanzenviertel bestimmt genügend kleine Lädchen, die zum Shoppen einladen. Wir haben schon für nur einmal die Susannenstrasse hoch und runter relativ viel Zeit gebraucht. Ich liebe die roten Fahrräder vom StadtRAD. Das erste Mal anmelden ist nervig, danach geht es ganz einfach: Karte in das Terminal schieben, Fahrrad rausholen und losgeht's. Bis zu 30 Minuten ist es umsonst. Für den ganzen Tag kostet es maximal 12€. Unser grosses Event für den Abend war ein Besuch in der Elbphilharmonie. Ich weiss es gibt eigentlich auf Monate hinaus keine Karten - wir hatten Glück. Allerdings gibt es gute Chancen 90 Minuten vor Aufführungsbeginn an der Abendkasse eine Karte (die nicht von Sponsoren genutzt wird etc) zu ergattern. Allerdings sollte man sich auf jeden Fall nochmal Mal eine halbe Stunde vorher in die Schlange stellen. Der Bau is absolut pompös und nicht für Effizienz, sondern eindeutig zum Repräsentieren geschaffen. Allerdings ist die Aussicht von der 12. und 13. Etage runter auf den Hafen und die Stadt einfach gigantisch. Der grosse Saal wirkt dagegen eher klein. Cool fand ich die Verkleidung aus Betonplatten, die auf den ersten Blick aussehen, wie organischer Muschelkalk und wahrscheinlich so zu einer guten Akustik führen. Der Dirigent brauchte für seine Ansprache kein Mikro. Wir haben in Hamburg ein Konzert der Mannheimer Philharmoniker gesehen … manchmal liegt das Gute eigentlich doch so nah … #Hamburg #Elbphilharmonie
- Auf Riesensuche am Giant Causeway in Nordirland
Vielleicht sollte ich ja Location Scout bei der Reise Bibel Lonely Planet werden … denn nachdem ich letzte Woche meinen Blog über Belfast geschrieben habe und für diese Woche den Giants Causeway 100 km weiter nördlich geplant hatte, habe ich per Zufall, die "Best in Travel 2018"- Liste vom Lonely Planet gesehen. Und was steht als erstes Reiseziel bei "Top Regions"? Belfast und der Giants Causeway! Klicke auf das erste Bild: Um den Giant’s Causeway, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurde, ranken sich zahlreiche Legenden. Als Kind hatte ich das "Grosse Buch der Riesen" dass ich über Alles geliebt habe. Darin gab es nicht nur sehr viele lustige Zeichnungen von Riesen, wie sie sich gerne selber sehen (schön, schlank, muskulös) und der Realität (Knubbelnase, Doppelkinn, Hängebauch …), sondern auch diverse Sagen zu Landschaften, die die Kolosse angeblich erschaffen haben. So wohnte hier in Nordirland an der Strasse der Riesen der Riese Finn McCool - seines Zeichens Kommandant in der Armee des Königs von Tara, - und scheinbar eher ein Grossmaul, der mit dem schottischen Riesen Benandonner im Klinisch lag. Kurzerhand legte Finn einen Damm (den Giants Causeway) an und marschierte mit seinen Siebenmeilenstiefeln über die irische See nach Staffa. Als er dort angekommen war und die Größe des Widersachers sah, verließ ihn jedoch schnell der Mut (Feigling). Er gab Fersengeld und machte sich auf den schnellsten Weg zurück nach Irland. Der schottische Riese wiederum nahm die Verfolgung auf und lief ihm über den Damm nach. Finns überaus kluge Frau erkannte die Gefahr, steckte ihren Mann in Babykleider, verpasste ihm einen überdimensionalen Schnuller und legte ihn in ein gigantisches Kinderbett direkt an der Küste. Als der Koloss aus Schottland das vermeintliche Riesenbaby sah und sich gleichzeitig vorstellte, wie groß und stark der Vater sein müsste, flüchtete Benandonner zurück nach Schottland und ward nie wieder gesehen. 1991 und heute Die Geschichte fand ich so lustig, dass ich schon 1991 mit meiner Freundin per Interrail hier her kam. Finn haben wir leider nicht gesehen, aber die Küste fand ich so toll, dass ich auch gerne ein zweites Mal gekommen bin … Entlang der Küste gibt es viele Wanderwege. Wir sind meistens einfach von einem Ort zum nächsten an der Küste entlang gelaufen und dann mit dem Bus zurück Rund um den Giants Causeway gibt es aber auch einen 11km langen Rundweg, der bei outdooractive.com gut beschrieben ist. Nach der Wanderung waren wir bis auf die Knochen durchgefroren. Im nahe gelegenen Dorf Bushmills gibt es die gleichnamige Whiskey Destillerie - angeblich die älteste der Welt. Obwohl ich sonst nicht so der Whiskey Trinker bin, fand ich diesen ziemlich lecker und vor Allem wärmend. Die Tour durch die Fabrik ist auch auf jeden Fall empfehlenswert. Der National Trust vermietet ganz in der Nähe in der White Park Bay, direkt am Meer, eine kuschlige Hütte für 6 Personen. Allerdings muss man diese mindestens für 3 Nächte buchen. Das Interrail Ticket gibt es auch heute noch. Natürlich ist man nicht ganz so flexibel, wie mit einem Mietwagen, aber dafür haben wir damals unglaubliche Erlebnisse mit nach Hause gebracht … Wie beispielsweise der Pfarrer George, der uns nachts mit seiner Frau auf einer Strasse in Belfast (damals durchaus noch eher richtig gefährlich) aufgelesen hat und uns einlud bei ihnen zu übernachten. Das gerade auch noch ein Gospel-Chor zu Besuch war, hat er uns verschwiegen … wäre aber für uns auch kein Hinderungsgrund gewesen. #Nordirland #GiantsCauseway #Wandern
- Black Taxi Tour Belfast
Als die Simple Minds 1998 sangen: "The streets are empty Life goes on One day we'll return here When the belfast child sings again" war Belfast keine Stadt in der wohnen, oder in die man reisen wollte. Viel mehr galt Belfast neben Beirut, Bagdad und Bosnien zu den vier Bs, die Reisende unbedingt meiden sollten. 20 Jahre später gibt es in Belfast bestimmt viele Kinder, die wieder singen. Die Stadt hat sich inzwischen von "bombs and bullets" in eine hippe Grossstadt mit schicken Restaurant und einer lebendigen Kunstszene entwickelt. Wer aber, wie wir, an einem regnerischen Herbsttag eine Black Taxi Tour zu den politischen Wandgemälden und der Mauer im Westen der Stadt macht, dem klingt das Lied "When the belfast child sings again" bestimmt in den Ohren, denn die Stimmung empfand ich auch heute noch depressiv. Andererseits kann ich mich erinnern, dass es während meines Studiums in England noch Anschläge der IRA gab. Damals war es nicht vorzustellen, dass der Konflikt in Nordirland so schnell gelöst werden könnte … das gibt mir dann durchaus Hoffnung auf die heutige politische Situation … Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Black Taxi Tour: Es gibt inzwischen natürlich verschieden Tourenbieter, die alle mehr oder weniger das gleiche Programm anbieten. Wir haben unser Taxi bei NI Black Taxi Tours und unser Guide Paddy waren selbst bei dem bedrückenden Thema ein lustiger Zeitgenosse, der mit seinem irischen Humor viel Optimismus verstrahlte. Tel: 0044-7729 683104 Essen: Made in Belfast hat inzwischen der Restaurants in der Stadt. Wir waren in dem bei der City Hall. Der Laden besticht durch einen bunten Mix an Industrie und Vintage Möbeln und einer chiligen Atmosphäre. Made in Belfast City Hall, Units 1 & 2 Wellington Buildings, Wellington Street, Tel: 0044-2890246712 #Nordirland #BlackTaxiTour #Wandgemälde #Irland
- Retro ist sexy – Desert Modernism in Palm Springs
„Der Fotograf Julius Shulman hat mit seinen Fotos Palm Spring berühmt gemacht. Sie gleichen Aufnahmen aus einem Werbeprospekt und zeigen sehr attraktive Menschen, in sehr gepflegten Anwesen. So sieht das kalifornische Ideal aus und hier in Palm Springs ist man auch in der Realität nicht weit davon entfernt. Es ist warm, Palmen wehen im Wind, Swimming-Poole glitzern und die Sonne badet die Berge in einem Wechsel aus Licht und Schatten“. Michael Stern, Autor des Buches „Julius Shulman: Palm Springs“ gerät bei der Frage, was das Besondere an der Stadt in der Wüste ist, geradezu ins Schwärmen. Auch sein Kollege Trevor O'Donnell begeistert sich für das, was der Mensch hier erschaffen hat: „Früher war hier Nichts – nur Schotter, Sand und viel Wind. Wisst ihr eigentlich, wie oft die Fahnen hier ausgewechselt werden müssen? Einmal im Monat. Hier pfeift es ganz gewaltig. Als Albert Frey und Robson Chambers 1965 die „Tramway Gas Station“ bauten, gab es noch nicht mal eine befestigte Strasse. Aber die gewagte Dachkonstruktion hat damals wie heute schon wie eine Kompassnadel nach Palm Springs gezeigt.“ Heute beherbergt die ehemalige Tankstelle das Palm Springs Visitors‘ Center und hier startet auch die Desert Modernism (Wüsten Modernismus) Tour mit Trevor, Guide der Modern Tours. Seine Architektur-Führung zeigt die bedeutendsten Gebäude diesen Stils. