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  • Wanderung zum Eva- & Miller Lake Revelstoke National Park, Kanada

    Die Wanderung zum Eva- & Miller Lake im Mount Revelstoke National Park ist die perfekte Einsteiger Tour für Wanderungen in den Rocky Mountains. Revelstoke liegt etwas ab vom Schuss und das hat auch Vorteile. Wenn alle anderen Nationalparks in den Rocky Mountains im Sommer überlaufen sind findest du hier noch ein bisschen Ruhe. Vor allem liegt das Städtchen Revelstoke optimal auf dem Weg zwischen der Küste und den Bergen. Die Wanderung zum Eva und Miller Lake im Mount Revelstoke Nationalpark Kanada gibt dir einen guten Vorgeschmack auf die Wunder, die dich in Kanada erwarten: Hohe Berge, glasklare Seen, Murmeltiere, und einfach unschlagbare Natur. Tipp: Auf dem Rückweg lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Gipfel des Mount Revelstoke (1.935 m), nach dem der Nationalpark benannt ist. Key Facts zur Wanderung zum Eva- & Miller Lake Revelstoke National Park, Kanada ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Gehzeit: 6 h Höhenmeter: 600 Hm hoch und runter Länge: 16,6 km Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Nein GPS Daten: Ich habe Dir auf die Seite von Outdoor Active die GPS Daten zur Wanderung geladen Ausgangspunkt: Revelstoke Summit Parkplatz Sicherheitshinweis: Kanada ist Bären Conutry. Auf meinem Blogpost "Sicher wandern und zelten im Bärenland Kanada" findest du Tipps, wie du Meister Petz aus dem Weg gehst und wie du dich verhältst, wenn du ihm doch begegnest. Ausrüstung: Für diese Wanderung empfehle ich Wanderschuhe, da der Abstieg über eine Schotterrinne erfolgt. Auch Wanderstöcke können hier hilfreich sein. Regenschutz, warme Kleidung und Bärenspray sind in Kanada ein Muss. EINTRITT NATIONALPARK Die Nationalparks in Kanada kosten Eintritt. Jeder Tag kostet 10,50 $. Wenn man länger bleibt oder mehrere Nationalparks besuchen möchte, lohnt sich der Parcs Canada Discovery Pass für 72,25 $, der ein Jahr lang in allen Einrichtungen von Parcs Canada gültig ist. Weitere Infos und Links: Auf der Seite von Parcs Canada findest du alle Informationen, die du über den Mount Revelstoke National Park brauchst. Beschreibung: Der gut markierte Weg führt über Almwiesen, durch ein felsdurchsetztes Tal und schlängelt sich durch subalpinen Wald zum Millersee (kurzer Abstecher) und nach einem Kilometer zum Eva-See. Hier wandert man links am Ufer entlang und kommt zu einer rustikalen Schutzhütte aus den 20er Jahren. Von hier aus hast du einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge. Anfahrt: Die Anfahrt zum Parkplatz am in der Nähe des Gipfels erfolgt über den "Meadows in the Sky Parkway“, der sich 26 Kilometer bergauf von einer Höhe von 470 Metern am Trans Canada Highway bis auf 1835 Meter am Summit Parkplatz windet. Kleiner (National) Park, grosses (Natur) Kino Im mit 260 km2 relativ kleinen Mount Revelstoke National Park wanderst du durch einen weltweit seltenen gemäßigten Binnenregenwald. Hier wohnt eine Herde der vom Aussterben bedrohten Karibus und der Park bietet Lebensraum für Pumas, Grizzlybären (Bärenspray nicht vergessen), Luchse, Schwarzbären, Rotfüchse, Elche, Marder, Kojoten, verschiedene Fledermausarten, Timberwölfe, verschiedene Spitzmausarten, Wühlmäuse, Vielfraße und Bergziegen. Es gibt eine Vielzahl von Wildblumen (im Frühling ein Traum), darunter die Arktische Lupine, die Gletscherlilie, die Rosa Bergheide, das Weidenröschen und der Gefleckte Steinbrech. An den Seen kannst du Pflanzen der Feuchtgebiete, wie z.B. die Sumpfdotterblume, die Wasserlinse und den Schachtelhalm finden. INFO Auf der Website von Parks Canada sind alle Informationen in Englisch und Französisch zu finden. https://parks.canada.ca/voyage-travel ANREISE Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Vancouver, oder Calgary. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/apply-de.html Am unkompliziertesten ist die Weiterreise mit dem Mietwagen, z.B. über www.billiger-mietwagen.de BESTE ZEIT Die beste Wanderzeit in den Rocky Mountains ist von Anfang Juli bis September. Je nach Höhenlage muss aber auch im Sommer mit Schnee gerechnet werden. LITERATUR Kanadische Rocky Mountains vom Rother Verlag, Auflage 2023 UNTERKUNFT Der Snowforest Campground ist der luxuriösesten Stellplatz den ich von Parks Kanada gesehen habe. Es gibt warme Duschen! Wegen erhöhter Bärenaktivität kannst du hier nicht zelten, sondern nur im Auto oder Camper schlafen. Der Platz liegt am Anfang des Meadows in the Sky Parkway im Mount Revelstoke National Park und ist nur 5 km vom Stadtzentrum von Revelstoke entfernt. KARTEN Wer zusätzlich zu den Karten von Parks Canada eine detaillierte Wanderkarte haben möchte, kann bei Gem Trek eine wasser- und reißfeste Wanderkarte für die Region bestellen oder vor Ort kaufen. https://gemtrek.com/product-category/hiking-maps/

  • Abbot Ridge Wanderung im Glacier National Park, Kanada

    Die Wanderung zum Abbott Ridge führt hinauf in die alpine Tundra des Glacier Nationalparks in Kanada und endet auf einem schmalen Grat mit Blick über Gletscher. Eine absolute Top-Tour für konditionsstarke Wanderer. Key Facts zur Wanderung auf die Abbot Ridge Wanderung im Glacier National Park, Kanada ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Gehzeit: 7:30h Höhenmeter: 1.233 Hm hoch und runter Länge: 16,9 km Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Nein GPS Daten: Ich habe Dir auf die Seite von Outdoor Active die GPS Daten zur Wanderung geladen Ausgangspunkt: Illecillewaet Campground Sicherheitshinweis: Kanada ist Bären Conutry. Auf meinem Blogpost "Sicher wandern und zelten im Bärenland Kanada" findest du Tipps, wie du Meister Petz aus dem Weg gehst und wie du dich verhältst, wenn du ihm doch begegnest. Weitere Infos und Links: Auf der Seite von Parcs Canada findest du alle Informationen, die du über den Glacier National Park brauchst. Der Glacier National Park ist wild, wilde Natur, wilde Landschaft, wildes Wetter ... ... Sobald man über die Baumgrenze steigt, sieht man nur noch riesige Gletscher und Felsblöcke, die aussehen, als hätten Riesen wahlweise Steinweitwurf, Domino oder Holzklötzchen gespielt. Unterstrichen wird diese Wildheit durch die Tatsache, dass relativ wenig los ist. Selbst in der Wanderhochsaison Ende Juni habe ich den Weg die meiste Zeit für mich alleine. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Wanderung zum Abbot Ridge im Glacier National Park, Kanada durchaus anspruchsvoll ist. 1100 Höhenmeter, die meisten davon steil bergauf, Schneefelder, die an steilen Hängen gequert werden müssen, und kleinere Kletterpassagen, je nachdem, wie weit man sich auf dem Abbot Ridge vorwagt. Und das alles auf eine Strecke von16 Kilometern. Klicke auf die Bilder um sie in gross zu sehen: Die Abbot Ridge - die Lieblings-Wanderung vom Park Ranger „Nimm auf jeden Fall den steilen Aufstieg“, warnt mich der Parkranger von Parcs Canada. Ich hatte ihn nach seiner Lieblingstour im Glacier National Park gefragt und seine Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Abbot Ridge. Die Aussicht ist unschlagbar.“ Aber Ende Juni liegen dort noch Schneefelder von etwa 2,00 Metern. Je später ich diese überquere, desto sicherer und einfacher ist es. Mit diesem guten Tipp im Hinterkopf mache ich mich bei schönstem Wetter auf den steilen Weg. Schon nach kurzer Zeit komme ich aus dem Schnaufen. Ich treffe auf eine Gruppe von Tagesausflüglern, die den Weg nur bis zum Marion Lake machen. Diesen lasse ich erst einmal rechts liegen und steige weiter steil durch den Wald den Berg hinauf. Eigentlich geht mir die Puste aus, aber ab und zu rufe ich an unübersichtlichen Stellen ein „Achtung Bär, ich komme“. Was bin ich froh, als ich die Baumgrenze erreiche, denn endlich habe ich nicht nur freie Sicht auf Berge, Gletscher und Seen, sondern muss dem armen Bären auch nicht mehr mit meiner Anwesenheit drohen. Doch meine Freude währt nicht lange. Im Norden ziehen dunkle Wolken auf. Ich kenne Gewitter aus den Alpen und sofort geht bei mir die Alarmstufe Rot an. Auf dem Plateau gibt es eine kleine Hütte, die ich im Notfall als Rückzugsort in Betracht ziehe, aber solange das Wetter hält, steige ich weiter auf. Gerade als ich den Grat erreiche, sehe ich, wie es im Norden regnet. Ich will umkehren, als ich an einem Mann vorbeikomme, der fröhlich auf Deutsch telefoniert. Er legt auf und stellt sich als Alex vor, ein ukrainischer Bergsteiger, der in München lebt. Er komme gerade aus dem Himalaya und das Wetter sei in Ordnung. Ich glaube ihm und gemeinsam steigen wir weiter zum Abbot Ridge auf. Etwas weiter fängt es an zu regnen und die Kletterpassagen sind mir bei diesem Wetter dann doch zu heikel. Alex lässt sich überreden und wir kehren um. Viel zu unentspannt bin ich, um den Blick über die Berge schweifen zu lassen, die hier in allen Himmelsrichtungen in den Himmel ragen: Im Westen der Glacier Crest 2251, im Norden Mount Sir Donald 3284 m und Uto Peak 2927 und auf der anderen Seite Cheops Mountain 2517. Dazwischen der gigantische Illecillewaet Gletscher. Eine Landschaft, die so wild, unberührt, wunderschön und vor allem bei diesem Wetter auch ein wenig lebensfeindlich erscheint. Die Wiege des kanadischen Alpinismus 1885 gelang dem berühmten kanadischen Botaniker John Macoun die Erstbesteigung des Rogers Pass. Drei Jahre später bestiegen die beiden Briten William Spotswood Greem und Henry Swanzy Mount Sir Donald, Terminal Peak und Mount Booney. Green nutzte den Keller des Glacier House Hotels, um seine Fotos zu entwickeln. Nach seiner Rückkehr nach England schrieb er das Buch „Among the Selkirk Glaciers“, das schnell zur Bibel des Bergsteigens wurde. Nach der Veröffentlichung des Buches begannen Bergsteiger zum Glacier House zu pilgern, obwohl ihre bergsteigerischen Kenntnisse zum Teil sehr dürftig waren. Daraufhin schlug J.H. Stallard 1896 der Canadian Pacific Company vor, professionelle Bergführer aus Chamonix in Frankreich und Zermat in der Schweiz anzuheuern. 1899 kamen Edward Feuz und Christian Häsler aus Interlaken und führten die Gäste - ein Erfolg, trotz des „horrenden„ Tageshonorars von 5 Dollar. Den Ruf als Mekka des Alpinismus festigte der berühmte britische Kletterer Edward Whymper, der sagte, die Berge hier seien wie „50 Switzerland in one“. Aber nicht nur Kletterer kamen, bald sprach sich die herrliche Landschaft herum und Gäste aus aller Welt trugen sich ins Gästebuch ein. INFO Auf der Website von Parks Canada sind alle Informationen in Englisch und Französisch zu finden. https://parks.canada.ca/voyage-travel ANREISE Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Calgary. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/apply-de.html Am unkompliziertesten ist die Weiterreise mit dem Mietwagen, z.B. über www.billiger-mietwagen.de BESTE ZEIT Die beste Wanderzeit in den Rocky Mountains ist von Anfang Juli bis September. Je nach Höhenlage muss aber auch im Sommer mit Schnee gerechnet werden. LITERATUR Kanadische Rocky Mountains vom Rother Verlag, Auflage 2023 UNTERKUNFT Der Illecillewaet Campground bietet einache Campingplätze mit Wasser und Toillete auf "First come, First serve" Basis. Moskitospray ist hier ratsam. Wer sich abseits der Campingplätze etwas Luxus gönnen möchte, ist in der Mount Engadine Lodge bestens aufgehoben. Benannt nach dem nahe gelegenen Gipfel des Mount Engadine, wurde die Lodge im Rahmen der Olympischen Winterspiele 1988 in Calgary erbaut und bietet inmitten eines grünen Tals mit Fluss einen malerischen Blick auf die Berge. Hier gibt es Hütten, Yurten und gemütliche Zimmer, Gourmetessen inklusive. Zum Nachmittagstee sind auch Gäste ohne Übernachtung willkommen. Die Tentridge-Wanderung beginnt direkt vor der Tür. https://mountengadine.com/ KARTEN Wer zusätzlich zu den Karten von Parks Canada eine detaillierte Wanderkarte haben möchte, kann bei Gem Trek eine wasser- und reißfeste Wanderkarte für die Region bestellen oder vor Ort kaufen. https://gemtrek.com/product-category/hiking-maps/

