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  • Zu Besuch bei einem Riesen: Wanderung zum Top of the Giant im Sleeping Giant Provincial Park, Ontario

    Der Sleeping Giant zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Ontarios. Die anspruchsvolle Wanderung zum „Top of the Giant“ führt durch Wälder und entlang des Lake Superior zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte Kanadas. Hier findest du die Tour inklusive GPS-Daten und praktischen Tipps. Der schlafende Riese – schon der Name des Provincial Parks klingt verheißungsvoll. Abends stehe ich am Ufer von Thunder Bay und blicke über das Wasser. Von hier ist die Silhouette des schlafenden Riesen – oder besser gesagt meiner Meinung nach eindeutig einer Riesin – gut zu erkennen. Morgen möchte ich über den Kabeyun- und den Talus Lake Trail auf den zum Top of the Giant steigen. Nachts schlafe ich seit Wochen mal wieder in einem Hotel. Die Ventilationsgeräusche, die sich selbst mit ausgeschalteter Klimaanlage nicht abstellen lassen, stören mich. Inzwischen bin ich es gewohnt, in der Wildnis zu campen und nur Vogelgezwitscher, Wasserrauschen und das Rascheln der Blättter in den Bäume zu hören. Schon vor Sonnenaufgang bin ich so genervt, dass ich aufstehe und zum Startpunkt der Wanderung fahre. Sobald ich die Sonne über der Straße aufgehen sehe, ist mein Ärger verflogen. Am See koche ich mir Porridge und Kaffee, um mich für die lange Tour zu stärken. 22 Kilometer und sieben Stunden sollen heute vor mir liegen. Key Facts zur Wanderung auf den Sleeping Giant ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Länge: 22,2 km Dauer: ca. 7 Stunden Höhenmeter: 540 hm auf und ab Schwierigkeit: Anspruchsvoll Highlight: Aussicht vom Top of the Giant auf die höchsten Klippen und den größten senkrechten Abgrund Ontarios Mein Tipp: Mit dem Fahrrad die ersten Kilometer auf dem Kabeyun Trail abkürzen 👉 Die GPS-Daten zur Wanderung findest du auf Outdooractive. Tierische Begegnung; Mein erster Bär beim Wandern Für mich gibt es kaum etwas Cooleres, als frischen Bärenspuren hinterherzulaufen. Kaum habe ich den Parkplatz verlassen, sitzt im Gebüsch eine Art Fasan. Ich versuche ihn zu fotografieren, doch statt wegzulaufen kommt er immer näher und versteckt sich mehr oder weniger hinter meinen Beinen. Ich bin noch etwas verdutzt über seine fehlende Scheu, als ich aus dem Augenwinkel etwas Schwarzes auf dem Weg entdecke. Ein kleiner Bär. Er schaut mich an und läuft gemütlich weiter auf mich zu. Als er noch ungefähr zwanzig Meter entfernt ist, sage ich: „Hey Bär, du siehst mich aber schon, oder?“ Er schaut auf und läuft noch ein Stück weiter. „Hey Bär!“ Diesmal versteht er den Hinweis und verschwindet gemütlich im Gebüsch. Ich bin völlig aus dem Häuschen. Mein erster Bär beim Wandern. Wie süß er war. Diese hellbraune Schnauze. Die goldenen Augen. Am liebsten hätte ich ihn geknuddelt. Natürlich ist das eine ausgesprochen schlechte Idee. Kurz darauf Überholen mich zwei Radfahrer und erklären mir, dass es sich um einen jungen Schwarzbären gehandelt hat. Wanderung zum Top of the Giant Die beliebte, aber anspruchsvolle Wanderung zum „Top of the Giant“ kombiniert den Kabeyun Trail, den Talus Lake Trail und den Top of the Giant Trail. Bereits nach knapp einem Kilometer erwartet einen das erste Wanderhighlight. Über einen kleinen Abstecher kann man die Felsformation „Sea Lion” bewundern. Zurück auf dem Kabeyun Trail führen die ersten Kilometer auf einem breiten Pfad am Seeufer entlang. Erst nachdem man auf den Talus Lake Trail abbiegt, wird der Weg steiler und schwieriger. Der höchste Punkt des Trails ist der 290 Meter über dem Oberen See gelegene Aussichtspunkt „Top of the Giant”. Zwar ist dies nicht der höchste Punkt des Riesen, aber von hier hat man eine spektakuläre Aussicht auf die höchsten Klippen und den größten senkrechten Abgrund Ontarios sowie auf den Lake Superior und die Halbinsel Silver Islet. Die Aussicht gehört zu den spektakulärsten in Ontario. Allein für diesen Ausblick lohnt sich die lange Wanderung. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Mein Tipp für fitte Wanderer Wer genügend Zeit und Kondition mitbringt, kann die Tour zu einer knapp 25 Kilometer langen Rundwanderung erweitern. Dafür folgt man nach dem Aussichtspunkt erst dem Talus Lake Trail nach Norden und danach dem Sawyer Bay Trail zurück zum Parkplatz. Außerdem lässt sich die Strecke deutlich verkürzen, wenn man die ersten sechs Kilometer des Kabeyun Trails mit dem Fahrrad zurücklegt. Pause am Tee Harbour Auf dem Rückweg lege ich am Tee Harbour eine Pause ein. Die kleine Bucht direkt am See ist der perfekte Ort dafür. Während die Wellen sanft ans Ufer schlagen, genieße ich die letzten Sonnenstrahlen und und halte meine Wanderfüße in das kühle Wasser des Lake Superior. Allgemeine Informationen Allgemeine Informationen zu Unterkünften und Aktivitäten findest du auf der Website von Destination Ontario. ´ Aktuelle Informationen & Camping Aktuelle Informationen zum Zustand der Wanderwege sowie Campingplatz-Reservierungen findest du auf der Seite von Ontario Parks. Eintritt & Reservierung Für den Besuch des Sleeping Giant Provincial Parks benötigst du eine Fahrzeuggenehmigung. Diese kann bis zu fünf Tage im Voraus online reserviert werden. Du bekommst sie aber auch am Campingplatz. Anreise und Parken: Direktflüge von Frankfurt nach Toronto gibt es beispielsweise von Condor. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTA) erforderlich.

  • Blutige Geschichte & grüne Hügel: Wanderung auf dem Battle Creek Trail in Saskatchewan, Kanada

    Glorreicher Spätsommer. Der Himmel ist blau, die Blätter färben sich gelb, einige knallrot. Die Prärie wechselt zwischen gelb und grün. Ein Farbenspiel, das mir den Atem raubt – dazwischen Nadelbäume und noch ein paar letzte bunte Blumen. An den Büschen hängen Hagebutten und vereinzelt gibt es noch Beeren. Ich wandere durch die Hügel der Cypress Hills, die friedlich in der Abendsonne leuchten. Schwer vorzustellen, dass hier früher die einzige Farbe rot war. Das Rot des Blutvergießens. Wandern durch die Geschichte des Wilden Westens Das Cypress Hills Massacre war ein Angriff amerikanischer Pelzhändler auf ein Lager der Nakoda (auch Nakota genannt), bei dem im Jahr 1873 mindestens 26 Menschen starben. Auslöser war angeblich der Diebstahl von Pferden, die jedoch selbstständig weggelaufen waren. Der Vorfall führte später zur Gründung der North-West Mounted Police (NWMP) und markierte einen Wendepunkt in der kanadischen Geschichte. Zum ersten Mal wurde deutlich, dass der Westen des Landes ohne funktionierende Rechtsdurchsetzung im Chaos versinken würde. Das Bild der Royal Canadian Mounted Police auf ihren schwarzen Pferden entstand genau hier in Fort Walsh, ihrem ehemaligen Hauptquartier in den Cypress Hills. Fort Walsh spielte später außerdem eine wichtige Rolle bei der Überwachung von Sitting Bull und den Lakota, die nach der Schlacht am Little Bighorn nach Kanada geflohen waren. Key Facts zum Battle Creek Trail ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Länge: ca. 9 km Schwierigkeit: leicht bis mittel Highlight: Fort Walsh & die Geschichte des Wilden Westens 👉 Die GPS-Daten zur Wanderung findest du auf Outdooractive. Mein Tipp: Unbedingt den kleinen Abstecher hinauf zu den roten Parks-Canada-Stühlen machen. Von dort oben hat man einen wunderschönen Blick über Fort Walsh und die umliegenden Hügel. Gerade am späten Nachmittag ist das Licht dort oben unglaublich schön. Rundwanderung auf dem Battle Creek Trail Die knapp neun Kilometer lange Rundwanderung auf dem Battle Creek Trail verbindet Geschichte und Natur auf ziemlich beeindruckende Weise. Der Weg führt: durch die hügelige Landschaft der Cypress Hills vorbei an verlassenen Forts bis zur Stelle des Cypress Hills Massacre Dabei geht es ständig leicht auf und ab. Die Busfahrerin hatte definitiv unrecht: Saskatchewan ist hier ganz sicher nicht flach - Beim Wandern komme ich ganz schön ins Schwitzen. Auf den Hügeln grasen Pferde und Rinder. Die goldenen Farben des Spätsommers machen die Landschaft fast unwirklich schön. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten Süße Stadt: Maple Creek Maple Creek ist eine süße Stadt in der Nähe des Cypress Hills. Hier findest du nicht nur Tankstellen, an denen du jederzeit tanken kannst, und große Geschäfte, in denen du deine Vorräte vor der Fahrt zum Grasland-Nationalpark auffüllen kannst, sondern auch hübsche kleine Läden, in denen du Süßigkeiten, Antiquitäten, Spiele oder handgemachte Produkte kaufen kannst. Es gibt auch goldige Cafés und schöne Restaurants. Ein toller Ort für einen Zwischenstopp, um alle Reserven wieder aufzufüllen. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten Informationen zum Battle Creek Trail & Fort Walsh Allgemeine Informationen zu Saskatchewan findest du auf der Seite von Tourism Saskatchewan Anreise Am leichtesten ist Saskatchewan über Calgary zu erreichen. Flüge mit Zwischenstopp von Frankfurt nach Calgary gibt es beispielsweise mit Condor oder Air Canada. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTA) erforderlich. Von Calgary aus geht es mit einem Mietwagen weiter. Es ist auch möglich, das Auto an einem anderen Flughafen abzugeben. Ich bin beispielsweise bis nach Toronto gefahren. Dann ist die Leihgebühr zwar teurer, dafür muss man aber nicht zurückfahren. Die Straßen in Saskatchewan sind ein kleines Abenteuer. Viele sind nur Schotterpisten. Aktuelle Informationen & Öffnungszeiten Aktuelle Informationen zum Zustand der Wanderwege und zu den Öffnungszeiten der Fort Walsh National Historic Site findest du hier: Parks Canada – Fort Walsh Die Nationalparks in Kanada kosten Eintritt. Wenn du länger unterwegs bist oder mehrere Nationalparks besuchen möchtest, lohnt sich der Parks Canada Discovery Pass. Dieser ist ein Jahr lang in allen Einrichtungen von Parks Canada gültig.