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine solche Dichte von Häusern der vom Bauhaus inspirierten Baukunst. Eigentlich gleicht die ganze Stadt einem Freilichtmuseum. Nach dem 2. Weltkrieg kamen die ersten Stars aus dem nur 2 Stunden entfernten Los Angels und machten den ehemaligen Kurort berühmt. Alles was Rang und Namen hatte, tummelte sich plötzlich in der Oase mitten in der Wüste. Marilyn Monroe, Elvis Presley, Frank Sinatra, um nur einige zu nennen - sie alle wollten plötzlich hier ein modernes Feriendomizil haben. Dafür brauchte es natürlich auch entsprechend innovative Architekten, um neue Ideen umzusetzen. Architekt Albert Frey war genau der richtige Mann dafür. Als ehemaliger Mitarbeiter von Le Corbusier war er 1930 nach Amerika übergesiedelt. Seine Idee war es, die klaren Linien vom Bauhaus mit der wilden Natur zu verbinden. Bestes Beispiel dafür, erklärt Trevor heute den Besuchern, ist das „Frey II“ Haus. Das Gelände war eigentlich nicht als Bauplatz zu gebrauchen, denn mittendrin lag ein riesiger Felsblock. Frey entfernte ihn nicht, sondern integrierte ihn auf geniale Weise in seine Architektur: Der Fels ragt in das Schlafzimmer und macht das Haus erst damit zu einem Meisterstück des Desert Modernism. Der Fels im Pool symbolisiert exakt den Kern des Modernismus in der Wüste: die Verwebung von wilder Landschaft mit klarem Design und das Verschmelzen von Natur und Menschenwerk zu einer einzigartigen Ästhetik. Desert Modernism konnte/kann nur in einer Umgebung wie Palm Springs funktionieren, mit heißen Sommern und Temperaturen, die selbst im Winter selten unter 20 Grad Celsius sinken. Hier muss sich niemand hinter dicken Wänden und schweren Vorhängen verstecken – in Palm Springs will man Wüstenluft atmen. So sind grosszügige Fensterfronten eines der Stilmerkmale, der Blick soll frei auf die wilde Natur sein. „Damals mussten sich die Celebrities noch nicht so abschotten wie heute“, erzählt Linda. „Ich bin 1968 nach Palm Springs gekommen. Damals sind auch die Stars ganz normal abends ins Restaurant gegangen. Keiner wollte von Ihnen Autogramme, Selfies, oder hat sie sonstwie belästigt. Frank Sinatra ging abends oft im „Trinidad“ essen. Jeder wusste, wer er ist, das war es aber auch schon. Nach dem Essen hat sein Fahrer dann jeder Frau eine Rose in seinem Namen überreicht.“ Linda ist PR Managerin des ACE Hotels, eigentlich bereits pensioniert. Das Rentner/Dasein war ihr zu langweilig und so hat sie kurzerhand wieder angefangen zu arbeiten, nachdem sie zuvor über 20 Jahre für die Palm Springs Tramway gearbeitet hat. Diese drehende Gondel trägt die Besucher in 15 Minuten von fast Meeresniveau auf 2597 Meter Höhe. Oben auf dem Mount-San-Jacinto ist es 20 Grad kühler als unten in der Wüste. Im Winter finden Schneeschuh-Wanderungen statt, und während im Sommer in Palm Springs Outdoor-Aktivitäten bei 50 Grad nicht wirklich möglich sind, locken auf dem Berg fast 90 Kilometer an Wanderwegen bei frühlingshaften Temperaturen. Die Palmen sind verschwunden und riesengrosse Jeffrey-Kiefern ragen stattdessen in den strahlendblauen Himmel. Ab und zu geben sie einen Blick in das 2000 Meter tiefer gelegene Coachella-Tal und die schachbrettartig angelegte Oase frei. Für Johannes Bacher, Besitzer und Koch des gleichnamigen Restaurants, ist der Berg der beste Ort, um der Sommerhitze zu entfliehen. Als Österreicher mag er Temperaturen über 40 Grad nicht sonderlich, aber dafür Schnitzel in allen Variationen. „Schnitzel geht immer: kalt, auf dem Salat und natürlich auch ganz klassisch. Eigentlich wollte ich in meinem Restaurant nur moderne europäische Küche anbieten, aber die Gäste wünschen sich von mir immer Schnitzel. Als ich hier das erste Mal herkam, gab es nur Rind und Kartoffeln, aber inzwischen gibt es ausser unserem Restaurant noch viele, die eine innovative Küche anbieten.“ Neu erfinden musste sich die Stadt in den 90er Jahren. Plötzlich war Palm Springs nicht mehr hip, die Stars blieben aus und die Häuser vergammelten. Die einzigen Besucher waren grauhaarige Herren, die zum Golfen kamen. Das „House of Tomorrow“ wo einst Priscilla und Elvis Presley ihre Flitterwochen verbrachten, war in Gefahr, im Gestern zu versinken. In den 80ern waren es dann zuerst die Modefotografen und Location Scouts, die das fantastische Setting der Stadt wiederentdeckten und es für ihre Shootings zu nutzen begannen. Es folgte die homosexuelle Community – sie übernahm die Bars, restaurierte die Hotels und eröffnete allerhand Galerien und Secondhandläden, für die die Stadt heute genauso berühmt ist wie für seine Architektur. Anfang des Jahres wurde die Stadt von dem Unterwäsche-Label Victoria‘s Secret zu „sexiest“ City in den USA gewählt. Sarah vom Tourismus Büro hat auf das „Warum?“ eine klare Antwort. „Hier ist mit 350 Sonnentagen im Jahr immer schönes Wetter, es ist heiß, die Menschen haben wenig an, es gibt hippe Unterkünfte und das ganze Jahr über Veranstaltungen, zu denen sich auch Stars blicken lassen. Vor allem das Coachella Festival – letztes Jahr trat hier Lady Gaga auf, die übrigens bei der gleichen Wahl zur sexiest Sängerin gewählt wurde - ist ein Publikumsmagnet. Letztes Jahr kamen an einem Wochenende 100.000 Besucher. Die Stadt ist sicher und offen. Egal ob schwul, lesbisch, hetero, jeder ist hier willkommen.“ Davon kann man sich als Besucher auf einer der vielen Poolpartys, die von den meisten Hotels veranstaltet werden, selbst ein Bild machen. Wie auf einem Bild aus einem Reiseprospekt tummeln sich hier die durchtrainierten, meist tätowierten Körper in knapper Badekleidung in und um das hellblaue Wasser. Bunte Cocktails werden serviert, der DJ sorgt für gute Stimmung und aufblasbare Ananas und Schwäne geben den perfekten Farbtupfen für das perfekte Bild. Kein Wunder also, dass Desert Modernism wieder so in ist. Eine neue Generation entdeckt das coole Retro-Design wieder, das hier allgegenwärtig ist. Dieser Stil transportiert das Lebensgefühl der goldenen Hollywood-Ära in unsere Gegenwart. Trevor erzählt seiner Gruppe von Hugh Kaptur, einer der wenigen noch lebenden Architekten in Palm Springs aus der damaligen Ära. Mit 93 Jahren wurde er noch im letzten Jahr gebeten, neue Häuser zu entwerfen, die im ursprünglichen Stil gehalten sind. Alles kommt wieder – der Stil, die Mode, die Stars und damit auch die grossen Partys. So hat Leonardo DiCaprio beispielsweise ein Desert Modernism Haus gekauft, das Besucher auch mieten können. Trevor muss seine weiblichen Tourbesucher allerdings enttäuschen – bei dem stolzen Tagespreis von mindestens 3750$ pro Nacht ist die Anwesenheit von Leonardo nicht mit inbegriffen. Allgemeine Information: Palm Springs liegt im Coachella-Tal in der Wüste Kaliforniens, etwa zwei Autostunden von Los Angeles entfernt. Allgemeine Informationen zu Palm Springs in deutscher Sprache liefert die Website www.palm-springs.de sowie der Facebook-Auftritt facebook.com/VisitPalmSprings. Anreise: Wer nicht auf einer Rundreise an der Westküste der USA mit einem Mietwagen unterwegs ist, kann auch bei der Lufthansa einen Flug um die 1000€ über San Francisco nach Palm Springs buchen. Alternativ fliegt man direkt von Frankfurt nach Los Angeles und fährt dann noch ca 2 Stunden mit dem Mietwagen zur Stadt in der Wüste. Erleben: Jeden Februar zelebriert die Stadt mit der Modernism Week die besondere Architektur in Palm Springs. Es werden Touren, Lesungen, Filme und kulturelle Veranstaltungen in ausgewählten Häusern angeboten. Weitere Informationen und Tickets sind unter www.modernismweek.com erhältlich. Das nächste Event findet vom 15.-25. Februar 2018 statt. Ab dem 25.10.2017 sind die kommenden Veranstaltungen online, die bis zum 1.11.2017 gebucht werden können. PS Architecture Tours bietet jeden Morgen um 10:00 Uhr eine 3-stündige Tour (85$ pro Person) zu einigen der bedeutsamsten Gebäude der Stadt an. Die Häuser werden dabei leider nur von aussen besichtigt. Aber Trevor O'Donnel macht dieses kleine Manko durch viele sehr amüsant vorgetragene Insidergeschichten zu Stars, Klatsch & Tratsch und vor allem Kenntnis zu Desert Modernism wieder wett. Auf Anfrage können auch Touren mit Hausbesichtigung gebucht werden. Diese sind – je nach Haus – teurer. Ich würde aber so eine Tour auf jeden Fall empfehlen. Tel: 323 578 6026, trvodonnell@gmail.com, www.psarchitecturetours.com Michael Stern ist Autor und hat bereits mehrere Fernsehauftritte zum Thema Architektur in Palm Springs absolviert. Seine „The Modern Tour“ führt auch in einige Häuser. Buchungen mindestens einen Tag vorher. 