  • Gemütliche Fahrrad-Tour in Kanada: Der Kettle Rail Trail durch den Myra Canyon

    Der berühmte Kettle Valley Rail Trail ist eine mehrtägige Fahrrad-Tour durch den Südwesten Kanadas. Der spektakulärste Abschnitt des Trails schlängelt sich bei Kelowna entlang des Myra Canyon. Der 24 km lange Rundweg führt entlang einer stillgelegten Eisenbahntrasse, die sich durch die Berge über dem Okanagan Valley schlängelt. Er kann mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkundet werden und ist dank der sanften Steigungen (nie mehr als 2,2 %) auch mit Kindern zu bewältigen. Bder Fahrrad-Tour auf dem Kettle Valley Rail Trail in Kanada bietet einen fantastischen Blick in den Myra Canyon. Zwei Tunnel und insgesamt 18 Pfeilerbrücken überspannen die Schlucht, an deren Felswänden der Weg entlangführt. Gleich zu Beginn der Tour kann man die nächsten 10 km des Radweges überblicken, der sich U-förmig an die steilen Berge des Myra Canyons schmiegt. Fast zerbrechlich wirken die hölzernen Eisenbahnbrücken in dieser mächtigen Landschaft. Kaum vorstellbar, dass hier einst Lokomotiven und voll beladene Waggons verkehrten. 40 Meter hoch und 150 Meter lang ist die größte dieser Holzkonstruktionen. Wie sie in das unwegsame Gelände gebaut wurden, grenzt an ein Wunder. Key Facts für die Fahrrad-Tour entlang des Kettle Rail Trail durch den Myra Canyon ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Gehzeit:  4:00 Höhenmeter: 357 Hm hoch und runter Länge: 25 km Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Nein Familientauglich? ja Einkehr unterwegs nein Ich habe Dir die GPS Daten auf Outdooractive gespeichert BESTE ZEIT Ganzjährig (im Winter ist die Strecke auch mit Schneeschuhen, oder dem Fatbike machbar) Ausgangspunkt Parkplatz Myra Canyon 1.262m Hinweis: Die Wanderung ist nur mit Steinmännchen markiert. Alternative: Wer will kann dem Kettle Valley Rail Trail bis zum 23 km entfernten Chute Lake folgen. Die Geschichte des Kettle Valley Rail Trail in Kanada "Eine Eisenbahn wie keine andere" Der Bau und Betrieb der 1916 eröffneten Kettle Valley Railway machte Schlagzeilen. Sie war eines der wichtigsten politischen Ziele des damaligen Premierministers Sir Richard McBride. Für ihn wie auch für viele andere war die Eisenbahn eine notwendige Verbindung zwischen dem Landesinneren und der Küste und ein Mittel, das Landesinnere als kanadisches Territorium zu erhalten. Andere sahen in dem Projekt einen unnötigen Wettbewerb, der durch zu viele Emotionen und Stolz angeheizt wurde. Sie empfanden die Investition öffentlicher Gelder als Verschwendung. Die einst 525 km lange, kurvenreiche Eisenbahnstrecke war, gemessen an den Kosten pro Kilometer, eine der teuersten, die je gebaut wurden. Sie diente dem Transport von Silbererz aus den südlichen Kootenays nach Vancouver. 1989 wurde die Strecke stillgelegt - sie hatte sich längst nicht mehr rentiert. Kurz darauf wurden die Gleise und Dutzenden von Brücken in den Trans Canada Trail integriert, der auf 24.000 Kilometern vom Atlantik im Osten zum Pazifik im Westen quer durch Kanada führt. Nachdem der Canyon und die Bahnlinie von der Bahn aufgegeben worden waren, setzte sich die Myra Canyon Trestle Restoration Society, eine gemeinnützige kanadische Stiftung, erfolgreich dafür ein, dass der Myra Canyon Teil des Myra-Bellevue Provincial Park wurde und 2002 zu einem National Historic Site of Canada erklärt wurde. Seit 1993 arbeiten Freiwillige daran, die Brücken mit Geländern zu versehen (sonst wäre die Strecke für Menschen mit Höhenangst unpassierbar), Stege zu bauen, den Weg zu verbessern, Schutzhütten zu errichten und Bänke entlang des Weges aufzustellen. In Tausenden von Arbeitsstunden wurden umgestürzte Bäume beseitigt und der Weg befestigt, um ihn befahrbar zu machen. Mit dem Fahrrad auf dem Abstellgleis Dass man heute noch die gesamte Strecke des Kettle Rail Trail durch den Myra Canyon mit dem Fahrrad befahren kann, grenzt an ein Wunder, denn 2003 wurden zwölf der Holzkonstruktionen bei einem Waldbrand nach einem Blitzeinschlag zerstört. Der Wiederaufbau ist vor allem der Myra Canyon Trestle Restoration Society zu verdanken, auf deren Website Karten zum Herunterladen und Informationen zu finden sind. INFO Tipps zu Restaurants, Hotels, Veranstaltungen und Aktivitäten findet man auf der Webseite von British Columbia. ANREISE Das Okanagan Valley liegt etwa vier Autostunden von Vancouver entfernt, wo sich der nächste internationale Flughafen befindet. Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Vancouver. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. Wer Kanada weiter erkunden möchte, bucht am besten einen Mietwagen. Diese gibt es zum Beispiel bei www.billiger-mietwagen.de Mit dem Auto erreicht man den Trail von Kelowna aus über eine Schotterpiste in ca. 40 Minuten. ÜBERNACHTEN Die Myra Canyon Lodge für Selbstversorger liegt 4 km vom Ausgangspunkt der Radroute entfernt und bietet verschiedene Zimmer und Appartements an. https://www.myracanyon.com/ Etwas weiter entfernt bietet die historische Chute Lake Lodge gemütliche Zimmer, Holzhütten, Yurten, Campingzelte und ein Restaurant. Hier kann man auch Ausrüstung und geführte Touren buchen. https://chutelakelodge.ca/ AUSRÜSTUNG Fahrräder (auch Kinderräder und Anhänger) gibt es direkt am Parkplatz des Myra Canyons bei Myra Canyon Rental (auch online reservierbar). Wer möchte, kann hier auch eine geführte Radtour mit anschließender Weinprobe auf einem der vielen Weingüter im Okanagan Valley buchen. Pick-up Service, Leihfahrräder und Weinprobe ca. € 175 https://www.myracanyonrental.com/rentals/