  • Pferde & Prärie: Die Historische Reesor Ranch in Saskatchewan, Kanada

    Ausritte, Wanderungen und Sterne gucken im Dark Sky Reserve der Cypress Hills. Die historische Reesor Ranch gehört zu den schönsten Unterkünften in Saskatchewan. „Saskatchewan? Oh mein Gott! Dort ist es so flach, da siehst du einen Hund noch drei Tage später weglaufen.“ Die Busfahrerin verzieht das Gesicht, als ich erzähle, dass ich nach Saskatchewan fahre. Ihre Sitznachbarin sieht das völlig anders: „Berge machen mich klaustrophobisch. Da sieht man gar nicht den Himmel?“ Tatsächlich ist mein erstes Ziel in Saskatchewan alles andere als flach. Die Cypress Hills liegen direkt an der Grenze zu Alberta und Montana und sind der höchste Punkt zwischen Labrador und den Rocky Mountains. Der Hund, der vor drei Tagen weggelaufen ist? Der liegt hier übrigens begraben. Roadtrip durch die endlose Weite Saskatchewans Wer durch Saskatchewan fährt, sollte Tankstopps besser nicht zu optimistisch planen. Trotz guter Routenplanung, wie ich dachte, ist mir genau das passiert: Ich rolle mit wohl geplanter Reserve an eine Tankstelle, die ich bei Google Maps mir vorher ausgesucht habe, beziehungsweise die die einzige auf dem Weg war. Die Tankstelle entpuppt sich als ein einzelner riesiger Benzintank, mitten im Nirgendwo. Zahlen kann man dort allerdings nur mit Mitgliedskarte. Weder Kreditkarte noch Bargeld funktionieren. Wie aus dem Nichts hält plötzlich ein Mann neben mir an. Er füllt Benzin in mein Auto und macht am Ende sogar den Tank komplett voll. Als ich ihm das Geld per PayPal schicken will, winkt er nur ab. „Hilf einfach irgendwann jemand anderem, wenn er Hilfe braucht.“ Es wird nicht mein einziges Erlebnis dieser Art sein. Die Menschen Saskatchewans sind unfassbar freundlich und hilfsbereit. Key Facts zur Reesor Ranch in Saskatchewan ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Highlight: historische Ranch, Ausritte, Wanderungen, Sonnenuntergänge & Sterne Lage: Cypress Hills, Saskatchewan Perfekt für: Reiter, Roadtrips & Ruhe in der Natur Mein Tipp: Nachts unbedingt aufstehen und die Milchstraße anschauen/fotografieren Besonders schön: im romantischen Zimmer von Alice zu schlafen 👉 Die GPS-Daten für den 3,5 Km Kinnikinick Cliff Trail findest du auf Outdooractive. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Die historische Reesor Ranch in den Cypress Hills Mein Ziel ist die historische Reesor Ranch. Jason führt die Farm inzwischen in fünfter Generation gemeinsam mit seiner Mutter. Die Ranch wurde bereits 1906 gegründet und fühlt sich an wie ein kleines Filmset aus dem Wilden Westen. Ich schlafe im ehemaligen Zimmer von Alice. Das historische Zimmer ist komplett mit Originalmöbeln eingerichtet — inklusive Bett und Schreibtisch. Dazu gibt es ein rosafarbenes Badezimmer mit einer Badewanne auf Löwenfüßen von 1906. Mein Zimmer ist so kitschig-süß, dass ich am liebsten für immer dort bleiben würde Zum Abendessen gibt es Salat aus dem eigenen Garten, morgens selbstgemachtes Blaubeerkompott. Spezialität der Ranch sind eigentlich Steaks — die lasse ich, als Vegetarierin, allerdings aus. 20 neue beste Freunde auf vier Hufen Die Pferde auf der Ranch sind unglaublich zutraulich. Eigentlich will ich bei Sonnenuntergang nur schnell ein paar Fotos mit dem Teleobjektiv machen. Stattdessen habe ich plötzlich ungefähr zwanzig Pferde um mich herum stehen. Die Pferde knabbern an meinem Rucksack, stupsen meine Kamera an und stehen irgendwann so nah vor mir, dass ich sie selbst mit dem Weitwinkel kaum noch fotografieren kann. Irgendwann gebe ich auf. Vergiss das Foto, denke ich mir. Und genieße einfach den Moment. Ausritt durch die Prärie Saskatchewans Am nächsten Morgen geht es auf einen Ausritt durch die Cypress Hills. Was ich sofort sympathisch finde: Die Gäste satteln und putzen ihre Pferde selbst. Allerdings merke ich dabei ziemlich schnell, dass ein Westernsattel eine ganz andere Liga ist als das, was ich aus Deutschland kenne. Der Sattel wiegt gefühlt 25 Kilo und wird mit einer Art Krawattenknoten befestigt. Ohne Hilfe von Karis wäre ich wahrscheinlich schon beim Satteln gescheitert. Mein Pferd Decker ist extrem verschmust, bewegt sich allerdings bevorzugt in zwei Geschwindigkeiten: stehen relativ flott laufen Dazwischen gibt es wenig. Der Ausritt selbst führt durch Wälder, über schmale Trails und hinauf auf die Hügel der Cypress Hills. Oben angekommen reicht der Blick weit über goldene Wälder und die offene Prärie. Die Landschaft ist wunderschön. Nur ein kleines Problem gibt es: Galoppieren oder traben ist praktisch tabu. Viele Ranches in Kanada haben Angst vor Klagen und lassen Gäste deshalb fast nur im Schritt reiten. Schade eigentlich. Denn landschaftlich wäre das hier ein absoluter Reitertraum. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Milchstraße statt Menschen Rund um die Ranch gibt es mehrere kleine Wanderwege. Ich mache den Kinnikinick Cliff Trail. Und auch nachts kann man hier noch außerirdisch schöne Sachen machen: Die Gegend gehört zu einem Dark Sky Reserve. Trotz der beleuchteten Ranchgebäude ist die Milchstraße problemlos sichtbar. Die Weite hier ist schwer zu begreifen. Vielleicht funktionieren deshalb Drohnenfotos in Kanada so gut. Erst wenn irgendwo ein winziger Mensch in der Landschaft steht, versteht man überhaupt, wie riesig diese Natur wirklich ist. In den nächsten Wochen kannst du mich auf meinem Roadtrip einmal quer durch Kanada begleiten. Alleine unterwegs zu sein klingt oft romantisch. In Wahrheit bedeutet es aber auch: Auto fahren recherchieren Fotos machen filmen GPS aufzeichnen Drohne fliegen schreiben posten Vielleicht brauche ich tatsächlich einen kleinen KI-Instaboyfriend. Nicht wegen der Romantik. Eher als Assistent. die Wüste. Informationen Allgemeine Informationen zu Saskatchewan findest du auf der Seite von Tourism Saskatchewan Anreise Am leichtesten ist Saskatchewan über Calgary zu erreichen. Flüge mit Zwischenstopp von Frankfurt nach Calgary gibt es beispielsweise mit Condor oder Air Canada. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTA) erforderlich. Von Calgary aus geht es mit einem Mietwagen weiter. Es ist auch möglich, das Auto an einem anderen Flughafen abzugeben. Ich bin beispielsweise bis nach Toronto gefahren. Dann ist die Leihgebühr zwar teurer, dafür muss man aber nicht zurückfahren. Die Straßen in Saskatchewan sind ein kleines Abenteuer. Viele sind nur Schotterpisten. Übernachten auf der Reesor Ranch Auf der Historic Reesor Ranch kannst du: in historischen Zimmern schlafen Cabins mieten eigene Pferde mitbringen Ausritte buchen Wandern selber kochen oder im Restaurant essen