150$ pro Person. Tel: (760) 904-0904, info@themoderntour.com, www.themoderntour.com Wer die Stadt einmal hinter sich lassen will, ist bei Bob Gross an der richtigen Adresse. Er arbeitet für die „Desert-Adventures“. Mit seinem roten Jeep bringt er die Gäste wahlweise zu den Indian Canyons, oder auch zum Joshua Tree National Park (www.red-jeep.com) Schlafen: Architekturfreunde finden in Palm Springs eine breite Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten im Desert Modernism-Stil. Hotels wie das 1952 von William Cody erbaute L‘Horizon Hotel (www.lhorizonpalmsprings.com) oder das Movie Colony Hotel (www.moviecolonyhotel.com) sind nur einige Beispiele. Der Ace Hotel & Swim Club gilt momentan als eine der heissesten Adressen in der Wüste. Obwohl das Hotel 176 Zimmer hat, ist der Service sehr persönlich. Die Zimmer sind im angesagten Boho-Style designed (https://de.acehotel.com/palmsprings). Außerdem bietet Palm Springs die Möglichkeit, die Villen einstiger Hollywoodstars als Ferienhäuser zu mieten. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.acmehouseco.com. Das Haus von Leonardo DiCaprio kann man unter: https://www.432hermosa.com buchen Essen: „Johannes“ gehört dem gleichnamigen, aus Österreich stammenden Besitzer und Koch Johannes Bacher. Obwohl er Schnitzel gerne mag, bietet sein preisgekröntes Restaurant viel mehr. Johannes nennt den Stil „moderne europäische Küche“ zu der er sich auf vielen Reisen hat inspirieren lassen. 196 S Indian Canyon Drive, Palm Springs, CA 92262-6604, Tel: (760) 778-0017, www.johannesrestaurants.com Auch Vegetarier werden in diesem Burgerladen fündig. „The Draughtman“ bietet neben leckerem Pubfood auch eine breite Palette an frisch gezapften Bieren. 1501 North Palm Canyon Drive, Palm Springs, CA 92262, Tel: 760-507-1644, www.draughtsmanpalmsprings.com #Architektur #PalmSprings #USA #DesertModernism
- Coimbra – Von Zauberern, Studenten & tragischen Liebesgeschichten
Die Universität von Coimbra wurde 1290 von König Dionysius gegründet und ist die älteste Universität Portugals (damit gleichzeitig eine der ältesten der Welt). Wie ein Drache thront der einstigen Königspalast weit über der Stadt und dem Fluss Mondego. Heute sind dort 22.000 Studierende immatrikuliert, sie wurde 2013 zum Weltkulturerbe ernannt. Schon von Weitem sieht man den Uhrenturm, der von Studenten Ziegen-Turm genannt wird. Er ist nicht nur das Wahrzeichen der Universität, sondern prägt auch das gesamte Stadtbild. In ihm befindet sich im Glockengeläut die berühmte „Cabra“ (zu deutsch: Ziege); eine Glocke, die früher jeden Tag den Unterrichtsbeginn und Unterrichtsschluss für die Studenten läutete. Zu einer Zauberschule wie Hogwarts würden auch sehr gut die Fledermäuse passen, die Nachts durch die prunkvoll ausgestattete, barocke Bibliothek fliegen. Jeden Abend werden deshalb Ledertücher über die wertvollen Mahagonie-Tische des Lesesaals gebreitet, da die kleinen Möchtegern-Vampire ja nicht wirklich stubenrein sind. Wir fragen unsere Führerin Sara, warum man sich nicht einfach der Tiere entledigt. “Die Fledermäuse machen nachts Jagd auf Insekten, wie beispielsweise Motten und auch Bücherwürmer, und somit sind sie wertvolle Schädlingsvernichter. Sie tragen so zum Erhalt der wertvollen alten Bücher, Drucke und Handschriften aus allen Teilen der Welt bei. Dafür nehmen wir das allabendliche Zudecken der Lesetische gerne in Kauf. Außerdem gibt es auch noch mehrere Katzen, die die Mäusepopulation im Zaum halten.“ Foto info@visitportugal.com Die verschnörkelte, von unten bis oben mit alten Büchern voll bestückte Johaninische Bibliothek hat bestimmt auch irgendwo eine „restricted section“, in der neugierige Studenten Zugang zur schwarzen Magie finden können. In den von konischen Säulen gestützten, wunderbar geschnitzten und mit chinesischen Motiven verzierten Regalen stehen rund 30.000 Bände und 5.000 Manuskripte. Selbst für Menschen mit der Auffassungsgabe einer Hermione Granger dürfte das wohl mehr als ein Leben an Lesestoff bedeuten. Allerdings wird die Bibliothek seit 1910 nicht mehr aktiv genutzt, und heute kann man nur noch mit einer Sondergenehmigung Einsicht in die alten Bände bekommen. Bei dem Wert der Bücher ist das kein Wunder: das älteste Buch der Bibliothek stammt aus dem Jahre 1100. Zum Bestand der Bibliothek gehören einige besonders seltene Exemplare, wie beispielsweise eine hebräische Bibel aus dem 15. Jahrhundert, sowie eine der ersten gedruckten Bibeln aus dem Jahre 1462. Die barocke Pracht stellt auf jeden Fall alle anderen Gebäude der Universität in den Schatten. Drei hohe, miteinander verbundene Säle bilden eine der schönsten Bibliotheken der Welt. Die alten Gebäude der Universität waren früher der Königspalast, sie sind hufeisenförmig um den „Parco das Escolas“ angelegt. Von diesem Park hat man einen wundervollen Blick auf die Altstadt und den Fluss. Eine riesige Statue von König João thront auf der südlichen Seite des Platzes. Er war es, der 1537 per Dekret den Standort Coimbras für die Universität festlegte – davor wurde dieser einige Male zwischen Lissabon und Coimbra hin- und herverlegt. Unsere Führerin Sara Cruz von „Go walks Portugal“ hat in Coimbra studiert. Wir wollen wissen, was es in der Stadt für studentische Traditionen gibt. Sara nennt uns einige Beispiele: Die Studenten des ersten Jahres, die „Schafsköpfe“, müssen sich einen Paten oder eine Patin aus den höheren Semestern suchen. Wer einen Paten hat, muss zu Beginn des ersten Jahres mit einer Blechdose am Bein durch die Stadt marschieren, was auf dem Kopfsteinpflaster einen Höllenlärm verursacht. Im zweiten Jahr zeigen sie, dass sie ihre Hörner abgestoßen haben, weshalb sie ihren Kopf mit Jodtinktur und Verbänden zieren.“ Sara schmunzelt „Gottlob sind´s nur die Hörner!“ Die Universität von Coimbra besitzt heute acht Fakultäten. Jeder Fakultät ist eine Farbe zugeordnet, die die einzelnen Studenten durch farbige Bänder identifizieren. Trägt ein Student beispielsweise ein rotes Band, so gibt er sich als Student der Rechtswissenschaften zu erkennen; ein gelbes Band signalisiert Medizin. Sara erzählt uns auch dazu eine Geschichte: „Von Beginn ihres Studiums an tragen die Studenten ein farbiges Band ihrer Fakultätszugehörigkeit im Knopfloch. Im vorletzten Jahr ihrer Studien verbrennen die Studenten das Band in einer Art überdimensionalem Nachttopf vor der Sé Nova, der neuen Kathedrale. Danach, im letzten Jahr, heften sie vier neue, etwas breitere Bänder an ihre Mappe, immer noch in der Farbe ihres Faches. Das erste Band steht für einen Professor, das zweite für einen Studienkollegen, das dritte für einen Freund außerhalb des Jahrgangs, das vierte schließlich für die oder den Geliebte(n). Zu Ende des letzten Jahres lässt man jede der einzelnen Personen sich auf dem ihr zugedachten Band verewigen. Sara will uns noch zeigen, weshalb Coimbra auch die Hauptstadt der Romantik genannt wird – wir verlassen die engen Gassen der Altstadt und kreuzen den Fluss Mondego über die „Perdro e Inês“ Brücke zur Quinta das Lagrimas (Haus der Tränen). Hier liegt im romantischen, mit alten Bäumen bewachsenen Park der „Fonte dos Amores“ in einer gotischen Ruine. Klar fliesst das Wasser unter den grossen Steinen in den Brunnen der Liebenden. Nur eine einzelne Stelle ist blutrot verfärbt. Sara seufzt traurig „Hier wurde Inês im Auftrag ihres Quasi-Schwiegervaters von drei Meuchelmördern erdolcht. Das ist zwar schon mehr als 650 Jahr her, aber der Brunnen erinnert sich immer noch an diesen grausigen Tag. Und auch Inês ist seitdem noch nicht richtig zur Ruhe gekommen, denn manchmal sieht man sie hier nachts durch die alten Bäume streifen. Bei der „Pedro & Inês – Tales of Love Tour“ führt Sara Cruz die Besucher zu den Schauplätzen dieser tragischen Liebesgeschichte, die so traurig und brutal, aber