  • Grosses Abenteuer: Der West Coast Trail in Kanada

    Auf zum Abenteuer West Coast Trail in Kanada! Der 75 Kilometer lange Wanderweg steht bei vielen Abenteuerlustigen auf der Bucket List. Ich habe ihn gemacht. Alle Infos hier! 75 Kilometer, mehr als 100 Leitern, abertausende rutschige Bohlen, unzählige gefährliche Priele, 11 romantische Zeltplätze, 25 gestrandete Schiffe, 130 Brücken, Grauwale, Seeadler, Schwarzbären, Robben, Seelöwen und 1 mächtiger Pazifik. Der West Coast Trail in Kanada bietet viele Superlative und steht nicht ohne Grund ganz oben auf der Bucket List vieler Wanderer. Mit schwerem Gepäck klettern sie über Leitern, stapfen durch tiefen Schlamm, waten durch Flüsse, die von den Bergen gespeist werden, durch schnell fließendes, manchmal hüfthohes Wasser und trotzen jedem Wetter, das die wilde Westküste zu bieten hat - oft heftigstem Wind und Regen. Ursprünglich wurde der West Coast Trail angelegt, um den Überlebenden gestrandeter Schiffe an der wilden Westküste von Vancouver Island eine Überlebenschance zu bieten. Heute ist er einer der beliebtesten, aber auch anspruchsvollsten Fernwanderwege. Ist der West Coast Trail schwierig? Ja, ich hatte außergewöhnlich schönes Wetter und sehr trockene Bedingungen. An dem Tag, an dem es geregnet hat, kam das Wasser mehr oder weniger waagerecht. Die Vorstellung, bei diesem Wetter fünf Tage lang zu zelten, finde ich ziemlich beängstigend. Annalee hat mir erzählt, dass sie dann manchmal knietief im Schlamm watet. Auch die Holzbretter werden dann ziemlich rutschig. Am anstrengendsten ist es, das ganze Essen für die gesammte Zeit mitzuschleppen. Wenn du es nicht gewohnt bist, einen schweren Rucksack zu tragen, ist das eine echte Herausforderung. Ich würde dir empfehlen: Mache vorher Wanderungen mit schwerem Gepäck zu machen. Und mein absoluter Tipp. Packe alles wasserdicht ein. Ich hatte alle meine Sachen in einem wasserdichten Pack. Die meisten Leute werden wegen Unterkühlung evakuiert. Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten. Quick Facts West Coast Trail ♡-Faktor: ♡♡♡♡♡ Gehzeit: über 40 Stunden Höhenmeter: 1440 Hm hoch und runter Länge: 75 km Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln? ja mit dem Trail Bus - weiter Info weiter unten Familientauglich? Nicht wirklich geeignet für Kinder Einkehr unterwegs Alles Essen und Equipment muss mitgetragen werden. Eine detaillierte Packliste findest du am Ende dieses Blog Posts. GPS Daten von Outdooractive findest Du unter den jeweiligen Etappen weiter unten BESTE ZEIT Der West Coast Trail ist vom 01.05. bis 30.09. geöffnet, danach verkehren keine Fähren mehr. Ausgangspunkt Port Renfrew bzw. Bamfield, Wanderführer: Coastal Bliss bietet den West Coast Trail als Komplettpaket inklusive Permitbuchung, Transport, Verpflegung und Campingausrüstung an. https://coastalbliss.ca/ West Coast Trail, Etappen 1 & 2: Gordon River - Camper Creek Auf dem Weg zum ersten Zeltplatz Thrasher Cove warten Leitern und der steilste Anstieg als Härtetest. Am zweiten Tag kommt es auf das Timing an, denn es gilt, (halbwegs) trockenen Fußes über die Felsen nach Owens Point zu klettern. Die GPS Daten für Tag 1+ 2 kannst Du auf Outdooractive sehen WCT (West Coast Trail) Briefings, an denen jeder Wanderer teilnehmen muss, werden zwischen dem 1. Mai und dem 30. September täglich um 10:00 und 14:00 Uhr am Gordon River und in der Pachena Bay von Parcs Canada angeboten. Während des Treffens testen die Park Ranger mit Fragen, ob du das Vorbereitungsvideo und das PDF gelesen/gesehen hast. Beides findest du auf der Website von Parks Canada. Erst dann wird dein Permit ausgestellt. Um die Wanderung zu beginnen, musst du den Gordon River mit dem Boot überqueren. Die Fähre verkehrt täglich vom 1. Mai bis zum 7. Oktober. Die erste Überfahrt findet um 8:45 Uhr statt, danach um 10:30, 11:30, 12:30, 13:30, 14:30 und 15:30 Uhr. Was dich in den nächsten 7 Tagen erwartet, siehst du schon bei der Ankunft am Strand: Die erste (von ca. 100 Leitern) führt steil vom Strand hinauf auf die hohe Uferböschung. Der Weg ist gut markiert und die Kilometermarker zählen von 75 runter. Tag 1: Gordon River nach Thrasher Cove, 6 km, 3 bis 6 Std. Die Strecke am ersten Tag ist zwar nur 6 km lang, hat es aber in sich: Es geht steil bergauf und steil bergab auf wurzeligen Pfaden. Teilweise kannst du nur einen Kilometer pro Stunde zurücklegen. Nach 3 km kommst du an einer alten Zugmaschine vorbei, die Donkey genannt wird. Weiter geht es zum höchsten Punkt des West Coast Trails auf 213 m. Von dort ist es noch 1 km über teilweise sehr marode Bohlen, Leitern und rutschige Pfade bis zum ersten Campingplatz bei Thrasher Cove. Die Bucht ist schmal und die Flut kommt sehr hoch. Hier solltest du dir unbedingt einen Zeltplatz weit oberhalb der Flutlinie suchen. Tag 2: Thrasher Cove nach Camper Bay, 7/9 km*, 4:30 bis 8 Std. *Die kürzere Strecke ist die Strandroute, für die jedoch günstige Gezeiten erforderlich sind. Der zweite Tag ist von der Planung her der schwierigste: Hier musst du unbedingt Owens Point bei Ebbe passieren. Von Thrasher Cove geht es knapp über dem Meer über große Felsblöcke zum Ende der Bucht von Port San Juan. Links ragt malerisch der Kellet Rock - ein kleiner bewachsener Felsen - aus der Brandung. Am Owens Point führt der Weg nach Westen, wobei einige tief in den Fels gehauene Priele zu überwinden sind. Hier ist das Timing noch kritisch. Nach einigen Höhlen geht es einige Meter auf das Riff hinauf. Bei Kilometer 66 befindet sich die Otter Slide, eine steile Felsplatte, die man unbedingt unten passieren muss, da die Oberkante bemoost und rutschig ist. Hier haben sich schon viele Unfälle ereignet. Bojen markieren den Einstieg vom Strand auf den Waldweg. Die letzten 4 Kilometer des Tages führen über Stock und Stein bis zum Camper Bay Camp in Camper Creek. Mein Tipp Je nach Gezeitentabelle kann man seinen Übernachtungsplatz variieren. Den Weg von Trhasher Cove bis zur Otter slide sollte man bei niedrigem Wasserstand zurückzulegen, denn der Weg durch den Wald ist zugewachsen! Außerdem würde man sonst einen landschaftlich wunderschönen Streckenabschnit verpassen! West Coast Trail, Etappe 3 & 4: Camper Creek - Cribs Creek Fernab jeglicher Zivilisation Die 21 Kilometer von Camper Creek nach Cribs Creek führen durch den entlegensten Teil des West Coast Trails auf Vancouver Island. Breite Sandstrände, Hängebrücken, steile Leitern, Robben, vorgelagerte Riffe und mit etwas Glück vorbeiziehende Grauwale machen die Strecke zwischen Camper Creek und Cribs Creek zu einem fast magischen Erlebnis! Die GPS Daten für Tag 3+4 kannst Du auf Outdooractive sehen Tag 3: Camper Creek - Walbran Creek, 9,2 km, 5 - 8 Std., Der Campingplatz von Camper Bay liegt gut geschützt hinter einer vorgelagerten Sandbank. Mutige können hier baden. Die Strecke des dritten Tages führt größtenteils durch den uralten Regenwald des Pacific Rim Nationalparks. Nach 4 Kilometern erreicht man den Cullite Creek bei Kilometer 58. Hier sind die meisten Leitern des gesamten Weges zu überwinden. Die Bucht von Cullite bietet sich als Rastplatz für die Mittagspause an. Hier kann man auch sein Zelt aufschlagen. Weiter geht es in Richtung Logan Creek. Eine Hängebrücke macht die Wanderung seit 2021 etwas weniger beschwerlich. Nach weiteren 3 Kilometern erreicht man Walbran Creek - einen Campingplatz mit breitem Sandstrand und einer Lagune. Tag 4: Walbran Creek - Cribs Creek, 10,5 km, 3:30 - 6 Std. Am vierten Tag führt der Weg am Strand entlang. Man passiert Bonilla Point und Carmanah Creek, bevor man bei Kilometer 44 den Leuchtturm von Carmanah sieht. Nach weiteren zwei Kilometern erreicht man den Campingplatz für die vierte Nacht in Cribs Creek. Das vorgelagerte Riff lädt zum Erkunden ein (ohne schweren Rucksack). West Coast Trail, Etappen 5 - 7: Cribs Creek - Pachena Bay Das Ziel vor Augen Die letzten drei Etappen des West Coast Trail sind verglichen mit den Tagen zuvor eher entspannt. Die GPS Daten für die Tage 5-7 kannst Du auf Outdooractive sehen Tag 5: Cribs Creek - Tsusiat Falls, 17,6 km, 6 - 9 Std., Am fünften Tag werden die meisten Kilometer zurückgelegt. Von Cribs Creek geht es das erste Stück am Strand entlang. Ob man bis Dare Point am Strand oder im Wald laufen kann, hängt von der Flut ab. Am Dare Point liegt ein alter Anker am Strand. Kurz danach führt der Weg über eine Leiter auf die Klippen hinauf. Bei 37,5 km ist die Hälfte des West Coast Trails geschafft! 1,5 Kilometer weiter mündet der Cheetwhat River ins Meer. Kurz danach markieren einige Ruinen das ehemalige Dorf Ditidaht, das von den First Nations bewohnt wurde. Die Mündung des Lake Nitinaht ins Meer kann nur mit einer kostenpflichtigen Fähre überquert werden. Hier befindet sich auch das bekannte Crab Shak, das einzige Restaurant am WCT. Bei Kilometer 27 wartet mit dem Tsusiat Point ein weiteres Highlight: Abhängig von den Gezeiten kann man den Felsbogen über dem Meer erklimmen. Besonders schön ist auch der Campingplatz für die fünfte Nacht, Tsusiat Waterfalls – ein breiter Sandstrand mit einem Wasserfall. Tag 6: Tsusiat Falls - Michigan Creek, 12,9 km, 3:30 - 5 Std., Tag 6 beginnt mit einer Strandwanderung. Am Trestle Creek führt der Weg auf die Klippen. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf das Meer und das vorgelagerte Riff, an dem früher viele Schiffe zerschellten. Zwei rote Stühle, die von Parks Canada aufgestellt wurden, bieten einen schönen Rastplatz mit Blick auf die „Valencia Buffs“, die Stelle, an der 1906 die Valencia gesunken ist. Der Pfad führt durch den Wald zum Tsocowis Creek. Der weitere Wegverlauf zum Darling River ist wieder von den Gezeiten abhängig. Bei Kilometer 13 wartet mit Michigan der letzte Campingplatz. Tag 7: Michigan Creek - Pachena Bay - 12 km, 3 - 4 Std. Der finale und siebte Tag zeichnet sich durch einen bequemen, relativ flachen und einfachen 12 km langen Wanderweg aus. Nur die ersten zwei Kilometer führen etwas bergauf und bergab zum Leuchtturm von Pachena, dem einzigen hölzernen Leuchtturm Westamerikas. Kurz danach zweigt ein kleiner Pfad zum Meer ab. Hier kann man eine große Kolonie von Seelöwen bewundern. Die letzten 9 km führen durch den Wald bis zum Ende des West Coast Trail am Strand von Pachena. INFO: Auf der Seite von Parks Canada gibt es umfangreiche Informationen zum West Coast Trail in englischer und französischer Sprache.Hier findest du alles Wissenswerte und hier kannst du auch das Permit buchen (jeweils ab Januar für das gleiche Jahr). Siehe auch meinen Blogpost zur Planung ANREISE Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Vancouver. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/apply-de.html Von Vancouver aus mit Bus und Fähre nach Victoria oder Nanaimo. Von beiden Städten fährt der West Coast Trail Express nach Port Renfrew bzw. Bamfield, den Start- und Endpunkten der Wanderung (https://trailbus.com/). BESTE ZEIT Der West Coast Trail ist vom 01.05. bis 30.09. geöffnet, danach verkehren keine Fähren mehr. RESERVIERUNG Der West Coast Trail (WCT) ist sehr beliebt. Es werden nur ca. 100 Wanderer pro Tag zugelassen und diese müssen (lange) im Voraus reservieren: Reservierungsgebühr (alle Preise in kanadischen Dollar) 25,75$, WCT Übernachtungspauschale 160$, Fähre Gordon River 28$, Fähre Nitinaht Village 28¢, Eintritt Nationalpark 10,50¢ pro Tag (hier lohnt sich der Parks Canada Discovery Pass für 72,25$, der ein Jahr lang für alle Parcs Canada Einrichtungen gültig ist. Telefon +1-519-826-5391 (international). Buchungen sind in der Regel ab Mitte Januar für das gleiche Jahr möglich. https://parks.canada.ca/pn-np/bc/pacificrim/activ/SCO-WCT KARTEN Bei der Anmeldung erhältst du von Parks Canada die detaillierte "West Coast Trail Map". Sie enthält auch einen aktuellen Gezeitenkalender. Du kannst sie auch vorab hier herunterladen: WANDERFÜHRER: Coastal Bliss bietet den West Coast Trail als Komplettpaket inklusive Permitbuchung, Transport, Verpflegung und Campingausrüstung an. AUSRÜSTUNG Dein Rucksack sollte nicht mehr als 25-30% deines Körpergewichts wiegen. Packliste: Gut eingelaufene und vor allem wasserdichte Wanderschuhe, warme und wetterfeste Kleidung, Schlafsack, Isomatte und ein absolut wasserdichtes Zelt sind unerlässlich. Nützlich: Trekkingstöcke und Gamaschen. Rucksack mit Regenhülle, Sachen darin nochmals in Plastiksäcke verpacken. Kocher, Wanderkarte mit aktueller Gezeitentabelle (erhältst du bei der Anmeldung), Seil (Wäscheleine, Abseilen), Erste-Hilfe-Set, Handy, Toilettenpapier. Eine detaillierte Packliste findest du auf der Website von Parks Canada: VERPFLEGUNG Mit Ausnahme des Restaurants „Crab Shak“ bei Kilometer 33 gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten. Es muss die benötigte Nahrung plus 2-3 Tage Sicherheitsvorrat mitgenommen werden. Es gibt keine Abfallbehälter - das heißt: Bitte alle Abfälle bis zum Ende mitnehmen und dort entsorgen. Wer sich vor der Wanderung noch einmal mit Köstlichkeiten verwöhnen möchte, auf die er unterwegs verzichten muss, ist in der Coastal Kitchen in Port Renfrew genau richtig. Hier gibt es alles, was es in den nächsten Tagen nicht geben wird: Von Kuchen über Salate und Steaks bis hin zum Cappuchino.

  • Port Renfrew - die Hauptstadt der hohen Bäume in Kanada

    In Port Renfrew wachsen die höchsten und größten Bäume Kanadas, weshalb die Region auf Vancouver Island auch “Tall Tree Capital of Canada” genannt wird. Aber die uralten Bäume sind in Gefahr! Die Westküste Kanadas verläuft entlang der Provinz British Columbia. Sie schlängelt sich über 27.000 km vorbei an unzähligen Inseln, Buchten, Meeresarmen und Fjorden. Man bräuchte ein ganzes (und sicher sehr erfülltes) Leben, um sie zu erkunden. Port Renfrew im Süden von Vancouver Island, im Gebiet der Pacheedaht First Nation, ist der letzte Außenposten in diesem abgelegenen Gebiet. Wer von hier aus weiter nach Nordwesten will, kann dies nur zu Fuß oder mit dem Boot tun. In den Bergen, die zum Meer hin abfallen, trotzt einer der letzten Urwälder des gemäßigten Regenwaldes den kanadischen Holzfällern. Willkommen in Port Renfrew der Hauptstadt der hohen Bäume in Kanada Die höchsten und größten Bäume Kanadas, wie Douglasien, Zedern und Fichten, wachsen hier in Port Renfrew. Doch in dem Land, in dem die Holzindustrie eine große Rolle spielt, sind sie bedroht: 90 Prozent der Urwaldriesen sind in Kanada bereits verschwunden. Der Fotograf TJ Watt, Mitbegründer der Ancient Forest Alliance, die sich für den Erhalt der teilweise bis zu 1.000 Jahre alten Baumriesen einsetzt, rattert mit uns über eine Schotterstraße von Port Renfew in die Berge, die normalerweise von Holzlastwagen befahren wird. Lonley Doug Er will uns zeigen, was für ihn das perfekte Symbol für die zerstörerische Wirkung des Abholzens alter Baumbestände ist: „Lonley Doug“ - eine 66 Meter hohe Douglasie, die ganz allein auf weiter Flur steht. Warum der Holzfäller Dennis Cronin den Baum 2011 an einem Wintermorgen mit einem „Leave Tree“ für die nachfolgenden Holzfäller markierte, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Cronin wusste damals nicht, dass er unter der zweitgrößten Douglasie des Landes stand: 66 Meter hoch, knapp vier Meter breit und fast zwölf Meter im Umfang. Unter der korkartigen Rinde steckte genug Holz für vier Lastwagenladungen, allein dieser eine Baum hätte Zehntausende Dollar eingebracht. Ein Jahr später war der etwa 1000 Jahre alte Lonley Doug der einzige Baum, der den Kahlschlag überlebt hatte - und noch ein Jahr später war er ein Star. Denn Anfang 2012 stieß TJ, der für die Ancient Forest Alliance (AFA) alte Wälder und gerodete Flächen fotografiert, auf den Baum, als er 30 Minuten nördlich von Port Renfrew auf einer Forststraße unterwegs war. Er erzählt: „Es war ein Baum, wie ich ihn noch nie zuvor fotografiert hatte." Mitten im Kahlschlag stand die Douglasie wie ein Obelisk in der Wüste. Ich schätze ihr Alter auf etwa 1.000 Jahre. Stellt euch vor, sie stand schon, als der nordische Entdecker Leif Ericson auf dem Gebiet des heutigen Neufundlands Grassodenhäuser baute“. Ehrfürchtig blicken wir auf den dicken Stamm. Wie winzig wirkt der Mensch daneben - selbst zu acht schaffen wir es nicht, ihn zu umarmen. Klicke auf ein Bild um es in gross zu sehen: Auf der Website der Ancient Forest Alliance gibt es eine „Big Tree Map“ zum Download, auf der die Wegbeschreibungen zu den wichtigsten Bäumen, Hainen und Parks zu finden sind, wie z.B. Avatar Grove - hier steht Kanadas "knorrigster Baum" (Hinweis - Avatar Grove ist derzeit wegen der Restaurierung der Bohlenwege geschlossen), Big Lonely Doug (Kanadas zweitgrößte Douglasie), Red Creek Fir (die größte Douglasie der Welt), San Juan Spruce (eine der größten Fichten Kanadas), Harris Creek Spruce (eine weitere riesige Sitkafichte). Wer weiter wandern möchte: Port Renfrew ist auch Ausgangspunkt für den Pacific Rim National Park und zwei berühmte Wanderwege: den weltberühmten "Shipwreck Rescue Trail", der heute "The West Coast Trail" heißt, und den „Juan de Fuca Marine Trail“. INFO ANREISE Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Vancouver. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. Wer Kanada erkunden möchte, bucht am besten einen Mietwagen. Diese gibt es zum Beispiel bei www.billiger-mietwagen.de ACHTUNG Die Straßen zu den Bäumen sind Schotterpisten, die auch von Holztransportern benutzt werden, die nicht ausweichen (können). Hier hast du oft keinen Empfang. Sei also vorbereitet und nimm einen Ersatzreifen und ein Erste-Hilfe-Set mit. ÜBERNACHTEN Die Lodges von Wild Renfrew liegen an einem Privatstrand mit Blick aufs Meer. Gleich hinter den gemütlichen Blockhütten beginnt der dichte, uralte Urwald von Vancouver Island. 1730 Parkinson Road, Port Renfrew, BC, V0S 1K0, Tel: 250-647-5541, An der Nordseite des 2 km langen Pacheedaht Beach liegt der gleichnamige Pacheedaht Campingplatz, der von der Pacheedaht First Nation betrieben wird. Auf dem weißen Sandstrand liegen riesige angeschwemmte Baumstämme. Wer kein Zelt dabei hat, kann voll ausgestattete Schlaffässer mieten. Hier ist auch der Ausgangspunkt für den West Coast Trail. Reservierung unter camping@pacheedaht.ca oder Tel: 1-250-647-0090 ESSEN Renfrew Pub, eine gemütliche Bar/Restaurant in Snuggery Cove, bietet typisches Pub-Essen und Bier von Mikrobrauereien. 17310 Parkinson Road, Port Renfrew, Tel: 250-647-5541, Stell dir vor, du bist gerade acht Tage auf dem West Coast Trail gewandert und hast dein ganzes Essen mitgeschleppt, und dann kommst du ins Coastal Kitchen - ein supergemütliches Café mit tollem Essen und leckeren Drinks. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das ist wie im Schlaraffenland. Coastal Kitchen, 17245 Parkinson Rd, Port Renfrew, Tel: 250-647-5545,