  • Schlaue Hunde und schnelle Schäfer - der Schäferlauf in Wildberg/Schwarzwald

    Leistungshüten, Hahnentanz, Schäferlauf und Festumzug – beim Schäferlauf in Wildberg werden jahrhundertealte Traditionen lebendig. Das Fest findet alle zwei Jahre statt und kehrt vom 17. bis 20. Juli 2026 zurück. Hier findest du alle Informationen und die Höhepunkte des Programms. Hinweis: Der Schäferlauf findet nicht jedes Jahr in Wildberg statt. 2026 wird außerdem in Markgröningen vom 28. bis 31. August gefeiert. Der nächste Schäferlauf in Bad Urach folgt im darauffolgenden Jahr. Was genau müssen die Hunde beziehungsweise die Schäfer beim Leistungshüten machen? Jeder Schäfer muss mit einer fremden Schafherde einen Parcours bewältigen. Aufgaben sind beispielsweise die Herde über eine Brücke zu treiben, an einem Auto vorbei und auf vorgegebenen Wegen vom Pferch auf die Weide zu bringen. Bei der Schafhaltung geht es weniger darum, am Ende das Fleisch oder die Wolle verwerten zu wollen, sondern darum, dass die Tiere einen Beitrag zur nachhaltigen Landschaftspflege leisten erklärt mir einer der Schäfer. In Baden-Württemberg gibt es 210.000 Schafe, die 80.000 Hektar Grünland pflegen. Dafür dürfen die wolligen Tiere aber nur bestimmte Flächen abweiden, und für diese Arbeit sind die Hunde unverzichtbar. Sie unterstützen den Schäfer maßgeblich dabei, nicht zu beweidende Flächen nicht zu betreten und die Herde im wahrsten Sinne des Wortes zusammenzuhalten. Die Schäferin Ute Svensson aus Baden-Baden erklärt mir, wie das funktioniert. Sie hat zwei Altdeutsche Hütehunde: Hanouk und Hubi sind Geschwister und 9 Jahre alt. Hanouk ist der "Chef", im Fachjargon "Leithund" genannt. Hubi ist der „Beihund“. Jeder Schäfer hat andere Kommandos, die er mit seinen Hunden benutzt, aber es gibt Befehle, die der Hund versteht und dann auch ausführen kann. Und wie trainiert man die Hunde? „Am Anfang nimmt man einen kleinen Hund mit zu einem erfahrenen Hund, dann lernt er von ihm. Schafe sind viel schlauer, als die meisten Menschen denken. Ute Svensson lächelt: „Wenn ich mir einen Tee mache, merke ich sofort, wie sich die Schafe entspannen, dann wissen sie, dass die nächsten 20 Minuten nichts passiert. „Bei der Leistungsprüfung ist die Aufgabe natürlich viel schwieriger als unter normalen Bedingungen. Erstens kennt der Schäfer die Herde nicht, und bei Tieren basiert das meiste auf Vertrauen. Und zweitens müssen die Aufgaben schnell hintereinander erledigt werden. Normalerweise geht es darum, dass die Schafe am Ende des Tages satt sind und nicht darum, dass sie eine bestimmte Strecke zurücklegen. So ist Ute am Ende auch mit ihrem vierten Platz nicht zufrieden. „Normalerweise gebe ich den Hunden viel mehr Freilauf. Am Ende war Hanouk genervt von meinen vielen Kommandos und hat überreagiert.“ Der Schäferlauf ist Teil der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes Die Leistungsprüfung ist nur einer von vielen Höhepunkten des Wildberger Schäferlaufs. 2018 hat die UNESCO die Tradition des Schäferlaufs und des Schäferhandwerks in Markgröningen, Bad Urach und Wildberg in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Schon vor über 500 Jahren trafen sich die Schäfer einmal im Jahr zu einem Zunfttreffen in Markgröningen, doch da die meisten Schäfer ihre Herde nicht so lange allein lassen konnten, beschloss man vor 300 Jahren, das Treffen auch in Heidenheim, Bad Urach und Wildberg abzuhalten, damit die Schäfer einen kürzeren Anfahrtsweg hatten. Die Traditionen sind über die Jahrhunderte gleich geblieben. So gibt es zum Beispiel einen lustigen Hahnentanz, bei dem Paare um einen mit einem Hahn gekrönten Pfahl tanzen. Auf einem Tablett, das über den Köpfen schwebt, steht ein Becher, der mit dem Kopf umgestoßen werden muss. Dabei hebt beim ersten Mal der Mann die Frau hoch, beim zweiten Mal die Frau den Mann - die Schäfersfrau muss nicht nur im richtigen Leben kräftig zupacken können Ein weiterer Wettbewerb ist das Wasserträgerinnen-Rennen. Dabei müssen die Mädchen mit einem bunt geschmückten Wassereimer auf dem Kopf um die Wette laufen. Unbestrittener Höhepunkt und Namensgeber der Veranstaltung ist der Schäferlauf, der zunächst von den Schäfermädchen in weißen Blusen und blauen Röcken und anschließend von den Schäfern in schwarzen Hosenträgerhosen und weißem Hemd bestritten wird - beides keine optimale Rennkleidung. Außerdem müssen sie barfuß laufen. Die Sieger werden zum Schäferkönigspaar gekrönt. Ein Nachmittag auf dem Wildberger Festplatz ist für mich wie eine Reise in eine andere Zeit. 2.000 Teilnehmer in meist historischen Kostümen und Trachten machen diesen Tag zu einem einzigartigen Erlebnis. Eine Tradition, die es wirklich wert ist, bewahrt zu werden. Kutschen, von kräftigen Schwarzwälder Pferden gezogen, ziehen beim historischen Festzug an mir vorbei. Über 200 Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Vereinen sorgen für die musikalische Untermalung, goldglänzende Tuben blasen den Marsch, Fahnenträger, Kuckucksuhrenträger, Frauen mit Wollrosenhüten und viel königliche Prominenz: Lammkönigin, Schäferkönig, Schäferkönigin... Info Die Internetseite www.mein-schwarzwald.de bietet alle Informationen zu Übernachtungsangeboten, Restaurants, Wanderwegen und allen Aktivitäten. Die Heidelbeerwoche mit Heidelbeerfest findet dieses Jahr vom 19. bis 27. Juli statt. Verschiedene Führungen rund um die Heidelbeere kannst du auf der Internetseite von Enzklösterle unter Veranstaltungen buchen. Anreise Als offiziell ausgezeichnetes „Nachhaltiges Reiseziel“ ist der nördliche Schwarzwald unkompliziert mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Unterkunft Wer schon immer einmal in einem Schäferwagen übernachten wollte, ist im Unteren Berghof genau richtig. Auf einer Wiese mit alten Obstbäumen steht ein blauer und ein grüner Schäferwagen, idyllischer kann man kaum schlafen. Der Schwarzwaldhof liegt im Ortskern von Enzklösterle. Einige der neu renovierten Zimmer verfügen über eine integrierte Sauna. Das 4-Sterne-Wellnesshotel Enztalhotel in Enzklösterle bietet mehrere Saunen, Dampfbäder und ein Schwimmbad. Auch das Essen ist empfehlenswert - besonders gemütlich ist die Schwäbische Stube. Doppelzimmer mit Frühstück ab 144 Euro, www.enztalhotel.de Essen Das Restaurant Eyachmühle, malerisch am Fluss gelegen, ist eine tolle Mischung aus leckerem Essen, uriger Atmosphäre, neuen Ideen und frischen Blumen. Ob Kaffee und Kuchen, Mittag- oder Abendessen, die Slow-Food-prämierte Küche ist immer ein Genuss. www.eyachmuehle.com Hier ein Video, dass ich beim Schäferlauf gemacht habe.

  • Schwarzwald: Was kann man bei der Heidelbeerwoche in Enzklösterle machen?