auch romantisch ist, dass daneben sogar Julia und Romeo irgendwie blass erscheinen. Die Kurzfassung der im 14. Jahrhundert tatsächlich geschehenen Ereignisse: Es war einmal ein portugiesischer Thronfolger genannt Pedro, der verliebte sich unsterblich in die aus Galizien stammende Hofdame seiner Frau, Inês de Castro. Der Vater Pedros, König Afonso IV, war gegen diese Verbindung und zwang Inês, das Land zu verlassen. Nach dem Tod seiner Frau ließ Pedro seine Geliebte zurückkommen und lebte mit ihr in den damaligen Gebäuden der Quinta das Lagrimas, wo sie ihm drei Kinder gebar. Da man am portugiesischen Hof befürchtete, Kastilien könnte durch die Thronfolge dieser Kinder an Macht gewinnen und Portugals Unabhängigkeit gefährden, wurde Inês wegen Hochverrats angeklagt. König Afonso IV ließ sie 1355 hier am „Fonte des Amores“ durch gedungene Mörder hinrichten. Pedro schwor Rache, es kam zum Bürgerkrieg. Nach seiner Thronbesteigung ließ er zwei der Henker foltern und öffentlich hinrichten, indem er ihnen bei lebendigem Leib die Herzen herausreißen ließ. Deshalb trug er den Beinamen "Peter der Grausame". So viel zu den Fakten - die Legende besagt, dass Pedro den Leichnam seiner Geliebten in die Kathedrale „Sé Velha“ bringen ließ, um ihn posthum krönen zu lassen. Der gesamte Hofstaat musste die Hand der Toten küssen. Bei all der Grausamkeit hat auch diese Geschichte ein romantisches Ende: Pedro liess für sich und Inês im Kloster von Alcobaca zwei prunkvolle Sarkophage so aufstellen, dass sich die beiden Liebenden am Tag des jüngsten Gerichtes – bei ihrer Auferstehung – sofort in die Augen schauen werden. Info: Visitportugal.com bietet eine gute Übersicht über Dinge, die man in Portugal erleben kann. Hinkommen: Coimbra liegt mit dem Auto eine Stunde von Porto und zwei Stunden von Lissabon entfernt. Günstige Flüge nach Porto gibt es beispielsweise mit Ryanair von Karlsruhe/Baden-Baden ab 70 €. Ab Ende Oktober fliegt Ryanair aus Karlsruhe auch Lissabon an. www.ryanair.com Eine gute Auswahl an Mietwagen gibt es unter: www.billiger-mietwagen.de Erleben: Go Walks Portugal bietet verschiedene thematische Spaziergänge rund um Coimbra an. Die „PEDRO & INÊS * TALES OF LOVE TOUR“ dauert zwei Stunden und kostet pro Person 25 €. gowalksportugal.com, booking@gowalksportugal.com, Tel: +351 910 163 118 Den schönsten Blick auf die Stadt hat man vom Mosteiro de Santa Clara-a-Velha auf der südlichen Seite des Flusses. Schlafen: Das Hotel Quinta das Lagrimas gehört zu den Small Luxury Hotels und liegt in einem 12 ha grossen, wunderschön angelegten Park auf der südlichen Seite des Flusses. Hier sollen Inês und Pedro ihre glücklichen Jahre verbracht haben, und angeblich wurde Inês hier auch ermordet. Rua António Augusto Gonçalves, 3041-901 Coimbra, Tel: +351 239 802 380, https://www.quintadaslagrimas.pt/de/. Doppelzimmer mit Frühstück ab 165 €. Die sehr geschmackvoll eingerichteten Ferienwohnungen der „Casas Da Alta De Coimbra“ liegen ganz in der Nähe der Universität, die man auch von der Dachterrasse sehen kann. Ab 75 € Apartment für 4 Personen. Rua Doutor António José De Almeida, Nº 110 E 112, www.casasdaalta.com/en/, reservations@casasdaalta.com, Tel: +351239051882 Das Hotel Moderna ist recht schlicht, aber sauber, ruhig und zentral gelegen. Wer sich nicht gross im Zimmer aufhalten will, sondern eher die Stadt erkundet, ist hier absolut richtig. Doppelzimmer mit Frühstück ab 50 €. R. Adelino Veiga 49, 3000 Coimbra, Portugal, Telefon: +351 239 825 413 Essen: Das Restaurant "A Cozinha da Maria“ ist in einer kleinen Seitengasse direkt in der Altstadt. Das urige Restaurant bietet typisch portugiesische Küche, auf Wunsch auch vegetarische Speisen. Die Kellner waren super nett, das Essen lecker, der Wein hervorragend und das Alles auch noch günstig - was will man mehr? R. das Azeiteiras 65, 3000-066 Coimbra, Tel: +351 239 840 034 Den besten Blick über Coimbra bietet das Restaurant „Loggia“, welches sich direkt im Nationalmuseum befindet. Von der am Berg gelegenen Terrasse hat man einen wunderbaren Blick über die Altstadt bis hinunter zum Fluss. Museu Nacional de Machado de Castro, Largo Dr. José Rodrigues. Tel: +351 239 853 076, info@loggia.pt, http://www.loggia.pt
- Der Berg ruft! Wandern rund um den Königssee
Der Watzmann hat auf mich eine magische Anziehungskraft – Als ich ungefähr 9 war, musste ich mit meiner Mutter für eine Zeit nach Bayern. Damals wurde ich am 1. Mai davon geweckt, dass ein Maikäfer gegen die Fensterscheibe flug … für ihn nicht so toll (aber er hat es überlebt :;)); aber für mich war es der erste Maikäfer, den ich sah. Danach fuhren wir mit dem Boot nach St. Bartholomä und plantschten am See - über uns drohte der Watzmann mit seinen Töchtern. Natürlich fand ich auch die Sage um den grausamen König Watzmann, seiner Frau und seinen Kinder spannend und irgendwie habe ich mir damals beim Apfelstrudel im schönsten Biergarten in dem ich je war, geschworen dem Watzmann eines Tages auf das Dach zu steigen. Meinen ersten Versuch habe ich mit meiner Schwester unternommen, allerdings hat uns der Hüttenwirt am Watzmannhaus direkt davon abgeraten, da zu viel Schnee liegen würde. Beratungsresistent, wie wir sind, sind wir trotzdem losgestapft, mussten aber schon vor dem Hocheck umdrehen, weil uns der Schnee bis zur Hüfte ging. Ein Jahr später ein neuer Versuch. Allerdings schneite es und wir konnten am morgen eigentlich nicht die Hand vor den Augen sehen. Also gibt es dieses Mal vor Allem alternative Wandertips und wenn ich den Watzmann dann endlich geschafft habe, schreibe ich es Euch … Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Watzmann-Überschreitung: Die Tour hat es in sich: 23 km bei 2377 Auf und Abstieg. Von der Wimbachbrücke erfolgt der Aufstieg zum Watzmannhaus über die Stubenalm bis zur Mitterkaseralm am Watzmann.auf einem gut ausgebauten Fortsweg. Ab hier wird der Weg schmaler undsteil, ab der Falzalm führt ein guter, viel begangener Steig zum Watzmannhaus. Der weitere Weg ist ein alpiner Steig bis zum Hocheck. Hier beginnt der Grat. Teilweise schmal und stahlseilversichert ist hier oben absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich. Der Tiefblick über die legendäre Ostwand zum Königssee ist atemberaubend. Von der Südspitze erfolgt der Abstieg unmarkiert über teilweise losen Schotter, teilweise über befestigte Wege, aber immer steil bis ians Endes des Wimbachtales. Der Fußmarsch vom Ende des Wimbachgrieses ist problemlos und kann mit Stirnlampe auch im Dunkeln erfolgen. Die beiden Übernachtungen im Watzmannhaus und in der Wimbachgrieshütte besser vorher reservieren. Rinnkendl-Steig, Königssee Bei dieser Wanderung hat man einen grossartigen Blick auf den See, St. Bartholomä und meinen Lieblingsbiergarten. Vom Parkplatz richtung See zur Schiffabfahrt. Mit dem Schiff über den Königssee nach St. Bartholomä und hinter der Kirche dem breiten Wanderweg bis in eine Bucht folgen. Hier auf dem Weg 443 anfangs in weiten Kehren durch den steilen Bergmischwald aufsteigen. Oberhalb der Waldgrenze wendet sich der Steig nach rechts und überwindet mit einigen versicherten Passagen die Felsbereiche. Nach einer langen, ausgesetzten Querung und einem letzten Anstieg durch eine Rinne erreicht man die Hochfläche. Von bis zur bewirtschafteten Kührointhütte. Der weitere Abstieg führt durch den Wald zur Grünsteinhütte und von dort hinab nach Königssee Wanderung zu Fischunkelalm am Obersee Diese Wanderung bietet sich für einen Ruhetag perfekt an. Sie ist nicht weit, aber der Blick über den Obersee ist dieser kleiner Spaziergang auf jeden Fall wert. Sie startet beim Bootssteg in: Folgt dem breiten Wanderweg nach rechts. Dieser führt am Gasthaus Saletalm vorbei und verzweigt sich gleich jenseits des Baches, der vom Obersee zum Königssee fließt. Rechts geht es zum Sagerecksteig. Haltet Euch aber links und wandert gemächlich zum Obersee hinauf. An seinem rechten Ufer führt ein breiter, gut gesicherter Wanderweg - diesmal ohne Schiff oder Schwimmflossen - zur Fischunkelalm auf 620 Metern Höhe. Wer sich nach so viel Bewegung erholen will, dem kann ich das Alm und Wellnesshotel Alpenhof wärmstens empfehlen. Tolles Essen, schöner Pool und mehrere Saunen um die müden Glieder zu entspannen.