  • 5 Tipps was du in Victoria auf Vancouver Island/Kanada machen solltest

    Victoria auf Vancouver Island in Kanada hat den Charme einer englischen Kleinstadt, aber mit einer gigantischen (Natur) Kulisse. Hier findest du 5 Tipps, was du in der Provinzhauptstadt von British Columbia unternehmen kannst. Doppeldeckerbusse, Nachmittagstee, schlossähnliche Gebäude und urige Pubs mit Namen wie „The Churchill“ oder „Penny Farthing“: in Victoria sind die britischen Wurzeln an jeder Ecke zu erkennen. Doch obwohl die Fish'n Chips immer noch erstklassig sind und im Beacon Hill Park immer noch Cricket gespielt wird, sind die Zeiten, in denen Victoria britischer als Großbritannien war, längst vorbei. Mit meinen 5 Tipps lernst du nicht nur die Stadt Victoria kennen sondern gehst auch nachts paddeln und Wale beobachten - Alles was Kanada ausmacht. Tipp No1 für Victoria/Kanada: Stadtspaziergang Dieser Stadtspaziergang führt Dich zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt: Start: Chinatown Gate bis zum Fisherman's Wharf (2km, 1,5h) Victorias Chinatown mag nicht groß sein, aber es ist das zweitälteste chinesische Viertel in Nordamerika (nach San Francisco). Ein buntes Tor markiert den Eingang. Dahinter liegt die Fisgard Street, die auf den ersten Blick chinesischste Straße des Viertels. Auf der Südseite zweigt die Fan Tan Alley ab, eine Gasse wie aus einem Harry Potter Film, die zur Pandora Ave führt. Einst ein Gewirr von Opiumhöhlen und Spielhöllen, reihen sich hier heute Plattenläden und Bars aneinander. Die Pandora Ave war die erste Straße in Victoria, die mit einem Fahrradweg ausgestattet wurde. Man überquert die Straße und biegt dann rechts ab, vorbei an Vintage-Kleiderläden und einigen Bars. Die Brücke geradeaus in Richtung Wasser ist die Johnson St Bridge, eine Klappbrücke, die 2018 komplett renoviert wurde. Am Market Square biegt man links in die Wharf St ein und achtet auf das Denkmal an der Kreuzung mit der Broughton St, das den Hafen überblickt. Hier stand einst Fort Victoria, ein 1843 errichteter Pelzhandelsposten. Um die Kurve geht es zum Inner Harbour, der vom palastartigen Fairmont Empress Hotel aus dem Jahr 1908 dominiert wird. Wer durstig (und reich) ist, kann hier einen Nachmittagstee trinken. Im rechten Winkel zum Empress steht das ebenso prächtige Parlamentsgebäude von BC. Gleich neben an steht das Royal BC Museum , das zweifellos beste Museum von British Columbia. Nun folgt man der Belleville St. westwärts, vorbei an diversen Hafenhäusern im Queen-Anne-Stil, vor denen eines der ältesten denkmalgeschützten Gebäude Victorias steht. Die Hauptstraße biegt Richtung Festland ab und führt tiefer in das ruhige Wohnviertel James Bay, bevor sie zur Fisherman's Wharf (www.fishermanswharfvictoria.com) mit ihren schwimmenden Häusern führt. Hier sollte man unbedingt Fish & Chips probieren. Tipp No3 für Victoria/Kanada Glow Tour - Kajak durch Biolumineszenz Auf der anderen Seite der Halbinsel liegt die Brentwood Bay. Hier bietet Pacifica Paddle Sports von Mai bis Ende September eine „Glow Tour“ an. Mit Kajaks geht es bei Sonnenuntergang aufs Meer hinaus. Sobald es dunkel genug ist, kann man Biolumineszenz um sich herum im Wasser sehen. Ich fühlte mich wie eine Prinzessin, die im Sternenstaub tanzt. Leider war ich zu dumm, um das Phänomen zu fotografieren. Wenn du gute Tipps hast, wie ich das machen könnte, würde ich mich freuen. Auf jeden Fall kann ich die Tour 100% empfehlen. 789 Saunders Lane, Brentwood Bay, BC V8M 1C5, Tel: +12506657411 https://www.pacificapaddle.com/ Tipp No4 für Victoria/KanadaPrince of Whales- Walbeobachtung An Kanadas Küsten müssen alle Boote einen Mindestabstand von 100 Metern zu Walen einhalten, bei Orcas sogar 200 Meter. Bei der Bootstour mit Prince of Whales hatte ich das Gefühl, dass sie sich an diese Regeln halten. Natürlich ist es viel nachhaltiger, die Tiere vom Land oder vom Kajak aus zu sehen, aber wer wenig Zeit hat, kommt um eine Beobachtungsfahrt vielleicht nicht herum. Die Gewässer rund um Victoria sind die Heimat spektakulärer Meerestiere wie Wale, Seelöwen, Otter, Robben, Weißkopfseeadler, Delfine und andere Meeressäuger. Bei einer Walbeobachtungstour sieht man am häufigsten Orcas (Killerwale) und Buckelwale, aber gelegentlich auch Minkewale und Grauwale. Es gibt eine Walsichtungsgarantie - das heißt, wenn du keinen Wal siehst, darfst du noch einmal umsonst mitfahren. Die besten Chancen hat man zwischen April und November. Der Veranstalter Prince of Whales liegt auf Vancouver Island direkt am Hafen. 812 Wharf St, Victoria, BC V8W 1T3, Tel: +1 888-383-4884 https://princeofwhales.com/vancouver-whale-watching/ Tipp No5 für Victoria/Kanada Schlechtes Wetter? Ab in die Sauna Auf einem alten Schiff im Hafen von Victoria wurde ein kleiner Wellness-Tempel eingerichtet. Im HAVN gibt es mehrere Saunen und Pools, von denen man einen herrlichen Blick auf die Bucht und Victoria hat. 3 Stunden 60€ inkl. Bademantel und Handtücher. 920 Wharf St., Victoria, BC, Tel: (250) 508-0999 https://www.havnsaunas.com INFO Auf der Website von Destination Vancouver findet man Tipps zu Restaurants, Hotels, Events und Aktivitäten. ANREISE Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Vancouver. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. Wer Kanada weiter erkunden möchte, bucht am besten einen Mietwagen. Diese gibt es zum Beispiel bei www.billiger-mietwagen.de SCHLAFEN Eines der berühmtesten Hotels Kanadas ist das preisgekrönte Fairmont Empress in Victoria, das 1908 erbaut wurde. Ob Filmstars oder königliche Hoheiten, das Schloss direkt an der Küste hat schon viele berühmte Gäste gesehen. Von hier aus hast du den besten Blick auf den Hafen. Fairmont, Empress, 721 Government Street, Victoria, V8W 1W5, Tel +1 250 384 8111 Doppelzimmer mit Frühstück ab € 300 https://www.fairmont.com/empress-victoria/ RADFAHREN Eine Stadt lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden. The Pedlar verleiht Fahrräder und E-Bikes und bietet auch geführte Radtouren an. 321 Belleville St., Victoria, BC V8V 1X2, Tel: (778)265-7433, https://thepedaler.ca KAJAKEN Bei Ocean River Adventures kannst du ein Kajak mieten, um den Hafen von Victoria zu erkunden. Victoria Harbour Paddle Shack, Canoe Brewpub Marina, Old Town Victoria. 400 Swift St, Victoria, Kontakt: Lee Philips Tel: 250-381-4233 ESSEN: Essen wie Gott in Kanada kannst du im Stage, einem Bistro im Stadtteil Fernwood. Die Speisekarte wechselt täglich und richtet sich nach den regional verfügbaren Zutaten. 1307 Gladstone Avem Victoria, BC V8R 1R9, Tel: 250-388-4222, www.stagewinebar.com