    Vom 20. bis 26. Juli 2026 findet in Enzklösterle im Nördlichen Schwarzwald die Heidelbeerwoche statt. Es gibt geführte Wanderungen, unter anderem auf dem Heidelbeerweg, sowie Essen & Trinken, Veranstaltungen und Konzerte. Ich habe es getestet. „Auf in die Heidelbeeren“, lautet das Motto. Auf knapp 900 Metern hängen die Büsche voll, und Förster Waidelich kennt die besten Spots. "Dieser Platz ist perfekt, aber gib diesen Ort nicht weiter", warnt er mich. Nach einem kurzen Fußmarsch über Stock und Stein und ein bisschen querfeldein kommen wir auf eine große Lichtung. Genau der Ort, den die Heidelbeeren lieben. Wie dicke blaue Perlen hängen die Früchte an den Sträuchern. Klicke auf das erste Bild, um die Fotostrecke zu starten Wanderung mit Förster Waidelich seinen geheimen Heidelbeer Plätzen Wir sind mit zwei großen Obstkörben und zwei kleinen Körben mit Schnur bewaffnet. Die kleinen Körbe werden wie eine Schürze umgebunden. Geerntet wird mit einem Kamm, Reff genannt, an dem ein Stiel und ein kleines Sieb befestigt sind. Mit diesem Kamm fährt man vorsichtig durch die Zweige, die Heidelbeeren sammeln sich hinten auf dem Sieb. Sobald sich hier einige angesammelt haben, schüttet man sie sich auf die Hand und liest Blätter, Stiele und matschige Heidelbeeren heraus. Auch hier ist Stefan Waidelich sehr streng, nur perfekte Früchte kommen in den Korb. Schon als Kind hat er mit seinem Vater Heidelbeeren gesammelt, früher gab es sogar Heidelbeerferien. Damals konnten die Kinder mit der Ernte so viel Geld verdienen wie die Holzfäller - sein Vater hat sich so seine ersten Schuhe verdient. Die Einwohner von Enzklösterle waren früher sehr arm und deshalb auf die Einnahmen aus dem Verkauf der Heidelbeeren angewiesen. Die Böden sind hier so karg, dass man kaum Ackerbau betreiben konnte, und so lebten die Menschen von der Waldwirtschaft. Für ein Pfund Heidelbeeren konnte man 20 Pfennige bekommen, auch die Erntezeit war früher länger. Wenn heute die Heidelbeer-Ernte nach 1-2 Wochen zu Ende geht, so fand sie vor einigen Jahrzehnten über 4-6 Wochen statt; durch den Klimawandel ist die optimale Reifezeit viel kürzer geworden. Im Jahr 1900 haben die Menschen zum Beispiel 100 Tonnen geerntet, damals wie heute nur von Hand. "Als Kind habe ich von einem Heidelbeer-Staubsauger geträumt" erzählt er, während wir uns gebückt langsam durch die Büsche arbeiten. Nadelbäume sind nicht gleich Monokultur Als Förster im Revier rund um das Heidelbeerdorf hat er die letzten 30 Jahre damit verbracht, "den dunklen Tann" auszulichten, um den Beeren einen optimalen Standort zu bieten. „Die meisten Leute denken bei Nadelbäumen automatisch an Monokultur, aber das stimmt nicht. Es gibt auch einen Nadelmischwald aus Tannen, Kiefern und Fichten. Wandern auf dem Heidelbeerweg Er hat den Heidelbeerweg, einen 12 km langen Premiumwanderweg, mitkonzipiert, um Einheimischen und Besuchern dieses Erlebnis näher zu bringen. Von der Heidelbeer-Plattform im Wald hat man über Heidelbeersträucher einen herrlichen Blick ins Tal und wem das alles zu viel ist, der kann auf der Heidelbeer-Schaukel die Füße hochlegen. Key Facts zum Heidelbeerweg in Enzklösterle ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Gehzeit: 3:45 h Höhenmeter: 382 m Hm hoch und runter Länge: 12,7 km Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Ja, mit Bahn und Bus erreichbar Anfahrt: B 294 von Pforzheim, oder aus Freudenstadt bis nach Enzklösterle. GPS Daten: Du findest die GPS Daten auf der Seite von die Seite von Outdoor Active. Ausgangs- und Endpunkt: Der Rundweg startet an der Tourist-Information (hier gibt es kostenfreie Parkplätze und öffentliche Toiletten). Sicherheitshinweis: Kanada ist Bären Conutry. Auf meinem Blogpost "Sicher wandern und zelten im Bärenland Kanada" findest du Tipps, wie du Meister Petz aus dem Weg gehst und wie du dich verhältst, wenn du ihm doch begegnest. Ausrüstung: Für diese Wanderung empfehle ich Wanderschuhe, oder Trailrunnigschuhe. Auch Wanderstöcke können hier hilfreich sein. Je nach Wetter Regenschutz. Ausreichend Wasser mitnehmen. Heidelbeerpfannkuchen satt! Zurück in Enzklösterle halten die Heidelbeerkönigin und die Heidelbeerprinzessin beim Heidelbeerfest Audienz. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes blaues Blut. „Ich bin schon als kleines Mädchen mit meinen Eltern in die Heidelbeeren gegangen“ verrät mir die amtierende Prinzessin Jody Bredenhagen. Und was isst sie am liebsten aus den blauen Beeren, will ich wissen. Königin und Prinzessin sind sich einig: Heidelbeerpfannkuchen". Davon lasse ich mich schnell überzeugen. Denn dafür muss ich nicht einmal "in die Heidelbeeren gehen", sondern nur zu einem der vielen Stände, die auf dem Dorfplatz aufgebaut sind. Info Die Internetseite www.mein-schwarzwald.de bietet alle Informationen zu Übernachtungsangeboten, Restaurants, Wanderwegen und allen Aktivitäten. Die Heidelbeerwoche mit Heidelbeerfest findet dieses Jahr vom 20. bis 26. Juli 2026 Verschiedene Führungen rund um die Heidelbeere kannst du auf der Internetseite von Enzklösterle unter Veranstaltungen buchen. Anreise Als offiziell ausgezeichnetes „Nachhaltiges Reiseziel“ ist der nördliche Schwarzwald unkompliziert mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Unterkunft Wer schon immer einmal in einem Schäferwagen übernachten wollte, ist im Unteren Berghof genau richtig. Auf einer Wiese mit alten Obstbäumen steht ein blauer und ein grüner Schäferwagen, idyllischer kann man kaum schlafen. Der Schwarzwaldhof liegt im Ortskern von Enzklösterle. Einige der neu renovierten Zimmer verfügen über eine integrierte Sauna. Essen: Im Heidelbeerhaus in Enzklösterle gibt es alles rund um die blaue Beere. Vom Heidelbeerkuchen bis zum Heidelbeer-Secco. Hier ein Video, dass ich bei der Heidelbeere Ernte gemacht habe:

  • Wo ist der beste Platz, um die Schlossbeleuchtung in Heidelberg anzuschauen?