- 48 Verona mit Opernbesuch – Eine Stadt zum Verlieben
Weltberühmt wurde die italienische Stadt Verona durch den englischen Dichter William Shakespeare, der hier die Tragödie um das romantische Paar Romeo und Julia ansiedelte. Er selbst hat die Stadt nie besucht, sonst hätte er sich wohl ein versöhnlicheres Ende für sein Theaterstück einfallen lassen … Neben dem Romeo und Julia Mythos, der wunderschönen Altstadt mit prachtvollen Palästen, lebhaften Plätzen, dem italienischen Essen und Dolce Vita locken im Sommer auch die berühmten Opernfestspiele – die in der römischen Arena alljährlich unter freiem Himmel stattfinden. Freitag 13:00 Uhr Verona ist kompakt, öffentliche Busse fahren regelmässig und auch die Taxen sind auf der Kurzstrecke erschwinglich. Die letzten Meter bis zum Hotel, dem „Relais de Charme Il Sogno di Giulietta“, müssen Sie zu Fuss zurücklegen, da es sich mitten in der Fussgängerzone der Stadt befindet. Haben Sie ein wenig Geduld mit den vielen Touristen, die sich im Vorhof Ihres Hotels herumdrücken: Sie befinden sich im berühmten Innenhof des Hauses von Julia. Hier soll sich der Beginn der tragischen Liebesgeschichte abgespielt haben. Die pompös gestalteten Suiten mit direktem Blick auf den berühmten Balkon sind zwar teuer, aber die Sicht gigantisch, das Zimmer komfortabel und das Bad wartet mit einem Jacuzzi auf. Die Verlockung, es sich hier erst einmal bequem zu machen, ist somit verständlich. Aber los geht’s! Direkt vor der Haustür warten die Versuchungen Italiens. 14:30 Nach der langen Anreise ist ein Rundgang durch die Stadt genau das Richtige, um sich die Beine zu vertreten. Gleich um die Ecke des Hotels befindet sich mit der lebhaften „Piazza dell'Erbe“ einer der malerischsten Plätze Italiens. Hier findet von Montag bis Samstag ein Tagesmarkt statt, auf dem man Gemüse, Pflanzen und Blumen, aber auch Souvenirs und Geschenkartikel erstehen kann. Schon zu Römerzeiten war hier auf diesem Platz der Stadtmittelpunkt. das Forum Romanum. Den langgestreckten Platz säumen viele schöne, reichverzierte Paläste aus verschiedenen Epochen. Besonders imposant ist der barocke Maffeipalast, vor dem sich die älteste Stadtuhr Veronas aus dem Jahre 1370 erhebt. Durch den „Arco della Costa“ gelangt man auf die „Piazza dei Signori“, das frühere Machtzentrum der Stadt. Hier fand vor allem in der Skaliger-Zeit das politische und administrative Leben statt. Das Café Dante ist das älteste Café der Stadt – der perfekte Platz für einen Espresso und zum Beobachten des Treibens. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten und um mehr zu erfahren: 17:00 Der 1172 errichtete „Torre dei Lamberti“ dominiert das Stadtbild Veronas. Der spektakuläre Panoramablick aus luftigen 84 Metern über den Dächern macht den schweisstreibenden Anstieg schnell vergessen … Von hier sind es nur ein paar Meter zur Kirche „S. Maria Antica“, neben der sich die monumentalen, gotischen Gräber der Skaliger befinden. Das Grabmal des „Cangrande“ (Can Grande, italienisch für Großer Hund) ist mit den von Hundeköpfen verzierten Rüstungen von Pferd und Reiter besonders auffällig. 18:30 Wen die Füsse noch nicht allzu sehr schmerzen, der kann sich auf den wunderschönen Abendspaziergang am Fluss Etsch entlang begeben, über die „Ponte Pietra“ zum „Castello San Pietro“. Fußgeplagte steigen ins Taxi. Das Castello an sich kann nicht besichtigt werden, aber vom Vorplatz aus hat man bei Sonnenuntergang einen wunderschönen Blick über die Stadt und das hügelige Umland. Der Garten und die Terrasse des Restaurants „Re Teodorico“ ist ein entspannter Ort, um sich einen Aperitif mit Blick über die Stadt zu gönnen. 20:00 Von hier führen einige Stufen den Hügel hinab am römischen Theater vorbei zurück in die Stadt. Natürlich haben Sie einen Tisch in der „Antica Bottega del Vino“ reserviert, und so können Sie Ihren Abend ganz entspannt bei vorzüglichem Essen und Wein ausklingen lassen … die einzige Herausforderung dürfte darin bestehen, in der buchdicken Weinkarte den für Sie passenden Wein zu finden. Samstag 8:30 Uhr In ihrem Hotel wird das Frühstück auf dem Zimmer serviert. Sie nutzen ganz entspannt den Heimvorteil des Hotels und sind die Ersten, die das aus dem 13. Jahrhundert stammende Haus von Julias Familie besuchen. Frühstücken lässt sich auch noch danach. Im Innenhof soll Romeo der auf dem Balkon stehenden Julia seine Liebe gestanden haben. Heute schmachten sich unzählige Touristen und Liebespaare an gleicher Stelle an, oder greifen (als Glücksbringer) an Julias Bronzestatuen-Brust. 10:00 Uhr Wenn Sie die Via Capello nach Osten schlendern, geht diese in die Via Leoni über. Hier stehen die Überreste des römischen Stadttors „Porta Leoni“, das einst Teil der Stadtmauer war. Am Ufer des Flusses Etsch errichtete das Veroneser Volk im 5. Jahrhundert die Kirche „San Fermo“ zu Ehren der beiden Heiligen Fermo und Rustico. Im 11. und 12. Jahrhundert wurde ein gotischer Aufbau über dem romanischen Grundgebäude errichtet, so dass „San Fermo“ eigentlich aus zwei Kirchen besteht. Beide sind mit herrlichen, sehenswerten Fresken geschmückt. Nach dem Besuch lassen Sie sich gemütlich durch die kleinen Gassen in Richtung des „Piazza Bra“ treiben. Hier thront die Arena, das berühmteste Wahrzeichen der Stadt. 13:00 Die drittgrösste römische Arena, die im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut wurde, war einst Schauplatz blutiger Gladiatorenkämpfe. Anlässlich des 100. Geburtstages von Giuseppe Verdi wurde am 10. August 1913 mit der Aida erstmals eine Oper im inzwischen berühmtesten „Opernhaus“ unter freiem Himmel aufgeführt – die Opernfestspiele waren geboren. Da Sie die Arena heute Nacht bei der Aufführung in voller Beleuchtung, live und in Farbe sehen, machen Sie es sich nach einem Rundgang über den Platz in einem der vielen Cafés und Restaurants gemütlich: sehen und gesehen werden ist hier das Motto! 14:30 Auf der anderen Seite der Stadthalbinsel befindet sich das im Jahre 1357 erbaute Castelvecchio. Von den Wehrgängen haben Sie nicht nur einen schönen Blick über die Stadt und den Fluss Etsch, auch das Civico Museo d'Arte mit seinen wertvollen Gemälden Veroneser Künstler des 12-18 Jahrhunderts ist einen Besuch wert. Nehmen sie den Rückweg zum Hotel über die Via Giuseppe Mazzini, der Flaniermeile Veronas. In der knallbunten „Gelateria Patagonia“ können sie unter anderem zwischen den Eissorten „Baci (Kuss) di Romeo“ und „Baci di Giulietta“ wählen. Um gut ausgeruht und schick für den grossen Abend zu sein, entspannen Sie sich in Ihrem Hotel, bevor sie den Abend mit einem frühen Essen einläuten. 19.00 In der ganz in grün-weiß gehaltenen "Trattoria al Pompiere" gibt es großartige lokale Küche und hervorragende Weine. Wer es eiliger hat, dem schneidet und serviert der Maestro höchstpersönlich die verschiedenen Schinken- und Käsesorten mit selbstgebackenem Brot – ein Gedicht! 20:00 Uhr Das grosse Spektakel kann beginnen: Die Tore zur Arena öffnen sich, und über einige Stufen erreichen sie das mächtige Innere – die 44 Stufenreihen bieten Platz für 22.000 Zuschauer. Die meisten Opernbesucher nehmen nach wie vor auf den Steinstufen Platz. Hier, auf den günstigeren Plätzen der "Seconda Gradinata", ist die Stimmung am besten. Sobald es dunkel wird, werden die vorher verteilten Kerzen entzündet – tausende Lichter glitzern in der Nacht. In Kombination mit den prachtvollen Kostümen, der gigantischen Kulisse, dem Chor, der Sänger und dem Orchester– ein grandioser Anblick! Sonntag 9:00 Uhr Ein etwa 10-minütiger Spaziergang entlang der Etsch führt sie zur Basilika San Zeno. Auf dem Vorplatz findet am ersten Sonntag im Monat von 9 bis 18 Uhr der Antiquitätenmarkt „ArtAntique” statt. Über 250 Aussteller verkaufen Kunst und Antiquitäten, Nippes und Möbel. Sobald der Gottesdienst beendet ist, können Sie die Basilika aus dem 12. Jahrhundert besichtigen – eine der schönsten romanischen Kirchen Norditaliens. 