  • Kanada/Saturna - Wo die Wale schwimmen

    Auf der kleinen der Westküste Kanadas vorgelagerten Gulf Island Saturna kannst du (mit etwas Glück) Wale vom Land aus beobachten. Hier findest du was du auf der Insel noch alles entdecken kannst. Saturna liegt nicht nur geografisch etwas abseits - auch die Zeit scheint einen Bogen um die östlichste der Golfinseln zu machen. Zwar dauert die Anreise mit dem Wasserflugzeug von Vancouver aus nur 20 Minuten, doch schon beim Anflug über grüne Hügel und tiefblaues Meer fühle ich mich weit weg von jeglicher Großstadthektik. Sobald die Tragflächen auf dem Meer aufsetzen und der Kapitän uns sicher zum Landeplatz gebracht hat, verstärkt sich das Gefühl der Ruhe. Außer einem parkenden Auto gibt es hier nichts außer Natur. Vor dem parkenden Auto wartet Rick Graham, einer der 335 Bewohner von Saturna - er hat versprochen, uns heute „seine" Insel zu zeigen. Zum Glück weiß er, dass satte Gäste automatisch glückliche Gäste sind. Wir hatten Vancouver im Morgengrauen verlassen, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Über eine einspurige Straße bringt er uns zum Saturna General Store, dem einzigen Laden auf der Insel, der gleichzeitig als Post, Touristeninformation, Kajakverleih, Einkaufsmöglichkeit und Café dient. Im üppigen Garten, in dem auch Gemüse angebaut wird, ist der Tisch so liebevoll und aufwendig mit Blumen und schönem Geschirr gedeckt, wie man es eher in einem schicken Restaurant in Vancouver erwarten würde. Es gibt frisch gebackene Kokosmuffins, Erdbeeren und selbstgemachte Quiche mit grünem Spargel. Liebe geht (auch) durch den Magen: Wir sind erst 15 Minuten auf Saturna und haben uns schon in die Insel verliebt. Aber Rick hat noch mehr Asse im Ärmel. Wir sind (auch) nach Kanada gekommen, um Wale zu sehen, und Saturna Island ist der perfekte Ort dafür. Whale Trail - Hier kannst Du (mit etwas Glück) Wale vom Land aus sehen Eine der wohl schönsten Straßen der Welt führt zum östlichsten Zipfel der Insel: Flache Sandsteinriffe fallen sanft zum Meer ab, hohe, uralte Douglasien und Garry-Eichen säumen den Weg. Am Ufer haben die hier lebenden Ureinwohner, die Coast Salish, vor langer Zeit mit Steinen natürliche Pools angelegt, um bei Ebbe Fische zu fangen. Die Sonne blitzt durch die Nadelbäume, ein Weißkopfadler erhebt sich in die Lüfte und wir wandern auf einem schmalen Pfad an den Klippen entlang Richtung Osten. East Point liegt im 2003 gegründeten Gulf Islands National Park Reserve und ragt wie eine schmale Nase aus der Küstenlinie heraus. Obwohl es windstill ist, brodelt das Meer vor den Felsen. „Hier ist eine Steilküste unter Wasser, etwa so hoch wie die Niagarafälle, und bei Flut strömen gewaltige Wassermengen darüber.“ Erklärt uns Rick, während wir an der Küste entlanglaufen. „Durch diese Wasserbewegung wird Plankton aus der Tiefe aufgewirbelt. Das Plankton ernährt die Fische, die wiederum Vögel und Meeressäuger anlocken. Das Ergebnis: ein fantastischer Ort, um Wale zu beobachten! Der „Whale Trail“ am East Point von Saturna ist einer von 100 Orten an der Westküste Nordamerikas, an denen man vom Land aus gute Chancen hat, Wale zu sehen. Die 2008 gegründete Initiative will unter anderem erreichen, dass weniger Boote den fast ausgestorbenen Südlichen Schwertwale bei Whale-Watching-Touren verfolgen, deren Motorenlärm die Tiere stresst. Moby Doll - die Geschichte des ersten Orcas in Gefangenschaft Eines der am häufigsten fotografierten Gebäude im Park ist das Fog Alarm Building, das 1938 als Teil der East Point Light Station errichtet wurde. Das kleine weiß-rote Häuschen wurde restauriert und beherbergt seitdem im Sommer ein Museum, das von Freiwilligen aus der Gemeinde betrieben wird, wie Maureen und David, die wir hier treffen. Beide sind engagierte Walschützer. Im Museum ist ein riesiger Walkopf ausgestellt und an den Wänden hängen Zeitungsartikel über Moby Doll, dessen Geschichte uns David erzählt: “1964 wurde hier am East Point mit einer Harpune auf den jungen Orca Moby Doll geschossen, eigentlich um ihn zu töten, aber er überlebte. Am Seil der Harpune wurde er 10 km nach Vancouver geschleppt und dort gefangen gehalten. "Moby Doll war der erste Wal, der in Gefangenschaft überlebte”. Ein positiver Aspekt war, dass Forscher zum ersten Mal diese Tiere beobachten konnten. Ihre Forschungsergebnisse räumten mit dem schlechten Image der “Killerwale” auf, die zuvor als skrupellose Killer verschrien waren. Die Öffentlichkeit war fasziniert von dem riesigen Wal, und so kam es, wie es kommen musste: Mit Moby Doll begann die lange, traurige Geschichte der Wale in Gefangenschaft, aus der Vergnügungsparks wie Sea World hervorgingen. Leider starb Moby Doll bereits nach wenigen Monaten. Gemeinsam gehen wir zum östlichsten Zipfel und schauen auf das brodelnde Meer in der Hoffnung, einen Wal zu sehen. Auch Maureen liebt Wale, sie sagt: “Wenn man sie einmal gesehen hat, verliebt man sich in sie und will sie beschützen”. Südliche Killerwale, auch Residents genannt, passieren East Point auf ihrem Weg zur und von der Mündung des Fraser River. In den letzten Jahren ist die Zahl der Chinook-Lachse, ihrer bevorzugten Beute, zurückgegangen. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass Südliche Killerwale hier seltener gesichtet werden. Vor der Küste Saturnas gibt es zwei Arten von Killerwalen: Die "Residents", die sich hauptsächlich von Lachs ernähren, und die größeren "Transients", auch "Bigg" genannt, die Delfine und Robben jagen. Diese Schwertwale wurden in den letzten Jahren immer häufiger gesichtet. Auch Buckelwale kehren in diese Gewässer zurück. Fast 100 Jahre lang wurden hier nur wenige Tiere gesichtet, weil Walfänger sie fast ausgerottet hatten. Heute können Besucher mit etwas Glück eine Buckelwalmutter erspähen, die im Sommer ihr Kalb zum Füttern bringt. Wanderung zum Mt Warburton Pike Uns ist das Glück nicht hold - wir sehen keine Fluke und keinen Atem eines Wals, dafür aber Robben und Seelöwen. Trotzdem sind wir nicht unglücklich, denn durch purpurrotem Fingerhut wandern wir zum Mt Warburton Pike, mit 400 Metern Höhe der höchste Punkt der Insel. Von haben wir einen herrlichen Blick bis zum Mount Baker in Amerika. Der Weg führt über einen Bergrücken durch uralte Douglastannen. Hier leben wilde Ziegen, die wir aus der Ferne beobachten. Unter uns erstrecken sich die Weinberge der Sage Hayward Vineyards. Der Sandstein gibt abends die Wärme ab, die er tagsüber gespeichert hat. Optimale Bedingungen für einen guten Tropfen. Sage Hayward Vineyards Anne Hayward übernahm das Weingut während der Pandemie zusammen mit ihrem Mann Doug und dessen Bruder. „Ich hatte keine Ahnung vom Weinbau - ich war Museumsberaterin. Aber als das Weingut zum Verkauf stand, war uns klar, dass wir es erhalten wollten, wir wollten auf keinen Fall Investoren hier haben, die keinen Bezug zu dem Land haben". Die alte Scheune des Weinguts wurde liebevoll zu einem Bistro umgebaut. Die 335 Einwohner von Saturna sind dankbar, dass das Weingut wieder bewirtschaftet wird, sie haben zum Teil bei der Restaurierung geholfen. Überhaupt wird Gemeinschaft auf der Insel groß geschrieben. Rick erzählt "Auf Saturna ist es ganz normal, dass du abends in den Pub gehst, dein Auto unverschlossen abstellst und wenn du abends wieder rauskommst, hast du auf dem Beifahrersitz eine Kiste mit Gemüse oder einen Korb mit Äpfeln.“ Diese Gemeinschaft und das ruhige Leben gefallen auch dem deutschen Koch Hubertus Surm aus Kappeln. In Deutschland wäre er wahrscheinlich ein Sternekoch, aber hier gefällt es ihm besser: Von den Ureinwohnern hat er auch gelernt, Zutaten wie Seetang zu verwenden, eine Algenart, die vorher nicht auf seiner Speisekarte stand. Der zweite Grund ist wahrscheinlich das Gemüse auf dem Beifahrersitz. Oder ist es die Aussicht von seinem Arbeitsplatz? Vom Feral Goat Bistro, das zum Weingut gehört und für das er kocht, hat man einen freien Blick auf Felsen, Weinberge, Wiesen und das Meer. Wer will schon freiwillig zurück ins verregnete Kappeln? INFO Auf der Seite von Destination Kanada findest du allgemeine Informationen zum Land und den Aktivitäten die du dort unternehmen kannst. ANREISE Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Vancouver. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. Eine spektakuläre Art, von Vancouver nach Saturna Island oder zu den Gulf Islands zu gelangen, ist mit dem Wasserflugzeug. Flüge von Vancouver nach Saturna gibt es zweimal täglich für € 120. https://www.seairseaplanes.com/ Wer Kanada weiter erkunden möchte, bucht am besten einen Mietwagen. Diese gibt es zum Beispiel bei www.billiger-mietwagen.de SCHLAFEN Leider habe ich nicht auf Saturna übernachtet, aber hier ist eine Liste aller Unterkünfte auf der Insel. https://www.saturnatourism.com/stay/ ESSEN Der Saturna General Store ist die einzige Einkaufsmöglichkeit auf der Insel, hier gibt es alles von Shampoo über Gemüse bis zur Zeitung. Am Wochenende dient er auch als Restaurant. https://www.facebook.com/SaturnaGeneralStore Das Feral Goat Bistro gehört zum Weingut Sage Hayward. Hier kocht Hubertus Surm hauptsächlich mit lokalen Zutaten. 32 Trueworthy Road, Saturna, V0N 2Y0, Tel: 250.791.0380 | 877.355.8909, www.sagehaywardvineyards.com Einmal im Jahr, am 1. Juli, dem Canada Day, wird die Insel zum Schauplatz eines riesigen Events: dem Saturna Lamb Barbeque. https://www.saturnalambbarbeque.ca/