    Heidelberg ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Doch an zwei Abenden im Jahr verwandelt sich die Stadt in eine ganz besondere Kulisse. Dann leuchtet das Schloss rot, Kanonen donnern über den Neckar und ein großes Feuerwerk erhellt den Himmel über der Alten Brücke. Hier verrate ich dir meine Lieblingsplätze, um die Heidelberger Schlossbeleuchtung zu erleben und zu fotografieren. Die romantische Stadt am Neckar zieht schon seit Jahrhunderten Besucher in ihren Bann: Philosophen wanderten auf dem Philosophenweg und viele haben ihr Herz in Heidelberg verloren. Egal ob nur für einen Tag oder für eine Woche – hier gibt es immer etwas zu entdecken. Die Altstadt mit ihren kleinen Gassen und Geschäften lädt zum Bummeln ein, an der Neckarwiese wird gegrillt und Volleyball gespielt, während Odenwald und Neckar zahlreiche Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten bieten. Zweimal im Jahr findet die Heidelberger Schlossbeleuchtung statt. Dieses Jahr am 11. Juli und am 5. September 2026. Das Feuerwerk beginnt nach Einbruch der Dunkelheit meist gegen 22:15 Uhr. Obwohl ich das Feuerwerk schon unzählige Male gesehen habe, versuche ich jedes Jahr mindestens einmal dabei zu sein. Ich weiß, dass viele Menschen Feuerwerke für Tierquälerei, Luftverschmutzung und unnötigen Lärm halten. Diese Argumente kann ich durchaus nachvollziehen. Trotzdem liebe ich die traditionelle Schlossbeleuchtung. Falls du noch Tipps zu Hotels, Restaurants oder zum Einkaufen in Heidelberg suchst, wirst du hier fündig. Die Geschichte der Heidelberger Schlossbeleuchtung Der dramatische rote Feuerschein erinnert an die Jahre 1689 und 1693. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörten Truppen des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. große Teile Heidelbergs und brannten das Schloss nieder. Die weltberühmte Schlossruine entstand. Deshalb wird das Schloss auch heute noch nach drei Kanonenschlägen rot angestrahlt, bevor das eigentliche Feuerwerk beginnt. Anschließend erklingt das Lied „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“, bevor das große Feuerwerk über dem Neckar den Himmel erleuchtet. Die Tradition reicht sogar noch weite zurück: Bereits 1613 wurde ein großes Feuerwerk abgebrannt, um Elizabeth Stuart, die englische Königstochter und spätere Kurfürstin von der Pfalz, in Heidelberg willkommen zu heißen. Meine Lieblingsplätze für die Schlossbeleuchtung 1. Die Schlossterrasse – der beste Platz überhaupt Der schönste Platz ist für mich die Schlossterrasse. Allerdings gibt es einen Haken: Zutritt erhältst du nur mit einem Ticket für die gleichzeitig stattfindenden Schlossfestspiele. Diese Karten sind meist lange im Voraus ausverkauft. Wer das Glück hat, eine Karte zu ergattern, erlebt die Schlossbeleuchtung aus einer einzigartigen (exklusiven) Perspektive – mit Blick auf die Alte Brücke, den Neckar und das Feuerwerk. 2. Die Scheffelterrasse Direkt neben dem Schloss liegt die Scheffelterrasse. Von hier blickst du auf das Schloss, die Alte Brücke und den Neckar. Für Fotos ist das einer der schönsten Standorte in Heidelberg. Der Nachteil: Es wird sehr schnell voll. Wenn du hier einen guten Platz möchtest, solltest du früh kommen. 3. Der Philosophenweg Auch der Philosophenweg gehört zu den Klassikern. Von der gegenüberliegenden Neckarseite blickst du auf die Altstadt, die Alte Brücke und das Schloss. Leider ist eine der besten Aussichtsplattformen inzwischen wegen Einsturzgefahr gesperrt. Trotzdem finden sich entlang des Weges noch viele schöne Plätze. Auch hier gilt: früh da sein. 4. Die Neckarwiese Wer es entspannter mag, kann das Feuerwerk von der Neckarwiese aus genießen. Mit Blick auf die Alte Brücke und das Schloss sitzt man hier direkt am Fluss. Mein Tipp: Pack ein Picknick ein und komme früh genug. So wird der Abend schon vor dem Feuerwerk zum Erlebnis. 5. Die Nepomuk-Terrasse Einer meiner persönlichen Lieblingsplätze ist die Nepomuk-Terrasse am nördlichen Ende der Alten Brücke. Nur an den Abenden der Schlossbeleuchtung gibt es hier Bewirtung. Ab 18 Uhr spielt außerdem eine Live-Band. Zwar bekommst du von hier nicht gleichzeitig Schloss und Brücke ins Bild, aber die Atmosphäre ist einmalig. Mein Tipp für Fotografen Wenn du wirklich gute Feuerwerksfotos machen möchtest, solltest du ein Stativ mitbringen. Wie du auf meinen Bildern siehst, mache ich das meistens nicht. Ich möchte den Abend genießen und das Feuerwerk erleben, statt mich ständig auf Kameraeinstellungen zu konzentrieren. Deshalb fotografiere ich mit kurzen Belichtungszeiten – und nehme in Kauf, dass die Bilder nicht perfekt werden. Rahmenprogramm zur Schlossbeleuchtung Nepomuk-Terrasse Auf der Nepomuk-Terrasse lädt ein kleiner Biergarten von 16 bis 23 Uhr zum Verweilen ein. Ab 18 Uhr gibt es Live-Musik. Kornmarkt Auf dem Kornmarkt findet von 11 bis 20 Uhr ein Kunsthandwerks- und Warenmarkt statt. Bismarckplatz, Anatomiegarten & Neckarvorland Von Donnerstag bis Samstag sorgen zahlreiche Schaustellerstände rund um Bismarckplatz, Anatomiegarten und Neckarufer für Essen und Getränke. Konzert in der Heiliggeistkirche Um 18:15 Uhr beginnt in der Heiliggeistkirche ein Konzert zur Schlossbeleuchtung. Mein Tipp zur Anreise Zur Schlossbeleuchtung wird es in Heidelberg immer sehr voll. Viele Straßen rund um den Neckar werden gesperrt und Parkplätze sind Mangelware. Ich empfehle dir deshalb unbedingt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

  • Lohnt sich die Calgary Stampede in Kanada? Meine Tipps für Calgarys größtes Rodeo

    Calgary, die größte Stadt Albertas, ist mit ihrem internationalen Flughafen die erste Anlaufstelle für Besucher der kanadischen Rocky Mountains. Hier findet die berühmte Calgary Stampede - ein riesiges Rodeo-Event mit Powwow - statt und auch im Heritage Park fühlt man sich in den Wilden Westen zurückversetzt. Lohnt sich ein Besuch? Die Stampede in Calgary ist laut, bunt und angeblich die größte Outdoor Show der Welt. Wer abends noch im Vollbesitz seines Gehörs ist, hat etwas falsch gemacht. Musik und Ansagen dröhnen aus Lautsprechern. Es klappert, knallt, rauscht und dröhnt an den unzähligen Fahrgeschäften. Eine Big Band spielt, während eine Reiterparade vorbeizieht. Welcome to Cowtown Die kosmopolitische Stadt im Westen Kanadas mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern verdankt ihr schnelles Wachstum der Ölindustrie. Calgary ist nach wie vor von der Westernkultur geprägt, die der Stadt den Spitznamen "Cowtown" eingebracht hat. Dieses Jahr findet die Calgary Stampede in Kanada vom 4. bis 3. bis 12. Juli 2026 statt. Dies zeigt sich bei der Calgary Stampede, dem größten Rodeo-Festival Kanadas im Juli, das aus den früheren Landwirtschaftsausstellungen hervorgegangen ist. Verschiedene Wettbewerbe von Rodeo bis Chuckwagon racing Für die zehntägige Calgary Stampede sattelt Alberta die Pferde und setzt die Cowboyhüte auf, um Besucher aus aller Welt zu empfangen. Hier fällt nur auf, wer keinen Cowboyhut trägt. Während der Veranstaltung treten über 100 Athleten in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an, darunter Bareback Riding, Steer Wrestling und Bullriding. Rinder werden mit Lassos gefangen, Reiter galoppieren in rasantem Tempo um aufgestellte Fässer, Männer zählen jede Sekunde, die sie auf wild bockenden Pferden oder Stieren sitzen bleiben können - hier gibt es Wettbewerbe mit und ohne Sattel. Relay Races sind eine Art Staffellauf zu Pferd. Ein Team von vier Reitern reitet hintereinander auf demselben Pferd im Jagdgalopp über die Rennbahn. Die Staffelübergabe ist sozusagen der Pferdewechsel. Der bekannteste Wettbewerb ist das „Chuckwagon racing“, das seit 1923 ausgetragen wird. Bei diesem Rennen geht es darum, wie schnell ein Team sein "Lager" räumen kann. Dazu werfen die Teilnehmer Zeltstangen und ein Fass, das einen Campingkocher darstellt, hinten auf den Planwagen, springen auf ihre Pferde und folgen dem Wagen, der in einer Acht um zwei Fässer herumfahren muss, bevor er die Rennstrecke umrundet. Bei einem Preisgeld von 2 Millionen Dollar für den Sieger geht es zu wie in einer gigantischen Gameshow. Doch Tierschützer gehen auf die Barrikaden: Ist die über 125 Jahre alte und geschichtsträchtige Veranstaltung noch zeitgemäß? Einblick in Indigene Traditionen bei einem Powwow auf der Calgary Stampede Etwas uhiger geht es im Elbow River Camp zu. Hier bauen seit 1886 die Ureinwohner der fünf Nationen - Tsuu T'ina, Piikani, Stoney, Kainai und Siksika - ihre Tipis auf, veranstalten Powwows, bieten Kunsthandwerk an und lassen die Besucher an ihrer traditionellen Kultur teilhaben. Auch in Zeiten, in denen das Department of Indian Affairs versuchte, den First Nations ihre historischen Traditionen zu verbieten, wurde diese Tradition fortgeführt: Jedes Jahr wird eine indianische Prinzessin aus einer der fünf Nationen ausgewählt, um sie bei der Stampede zu repräsentieren. Die diesjährige Prinzessin der First Nations heißt Raegan First Rider. Raegan ist eine 20-jährige Jingle Dress Tänzerin der Kainai Nation. https://www.calgarystampede.com/ Die Geschichte der Stampede Bevor die ersten Europäer die Gegend um Calgary besiedelten, war das Gebiet südöstlich der kanadischen Rocky Mountains die Heimat der Blackfoot, deren Spuren sich dort mindestens 11.000 Jahre zurückverfolgen lassen. Die ersten weißen Siedler kamen um 1860, meist um Bisons zu jagen. Im Jahr 1883 nahm die Entwicklung der Siedlung an Fahrt auf, als Calgary an die Canadian Pacific Railway angeschlossen wurde. Siedler, die nun schnell mit der Eisenbahn von der Ostküste kommen konnten, bekamen Land geschenkt, und die Bevölkerung wuchs schnell. Gleichzeitig suchten Viehzüchter aus den südlich gelegenen Vereinigten Staaten neue Weidegründe für ihre Rinder und trieben ihre Herden immer weiter nach Norden bis in die Prärie von Alberta. Du kannst die Bilder durch Anklicken vergrößern Calgary wurde zum Zentrum der Rinderzucht und der Cowboys. Eine Tradition, die alljährlich mit der Calgary Stampede gefeiert wird. Die Wurzeln der Veranstaltung reichen bis ins Jahr 1886 zurück, als die „Calgary and District Agricultural Society“ ihren erste Landwirtschaftsmesse veranstaltete. Erst 1912 wurden auch Rodeo-Wettbewerbe ausgetragen - die Stampede war geboren. Kanada - wie vor 100 Jahren - im Calgary Heritage Park Wer sehen möchte, wie Kanada vor 100 Jahren (oder mehr) aussah, ist im Calgary Heritage Park genau richtig. Die Exponate decken die Geschichte Westkanadas von den 1860er bis zu den 1950er Jahren ab. Viele der Gebäude sind historisch und wurden in den Park transportiert, um dort ausgestellt zu werden. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten Teilweise sind sie mit Original Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Auch das Personal trägt historische Kostüme und der Park wird von alten Automobilen, Zügen und Pferdekutschen angefahren. Alte Häuser, Bauernhöfe, Züge, Schiffe, Tipis usw. wurden in der ganzen Region gesammelt und hier zu einem riesigen Freilichtmuseum wieder aufgebaut. Besucher können durch die Straßen schlendern, mit der Dampflokomotive fahren, alte Forts besichtigen und Handwerkern bei der Arbeit zusehen. Je nach Jahreszeit gibt es passende Veranstaltungen - im Herbst zum Beispiel zu Halloween und Weihnachten. Ein Riesenspaß für alle Altersgruppen und ganzjährig geöffnet. https://heritagepark.ca/ INFO Auf der Stampede Website findet man alle Informationen zu den Veranstaltungen, die man dort auch direkt buchen kann. Allgemeine Informationen zu Aktivitäten, Wetter und Unterkünften gibt es auf der Webseite von Travel Alberta. MACHEN Wer sehen möchte, wie Kanada zur Zeit der ersten Stampede aussah, ist im Calgary Heritage Park genau richtig. Alte Häuser, Bauernhöfe, Züge, Schiffe, Tipis usw. wurden aus der ganzen Region zusammengetragen und hier zu einem riesigen Freilichtmuseum wieder aufgebaut. ANREISE Von Deutschland aus gibt es täglich mehrere Linienflüge nach Calgary. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. Am unkompliziertesten ist die Weiterreise mit dem Mietwagen, z.B. über www.billiger-mietwagen.de ESSEN Auf dem Messegelände gibt es unzählige Stände mit Essen und Getränken. Von Cowboyaki (eine Mischung aus Sushi und Donut) über Hotdog Corndogs (Würstchen im frittierten Maismehlmantel) bis hin zu Food Halls, Show Cooking und einer brandneuen Weinbar mit Blick über das Gelände. Wer hier hungrig bleibt, ist selbst schuld. SCHLAFEN Das gemütliche und ruhige Bed & Breakfast Hughes House liegt nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Das im viktorianischen Stil erbaute Inglewood Bed and Breakfast hat Blick auf den Elbow River. Das Stampede-Gelände ist zu Fuß erreichbar.