12:00 Die Osteria Abazia an der Ecke des Platzes bietet vor dem Abreise ein letztes Mal italienisches Dolce Vita – bei leckerem Essen unter dem Sonnenschirm mit perfektem Blick über das Geschehen … Und? Haben Sie sich auch in Verona verliebt? Weitere Auskünfte: www.tourism.verona.it/de (englisch und deutsch) www.arena.it/arena/de/ Webseite für Opernkarten in der weltberühmten Arena von Verona VeronaCard: Die VeronaCard gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen in den meisten Sehenswürdigkeiten und einigen Hotels zu kaufen: entweder für 18 Euro, gültig für 24 Stunden, oder aber für 22 Euro, mit Gültigkeit für 48 Stunden, ab erster Verwendung. www.turismoverona.eu Anreise: Lufthansa fliegt ab 200 Euro mehrmals täglich direkt von Frankfurt nach Verona. Die Bahn fährt zwei Mal täglich in knapp 10 Stunden von Heidelberg, mit nur einmal umsteigen in München, nach Verona. Mit dem Europa-Spezial Ticket kostet eine Strecke (je nach Verfügbarkeit) 39 Euro. Schlafen: Der Traum jedes Romantikers wird im Relais de Charme Il Sogno di Giulietta erfüllt. Hier können Sie in den Suiten (Il Mondo, Il Pensiero, Il Sentiero, Il Cuore, Il Germoglio) direkt mit Blick auf Julias Balkon schlafen. Tagsüber wimmelt es hier natürlich von Touristen, aber ab 19:30 ist der Hof den Hotelgästen vorbehalten. www.sognodigiulietta.de, Via Cappello 23 - Cortile di Giulietta, Tel. +39 045 8009932, e-mail: booking@sognodigiulietta.it Zimmer ohne Blick auf den Hof gibt es ab 140€, die Suiten zum Innenhof ausgerichtet kosten ab 350€ aufwärts. Wem Hotels in der Innenstadt zu trubelig und laut sind, für den ist das B&B Borgo Re Teodorico eine wundervolle Alternative. Es liegt an der Nordseite der Stadt über dem Fluss an einem Hügel. Das einzige Zimmer ist wunderbar ruhig in einem Garten gelegen. Doppelzimmer incl. Frühstück ab 70€, Via Cigno 7; Telefon:+39 349 249 1187 oder über booking.com Essen: Die Antica Bottega del Vino gehört zu den besten Restaurants und Weinkellern in Italien. Sie wurde 1890 gegründet und war seit jeher Künstlertreffpunkt. Heute besticht sie durch gehobene italienische Küche und eine exzellente Weinauswahl. Unbedingt reservieren! www.bottegavini.it; Via Scudo di Francia, 3, +39 045 8004535; info@anticabottegadelvino.net Von der Terrasse des Re Teodorico direkt neben dem Castel San Pietro, hat man zum Sonnenuntergang eine wunderschöne Sicht über die Stadt. Die Fisch- und Fleischgerichte werden mit viel Raffinesse zubereitet. www.teodoricore.com; Tel. +39 045 8349903; P.le Castel S. Pietro 1, info@teodoricore.com Einkaufen: Mein Lieblingsladen in Verona ist der Archè Store. hier gibt es allerhand an Kunst und Kuriosen liebevoll zusammen gestellt. Via Sant' Anastasia 45, Tel: +39 045 9231416. Geöffnet von 9:30-12:30 und von 15:00-19:00 Uhr. #Italien #Verona #Oper
- Die Wüste lebt - Besuch im "The Living Desert" in Palm Springs
Normalerweise halte ich es ja bei Zoobesuchen wie Hobbes … die kleinen, stinkigen Käfige, in denen Tiger auf- und abliefen, haben mich schon als Kind deprimiert. Oder wie der Löwe aus der Aardman-Animation sagt: "I need space". Er hat mein vollstes Mitleid! Neulich war ich auf eine Reise nach Palm Springs eingeladen, dort stand auch ein Besuch in einen Zoo auf dem Programm - natürlich war ich anfangs nicht wirklich begeistert. Im Nachhinein aber muss ich sagen, dass "the living desert" nicht viel mit dem Zoo zu tun hat, den ich aus meinen Kindheitstagen in Erinnerung habe. Hier haben die Tiere "quite a bit of space". Klicke auf das erste Foto, um Dir die Fotos von meinem Besuch anzuschauen und mehr zu erfahren: Das coolste war natürlich die Giraffen-Fütterung! The Living Desert Zoo and Gardens ist jeden Tag ausser am 25.12 geöffnet. Vom 1.10 - 31.5 von 9-17 Uhr und vom 1.6 - 30.9 von 8-13:30 Uhr. Letzter Einlass ist jeweils eine Stunde vorher. Erwachsene zahlen 19.95$ und Kinder von 3-12 Jahren 9.95$, Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt. Die Giraffe zu füttern kostet 5$, ein Ritt auf einem Kamel 6$. Adresse: 47900 Portola Ave, Palm Desert, CA 92260, USA, Tel: +1 760-346-5694
- Lissabon – Fische, Fado & Fiesta
Verwirrt bleibe ich an einem kleinen Stand in einer der vielen Gassen Alfamas stehen. Die Auslage sind Basilikumtöpfe mit kleinen Zetteln auf denen auf portugisisch etwas geschrieben steht. Die Verkäufern übersetzt mir ein paar „Du bist die Liebe meines Lebens“, „Glück für die ganze Familie“ … Der Juni ist der Monat der Volksheiligen und somit steht ganz Lissabon Kopf. Denn in dieser Zeit vereinen sich Gebete für Glück bei der Suche nach dem richtigen Partner fürs Leben oder für Santo Antónios Segen für eine glückliche Ehe mit dem traditionellen Geruch von gegrillten Sardinen und Basilikum und fröhlichen, mit unzähligen, bunten Bändern dekorierten Straßenumzügen und festlicher Musik. Jeden Tag wird gefeiert, es gibt Konzerte, Veranstaltungen und ganz viel gegrillte Sardinen. Unbekannte drängen sich zusammen an den provisorisch aufgebauten Tischen, kommen ins Gespräch und ziehen danach weiter von einer Kneipe zur nächsten. Hören ein Fado Konzert (sowas wie portugisicher Blues) damit die Stimmung nicht zu ausgelassen wird und spülen das ganze mit Cerveza, Wein oder auch einem süssen Kirschlikör hinunter. Tagsüber hangeln wir uns von einem grünen, kleinen Kiosk, die hier auf vielen Plätzen und Gärten stehen, zum nächsten weiter. Trinken für wenig Geld Kaffee und später Vino Verde. Moderne Architektur verbindet sich mit pittoresk halbverfallenen Häusern, enge Gassen - prachtvolle Avenidas und immer wieder von oben herab der Blick hinunter auf den Tejo, der nur einige Kilometer weiter in den Atlantik mündet. Von hier starteten die portugisischen Eroberer in die Welt. Warum diese weg wollten, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Ich könnte immer hier bleiben! Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: HINKOMMEN: Lufthansa fliegt direkt Frankfurt Lissabon. Ab ca 150€ SCHLAFEN: Der „Solar dos Mouros“ befindet sich mitten in der Altstadt - nur 5 minuten zu Fuss von meinem Lieblingsplatz „Miradouro de Santa Luzia“ entfernt. Doppelzimmer mit Frühstück ab 110€. http://solardosmouroslisboa.com/de/ R. do Milagre de Santo António 6, 1100-351 Lisboa, Portugal Günstigere (und trotzdem supersüsse) Unterkünfte gibt es beispielsweise auch bei Airbnb. Das Castle Apartment beispielsweise kann man nur zu Fuss zu erreichen da es in der verwinkelten Altstadt dirrekt unterhalb der Burg liegt, die ihm den Namen gegeben hat. Apartment für zwei Leute ab 56€ ESSEN: Alles schmeckt. Aber wir fanden es besonders gemütlich auf der Strasse vor der "Petiscaria Cais n a Preguiça“ frische Gambas mit Tomatensosse zu essen. Rua dos Bacalhoeiros 4C, 1100-009 Lisboa, Tel: +351 21 134 8408 #Lissabon #Portugal #Sardinenfest
- 48h Porto - eine Stadt im Höhenflug