  • 48h in Vancouver/Kanada

    Vancouver, die entspannte Metropole an Kanadas Pazifikküste. Du hast nur 2 Tage, also 48 Stunden Zeit? Hier sind meine Tipps, damit es perfekt wird! Vancouver, die Metropole an Kanadas Pazifikküste, liegt zwischen allem, was das Land ausmacht: hohen Bergen und dem Meer. Wolkenkratzer stehen im Kontrast zu schneebedeckten Bergen und alten Backsteingebäuden, die von der Geschichte der Stadt zeugen. Brücken verbinden die verschiedenen Stadtteile - das Meer, die Fjorde und Flüsse sind in Vancouver allgegenwärtig. Die grüne Lunge ist der Stanley Park, der zu Fuß oder mit dem Fahrrad einen Besuch wert ist. Attraktive Stadtviertel und eine tolle Restaurant- und Barszene, viel Kultur und zahlreiche Outdoor-Aktivitäten inmitten einer atemberaubenden Naturkulisse - es gibt viele gute Gründe, sich in die Metropole am Pazifik zu verlieben. Hier findest Du meine Tipps für 48h in Vancouver/Kanada. Tag 1 - 48h in Vancouver/Kanada 9-11 Uhr: Ein Vormittag auf Granville Island Der Markt auf Granville Island ist eine Institution für frische Lebensmittel, die 365 Tage im Jahr geöffnet ist. Hier kann man gemütlich frühstücken, was man gerade frisch eingekauft hat, und dabei den Blick auf das geschäftige Hafenviertel genießen.Wo früher die Schwerindustrie zu Hause war, haben sich heute zahlreiche Galerien, kleine Geschäfte und Restaurants angesiedelt. Abenteuerlustige können bei Ecomarine Paddlesport Centres ein Kajak oder SUP mieten oder bei Dragon Boat BC einen Kurs belegen. 11 Uhr Fähre vom „Granville Island Ferry Dock“ zum „Plaza of Nations“ Dauer: 20 Min. Die kleinen Passagierfähren rund um den False Creek sind ein wunderbares Transportmittel und eine Hafenrundfahrt gibt es obendrauf. https://granvilleislandferries.bc.ca/ Um den Rest des Tages unkompliziert von A nach B zu kommen, bietet sich ein Leihfahrrad an. Zum Beispiel bei https://cyclevancouver.com. Am besten vorher reservieren. 12-13:30 Talking Tree Tour Bei der eineinhalbstündigen „Talking Tree Tour“ in Vancouver begrüßt Seraphine Lewis ihre Gruppe im lokalen Squamish-Dialekt mit „Halhskwel" - was auf Deutsch so viel bedeutet wie "ein schöner, blauer Himmelstag". Jede Pflanze, jeder Baum hat für die First Nations eine eigene Geschichte. Bei einem Spaziergang durch den Stanley Park erzählt die Indigene Seraphin, wie ihre Vorfahren das Land seit Jahrtausenden für Nahrung, Medizin und Technik nutzen. Offen spricht sie auch über die dunkle Vergangenheit der Kolonialgeschichte. Ein Thema, das für uns fast unbekannt ist. 13:30 - 15:00 Mittagessen im "Teahouse in Stanley Park" … … auf der Westseite des Stanley Parks. Umgeben von hohen Bäumen und mit Blick auf das Meer kann man hier mitten in der Großstadt stilvoll im Wintergarten zu Mittag essen. https://www.vancouverdine.com/teahouse/ 15-18 Uhr Fahrradtour oder Spaziergang Stanley Park Der 404 Hektar große Park verbindet Top-Attraktionen mit mystischer Natur. Ein Highlight ist ein Spaziergang oder eine Radtour entlang der Seawall. Der wunderschöne 9,3 km lange Rundweg, gesäumt von 150.000 Bäumen des gemäßigten Regenwaldes, führt an den beliebten Totempfählen des Parks vorbei. Hier treffen Regenwald und Meer nur wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt aufeinander. Wer noch Energie hat, kann mit dem Fahrrad (oder öffentlichen Verkehrsmitteln) weitere 5 km Richtung Norden über die Lions Gate Bridge zur Capilano Suspension Bridge fahren. Sie ist mit 140 Metern eine der längsten und mit 70 Metern eine der höchsten Fußgänger-Hängebrücken der Welt. https://www.capbridge.com/ Abendessen im Salmon n’ Bannock Bistro Das Salmon n' Bannock Bistro ist das einzige von Ureinwohnern geführte Restaurant in Vancouver. Hier kann man in entspannter Atmosphäre Gerichte der First Nations wie Bannock-Brot mit Zederngelee und kandiertem Wildlachs genießen. Tag 2 - 48h in Vancouver/Kanada 8-9 Uhr Kitsilano Freibad Morgenmuffel? Im Kitsilano Pool (geöffnet von Juni bis September) mit seinem 137 Meter langen Salzwasserbecken verfliegt die schlechte Laune im Nu. Mit Blick auf schneebedeckte Berge und das Meer kann man hier am frühen Morgen mit den Locals seine Bahnen ziehen. 9-10 Uhr Frühstück Kits Beach Coffee Da schmeckt das Frühstück gleich doppelt so gut. Im Kits Beach Coffee gibt es hausgemachte Backwaren, Frühstück, Mittagessen, Smoothies und leckeren Kaffee. Alles in chilliger Strandatmosphäre - Hängeschaukel inklusive. 1945 Cornwall Avenue, Vancouver Nimm den Bus 004 Richtung Westen. 10-13 Uhr Museum für Anthropologie Vancouvers bestes Museum - das „Museum of Anthropology“ beherbergt in einem spektakulären Gebäude mit Blick auf Berge und Meer eine der weltweit schönsten Ausstellungen zur Kunst der First Nations an der Nordwestküste. Massive Totempfähle, geschnitzte Schalen, Kanus und einzigartige Biegekästen von Haida, Kwakawaka'wakw, Nisga'a und anderen indigenen Künstlern sind unter den hohen Glaswänden der großen Halle zu sehen. Tägliche kostenlose Führungen (Termine am besten im Voraus checken) geben Hintergrundinformationen. Für Erkundungstouren auf eigene Faust sollte man aber unbedingt noch ein paar Stunden einplanen - hier vergisst man leicht die Zeit! 13-14:30 Lunch im „The Boathouse Restaurant at Kits Beach“ Zurück am Kitsilano Beach befindet sich das Boathouse Restaurant direkt am Kits Beach. Hier kann man auf der Terrasse mit Blick auf die Berge und das Meer Steaks und Seafood essen. Oder du fährst zum Essen direkt nach Chinatown … 15-18 Uhr Chinatown & Gastown Vancouvers Chinatown, eine der größten historischen chinesischen Enklaven Nordamerikas, ist heute im Wandel begriffen - lebhaften Bars und coole Restaurants befinden sich zwischen traditionellen Lebensmittelgeschäften und Importläden. Eine Oase im Stadtzentrum ist der klassische chinesische Garten von Dr. Sun Yat-Sen, der in der Tradition der Ming-Dynastie angelegt wurde, mit seinen verschlungenen Wegen, Wasserläufen und üppigen Bambus- und Rhododendronbeständen. Neben traditioneller chinesischer Küche wie im Floata Seafood Restaurant gibt es auch trendige Restaurants wie Mamie Tavlor (Südstaatenküche) und The Union. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt das historische Gastown Der ortsansässige Unternehmer John „Gassx“ alias Jack Deigton eröffnete 1867 eine Bar am bewaldeten Ufer des Burrard Inlet. Dies löste eine Reihe von Bauprojekten aus und so entstand „Gastown“, die Wiege des heutigen Vancouver. Doch nicht alles verlief nach Plan. Während die Bevölkerung Vancouvers rasch auf 1000 Einwohner anwuchs, zerstörte 1886 ein Feuer fast alle Gebäude: Der Brand ging als „Great Fire“ in die Geschichte ein - obwohl er nur 20 Minuten dauerte. Sofort wurde mit dem Wiederaufbau begonnen und schon bald nahm das neue Stadtzentrum Gestalt an. Die Backsteingebäude aus dieser Zeit stehen zum Teil noch heute. Hier reihen sich edle Modeboutiquen an hässliche Touristenfallen. Auf halber Höhe derWater Street steht die viel fotografierte Steam Clock. Von der 168 Meter hohen Aussichtsplattform des Vancouver Lookout hat man einen guten Rundblick über die Stadt. Abendessen im Pier7 Wie könnte man zwei Tage in Vancouver besser abschließen als mit einer Bootsfahrt über den Vancouver Harbour? Die Fähre von der Waterfront Station zum Lonsdale Quay SeaBus Terminal braucht nur 12 Minuten. Von der Terrasse des Restaurants Pier 7 hat man einen perfekten Logenplatz, um den Sonnenuntergang hinter Downtown Vancouver zu beobachten. INFO Auf der Website von Destination Vancouver findet man Tipps zu Restaurants, Hotels, Events und Aktivitäten. ANREISE Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Vancouver. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/apply-de.html Mit der Canada Line dauert die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum nur eine halbe Stunde. https://thecanadaline.com Wer Kanada weiter erkunden möchte, bucht am besten einen Mietwagen. Diese gibt es zum Beispiel bei www.billiger-mietwagen.de SCHLAFEN Das zentral gelegene Victorian Hotel wurde 1898 während des Goldrausches erbaut. Moderne Annehmlichkeiten und historischer Charakter verbinden sich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Einer der berühmtesten Gäste des Hotels war Klondike-Kate Rockwell, die Königin des Klondike-Goldrausches in Dawson City. Doppelzimmer ab € 230, mit Gemeinschaftsbad ca. € 50 günstiger 514 Homer Street, Vancouver, V6B 2V6, Tel: +1 604 681 6369 Das Holiday Inn & Suites Vancouver Downtown bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, was in Vancouver nicht immer leicht zu finden ist. Zentral gelegen und mit Fitnesscenter und beheiztem Hallenbad ist es ein echter Geheimtipp. Doppelzimmer mit Frühstück ab € 165 1110 Howe Street, Vancouver, BC V6Z1R2, Tel +1 604 6842151 Das Rosedale on Robson Suite Hotel ist ideal für Selbstversorger: Jede Suite verfügt über eine voll ausgestattete Küchenzeile. Zum Hotel gehören auch Sauna und Swimmingpool. Doppelzimmer mit Kitchenette ab € 170 838 Hamilton Street, Vancouver, BC, V6B 6A2, Tel: +1 800 661 8870

  • Sicher wandern und zelten im Bärenland Kanada - Die ultimativen Tipps

    Kanada ist bekannt für seine Bären. Hier gibt es Grizzlybären und Schwarzbären. Ein Teil der Faszination ist natürlich diese Tiere zu sehen, aber das ist nicht ganz ungefährlich. Vor allem beim Wandern oder Backcountry Camping solltest du wissen, wie du dich verhalten musst, wenn du eines der Tiere siehst. Hier sind meine ultimativen Tipps für einen sicheren Aufenthalt im Bärenland. Wenn der ganze Blog Post für dich sehr einschüchternd klingt, kann ich das gut verstehen. Auch ich hatte vor meiner Reise nach Kanada großen Respekt vor den Bären und das ist auch gut so. Vor Ort war ich jeden Tag Bear Aware, hatte aber eigentlich keine Angst. Sonst wäre ich wohl kaum jeden Tag und meistens alleine gewandert. Tip 1: Kaufe dir Bärenspray Meine erste Tat war es eine Dose Bärenspray zu kaufen. Das gibt es in jedem Outdoor-Laden. Ich habe meins bei Canadian Tire gekauft, da der Laden auch sonst eine sehr gute Auswahl an Outdoorartikeln hat. Es kann sein, dass man beim Kauf seine Adresse hinterlassen muss. Schließlich ist es eine Art Waffe. Auf folgende 3 Sachen solltest du achten: Prüfe das Haltbarkeitsdatum Hat es einen Saftey Clip? Lies die Gebrauchsanweisung Ich hatte das Bärenspray drei Monate lang ständig (außer in der Stadt) dabei. Du solltest das Bärenspray immer so am Rucksack oder am Körper tragen, dass du es schnell und einfach erreichen kannst. Das heißt, wenn du Rechtshänder bist, trägst du es am besten an deiner rechten Körperseite. Im Rucksack nützt es dir nicht viel … Wie du das Bärenspray richtig anwendest, kannst du dir in einem Video von Parks Canada auf deren Webseite anschauen. Tip 2: Wie vermeidest du eine Bärenbegegnung? Mache Lärm! Der Bär will dir wahrscheinlich genauso wenig begegnen wie du ihm. Deshalb ist es am besten, wenn du auf dich aufmerksam machst. Da ich die meiste Zeit alleine unterwegs war, habe ich, sobald das Gelände unübersichtlich wurde, d.h. in Kurven oder wenn der Wald dicht war, laut „Hey Bär, ich komme jetzt um die Ecke, erschreck' dich nicht“ (ein klassischer Fall von Größenwahn …) gesungen, geredet oder Bärengedichte erfunden. Am Ende jeder Wanderung war ich von meiner eigenen Stimme genervt … Mich haben mehrere Ranger von Pracs Canada darauf hingewiesen, dass Bärenglocken nutzlos sind. Wenn überhaupt, machen sie die Tiere neugierig. Ein Bär erkennt dich nur an deiner Stimme. Achte auf frische Bärenspuren! Fussabdrücke, Kot (Ich bin jetzt sowas wie Spezialist für Bärenhaufen), Ausgrabungen, aufgerissene Baumstämme und umgedrehte Steine sind alles Anzeichen dafür, dass ein Bär in der Gegend war. Vermeide das Gebiet, wenn die Anzeichen frisch sind- was zugegebenermaßen manchmal leichter gesagt als getan ist. Im Yukon sind wir zum Beispiel einer frischen Bärenspur auf einem sehr schmalen Pfad eine Stunde lang gefolgt. Aber es gab keine Alternative - also sangen wir noch lauter. Tip 3: Was machst du wenn du ein Bären triffst? Wenn du einem Bären begegnest, bleibe ruhig und entsichere dein Bärenspray. Wenn der Bär dich nicht gesehen hat, ziehe dich ruhig und unauffällig zurück. Wenn der Bär dich gesehen hat bleibe ruhig. Schreien oder hektische Bewegungen können den Beuteinstinkt auslösen. Sprich mit dem Bären zeige ihm, dass du ein Mensch und keine Beute bist.Gehe langsam rückwärts. Lauf niemals weg. Tip 4: Wie verhältst du dich, wenn ein Bär auf dich zukommt? An dieser Stelle kann ich nur theoretische Ratschläge geben, da ich glücklicherweise noch nie in dieser Situation war. Bleib stehen und bleib ruhig (leicht gesagt …). Mache dich bereit das Bärenspray einzusetzen. Lauf nicht weg. Versuche herauszufinden, warum der Bär auf dich zukommt: Versucht er sich zu verteidigen? Der Bär frisst, beschützt seine Jungen und/oder ist von deiner Anwesenheit überrascht. In diesem Fall empfindet er dich als Bedrohung. Er wirkt gestresst oder aufgeregt und gibt eventuell Laute von sich. Versuche nicht bedrohlich zu wirken, indem du ruhig mit ihm sprichst. Sobald der Bär nicht mehr auf dich zukommt, ziehe dich langsam zurück. Wenn er sich weiter nähert, bleibe standhaft, schreie ihn an. Wenn der Bär näher als 5 m an dich herankommt, benutze das Bärenspray: Entferne den Sicherheitsclip und ziele auf das Gesicht des Bären (achte auf die Windrichtung und dass die Düse von dir weg zeigt). Gib schnelle, einsekündige Sprühstöße ab, bis der Bär sich zurückzieht. Verlasse das Gebiet sofort. Wind und Regen können die Wirksamkeit des Sprays vermindern; achte darauf, nicht in den Sprühstrahl zu geraten. Tip 5: Was machst Du wenn dich ein Bär angreift? Okay, ich gebe zu, als ich diesen Abschnitt zum ersten Mal gelesen habe, habe ich geschluckt. Es ist gut zu wissen, dass Angriffe glücklicherweise sehr selten sind. Laut Ranger David, den wir treffen, als er am Minewanka Lake eine Wegesperre wegen übermäßiger Bärenaktivität errichtet, gab es in Banff in den letzten zehn Jahren nur einen tödlichen Bärenangriff. Die meisten Begegnungen mit Bären gehen glimpflich aus. Sollte es tatsächlich zu einem Angriff von einem Bären kommen, kannst du deine Überlebenschancen erhöhen, indem du die folgenden Hinweise beachtest. Im Allgemeinen gibt es 2 Arten von Angriffen: 1. Defensiver Angriff Dies ist die häufigste Art des Angriffs. Benutze dein Bärenspray. Kommt der Bär trotzdem näher: Stell dich tot! Lege dich mit gespreizten Beinen auf den Bauch und verschränke die Arme im Nacken.In dieser Position bist du weniger gefährdet, umgedreht zu werden, und dein Gesicht, Hinterkopf und Hals sind geschützt.Bleib ruhig liegen, bis du sicher bist, dass der Bär weg ist. Diese Verteidigungsangriffe dauern normalerweise weniger als zwei Minuten. Wenn der Angriff weitergeht, kann es sein, dass der Bär von der Verteidigung zum Angriff übergeht … 2. Agressiven Angriff übergegangen ist - Jetzt hilft es nur noch wenn du dich mit Händen und Füßen verteidigst! Der Bär verfolgt (jagt) dich auf einem Weg und greift dann an. Oder der Bär greift nachts an. Diese Art von Angriff ist sehr selten. Versuche in ein Gebäude, ein Auto oder auf einen Baum zu flüchten. Wenn du nicht fliegen kannst, stelle dich NICHT tot. Benutze dein Bärenspray und verteidige dich. Kämpfe zurück! Schüchtere den Bären ein, schreie ihn an und schlage ihn mit allem, was du hast. Zeige ihm, dass du keine leichte Beute bist … Tip 6: Wie zeltest du sicher im Bärengebiet? Die folgenden Gegenstände dürfen niemals unbeaufsichtigt herumliegen und auf keinen Fall mit ins Zelt genommen werden. Sie müssen immer entweder in einer Bärenbox, einem bärensicheren Kanister oder im verschlossenen Auto/Wohnmobil aufbewahrt werden: Lebensmittel - offen oder geschlossen Abfälle, einschließlich Essensreste Geschirr und Töpfe - sauber oder schmutzig. Flaschen und Dosen - voll oder leer. Grills und Campingkocher - sauber oder schmutzig. Toilettenartikel - auch Zahnpasta und Sonnencreme. Kosmetikartikel, die stark riechen, sollte man besser nicht mitbringen. alles, was mit der Zubereitung von Lebensmitteln zu tun hat. Wenn vorhanden, zelte auf ausgewiesenen Campingplätzen. Achte beim Backcountry-Camping auf Folgendes: Koch-, Ess- und Lagerplätze sollten mindestens 50 Meter vom Zelt entfernt sein. Wähle einen offenen Platz, an dem sich Tiere nicht ungesehen nähern können. Vermeide es, in der Nähe von fließendem Wasser, dichtem Gebüsch, Tierpfaden oder Beerenfeldern zu zelten, zu kochen oder zu essen. Am besten ist es, alle Lebensmittel vor dem Zeltaufbau an der Kochstelle zu deponieren. Achte darauf, dass du nie Lebensmittel oder Kosmetikamit in dein Zelt nimmst. Wenn es keine Bärenbox gibt und du keinen Bären-Kanister dabei hast, hänge die Lebensmittel, das Geschir, den Kocher und Kosmetika zwischen zwei Bäumen mindestens 4 m über dem Boden und 1,3 m von den oberen und seitlichen Stützen entfernt auf. Spüle nach dem Essen sofort ab. Trenne Essensreste vom Spülwasser und schütte es nicht auf den Boden. Nutze. wenn vorhanden, den Grauwasser-Sammelbehälter. Wenn nicht vorhanden, verteile das Wasser großflächig und mindestens 50 Meter von den Zelten entfernt. Nimm den Müll wieder mit. Verbrenne ihn nicht und wirf ihn vor allem nicht in die Toilette. In meinen drei Monaten in Kanada habe ich einige Bären gesehen Klicke auf das erste Foto um die Fotostrecke zu starten: Einen Schwarzbären auf dem West Coast Trail, einen Schwarzbären auf dem Takkakaw Campingplatz und ganz viele Schwarzbären zur Lachszeit an der Grenze zwischen Alaska und Kanada. Hier bin ich auch im wahrsten Sinne des Wortes fast mit einem zusammengelaufen: Ich saß auf einem Baumstamm im Fluss und hoffte, Bären zu sehen. Als nach einer halben Stunde immer noch keiner kam, bin ich einfach aufgestanden, ohne zu rufen, denn mein Auto stand nur wenige Meter entfernt. Als ich vom Baumstamm sprang, kam im selben Moment ein Schwarzbär aus dem Gebüsch, der sich dann ungefähr genauso erschrocken hat wie ich: wir sind beide 2 m zurückgesprungen. Danach saß ich tatsächlich etwas verängstigt auf dem Baumstamm und sang vor mich hin. Hier habe ich das einzige Mal das Bärenspray und entsichert. Als ich mich nach ca. 5 Minuten getraut habe, zu meinem Auto zu laufen, war von dem Bären keine Spur mehr zu sehen. Grizzly Bären habe ich zum Glück nur auf einer Tour und vom Boot aus im Broughton Archipelago vor Vancouver Island gesehen. So, jetzt wisst ihr, wie man Campingplätze reserviert und wie man bärensicher wandert und zeltet. In den nächsten Blog-Posts verrate ich euch meine Lieblingswanderungen.