  • Kanada Roadtrip: Wanderungen, Nationalparks & Kanu-Abenteuer von Vancouver Island bis Ontario

    Kanada ist mehr als Rocky Mountains und türkisfarbene Seen. In den letzten Jahren war ich mehrere Monate von Vancouver Island in British Columbia, Alberta, Yukon, Manitoba, Saskatchewan bis nach Toronto in Ontario bis hin nach unterwegs – Ein riesiger Roadtrip mit Mehrtageswanderungen, Kanuexpeditionen und Wildnisabenteuern. Inzwischen bin ich die gesamte Strecke von Vancouver Island bis nach Toronto mit dem Auto gefahren. Meine ungefähre Route: Dabei ging es durch die Rocky Mountains, durch den wilden Yukon, über endlose Prärien, zu abgelegenen Nationalparks, historischen Wasserwegen und einigen der wildesten Landschaften Nordamerikas. Ich bin durch die Rockies gewandert, habe an einsamen Flüssen gezeltet, Bären beobachtet, indigene Geschichten gehört, bin mit dem Kajak zwischen Walen gepaddelt und habe Regionen entdeckt, die viele Kanada-Reisende völlig links liegen lassen. Hier findest du meine besten Kanada-Reiseberichte, Wanderungen, Outdoor-Abenteuer, GPS-Daten und Planungstipps für deine eigene Reise durch Kanada. Anmerkung: Dieser Überblick wird in den nächsten Wochen um meine Abenteuer in Manitoba, Saskatchewan & Ontario erweitert. Kanada: Reiseplanung, Roadtrips & allgemeine Tipps Von der ersten Planung bis zum großen Roadtrip – diese Beiträge helfen dir bei der Vorbereitung deiner Kanada-Reise. Kanada im Überblick – Reisetipps für die Westküste Plane dein Kanada-Abenteuer: Reservierung, Camping & Packliste Sicher wandern und zelten im Bärenland Kanada Roadtrip durch den Yukon Highlights des Alaska Highway 48h in Vancouver Lieblingsunterkünfte in Westkanada Wandern in den Rocky Mountains & Nationalparks Türkisfarbene Seen, Gletscher, alpine Bergwelt und spektakuläre Wanderungen: Die Rocky Mountains gehören zu den bekanntesten Outdoor-Regionen Kanadas. Alle Touren sind mit GPS-Daten auf Outdooractive verknüpft. Die 5 schönsten Wanderungen in den Rocky Mountains Iceline Trail im Yoho Nationalpark Sentinel Pass & Lake Louise Skyline Trail in Jasper Sunshine Meadows Rundwanderung The Onion Hike (Banff Region) Wildnis, Kanutouren & große Abenteuer Kanada zeigt seine wahre Stärke dort, wo keine Straßen mehr sind: auf Flüssen, in der Wildnis und auf langen Mehrtageswanderungen. West Coast Trail (Vancouver Island) Grizzly Lake Mehrtageswanderung (Yukon) Slim’s River Mehrtagestour (Kluane Nationalpark) Samuel Glacier Wanderung (BC) Kajakabenteuer mit Bären & Walen (Vancouver Island) 12-tägige Kanuexpedition auf dem Hayes River zur historischen York Factory (Manitoba) Kanu im Algonquin Provincial Park (Ontario) Manitoba: Bären, Bisons & endlose Wasserwege Das Herz Kanadas. Manitoba liegt genau in der Mitte des Landes. Nur wenige Touristen verirren sich hierher – sie wissen gar nicht, was sie verpassen! Churchill – von Luxus bis Basic Riding Mountain National Park (Bisons & Natur) Whiteshell Provincial Park (Wandern) 2 Tage mit dem Kanu durch Manitobas Wildnis – Whiteshell Provincial Park, Kanada Winnipeg in Manitoba: Sehenswürdigkeiten, indigene Geschichte & Tipps für Kanadas unterschätzte Stadt Indigenous Stories & Residential Schools (Portage la Prairie) Hayes River Kanuexpedition zur York Factory Saskatchewan: Prärie, Badlands & stille Weite Unendliche Schotterstraßen, weiter Himmel, unzählige Sterne und der einzige Nationalpark, der der Prärie gewidmet ist. Grasslands National Park Cypress Hills Great Sand Hills Historic Reesor Ranch & Fort Walsh Wüste in Kanada? Die Great Sand Hills Ontario, Toronto & die Niagara Fälle Große Seen, große Natur, große Stadt – Ontario verbindet Stadt und Wildnis. Wanderungen an den Großen Seen 7 Dinge, die du an den Niagara Fällen nicht verpassen darfst Toronto & Niagara Falls Indigene Geschichten & authentische Erlebnisse Indigener Tourismus in Kanada boomt. Immer mehr Reisende möchten nicht nur die großartige Natur erleben, sondern auch einen Einblick in die Welt der First Nations gewinnen und die Geschichten der Menschen hören, die hier lebten, lange bevor die Weißen kamen. Dieses Wissen hat mich stark beeindruckt und die Geschichten haben mich tief berührt. Indigener Tourismus in Kanada Orange Shirt Day & Residential Schools York Factory & Hayes River Expedition GPS-Daten & Outdooractive Viele meiner Wanderungen, Kanutouren und Mehrtagestouren in Kanada sind mit GPS-Tracks auf Outdooractive verknüpft. So kannst du die Touren direkt für deine eigene Reiseplanung nutzen.