„Früher wollte hier niemand wohnen, die Leute sind raus aus der Stadt gezogen – in moderne Wohnungen mit Fahrstuhl und allen anderen Annehmlichkeiten, die Neubauten so mit sich bringen. As ich vor vier Jahren in die Altstadt zog, um das verfallene Haus meiner Grosseltern zu restaurieren, sagten meine Eltern: Bist Du verrückt, wenn Dir was passiert, ist keiner da, um Dir zu helfen!“.Sofia seufzt. „Damals war die Innenstadt fast verlassen, hier wohnten nur noch alte Leute. Die monatliche Miete für das ganze Haus war seit Jahrzehnten 15 Euro, durfte nicht angehoben werden, und das Mietanrecht wurde vererbt. Für Vermieter gab es eigentlich keine Chance, dem Mieter zu kündigen. Somit hatte niemand Geld für Instandsetzungsmassnahmen – Porto verfiel langsam, aber sicher. Für Touristen mögen die verfallenen Gebäude ja vielleicht romantisch aussehen, aber die Stadt war eigentlich nicht mehr bewohnbar.“ Glücklicherweise wurde vor vier Jahren das Gesetz geändert. Jetzt wird an vielen Ecken der Stadt restauriert, gebaut, instandgesetzt. Sofia war eine der Ersten, die sich an eine Renovierung wagte. Inzwischen ist das Haus in der Rua do Almada ein echtes Schmuckstück und seit 2 Jahren vermietet sie die liebevoll eingerichteten Zimmer ihres „Porto Vintage Guesthouse“ auch an Touristen. Porto ist hip! Billigflieger aus ganz Europa steuern die Stadt am Douro regelmässig an und bringen Besucher, die schlafen und essen wollen. Damit kommen auch dringend benötigte Arbeitsplätze – der Norden Portugals war von der Weltwirtschaftskrise besonders getroffen. Die Internetplatform „European best destination“ hat Porto zum besten europäischen Reiseziel 2017 gekürt. Aus gutem Grund: Die putzmuntere Stadt erhebt sich mit einer wilden Mischung aus bunten Häusschen, grandiosen Palästen, Kathedralen und Plätzen an beiden Seiten des Flussufers. Strassenkünstler, Museen, Street Art und Konzerte beweisen, dass hier inzwischen wieder viele junge Leute wohnen. Grossartiger Wein aus dem nahegelegen Douro-Tal, alte Tapas-Bars, hippe Restaurants und jahrhundertealte Portweinkellereien laden zum Besuch ein – Porto hat wirklich für jeden Geschmack etwas zu bieten. Hier meine persönlichen Reisetips für einen 48h-Aufenthalt, um dem Charme der Stadt für immer zu verfallen: Samstag 10 Uhr: – Ziehen Dir bequeme Schuhe an! Die aufgeführten Stationen kommen auf einen 12km-Laufweg. Beginnen Sie Ihre Stadterkundung im zweistöckigen „Mercado de Bolhão“ (Rua Formosa, Samstags bis 13 Uhr geöffnet). Das Gebäude aus 1850 ist inzwischen deutlich in die Jahre gekommen, aber immer noch werden hier Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch feilgeboten. Gleich an der Ecke, am Nordausgang, befindet sich die wunderschöne, von Kopf bis Fuss mit blauen Fliesen bedeckte Kirche „Capela das Almas de Santa Catarina“. Die Kachelbilder zeigen Episoden aus dem Leben des Franz von Assisi und der heiligen Katharina auf. Nach dem Besuch geht es weiter auf der Rua Santa Catarina – Portos erster Fussgängerzone und attraktivster Einkaufsmeile (auch wenn sich hier vor allem Läden von Einkaufsketten wie Zara oder H&M angesiedelt haben). 11:30 Uhr Ihren ersten Kaffe haben Sie sich inzwischen redlich verdient und kein Kaffeehaus in Porto ist so imposant wie das „Majestic“ (Rua de Santa Catarina 112). Das 1921 eröffnete Café war nach dem ersten Weltkrieg der Treffpunkt der portoeischen Bohéme – grossflächige, holzgerahmte Spiegel gekrönt von schwebenden Putten, stuckverzierte Decken, Kristalllüster und lederbezogene Sitzgelegenheiten lassen das Ambiente der Belle Époque auch heute noch aufleben. Angeblich hat hier J. K. Rowling ihren ersten Harry Potter Band geschrieben. 12:00 Uhr Gut gestärkt passieren sie die ebenfalls mit kunstreichen Kacheln verzierte „Igreja de Santo Idelfonso“, um im Bahnhof São Bento zum Höhepunkt der Fliesenmalerei zu kommen. In der Eingangshalle bedecken 20.000 Kacheln eine Fläche von 550m2. Die Bilder zeigen Geschichten über das Reisen und des Fortbewegens. Angesichts all dieser Pracht hatten die Planer des Bahnhofs den Fahrkartenschalter vergessen und bemerkten diesen Fauxpas erst am Vorabend der Eröffnung … Von hier aus geht es weiter zur Rua de Flores – die Strasse der Blumen. Hier reihen sich Paläste aus dem 16. Jahrhundert und prunkvoll gestaltete Geschäftshäuser aneinander. Nach Gebäudesanierungen (teils noch im Gange) und Umwandlung der Strasse in eine Fussgängerzone gesellen sich Szeneläden, Cafés und Restaurants zu den alteingesessenen Geschäften – eine spannende Mischung. 13 Uhr Die Strasse endet am Largo de São Domingos. Ein wunderschön leicht am Hang gelegener Platz, dessen zahlreiche Restaurants zu einem Mittagessen in der Sonne einladen. Wir fanden das Restaurante LSD nicht bewusstseinserweiternd, sondern sehr lecker. 14 Uhr Gleich gegenüber sind die wechselnden Ausstellungen im Palácio das Artes (Kunstpalast) immer einen Besuch wert. Bei unserem Besuch konnten wir mehreren Künstlern bei ihrer Arbeit zu schauen. So erweckte z.B. die Architektin Marta Vilarinho de Freitas (https://www.instagram.com/martavilarinhodefreitas/) mit wenigen Strichen die Skyline von Porto zum Leben. 15 Uhr Von der Rua des Belomonte führt eine steile Treppe hoch zum Aussichtspunkt „Miradouro do Vitória“. Der Platz ist nicht schön angelegt und eher schmuddelig, aber der Blick zur Kathedrale Sé bis hin zum auf der anderen Seite des Flusses gelegenen „Mosteiro da Serra Pilar“ lässt die äusseren Umstände schnell verzeihen. 16 Uhr Die Rua S. Bento da Vittória führt direkt zum mahnenden Zeigefinger der Stadt. So nennen zumindest einige Gläugige den von überall aus gut sichtbaren Turm „Torre dos Clérigos“. Im Inneren gibt es keinen Aufzug, aber der Aufstieg der 240 Stufen ist den atembraubenden Panoramblick über die Stadt bis hin zum Fluss alle Mal wert. 17 Uhr Harry Potter Fans (und allen andern auch) sei ein Besuch der Buchhandlung „Lello“ (Rua das Carmelitas 144) wärmstens empfohlen. Eine schwungvoll gewundene Holztreppe verbindet im Inneren drei mit Büchern vollgestopften Etagen. Sie war wohl das Vorbild für die Treppe in Harry Potters Zauberschule. Inzwischen muss man zwei Häuser weiter ein Eintrittsticket für 3 Euro kaufen, das aber bei einem Buchkauf verrechnet wird. 17:30 Uhr Nehmen Sie die Metro von der Station „Museus de Universade“ bis zur Station auf der anderen Seite des Flusses „Jardim do Morro“. Das Kloster „Mosteiro da Serra Pilar“ hat bis um 18:30 geöffnet. Besonders ist hier der runde Innenraum, der der römischen Kirche „Santa Maria Rotonda“ nachempfunden ist. Selbst der Kreuzgang ist rund. Für mich ist der Blick von der Terrasse vor dem Kloster der schönste in ganz Porto! 20:00 Uhr Nach diesem laufintensiven Besichtigungstag ist ein Restaurant nahe der Metro Station „São Bento“ mit kurzer Laufdistanz wahrscheinlich willkommen. Isabel Canhola spricht perfekt deutsch, da sie mal in Karlsruhe wohnte. Ihr gemütliches Restaurant Tapabento bietet auf zwei schmalen Stockwerken ausgezeichnete iberische Küche. Sonntag: 10:00 Uhr Die Portuesen lieben Kunst und auch moderne Archtiketur. Als Kontrastprogramm zum gestrigen Tag empfiehlt sich ein Besuch im Museum für zeitgenössische Kunst „Serralves“ (R. Dom João de Castro 210, 4150-417 Porto, Tel: +351 808 200 543, www.serralves.pt. Es ist am besten mit dem Taxi zu erreichen. Schlichte kubistische Gebäude liegen wie zusammengewürfelt in einem grosszügigen Park. Die Fenster geben den Blick nach Aussen frei und lassen so Malerei und Natur zu einer Symbiose verschmelzen. Der weitläufige, mit Skulpturen dekorierte Garten lädt zu einem ausgedehnten Sonntagspaziergang ein. 12:00 In nur 20 Minuten laufen Sie vom Museum bis hinab zum Fluss. Hier können sie ab der Station „Fluvial“ die nostalgische Strassenbahn „Eléctrico 1“ nehmen. Sie fährt auch Sonntags alle 20 Minuten Richtung Stadt und der Station „Infante“. Wer will, kann auch entlang des Douro zurück laufen (ca 4km). 