  • Plane dein Abenteuer in Kanada: Tipps zu Reservierung, Camping und Packliste

    Eine dreimonatige Reise nach Kanada - wo soll ich anfangen? Diese Frage habe ich mir vor meiner Reise gestellt. Damit euch die Planung etwas leichter fällt, hier meine ultimativen Tipps, wie ihr Campingplätze bucht, was ihr unbedingt einpacken solltet und worauf ihr bei der Buchung eines Mietwagens achten müsst. Wandertipps für Kanada im Frühwinter? Macht das Sinn? Auf jeden Fall! Denn viele der Wanderungen und vor allem die Campingplätze sind sehr beliebt. Über ein Reservierungssystem kann man sie im Voraus buchen. Für 2024 gibt es noch keinen festen Termin, aber normalerweise ist das Buchungssystem ab Anfang des Jahres geöffnet, daher macht es Sinn, sich frühzeitig Gedanken zu machen, welche Wanderungen du machen möchtest und auf welchen Campingplätzen du übernachten möchtest. Vor allem die Backcountry-Campingplätze und die Campingplätze in den Nationalparks sind sehr schnell ausgebucht. Wie kann ich Campingplätze in Nationalparks buchen? Die Website von ParcsCanada ist dein bester Freund bei der Planung. Am Anfang ist das Reservierungssystem etwas verwirrend, aber nach einer Weile findest du dich zurecht. Am besten generierst du dir als erstes ein Login Die meisten Campingplätze in den Nationalparks können über das Internet gebucht werden. Hier hast du vier Möglichkeiten: Es gibt Frontcountry Camping, das sind Campingplätze, die in Nationalparks liegen und mit dem Auto erreichbar sind. Hier gibt es in der Regel zumindest Toiletten, fließendes Wasser und überdachte Räume, in denen du bei Bedarf kochen kannst und Bärenboxen. Im Gegensatz zu dem, was auf der Website steht, gibt es auf vielen Campingplätzen keine Duschen und meist auch kein Internet oder Empfang. Parcs Canada Accomodation sind Unterkünfte wie Glamping Unterkünfte, Yurten oder Cabins - dafür brauchst du kein eigenes Zelt. Backcountry sind Campingplätze, die Du nur zu Fuß oder mit dem Kanu erreichst. Hier gibt es nur einfache Toiletten ohne fließendes Wasser, Bärenboxen (vorher checken) und Picknicktische. Es gibt auch Feuerholz und Feuerstellen. Da ich den ganzen Sommer über kein Feuer machen durfte, habe ich das nicht überprüft. Alles was man hier braucht muss man selbst mitbringen: Zelt und Essen. Meistens ist der Campingplatz in der Nähe einer Wasserstelle wie einem Fluss oder See. Das Wasser ist aber nicht trinkbar, d.h. du musst es filtern, abkochen oder mit Tabletten behandeln. Alles, was du mitbringst, musst du auch wieder mitnehmen. D.h. es gibt keine Mülleimer. Hier kannst du auch den West Coast Trail buchen, der einzige Wanderweg (soweit ich weiß) der eine Zugangsbeschränkung hat. Dayuse. Hier kannst Du z.B. einen Shuttlebus zum Moraine Lake reservieren, das ist neben dem Wandern die einzige Möglichkeit dorthin zu kommen. First come: Einige Campingplätze sind nicht reservierbar (First come), d.h. wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Diese Campingplätze haben meistens keine Rezeption. Meistens gibt es eine Holzhütte, wo man einen Umschlag mit einem Formular nimmt, es ausfüllt und den gewünschten Stellplatz einträgt (die Stellplätze haben immer eine Nummer), Geld dazulegt (zwischen 15-20 Canadische Doller), den Beleg abtrennt und den Rest einwirft. Den Beleg hängt man an den Pfosten mit der Nummer des gewählten Zeltplatzes. Dieses System funktioniert auch auf Campingplätzen in den Provinz Parks oder im Yukon. Manchmal muss man sehr früh da sein und es ist schwieriger zu planen. Andererseits hatte ich eigentlich keine Probleme einen Campingplatz zu bekommen, nur in den Rocky Mountains, für den West Coast Trail und die Tombstone Mountains (dazu gibt es eine lustige Geschichte, die ich beim Schreiben des Blogs erzähle) hatte ich alles im Voraus reserviert. Gibt es noch andere Campingplätze? Klar. Das oben beschriebene System gilt nur für die Nationalparks. Allerdings sind natürlich die schönsten Wanderungen auch genau dort. In Provinz Parks gibt es normalerweise noch eine lokale Seite wie die beispielsweise von British Columbia, oder Yukon: ALLGEMEINE INFOS Auf der Karte von Parcs Canada sind alle Parks aufgeführt, die mit dem Canada Discovery Pass kostenlos besucht werden können. Wenn du auf den jeweiligen Park klickst oder ihn suchst, erhältst du detaillierte Informationen, wie z.B. lokale Wanderkarten oder Informationen über Sperrungen etc. ANREISE Es gibt täglich mehrere Linienflüge von Deutschland nach Vancouver. Für die Einreise nach Kanada ist ein elektronisches Reisedokument (eTa) erforderlich. RUMKOMMEN Ich liebe öffentliche Verkehrsmittel – aber Kanada ist kein Land dafür. Wenn du hier wandern willst, brauchst du ein Auto. Ich hatte mich vorher relativ lange in diversen Internetforen rum geschlagen und zu schauen, ob ich mir eins kaufen soll. Das wär sicherlich günstiger gewesen, aber mir war letztendlich das Risiko, dass mir die Kiste irgendwo stehen bleibt zu groß. Also habe ich mir bei den kleinsten Mietwagen gebucht den ich bekommen konnte. Die meisten Reisenden buchen sich Camper buchen mir war das für die zwei Monate die ich ein Auto hatte. zu teuer. Das günstigste Angebot bekam ich bei www.billiger-mietwagen.de Auch beim Auto mieten gibt es einiges zu beachten. Erstens musst du schauen dass die Versicherung auch gültig ist wenn du länger als ein Monat unterwegs bist. Manche Versicherungen schließen Straßen (wie den Dempster Highway im Yukon), oder auch ganze Regionen (wie besipielsweise den Yukon) aus. Checke das unbedingt, denn sonst bist du vielleicht nicht versichert. Ich habe in meinem Auto fast zwei Monate gelebt und es war mein bester Freund in dieser Zeit und garantiert jeden Cent wert. BESTE ZEIT Grob gesagt ist die beste Reisezeit von Juni bis Oktober. Aber auch im Hochsommer kann es in den Bergen schneien und an der Küste kann es bei anhaltendem Regen sehr ungemütlich werden. EINTRITT NATIONALPARK Die Nationalparks in Kanada kosten Eintritt. Jeder Tag kostet 10,50 $. Wenn man länger bleibt oder mehrere Nationalparks besuchen möchte, lohnt sich der Parks Canada Discovery Pass für 72,25 $, der ein Jahr lang in allen Einrichtungen von Parcs Canada gültig ist. PACKLISTE FÜR MEHRTÄGIGE WANDERUNGEN Dein Rucksack sollte nicht mehr als 25-30% deines Körpergewichts wiegen. Gut eingelaufene und vor allem wasserdichte Wanderschuhe, warme und wetterfeste Kleidung, Schlafsack, Isomatte und ein absolut wasserdichtes Zelt sind unerlässlich. Nützlich: Wanderstöcke und Gamaschen. Rucksack mit Regenhülle, Sachen darin nochmals in Plastiksäcke verpacken. Kocher, Topf, Tasse, Schüssel, Löffel, Messer, Wanderkarte, Seil (Wäscheleine, Abseilen), Erste-Hilfe-Set, Handy, Toilettenpapier Stirnlampe. Auf der Website von Parks Canada kann man sich eine Camping-Checkliste herunterladen. Ich würde nie so viel Material mitnehmen, aber es ist ein guter Anhaltspunkt, was man alles braucht. ... Hier gibt es auch Outdoor Rezepte