  • Wüste in Kanada? Die Great Sand Hills in Saskatchewan

    Die Erde ist eine Scheibe. Auf der meiner Fahrt von Calgary nach Saskatchewan sehe ich nur flaches Land. Am Horizont drehen Mähdrescher ihre Runden. Rechts und links der Straße stehen vereinzelte verlassene Häuser und Getreidesilos. Hinter mir zieht eine riesige Staubwolke her. Hier ist wirklich der Wilde Westen. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Die Luft flirrt vor Hitze und Staub. Ich bin auf dem Weg in die Wüste. Key Facts zu den Great Sand Hills ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Schwierigkeit: leicht Länge: individuell kombinierbar Highlight: Sanddünen mitten in Kanada, die absolute Einsamkeit Mein Tipp: Früh morgens oder abends kommen, dann leuchten die Dünen besonders golden 👉 Die GPS-Daten für die Wanderung durch die Great Sand Hills findest du auf Outdooractive. Mitten durch den Wilden Westen Saskatchewans Die Great Sand Hills sind ein rund 1.900 km² großes Dünengebiet im Südwesten von Saskatchewan. Zwischen Sanddünen, Präriegras und vereinzelten Espen wachsen Weiden und Beifuß. Außerdem leben hier Maultierhirsche, Antilopen und zahlreiche Vögel. Schon vom Parkplatz aus sieht man eine große Holzskulptur mit hängenden Cowboystiefeln vor dem Himmel baumeln. Die Stiefel erinnern an den Rancher John Booth, der einmal sagte: „Jeder Tag, an dem ich aufstehe und meine Stiefel den Boden berühren, ist ein guter Tag.“ Und damit auf Anhieb sympathisch wirkt. Geisterstadt irgendwo im Nirgendwo Weil mich vorher jemand vor Schlangen gewarnt hat, ziehe ich vorsichtshalber erst mal Wanderschuhe an. Der kleine Ort, in dem man von der Hauptstraße abbiegt, wirkt komplett verlassen. Es fehlt eigentlich nur noch ein trockener Busch, der über die Straße rollt, damit die Szene perfekt wie aus einem Westernfilm aussieht. Ein paar vergliche Wandgemälde erzählen von der eins großen Geschichte dieses Dorfes. An einer Ecke steht ein heruntergekommenes Gebäude mit einem Alkoholgeschäft. Draußen hängt ein Schild mit „Open“, obwohl alles verlassen aussieht. Ich drücke trotzdem die Tür herunter. Offen. Drinnen frage ich den Mann hinter dem Tresen nach dem Weg zu den Dünen. „Da vorne rechts. Und dann einfach immer weiterfahren“, sagt er. „Wenn du denkst, dass du falsch bist, bist Du richtig.“ Ich glaube ihm und fahre los. Mein Tipp: Bei Google Maps am besten „Hanging Cowboy Boots“ eingeben. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Allein in der Wüste Kanadas Sobald ich die ersten Dünen hinaufsteige, weiß ich, dass sich die lange Fahrt gelohnt hat. Ich bin komplett allein. Nur ich und die Wüste. Informationen zu den Great Sand Hills in Saskatchewan Allgemeine Informationen zu Saskatchewan und den Great Sand Hills findest du auf der Seite von Tourism Saskatchewan Anreise Am leichtesten ist Saskatchewan über Calgary zu erreichen. Flüge mit Zwischenstopp von Frankfurt nach Calgary gibt es beispielsweise mit Condor oder Air Canada. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTA) erforderlich. Von Calgary aus geht es mit einem Mietwagen weiter. Es ist auch möglich, das Auto an einem anderen Flughafen abzugeben. Ich bin beispielsweise bis nach Toronto gefahren. Dann ist die Leihgebühr zwar teurer, dafür muss man aber nicht zurückfahren. Die Straßen in Saskatchewan sind ein kleines Abenteuer. Viele sind nur Schotterpisten. Die Great Sand Hills liegen im Südwesten von Saskatchewan und sind nur mit dem Auto erreichbar. Tankstopps solltest du unbedingt gut planen. In manchen Orten kann man nur mit lokalen Mitgliedskarten tanken. Kreditkarten werden nicht überall zuverlässig angenommen. Ich habe teilweise vorher die Tankstellen angerufen um sicher zu sein. Sicherheitshinweise Die Gegend ist sehr abgelegen. Deshalb solltest du unbedingt: ausreichend Wasser Offline-Karten dabeihaben. Außerdem wurde ich mehrfach vor Schlangen gewarnt — festes Schuhwerk schadet also definitiv nicht.

  • Die angeblich schwierigste Wanderung in Manitoba – Hunt Lake Trail im Whiteshell Provincial Park, Kanada

    Die schwierigste Wanderung Manitobas? Klingt erst mal nach einer ziemlich wilden Tour. Tatsächlich ist der Hunt Lake Trail vor allem eine unglaublich schöne Wanderung mit Granitfelsen, Badeseen und überraschend viel Auf und Ab. Auf dem Weg sehe ich Weißkopfseeadler, einen lustigen Vogel, der aussieht wie ein Huhn, und Eichhörnchen. Anspruchsvolle Wanderung durch Manitobas Wildnis Key Facts zum Hunt Lake Trail ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Schwierigkeit: Anspruchsvoll für Manitoba, moderat für geübte Bergwanderer Länge: 12 km Höhenmeter: ca. 300 hm Dauer: ca. 4–5 Stunden Highlight: Granitfelsen, Badebuchten & Ausblicke auf die Seen Mein Tipp: Badesachen mitnehmen 👉 Die GPS-Daten zur Wanderung findest du hier auf Outdooractive. Nur knapp zwei Stunden von Winnipeg entfernt beginnt die Wildnis. Der Hunt Lake Trail führt im lustigen bergauf und bergab, über Granitfelsen, Baumwurzeln und schmale Waldpfade entlang des namensgebenden Hunt See. Der Trail gilt als anspruchsvollste Wanderung im Whiteshell Provincial Park und als eine der schwierigsten Wanderungen Manitobas. Wer allerdings alpines Gelände gewohnt ist, wird die Tour wahrscheinlich eher als abwechslungsreiche Wanderung mit einigen steileren Passagen empfinden. An mehreren Stellen muss man die Hände zur Hilfe nehmen und über Felsen klettern. Genau das macht den Weg aber abwechslungsreich. Seen, Felsen und Badebuchten Besonders schön sind die ständigen Ausblicke auf den Hunt Lake und den West Hawk Lake. Immer wieder führen kleine Pfade hinunter ans Wasser. Dort warten glasklare Seen und flache Felsen, die perfekt für eine Pause oder ein Bad geeignet sind. Der Weg selbst verläuft teilweise direkt am Ufer entlang, dann wieder durch bewaldete Abschnitte mit überwucherten Passagen und über zerklüftete Granitfelsen. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten Der schönste Platz der Wanderung Der Umkehrpunkt der Wanderung ist eine ruhige Bucht am West Hawk Lake. Dort gibt es: schöne Felsen zum Sitzen einen Unterstand eine Feuerstelle perfekte Badestellen Ein großartiger Ort zum Schwimmen, Picknicken und Entspannen, bevor es zurückgeht. Weitere Wanderungen im Whiteshell Provincial Park Wenn du noch mehr Zeit im Whiteshell Provincial Park hast, lohnen sich auch: der Top of the World Trail - hier gibt es auch zahlreichen Mountainbike-Trails die McGillivray Falls Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten Allgemeine Informationen Allgemeine Informationen zu Aktivitäten, Unterkünften und Outdoor-Abenteuern in Manitoba findest du hier: Travel Manitoba Aktuelle Bedingungen & Wanderkarten Aktuelle Informationen zum Zustand der Wanderwege, Campingplätze und Karten findest du auf der Seite des Whiteshell Provincial Parks. Dort kannst du auch Wanderkarten herunterladen.

  • 2 Tage mit dem Kanu durch Manitobas Wildnis – Whiteshell Provincial Park, Kanada