13:00 Uhr Bei der Station „Infante“ führt eine versteckte Gasse (Muro dos Bacalhoeiros) direkt über dem Fluss zum Restaurant „Bacalhau“. Am besten reservieren Sie schon vorher einen der kleinen Tischchen, die direkt auf der schmalen Mauer über dem Wasser thronen. 14:00 Uhr Die Uferpromenade mit den engen, bunten Häuschen des Stadtteils „Ribeira“ ist visuelles Aushängeschild der Stadt. Kein Wunder also, dass hier die meisten Besucher sind. Steigen Sie von den „Cais de Ribeira“ die steilen Stufen zu „Kathedrale Sé de Porto“ empor. Das mächtige Gotteshaus wurde bereits 1120 gegründet. Der Platz davor wurde allerdings erst 1930 vom damaligen Diktator Salazar angelegt. Bis vor Kurzem nutzten die einheimischen Frauen die ausgesetzte und windige Lage, um hier ihre Wäsche zu trocknen. Bei unserem Besuch erinnerte nicht nur eine Aktion mit flatternder Wäsche an diese vergangene Tradition - auch eine Tänzerin schwebte an einem Stück Stoff durch den Himmel. Der Besuch der Kathedrale und des Kreuzgangs sind absolut empfehlenswert (Sonntags nur nachmittags geöffnet, Eintritt 3€). 16:00 Uhr Machen Sie einen kleinen Umweg, um auf dem „Largo de Colégio“ die Rundum-Sicht zu geniessen. Von hier geht es zurück, an der Kathedrale vorbei, zum „Ponte Dom Luis I.“ Die Brücke hat zwei Ebenen: Unten kreuzen Autos und Busse den Fluss, oben Fussgänger und die Metro. Der Blick von hier zu beiden Seiten des Ufers ist gigantisch! Auf der anderen Seite angekommen nehmen Sie die „Rua Rocha Leão“ und dann die steile Gasse die rechts hinunter zum Fluss führt. Hier im Stadtteil „Gaia“ sind die grossen Portweinkellereien angesiedelt. 17:30 Wahrscheinlich ist es egal, welche Kellerei sie besuchen. Uns wurde Ferreira empfohlen (Avenida Ramos Pinto 70, 4400-266, Vila Nova de Gaia, Tel: +351-223 746 106, Sonntags bis 18:00 Uhr geöffnet, Führung mit Portweinprobe 10€). Unsere Führerin Virginie erklärte uns beim Besuch des Weinkellers alles Wissenswerte über die Geschichte, Herstellung und Lagerung des in dieser Stadt allgegenwärtigen Getränks. Die bequemste und schönste Art, zurück auf den Berg und zur Metrostation zu kommen, ist mit dem „Teleférico de Gaia“ (Eine Fahrt 6€) - eine Gondel, die lautlos über der Stadtsilhouette schwebt. 20:00 „Cruel“ – Grausam - hört sich für ein Restaurant reichlich martialisch an. Deshalb gibt es neben dem Menu für die Grausamen auch noch eine Auswahl für die Ängstlichen und Vorsichtigen unter den Essern. Aber keine Sorge: selbst Vegetarier kommen bei diesem ungewöhnlichen Restaurant voll auf ihre Kosten. Information: Die Seite http://portoportugalguide.com bietet eine gute Einführung zu Porto und Links zu weiteren detaillierten Informationen. Hinkommen: Ryanair fliegt freitags und montags von Baden-Baden nach Porto. Wer früh bucht, kann Flüge – ohne Handgepäck – für 60€ bekommen. Schlafen: Porto Vintage Guesthouse, Doppelzimmer mit Frühstück ab 75€. Wer lärmempfindlich ist, bucht sich besser ein Zimmer, das nicht nach vorne zur Strasse geht. Rua do Almada 580-584, 4050-039 PORTO, Tel: +351 916 052 529, www.portovintageguesthouse.pt „Oh! Porto Apartments“ liegen auf der anderen Seite des Douro und bieten somit auch nachts einen traumhaften Blick auf die Stadt. Die sehr modernen Zimmer liegen 100 m von der Seilbahn Gaia entfernt. Doppelzimmer mit Frühstück ab 98€. Essen: Café Majestic (Details im Artikel), Rua Santa Catarina, 112, 4000-442 Porto, Tel: +351 222 003 887, www.cafemajestic.com Restaurante LSD (Details im Artikel), Largo São Domingos 78, 4050-253 Porto, Tel: +351 910 298 589 Tapabento (Details im Artikel), Rua da Madeira 222, 4000-330 Porto, Tel: +351 912 881 272, www.tapabento.com – unbedingt vorher reservieren! Bacalhau (Details im Artikel), Muro dos Bacalhoeiros 153, Tel: + 351 960 378 883 Cruel (Details im Artikel), Rua da Picaria, 86/86A, 4050-477, Tel: +351 924 400 259. Unbedingt vorher reservieren!
- Guimarães - Die Geburtsstadt Portugals
Oft ist es ja eher hilfreich, wenn man so gar nicht weiss was einen erwartet. Und so kamen wir auch ohne jegliche Vorstellungen abends in dem kleinen. portugiesischen Städtchen Guimarães an. Schon unser Hotel war die erste angenehme Überraschung: Ein altes Herrenhaus - gemütlich und trotzdem modern - und natürlich durfte auch hier der Begrüssungsporto nicht fehlen. Leicht beschwipst - wie in Portugal eigentlich meistens - machten wir uns auf den Weg zu einem Restaurant, dass uns der Hausherr empfohlen hatte. Sobald wir in die engen Gassen der Altstadt eintauchten, waren wir restlos begeistert - kein Wunder dass sie 2012 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt wurde! Denn fast lückenlos präsentiert der denkmalgeschützte Stadtkern restaurierte Bürgerhäuser und Paläste, Kirchen und Klöster. Schon 2001 würdigte die Unesco das architektonische Ensemble 2001 mit dem Unesco-Welterbestatus. Obwohl die Geburtsstadt Portugals eine großartige historische Altstadt hat, ist sie dennoch auf der touristischen Landkarte kaum bekannt. Immer stand sie im Schatten der Hafenstadt Porto, die 57 Kilometer südwestlich liegt. Der für deutsche Zungen schwer auszusprechende Name mag seinen Anteil daran haben, der phonetisch etwa so lauten müsste: Gimaraínsch. Doch inzwischen gibt sich das verträumte Guimarães selbstbewusster. "Aquí nasceu Portugal" - "Hier wurde Portugal geboren" prangt in großen Lettern an der Stadtmauer. Aus der 52.000-Einwohner-Stadt soll jener Teufelskerl Afonso Henriques stammen, der sich 1139 beherzt von Spanien lossagte, sich selbst zum ersten König Portugals und Guimarães zur ersten Hauptstadt erklärte. Die romanische Burg ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Wehrmauern mit den zackigen Zinnen, den acht viereckigen Türmen und dem 27 Meter hohen Bergfried scheinen einem noch heute die Zähne zu zeigen. Auf dem Weg zum Eingang kommt man am Heldendenkmal für Afonso vorbei. Sein langer Schatten reicht bis in die Gegenwart; das vorerst letzte Denkmal wurde ihm vor zehn Jahren am Largo João Franco errichtet. Hinkommen: Wir haben Guimarães auf unserer Rundreise durch Portugal besucht. Ryainair fliegt beispielsweise 2 mal wöchentlich von Karlsruhe nach Porto. Von dort geht es weiter mit dem Mietwagen. Gute Angebote finde ich immer bei billiger-mietwagen.de Schlafen: Das "Casa do Juncal“ war wahrscheinlich das Hotel mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Die Zimmer in dem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert sind alle modern und luxuriös renoviert. Das Frühstück ist der absolute Kracher: Man kann am Vorabend auswählen was man möchte und dann bekommt man am nächsten Morgen Alles frisch zubereitet. Eier, Käse, Lachs, Früchte jeder Wunsch ist möglich und kann mit Blick auf den Garten genossen werden. Wir haben Abends kurz vor unserer Ankunft angerufen und so einen wirklich guten Preis für dieses zentral gelegene Hotel bekommen. (Normalerweise ca. 100€ für das Doppelzimmer mit Frühstück) Casa Juncal, Rua Dr. Avelino Germano 65, 4800-150 Guimarães, Tel: +351 252042168, email: reservas@casajuncal.com Room with a view: der Frühstücksraum im Casa do Juncal Essen: Das Restaurant „Buxa“ liegt direkt am Marktplatz „Largo de Oliveira“. Die Kellner waren super gut gelaunt, das Essen lecker und der Blick fantastisch. Largo da Oliveira 23, 4800-438 Guimarães, Tel: +351 252 058 242, buxa.restaurantesnack@gmail.com


