  • Kanada im Überblick - Die besten Reisetipps für die Westküste

    Ich bin gerade von meiner Reise nach Kanada zurückgekehrt ... 3 Monate Kanada = 1 Trip of a Lifetime! Hier sind ein paar Zahlen zu meiner Reise: 81 Tage, 9.6000 km mit dem Auto, über 1.000 km zu Fuß 9 Fährüberfahrten 64 Tage Wandern 5 Tage Kajakfahren 2 Länder 5 Provinzen 1 Flug mit dem Wasserflugzeug Viele Grauwale Viele Buckelwale 1 Delfingruppe unzählige Schweinswale 1 große Seegurke Unzählige Robben 3 große Gruppen von Seelöwen 2 Seeotter 1 Biber Eine Herde Dallschafe in der Ferne So viele! Bison 1 Elch Mehr Hirsche 1 Cariboo 2 Grizzlybären 12 Schwarzbären Unzählige Weißkopfseeadler Mehrere Seesterne 2 Stachel-schweine 9 Loonies 1 Paar abgenutzte Wander-schuhe 1 verlorener Wanderstock Mehrere Flussdurchquerungen Fast 10.000 Fotos Viele Interviewpartner Unzählige tolle Erlebnisse Einfach unglaubliche Kanadier So viel Unterstützung Viel Geld ausgegeben Jeder Penny ist es wert! Natürlich habe ich unzählige Geschichten mitgebracht. Die besten Reisetipps für die Westküste Hier sind einige der Themen, über die ich in den kommenden Monaten schreiben werde über die ich in den kommenden Monaten schreiben werde - ich bin sicher, dass mir noch viel mehr einfällt, sobald ich meine 10.000 Fotos durchgesehen habe ... Der 75km West Coast Trail steht auf der Bucket List vieler Abenteurer. Er wurde ursprünglich geschaffen, um den Überlebenden gestrandeter Schiffe an der wilden Westküste von Vancouver Island eine Überlebenschance zu geben. Die Wanderer klettern mit schweren Rucksäcken über mehr als 100 Leitern, stapfen durch tiefen Schlamm, waten durch von Bergen gespeiste Flüsse in schnell fließendem, manchmal hüfthohem Wasser und trotzen jedem Wetter, das die wilde Westküste mit sich bringt - oft heftigem Wind und Regen. Wie schwierig ist das? Wale vom Boot, Kajak und vom Land Wie kann man am besten Wale vor Vancouver Island beobachten? Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten? Auf Bären Suche Wo kann man am besten Bären sehen? Ich sag's euch! Kajak Tour Johnson Street Eine Kajaktour mit Kingfisher Wilderness Adventures ist für Anfänger und Kinder geeignet, aber auch ambitionierte Paddler kommen hier auf ihre Kosten. Sie übernachten in einem Camping-Basislager mit hervorragender Verpflegung. Es gibt verschiedene Pakete. Ich hatte eine 3-tägige Tour, auf der wir Seesterne, Seegurken, Robben, Seelöwen, Weißkopfseeadler, zwei verschiedene Orca-Arten und Buckelwale vom Boot und von Land aus gesehen haben. A walk in the (Stanley) Park Für die 1st Nations hat jede Pflanze, jeder Baum seine eigene, einzigartige Geschichte. Bei einem Spaziergang durch den Stanley Park in Vancouver erzählt die indigene Seraphin, wie ihre Vorfahren das Land seit Tausenden von Jahren für Nahrung, Medizin und Technologie genutzt haben. Sie spricht auch offen über die dunkle Vergangenheit der Kolonialgeschichte. Ein Thema, das bei uns fast unbekannt ist. Meine Lieblingswanderungen rund um die Rockies Von den Nationalparks Revelstoke, Glacier, Yoho, Banff und Jasper bis zum Mount Assiniboine und dem Spray Valley Provincial Park - einen Monat lang war ich jeden Tag auf der Suche nach der schönsten Wanderung! Klettersteige für Jedermann/frau Du musst kein erfahrener Bergsteiger sein, um den Mt Norquay Klettersteig zu bewältigen. Es gibt 5 verschiedene Schwierigkeitsstufen (von 2/Explorer -6 Stunden Summiteer) um den Berg zu erklimmen. Mutige wagen sich (gut gesichert) über ein dünnes Drahtseil bis zum Gipfel. Calgary Stampede Die nach eigenen Angaben größte Outdoor-Show der Welt! Rodeo, Planwagen-Rennen, ein riesiger Vergnügungspark, Musik-Festival, Cowboy-Treff und 1. Nations Powwow. Bombastisch und unterhaltsam, doch Tierschützer gehen auf die Barrikaden: ist das über 125 Jahre alte und geschichtsträchtige Treffen noch zeitgemäß? Calgary Heritage Park Wer mal sehen möchte, wie Kanada vor 100 Jahren (oder mehr) aussah, der ist im Calgary Heritage Park genau richtig. Alte Häuser, Bauernhöfe, Züge, Schiffe, Tipis etc. wurden in der ganzen Region gesammelt und hier als ein riesiges Freilichtmuseum wieder aufgebaut. Besucher können durch die Straßen schlendern, mit der Dampflok fahren, alte Forts besuchen und Handwerkern bei der Arbeit zu sehen. Je nach Jahreszeit werden passende Veranstaltungen angeboten - für den Herbst beispielsweise zu Halloween und Weihnachten. Super unterhaltsam für alle Altersklassen und ganzjährig geöffnet. Yukon - Into the wild! Tombstone Provincial Park 3-Tages-Wanderung mit Backcountry Camping durch das Patagonien Kanadas Kluane National Park Hier findest Du die meisten Gletscher ausserhalb der Polarkappen. 3-Tages-Wanderung entlang des Slim River bis zum größten Gletscher. Für uns eine lange Wassersuche … Road trip mit Abstechern nach Alaska: Whitehorse - Dawson City - Tok - Kluane - Haines - Skagway – Whitehorse Dawson City Lucky Luke und der Goldrausch … Meet the locals Bei 3 Monaten in einem Land habe ich natürlich eine Menge Menschen getroffen. Einige werde ich euch vorstellen …

  • England: Das Ende der Welt - 1900 Jahre Hadrianswall

    Steine. Unendlich viele Steine - aufgetürmt zu einer Mauer. Wie viele Menschen hat es wohl gebraucht diese aufzubauen? Und welcher Qualen und Plackerei entstand dieses 118km lange Bollwerk? Wieviele haben dabei wohl ihr Leben gelassen? Wie muss sich ein römischer Legionär gefühlt haben als er auf die fernen Hügel und unbekannten Länder nördlich der Mauer zu blickte. Eine befestigter Wall, der gebaut wurde, um das Ende der Zivilisation und damit das Ende der Welt, zumindest so wie die Römer sie kannten, zu markieren. 1900 Jahre Hadrianswall Während seiner Reisen durch das Reich besuchte Hadrian die nördlichste Grenze des römischen Reiches. Es erstreckte sich über 5.000 km vom Norden Großbritanniens durch Europa bis zum Schwarzen Meer, von dort bis zum Roten Meer und über Nordafrika bis zur Atlantikküste. Publius Aelius Hadrianus, oder Hadrian wurde 117 n. Chr. Kaiser und regierte fast 21 Jahre lang. Mehr als die Hälfte seiner Regierungszeit verbrachte er außerhalb Italiens. Es ist einfacher, die Länder des Reiches aufzuzählen, die Hadrian nicht besuchte, nämlich Korsika und Sardinien, als die, die er besuchte. Hadrian wollte das Reich aus erster Hand kennen und verstehen, statt sich auf Geheimdienstberichte zu verlassen wie es frühere Kaiser getan hatten. „Im Sommer 122 n. Chr., also genau vor genau 1900 Jahren, besuchte der römische Kaiser Hadrian Britannien als Teil seiner ersten großen Inspektionsreise“. Mike McGuire führt seine Besuchergruppe durch die Ausgrabungen des ehemaligen Kastells Vindolanda. „Damals wurden die Verteidigungsanlagen umfassend erneuert, dabei auch einige Innengebäude umgebaut. Die Archäologen gehen ziemlich sicher davon aus, dass Hadrian während seiner Reise genau hier wohnte. Auf seinen Befehl hin wurde eines der größten Bollwerke der Geschichte geschaffen: 117,5 Kilometer lang, bis zu 3m breit und 5 Meter hoch, abgesichert durch ein Grabensystem sowie 320 Türme, 16 Hilfstruppen und 80 Meilenkastelle schlängelt es sich einmal komplett von der Ost- zur Westküste Englands. „Wovor hatten sie denn Angst?“ will Craig, ein Besucher aus Schottland, wissen. „Vor Monstern und dunklen Mächten, die ihr Gebiet bedrohen könnten.“ Mike lächelt Craig verschmitzt an. “Also eigentlich vor Dir, denn heute wissen wir natürlich, dass diese Bedrohungen die Schotten waren. Damals jedoch hatten die römischen Zenturionen keine Ahnung, was sich jenseits der Mauer befand, und mussten sich der Angst vor dem Unbekannten stellen.“ Klicke auf das erste Bild um die Fotostrecke zu starten: Die teilweise auch heute noch gut erhaltene Wallanlage gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Regelmäßig finden im Sommerhalbjahr Grabungen statt, an denen sich auch Freiwillige beteiligen dürfen. Eine solche Freiwillige, die 16-jährige Jennifer Moffat, kratzt vorsichtig mit einer kleinen Harke in der Erde. Schon seit Stunden kniet sie geduldig zwischen den Steinen, auf der Suche nach lange verschollenen Artefakten. Plötzlich spürt sie, wie ihr Werkzeug auf etwas Festes trifft, hält aufgeregt inne und gräbt vorsichtig mit den Händen weiter. Seitdem Jenny mit 10 Jahren zum ersten Mal das alte römische Kastell Vindolanda mit ihrer Familie besuchte, träumte sie davon, selbst den Archäologen zur Hand zu gehen. Damals nahm sie ihrem Vater das Versprechen ab, dass sie mit 16 – das Mindestalter für die freiwilligen Helfer - in den Sommerferien hierher kommen dürfte. Dieses Jahr hat sich ihr Traum erfüllt, die beiden werkeln als Ausgrabungspaar in der Erde. „Dad, schau mal - ich glaube, ich hab was gefunden!“ strahlt sie und löst eine ockerfarbene Scherbe aus der Erde. Mit leuchtenden Augen wischt sie das Tonstück ab und entdeckt dabei eine haarfeine Zeichnung eines Gladiators. Geschichte zum Anfassen: Eine Nachricht aus der Vergangenheit – wahrscheinlich mehr als 1900 Jahre alt. Jennys Begeisterung ist ansteckend. Skymore Gap Zwischen Birdoswald und Vindolanda ist der Hadrianswall am besten erhalten. Unbedingt zum Skymore Gap wandern - von hier hat man den schönsten Blick über die Mauer. Gefällte Ikone In einer Senke am Hadrianswall trotzte der mächtige Bergahorn 300 Jahre lang Wind und Wetter. Er war berühmt - der meistfotografierte Baum Englands, Drehort für „Robin Hood: König der Diebe“, Wahrzeichen am Wanderweg entlang der 1900 Jahre alten römischen Verteidigungsanlage gegen die Barbaren. Im September 2023 wurde er von Vandalen gefällt. Warum? Das wissen nur die Götter. Ich habe Euch einen 6 km langen Rundweg auf Komoot gespeichert: https://www.komoot.de/tour/861316629?ref=wtd www.vindolanda.com INFO: Einen guten Überblick über Alles, was man in Northumbria machen kann (samt Unterkünften, Wanderungen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, leider nur auf Englisch) unter: www.yournorthumberland.co.uk Hinkommen: Wer mit dem eigenen Transportmittel anreist und nicht durch ganz England fahren will, kann auch direkt von Amsterdam bis Newcastle mit der Fähre fahren. Schneller ist es über Dover. www.dfds.com Direktflüge von Frankfurt gibt es entweder nach Newcastle oder Edinburgh. Bei www.billiger-mietwagen.de kann man Preise für Mietwagen vergleichen und auch buchen. Schlafen: Stablewood Cottages hat an verschiedenen Locations gemütliche, gut ausgestattete Selbstversorger Cottages - entweder direkt am Strand von Budle Bay, oder in dem kleinen Dörfchen Lucker – beides ganz in der Nähe von Bamburgh Castle. Wer will kann auch in liebevoll umgebauten Schäferwagen schlafen, oder auch im B&B über dem Pub. Ein SPA mit Sauna, Dampfbad und Schwimmbad ist an regnerischen Tagen perfekt um sich wieder aufzuwärmen. www.stablewoodcoastalcottages.com/ Essen: Das Apple Inn in Lucker ist ein gemütliches Pub mit preisgekrönten Essen. Wer will, kann hier auch im Pub oder in umgebauten – inzwischen stylischen – Schäferwagen schlafen. https://theappleinnlucker.com Lobster, Fisch, aber auch Lamm und vegetarische Gerichte gibt es im "The Potted Lobster" direkt in Bamburgh https://thepottedlobster.co.uk/bamburgh/

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