    Kristallklare Seen, boreale Wälder, einsame Inseln und abends Lagerfeuer am Wasser: Der Whiteshell Provincial Park in Manitoba ist eine tolle Outdoor-Region in Kanada. Bei dieser 2-Tages-Kanu-Tour paddelst du über drei Seen, schläfst auf einer kleinen Insel mitten in der Wildnis und erlebst Kanada von seiner ruhigsten Seite. Hier alle Infos inklusive GPS-Track zur Tour. Kanadas Wildnis nur zwei Stunden von Winnipeg entfernt Der Whiteshell Provincial Park liegt an der Grenze zu Ontario und ist von Winnipeg aus überraschend schnell erreichbar. Während der Anfahrtsweg wenig inspirierend durch eine topfebene Agrarlandschaft führt, ändert sich die Szenerie schlagartig, sobald man den Highway One verlässt: Dichte boreale Wälder, glitzernde Seen und endlose Natur. Im Park leben Schwarzbären, Elche, Wölfe, Luchse, Flussotter, Biber und Füchse. Dazu kommen unzählige Wanderwege und Kanurouten. Genau deshalb gehört der Whiteshell Provincial Park zu den beliebtesten Outdoor-Zielen Manitobas. Key Facts zur 2 Tages-Tour mit dem Kanu durch den Whiteshell Provincial Park ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Schwierigkeit: Bei schönem Wetter entspannt. Länge: 17 km Dauer: 2 Tage Highlight: Back Country Camping mit Lagerfeuer am See 👉 Den GPS-Track zur gesamten Kanutour findest du hier über Outdooractive. Abends sitzt man am Lagerfeuer, hört das Wasser ans Ufer schlagen und mit viel Glück sieht man sogar Polarlichter über den Bäumen. Auf dieser entspannten Backcountry-Tour lassen sich drei Seen besonders gut kombinieren: Brereton Lake Mud Turtle Lake Vandal Lake Die Route eignet sich perfekt für zwei Tage. Gepaddelt wird durch stille Buchten, vorbei an kleinen Inseln und dichten Wäldern. Besonders praktisch: Für die gesamte Tour muss das Equipment nur einmal bei einer kürzeren Portage über Land getragen werden. Gezeltet wird auf einer kleinen Insel mitten im See. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Wenn du schon im Whiteshell Provincial Park bist, solltest du unbedingt noch etwas länger bleiben. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehört der West Hawk Lake, der tiefste See Manitobas. Er entstand vor Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag. Außerdem gibt es im Park historische Petroforms am Bannock Point sowie zahlreiche Wanderwege. Besonders empfehlen kann ich die Wanderung zum Hunt Lake. Die stelle ich dir im nächsten Blogpost genauer vor. Geführte Kanutour oder auf eigene Faust? Wer kein eigenes Equipment besitzt, kann problemlos ein Kanu mieten oder eine geführte Tour buchen. Ich selbst war mit der Wild Loon Adventure Company unterwegs und musste außer warmer Kleidung praktisch nichts mitbringen. Das gesamte Equipment wurde gestellt. Gerade für alle, die zum ersten Mal eine Backcountry-Kanutour machen möchten, ist das eine entspannte Möglichkeit. Informationen & Tipps für den Whiteshell Provincial Park Allgemeine Informationen Allgemeine Informationen zu Reisezielen, Aktivitäten, Attraktionen und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der Webseite von Travel Manitoba und auf der Seite des Whiteshell Provincial Park Anreise nach Manitoba Flüge mit Zwischenstopp von Frankfurt nach Winnipeg gibt es beispielsweise mit Condor oder Air Canada. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTA) erforderlich: . Am Flughafen in Winnipeg kannst du unkompliziert einen Mietwagen buchen. Die Straßen in Richtung Whiteshell Provincial Park sind sehr gut ausgebaut – ein normales Auto reicht völlig aus. Übernachten am West Hawk Lake Ich habe in einem Cottage des West Hawk Lake Resort übernachtet. Besonders gemütlich fand ich das Kaminfeuer am Abend Anfang September kann es in Manitoba nachts schon ziemlich kalt werden. Alternativ gibt es im Whiteshell Provincial Park zahlreiche Campingplätze. Restaurants am West Hawk Lake Das „Hi-Point Restaurant and Lounge“ ist das einzige Lokal im Ort, das das ganze Jahr über an sieben Tagen in der Woche geöffnet ist. Es wartet mit einer leckeren Speisekarte und einer Terrasse auf. Eine weitere Möglichkeit, direkt am Strand zu essen, ist Meteor Mike's. Dort werden unter anderem Burger, Zwiebelringe, Milchshakes und Eistüten serviert. Weitere beliebte Lokale sind die Crescent Beach Cottages (für Eis) und das Nite Hawk Cafe, das für seine Burger und Sandwiches bekannt ist.

  • Winnipeg in Manitoba: Sehenswürdigkeiten, indigene Geschichte & Tipps für Kanadas unterschätzte Stadt

    Winnipeg liegt mitten in Kanada und wird von vielen Reisenden nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Churchill genutzt. Dabei hat Manitobas Hauptstadt deutlich mehr zu bieten: kreative Viertel, spannende indigene Geschichte, moderne Architektur, hervorragende Museen und eine überraschend coole Food-Szene. Hier findest du meine Tipps für Winnipeg inklusive Sehenswürdigkeiten und dem GPS-Track für die Highlights Rund um das touristische Herz der Stadt "The Forks". Winnipeg – das unterschätzte Herz Kanadas Winnipeg liegt geografisch fast genau zwischen Ost- und Westküste Kanadas. Trotzdem wird die Stadt meistens links liegen gelassen. Dabei wissen Besucher nicht, was sie verpassen, denn Winnipeg ist eine quirlige, aufstrebende und auch ein bisschen schräge Stadt. Hier hat man das Gefühl, dass ständig irgendetwas los ist: kulturelle Veranstaltungen, neue Restaurants, Museen und Ausstellungen. Eine Stadt, die viel zu schade ist, um nur weiterzureisen. Außerdem hat die Stadt sogar eine Verbindung zu Winnie the Pooh: Der Tierarzt Harry Coleburn rettete 1914 ein Schwarzbärenbaby und nannte es „Winnie“ – nach seiner Heimatstadt Winnipeg. Später inspirierte die Bärin im Londoner Zoo die berühmten Geschichten von Pu dem Bären. The Forks – Treffpunkt seit über 6.000 Jahren Das touristische Zentrum der Stadt ist „The Forks“, wo der Red River und der Assiniboine River zusammenfließen. Heute befinden sich hier Restaurants, Bars, kleine Shops und Biergärten. Früher trafen sich an genau diesem Ort bereits indigene Gruppen zum Handel und Austausch. Besonders spannend wird die Geschichte bei einem geführten Rundgang mit Turtle Tours. Unsere Guide Jane Flett McMahon erklärt, warum die Flüsse früher die „Highways“ Kanadas waren und welche Bedeutung dieser Ort für ihre Vorfahren hatte. Sie sagt: „Hier, wo die Flüsse zusammenkommen, waren früher die Ufer mit den Tipis meiner Vorfahren gesäumt“ Entlang des Flusses erzählen Informationstafeln von der Geschichte der Region, vom Leben mit den Bisons und vom Handel der Hudson’s Bay Company. Rund um The Forks befinden sich außerdem Kunstwerke, Parks und ein indigener Festplatz. 👉 Hier findest du den GPS-Track meines Stadtrundgangs durch Winnipeg. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Museum für Menschenrechte Das auffälligste Gebäude in Winnipeg ist das im Jahr 2014 eröffnete Canadian Museum for Human Rights. Die Struktur aus Beton und Glas, die in die Höhle strebt, gehört inzwischen zu den Wahrzeichen der Stadt. Der Besuch führt symbolisch aus der Dunkelheit ins Licht und macht damit deutlich, dass die Menschenrechte ein fortlaufender Prozess sind, der noch nicht abgeschlossen ist. Besonders die Ausstellung zur indigenen Geschichte Kanadas bleibt als dunkle Erinnerung noch lange im Kopf. Winnipeg überrascht mit cooler Food-Szene Egal ob Pub, Restaurant, oder Foodstall, egal ob Karibisch, indigen oder vegan. Die Auswahl und die Qualität des Essens ist beeindruckend: Besonders gefallen haben mir: Nola ist ein hippes Restaurant in Norwood. Hier kann man in cooler Atmosphäre viele kleine Gerichte mit verschiedenen Geschmacksrichtungen kombinieren. Im „The Leaf“ befindet sich die „Gather Craft Kitchen & Bar“. Hier gibt es laut eigener Aussage „moderne Prärieküche“, die von der Natur und den Pflanzen im „The Leaf“ inspiriert wurde. Je nach Saison werden die Speisen aus frischen Produkten zubereitet, die aus den Gärten des Parks stammen, sowie aus Zutaten von lokalen Erzeugern und Bauern aus Manitoba. Vor dem prämierten Clementine bildet sich am Wochenende eine Schlange von Frühstücksbegeisterten. Früh da sein lohnt sich für alle, die nicht warten wollen. Die Tall Grass Prairie Bread Company ist ein wahrer Pionier der kanadischen Bäckerszene. Seit mehr als 30 Jahren mahlt das Unternehmen lokale Bio-Traditionsweizensorten. Ihre Zimtschnecken sind legendär. Es gibt einen Standort in der Markthalle von The Forks. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Lohnt sich Winnipeg? Auf jeden Fall! Winnipeg ist voller Kontraste: Es gibt nachdenkliche Momente, tolle Museen, das älteste Ballett Kanadas, die größte Ausstellung indigener Kunst, den höchsten Indoor-Wasserfall im riesigen Gewächshaus „The Leaf“, eine erstaunlich coole Food-Szene und interessante Architektur. Die Stadt fühlt sich energiegeladen an. An jeder Ecke scheint sich etwas zu entwickeln, zu eröffnen oder zu verbessern. Wer hier nicht aus dem Flieger aussteigt, verpasst etwas: einen Ort, der einem ans Herz wächst – nicht, weil er berühmt und geleckt schön ist, sondern weil er sich lebendig, kreativ und echt anfühlt Informationen & Tipps für Winnipeg Info: Allgemeine Informationen zu Reisezielen, Aktivitäten, Attraktionen und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der Webseite von Travel Manitoba und auf der Seite der Stadt Winnipeg. Anreise: Flüge mit Zwischenstopp von Frankfurt nach Winnipeg gibt es beispielsweise mit Condor oder Air Canada.. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTA) erforderlich. Schlafen: Das „Inn at The Forks“ liegt im Herzen von The Forks. Das Museum für Menschenrechte sowie alle Bars und Geschäfte sind zu Fuß zu erreichen. Machen: Eine entspannte Art, einen ersten Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bekommen, ist eine Bootstour mit Winnipeg Waterways, die an der Jetty von The Forks startet. Die Winnipeg Art Gallery Qaumajuq - kurz WAG - beherbergt eine beeindruckende Sammlung von über 27.000 Kunstwerken aus verschiedenen Epochen, Kulturen und Medien, darunter die weltweit größte öffentliche Sammlung zeitgenössischer Inuit-Kunst.

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